Forum: Panorama
Angriff neben Highway in Los Angeles: Verprügelte Frau will Polizisten verklagen
AP

"In dem Moment, in dem er auf ihren Kopf einschlug, schrieb sich die Klage quasi von selbst": Eine 51-Jährige ist in Los Angeles von einem Polizisten verprügelt worden. Sie will nun juristisch gegen ihn vorgehen. Aktivisten fordern eine Aufklärung des Falls.

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shine31 08.07.2014, 11:36
30. Vergleich USA vs BRD

Zitat von NoTarget
Es sind in den letzten Jahren etwa 60 bis 80 Cops jährlich in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen... In Deutschland sind übliche Zahlen null bis acht pro Jahr.
Wenn Sie die Einwohnerzahlen der USA = 350 Millionen und Deutschland ca. 80 Millionen mit einberechnen, ist der Unterschied nun auch nicht sehr gross.

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frubi 08.07.2014, 11:44
31. .

Zitat von thomas.b
Ich bin normalerweise kein Freund von Polizisten-Bashing, aber der exzessive Gebrauch von Gewalt (körperliche oder tödliche mit Schusswaffen) ist schon mehr als bedenklich. Entweder gibt es das System so her oder viele Cops sind dort einfach nur charakterlich ungeeignet.
Die Cops haben nur etwas zu befürchten wenn es Beweise gibt. Ohne Beweise wird kein Cop in Amerika Konsequenzen zu fürchten haben. Selbst mit Beweisen fallen die Urteile in der Regel recht Milde aus. Das System schützt seine Protagonisten selbst in den ekelhaftesten Fällen. Hab erst vor kurzem ein Video gesehen, auf dem ein riesiger Cop einen Rollstuhl fahrer umschubst weil dieser ihn wohl provoziert hat. Es gibt einfachere Berufe als Polizist in Deutschland oder Amerika aber das kann keine Entschuldigung sein. In Amerika werden ja des öfteren auch angeleinte Hunde bei Razzien abgeknallt, weil denen das Bellen zu laut ist.

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sternfalke77 08.07.2014, 11:46
32. Taubheit ..

Zitat von Fernspäher
Wer meine bisherigen Beiträge liest wird feststellen, dass da keiner bei ist, der durch eine besondere Parteinahme für die USA auffällt. Aber wer das Video aufmerksam ansieht muss feststellen, dass die Frau, nachdem der Polizist sie festhalten wollte, auf diesen eingeschlagen hat. Sie hat ein/ zwei kleine Treffer gelandet und auch noch danach versucht weitere zu landen. Als sie sich nur noch passiv geschützt hat, hat auch der Polizist seine Prügel eingestellt. Danach versuchte sie wieder ihn zu treffen. P.S. Ich habe jahrelang Kampfsport gemacht und war "aktiver Fußballfan" ;-)
Schon mal überegt, auch das hätte der Cop erwägen können, dass diese Frau evtl. Taub ist, und seine Anordnung gar nicht hören kann ?
Und hinter Ihr erst Recht nicht.

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neanderspezi 08.07.2014, 11:52
33. Der Polizist, dein Freund und Helfer

Wenn man die Bildsequenz betrachtet, gewinnt man leicht den Eindruck, dass das Video aus einem einzelnen stehenden Fahrzeug aufgenommen wurde. Der Fahrer muss sich später bemüht haben, zu der verprügelten Frau Kontakt aufzunehmen, um ihr mit dem Video zu helfen. Am Ort der Amtshandlung wird er sich schwerlich als Video-Dokumentarist zu erkennen gegeben haben, um nicht selbst in eine schmerzhafte und für das Video schädliche Amtshandlung hineingezogen zu werden. Es ist wahrhaftig eine sehr ehrenvolle Tat, wenn sich zwei Cops bemühen an einer 51-jährigen Frau in Vollendung eine Festnahme zu praktizieren, wobei einer der beiden zunächst seine Schlagfertigkeit vorführen muss. Solche aussagekräftigen Videos sollten zum Schutz der Polizei in den USA durch die Rechtssprechung zwingend zu einer gesetzlichen Regelung führen, die das Aufnehmen solcher Amtshandlungen bei schwerer Strafe verbietet, denn sonst könnten viele Polizisten in ähnlichen Situationen Hemmung zeigen ganz aus sich herauszugehen.

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manschu 08.07.2014, 11:53
34.

Zitat von gorkamorka
Die Frau kann froh sein, dass dies in den USA passiert ist. In Deutschland hätte sie jetzt eine Anzeige wegen Beleidigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchter Gefangenenbefreiung am Hals. In den USA kann sie wenigstens auf hohes Schmerzensgeld hoffen.
Stimmt. Und das ist so vorgesehen.
Wer sich als Opfer von Polizeigewalt sieht, muss zu genau der Polizei, die ja als Täter in Frage kommt.
Dort reden dann die Kollegen miteinander und beschließen eine Gegenklage, in Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Staatsanwaltschaft, mit denen man ständig zusammen arbeitet.
Da das Wort der Polizisten höher gewertet wird, kommt die Gegenklage der Polizisten durch. Die Klage des möglichen Opfers dagegen nicht.

Was tatsächlich vorgefallen ist, spielt überhaupt keine Rolle. Wer die Polizei anklagt, wird dafür bestraft und verurteilt. Die Strukturen sind bewusst so aufgebaut.

Erst bei einer mehr als erdrückenden Beweislage (in den Händen des Opfers, denn belastende Beweise, die nur bei der Polizei liegen werden unterschlagen oder vernichtet) kann dieser Mechanismus ausgehebelt werden. Dann wirkt er nur so weit, dass die Strafe so gering ausfällt, wie irgend möglich.

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SayNotThree 08.07.2014, 11:55
35.

Zitat von Hank Hill
hat schon immer einen schlechten Ruf gehabt. Dagegen sind die deutschen Polizisten die reinsten Musterknaben.
Genaueres kann man im Manifesto von Christopher Dorner hierzu nachlesen.

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lacrimae_mundi 08.07.2014, 11:57
36. Nicht nur...

Zitat von derigel3000
Komisch, in all den Jahren, die ich in Amerika verbrachte, habe ich dort niemals auch nur das kleinste Problem mit Police, Sheriff, State Police oder anderen Law-Enforcement-Behörden gehabt. Im Gegenteil, als mir auf der Interstate 40 in Arkansas mal ein Reifen platzte, standen nach fünf Minuten gleich drei State Trooper hinter meinem Auto, die mir nicht nur halfen, den Reifen zu wechseln, sondern mir auch gleich mehrere nahe Werkstätten vorschlugen, in denen ich den Reifen flicken lassen konnte. Als dann durch meinen Akzent herauskam, dass ich aus Deutschland komme, machte ich die gleichen Erfahrungen wie mit fast allen Amerikanern: Entweder war der Bruder dort stationiert, oder der Onkel in den 80ern, oder der Opa stammte von da, oder, oder, oder. Ich habe die US-Polizisten in allen 35 Staaten, in denen ich war, immer als extrem höflich und zuvorkommend erlebt, scheint wohl auch eine Sache des Auftretens zu sein, wie man in den Wald ruft, so schallt es eben heraus. Im Übrigen: Haben Sie persönlich erlebt, dass ein Polizist "harmlose Flüchtige" erschießt, oder wissen Sie das nur vom Hörensagen?
... eine Sache des Auftretens, sondern auch eine Sache der Hautfarbe.
Ich vermute, Ihre Hautfarbe ist weiß.

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sitiwati 08.07.2014, 11:58
37. naja, ehrlich

über die bayrische Polizei hat man in den letzten Monaten auch einiges gehört, wobei man sagen muss, dass es einzelne Ausreiser sind, die man aber, wenn man den Infos glauben darf, irgendwie nicht ganz naja, Ihr wisst schon! und klar, als Deutscher ist man im Allgemeinen halt die deutsche Softpolizei gewohnt, man denen man lange diskuttieren kann und Gerichte anrufen, mein Cousine fuhr mit ihrem Porsche etwas flott durch ein ärmes Wohnviertel bei LA, ein Polist stoppt sei, sie bekam ein Ticket, der Polizist sagte zu ihr: in diesem Viertel fährt man etwas langsamer mit Protzautos ! man stelle sich vor, das wäre in D passiert !!!

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Mans Heiser 08.07.2014, 12:00
38.

Zitat von manschu
Stimmt. Und das ist so vorgesehen. Wer sich als Opfer von Polizeigewalt sieht, muss zu genau der Polizei, die ja als Täter in Frage kommt. Dort reden dann die Kollegen miteinander und beschließen eine Gegenklage, in Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Staatsanwaltschaft, mit denen man ständig zusammen arbeitet. Da das Wort der Polizisten höher gewertet wird, kommt die Gegenklage der Polizisten durch. Die Klage des möglichen Opfers dagegen nicht. Was tatsächlich vorgefallen ist, spielt überhaupt keine Rolle. Wer die Polizei anklagt, wird dafür bestraft und verurteilt. Die Strukturen sind bewusst so aufgebaut. Erst bei einer mehr als erdrückenden Beweislage (in den Händen des Opfers, denn belastende Beweise, die nur bei der Polizei liegen werden unterschlagen oder vernichtet) kann dieser Mechanismus ausgehebelt werden. Dann wirkt er nur so weit, dass die Strafe so gering ausfällt, wie irgend möglich.
Und ein, falls vorhanden, Videobeweis ist nicht gerichtsverwertbar, da er nicht von einer offiziell manipulierten Kamera stammt.

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sternfalke77 08.07.2014, 12:08
39. Genau DAS procedere ...

Zitat von manschu
Stimmt. Und das ist so vorgesehen. Wer sich als Opfer von Polizeigewalt sieht, muss zu genau der Polizei, die ja als Täter in Frage kommt. Dort reden dann die Kollegen miteinander und beschließen eine Gegenklage, in Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Staatsanwaltschaft, mit denen man ständig zusammen arbeitet. Da das Wort der Polizisten höher gewertet wird, kommt die Gegenklage der Polizisten durch. Die Klage des möglichen Opfers dagegen nicht. Was tatsächlich vorgefallen ist, spielt überhaupt keine Rolle. Wer die Polizei anklagt, wird dafür bestraft und verurteilt. Die Strukturen sind bewusst so aufgebaut. Erst bei einer mehr als erdrückenden Beweislage (in den Händen des Opfers, denn belastende Beweise, die nur bei der Polizei liegen werden unterschlagen oder vernichtet) kann dieser Mechanismus ausgehebelt werden. Dann wirkt er nur so weit, dass die Strafe so gering ausfällt, wie irgend möglich.
...beschreite ich grade. Falscher Polizeieinsatz, 5 Polizisten stürmten meine Wohnung, ich schwerbehinderter Frührentner werde zusammngedroschen, am Boden geworfen fixiert, Kopf nochmals auf die Bodenfliesen geschlagen, und bereits fixiert von einem Beamten in die Rippen getreten. Nasenbeinbuch, und 2 Rippen gebrochen.
Und die Nachtin Arrestzelle verbracht.
Die hiesige Staatsanwaltschaft ermittelte, stellte ein, nun legte ich Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft ein.
Vertreten werde ich nun vom Weißen Ring. So geschehen in Hagen.

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