Forum: Panorama
Antisemitismus in Frankreich: Lieber in Israel im Bunker als am Boulevard in Paris
Agence Juive

Tausende französische Juden wandern nach Israel aus, unterstützt von einer Agentur ihres neuen Heimatstaates. Sie halten den Antisemitismus in Frankreich oft für gefährlicher als die Lage im Nahen Osten.

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asmcoder 23.07.2014, 11:18
1.

man hätte naürlich erwähnen können, dass jüdische auswanderer aus 1st world ländern von der israelischen regierung massivst subventionirt werden...

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Atilla_B 23.07.2014, 11:23
2. Wundert euch das ?

Zitat von sysop
Tausende französische Juden wandern nach Israel aus, unterstützt von einer Agentur ihres neuen Heimatstaates. Sie halten den Antisemitismus in Frankreich oft für gefährlicher als die Lage im Nahen Osten.
Wundert euch der Hass ? Wegen solchen wie euch werden doch dort Siedlungen gebaut und die Pälestinänser vertrieben. Wer war den vorher da ? Seit wann seit Ihr da ? Ja klar..das gelobte Land , was EUCH gehört. Seit wann ? Seit 1948 ? Und die Welt schaut zu.... und alle Schuld wie der Hamas zugeschrieben.
Bei uns gibt es ein Spruch : Einer der am ertrinken ist, hält sich selbst an einer "Schlange" fest....sollte man mal überlegen.

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MS2000 23.07.2014, 11:25
3. Er hat wohl recht

Es ist zutiefst traurig, dass Juden wieder aus Europa flüchten müssen. Es ist beschämend für unsere Gesellschaft egal ob französische oder deutsche, dass der radikale Islamismus in unseren Ländern solches Unwesen treibt und wie es scheint ungeahndet bleibt. Es ist zudem beschämend, dass dies in der Öffentlichkeit nicht diskutiert wird: Der neu aufkommende Antisemitismus wird doch zum allergrößten Teil von Moslems arabischer Herkunft gespeist - warum wird das nicht öffentlich diskutiert? In der neueren Diskussion scheint es so, als komme der Antisemitismus aus der Mitte der deutschen Gesellschaft - Nein er kommt aus dem Migranten Milieu - vornehmlich Arabischer Migranten. Dies muß so benannt werden!

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Whitejack 23.07.2014, 11:25
4.

Ein Forum? Dann schauen wir mal, wer zuerst da ist, die Antisemiten oder die Islamhasser...

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orwl 23.07.2014, 11:27
5. Wohin mit den Juden? Wohin mit Palästinensern?

Der Israelisch-palästinensiche Konflikt reicht weit zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg gründete sich der jüdische Staat. Die verstreut lebenden Juden hatten jetzt einen Ort, der "ihnen gehörte". In der Gründungszeit war das Gebiet in Israel von Arabern dünn besiedelt. Die ersten Siedlungen entstanden. Was heute oftmals verbrecherisch als "jüdische Siedlungen" bezeichnet wird. ist für das jüdische Volk von existenzieller Bedeutung. Wo sollen sie sonst in Sicherheit leben? Die meisten Siedlungen sind mitten in die Wüste gebaut. Wo vorher Sand war stehen jetzt Plantagen. Das kann sich jeder mit eigenen Augen anschauen: Eine Siedlung und drum herum nur heiße Sandwüste bis zur nächsten Ortschaft, Siedlung.
Die Siedlungspolitik war schon immer mit auslöser für die Konflikte. Israel baut, Hamas (Fatah, damals Jassir Arafat) protestierten dagegen. Wo gegen denn? Siedlungen in der Wüste, wo so wie so keiner gewohnt hat? Wer das nicht glaubt kann nach Israel fliegen und sich selbst überzeugen. Doch Militante (u.A. palästinensiche) Gruppen haben immer wieder Israel mit ihrem Terror heimgesucht: Selbstmordattentate, irgendwann Raketen. Wenn Israel nicht so scharfe Sicherheitsrichtlinien erlassen hätte würden sich heute noch viel mehr Selbstmordattentäter in Israel in die Luft sprengen. Dadurch ist Gaza natürlich eingekesselt. Gaza - sollte das nicht eigentlich der Ort für die Palästinenser sein? Wer ist Schuld? Wer trägt Leid? Wohin mit den Juden? Wohin mit den Palästinensern? In der Gesellschaft wird dieser Konflikt leider oft einseitig wahrgenommen. Das ist narürlich auch eine Frucht der Medien. Ein Lob an dieser Stelle an SPON, das viele Artikel zu diesem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln einstellt.

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seneca55 23.07.2014, 11:28
6. Überraschung - darf man tatsächlich kommentieren?

Also franz. Juden flüchten vor antisemitischen Trends vorwiegend im arabischen Teil der franz. Bevölkerung nach Israel?
Seit 1990 hat sich der jüdische Bevölkerungsanteil in Frankreich verdreifacht auf rd. 600.000 Bürger.
Als Sharon 2002 MP Israels wurde ging er die franz. Juden an ins falsche Land zu ziehen und stattdessen nach Israel zu kommen. Das hat Bibi Netanjahu in 2012 wieder aufgenommen und aufgrund der wachsenden Muslim-Bevölkerung in Frankreich die wohl in ihrer Mehrheit judenfeindlich ist, ziehen immer mehr besorgte Juden aus Frankreich nach Israel. Diese Entwicklung wird auch in Deutschland verstärkt einsetzen, wenn der Muslim-Anteil größer wird. Das ist aber der Preis der Integration, die insbesondere auch im Deutschland verfolgt wird.

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niela 23.07.2014, 11:28
7. Der dumpfe Mob gewinnt...

"Der Mensch ist leider nicht naiv, der Mensch ist leider primitiv..." (irgendein Westernhagen Lied)

Und recht hatter er, der Marius. So gewinnt langsam aber sicher der rechte mob und die rasisstische Fraktion der arabischen Welt. Ich kann diese Familie gut verstehen. Wenn man einmal nur wegen einer Glaubensrichtung angegriffen wird, dann kann man sich nicht mehr sicher fuehlen. Wenn dies immer mehr passiert, werden immer mehr Leute diesen Weg waehlen, bis sich die Gesellschaft als ganzes dagegen stellt.

Leider hilft es auch nicht, das der Staat Israel und der rechte judische Mob dort im Grunde genommen genauso handelt, eben in diesem Fall gegen Palaestinenser. Und so sitzen wir mitten in der Spirale der Gewalt. An Nordirland sehen wir, dass dies auch so schnell nicht geaendert wird, denn es gibt immer genuegend Menschen, denen nichts lieber ist, als ein Feindbild zu haben. Mit einem Feindbild habe ich etwas gegen dass ich kaempfen kann. Einen Sinn, einen Grund zum Aufstehen.

Das wird leider immer so weiter gehen, bis mal jemand den Mut hat dem Stammtisch entgegenzutreten und um des Friedenswillens schlichtweg aufgibt... Traeumen kann man ja...

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klaus-bärbel 23.07.2014, 11:28
8. Traurig,

dass es in Westeuropa so weit gekommen ist. Dass die Angriffe auf Juden (nicht nur in Frankreich) v.a. durch Muslime erfolgen, wird leider viel zu selten thematisiert. Multi-Kulti, so wie es sich unsere sozialromantischen Tagträumer nicht vorgestellt hatten....

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openminded 23.07.2014, 11:31
9.

Vorab: jegliche Art von Antisemitismus ist zu verabscheuen, genauso wie jede andere Art von Aggression gegenüber Gruppen aufgrund ihrer religiösen, politischen, kulturellen, sexuellen etc. Orientierung.

Beim Thema Antisemitismus kommt jedoch immer wieder ein besonderer Aspekt zum Tragen: Der Komplex jüdischer Glaube, jüdisches Volk und israelischer Staat wird von unterschiedlichen Gruppen an den jeweiligen Interessen ausgerichtet unterschiedlich betrachtet.

Solange einzelne Aspekten des jüdischen Themenkomplexes von einigen immer wieder vermischt werden, entsteht Nährboden für Antisemitismus. Dafür ist derjenige, der Kritik am Staate Israel als Antisemitismus bezeichnet genauso mitverantwortlich wie derjenige, der im Zusammenhang mit israelischen Greueltaten "böse Juden" schreit.

Ich kann streng religiöse Menschen intellektuell nicht ernst nehmen, ich stehe kriegerisch-aggressiven Staaten kritisch gegenüber und ich halte völkisches Gedankengut für überholt und gefährlich. Damit stehe ich mit Sicherheit nicht alleine da, wäre aber für viele ein Antisemit, da meine Ansichten auch für Menschen jüdischen Glaubens und Israel gelten.

Gestern (ich glaube in den Tagesthemen) sagte ein ehemaliges Vorstandmitglied des ZRdJ sinngemäß: Laute Kritik auch unserer Regierung am Vorgehen Israels ist wichtig, um dem neu entstehenden Antisemitismus Einhalt zu gebieten...

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