Forum: Panorama
Arbeiter in AKW Fukushima: Übermüdet und überfordert

Sie bekommen Cracker und Instant-Nudeln zu essen und müssen auf dem verstrahlten Betonboden schlafen: Die Männer im AKW Fukushima kämpfen unter unzumutbaren Bedingungen gegen den GAU - und suchen nach einer Lösung für Hunderte Liter verstrahltes Wasser.

Seite 1 von 9
nigcon 29.03.2011, 17:46
1. Titellos

Irgendwie wird das immer skuriller...
Glaubt ernsthaft jemand die Japaner bekommen die Lage nochmal in den Griff, wenn Sie es in all der Zeit nicht mal schaffen ein paar Flaschen Wasser herbeizukarren - von einer vernüftigen Einsatzbasis mal ganz abgesehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
donniedarkow 29.03.2011, 17:57
2. ....

Zitat von sysop
Sie bekommen Cracker und Instant-Nudeln zu essen und müssen auf dem verstrahlten Betonboden schlafen: Die Männer im AKW Fukushima kämpfen unter unzumutbaren Bedingungen gegen den GAU - und suchen nach einer Lösung für Hunderte Liter verstrahltes Wasser.
Wenn ich das lese könnt ich ehrlich kotzen! Diese Männer riskieren ihre Gesundheit und werden so behandelt. Ich bin immer mehr der Meinung das man die Manager auch da hin karren sollte - einen Wasserschlauch halten sollten sogar die Nieten hin bekommen...... Traurig. :(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
www.yzx.de 29.03.2011, 17:58
3. Notstandswirtschaft

Zitat von sysop
Sie bekommen Cracker und Instant-Nudeln zu essen und müssen auf dem verstrahlten Betonboden schlafen: Die Männer im AKW Fukushima kämpfen unter unzumutbaren Bedingungen gegen den GAU - und suchen nach einer Lösung für Hunderte Liter verstrahltes Wasser.
Notrationen, Betonboden etc. - Das klingt alles mehr nach Russland vor 1990 als nach Japan 2011. Nur dass die Russen seinerzeit nicht annähernd die technischen und finanziellen Möglichkeiten der Japaner hatten.

Für mich ist es jdf. unbegreiflich, dass ein Milliardenkonzern im drittgrößten Industrieland der Erde nicht einmal dazu in der Lage ist, Mitarbeiter, die sich täglich einer derartigen Gefahr aussetzen, zumindest zum essen und schlafen z.B. mit Helikoptern an einen außerhalb der Gefahrenzone liegenden Ort zu bringen, und sie dort angemessen zu versorgen. Außerdem arbeiten ausgeschlafene und gesättigte Mitarbeiter regelmäßig viel besser als ausgebeutete Arbeitssklaven. Und vor allem machen sie weniger Fehler.

Aber das wäre ja vermutlich unwirtschaftlich. Wobei ich glaube, dass das bei uns bestenfalls kein Stück anders, ggf. aber noch sehr viel schlimmer aussehen würde. ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rosarinimara 29.03.2011, 18:07
4. .

Vielleicht rechnen die nicht damit, dass die Leute noch ne Zukunft haben?
Anders kann man sichs ja kaum erklären wie mit denen umgegangen wird:/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alwbd 29.03.2011, 18:13
5. Die Masseinheiten...

Zitat von sysop
Sie bekommen Cracker und Instant-Nudeln zu essen und müssen auf dem verstrahlten Betonboden schlafen: Die Männer im AKW Fukushima kämpfen unter unzumutbaren Bedingungen gegen den GAU - und suchen nach einer Lösung für Hunderte Liter verstrahltes Wasser.
ich denke mal es soll nicht "Hunderte Liter" sondern eher "Hunderte Kubikmeter" heissen.

Wenn das Beschriebene tatasächlich zutrifft, dann sind die Japaner nicht gerade die Erfinder der Logistik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahlossi_80 29.03.2011, 18:19
6. Menschenopfer

Diese schockierende Schilderung der Arbeitsbedingungen erinnert mich sehr an eine Szene in "Metropolis": Die Moloch-Maschine öffnet ihren Rachen, stumm und ihrem Schicksal ergeben marschieren die Arbeiter hinein, um von dem Monstrum zermalmt zu werden.
Diese "Helden" sollten lieber "Menschenopfer" genannt werden, denn eine lange Lebenserwartung werden sie nicht haben. Erschreckend, dass sowas in einem modernen Industriestaat passieren darf. Hier zeigt sich mal wieder deutlich, dass unsere höchst technisierte Welt mit Katastrophen nicht zurechtkommt. Kann man sich gegen Tsunamis auch schlecht schützen, eine Atomkatastrophe ist einzig und allein menschengemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MohamedMeyer 29.03.2011, 18:19
7. Japan 2011

Kein Bett, kein Essen und auch noch immer keine Notstromaggregate damit man nach 17 Uhr mit Licht weiter arbeiten kann.

Dazu fällt mir nichts mehr ein. Ausser das ich hoffe, dass der Spiegel komplett daneben liegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christian0061 29.03.2011, 18:20
8. wo ist das problem?

tepco ist eben shareholdervalue-orientiert und die armen anleger verlieren eh schon genug geld. da können die arbeiter doch locker mit ner schale am tag auskommen.

so ist das eben, wenn man infrastruktur privatisiert!

da muss dann halt auch mal ne 6 meter hohe tsunamimauer genügen. das risiko eines höheren tsunamis war ja auch wirklich zu vernachlässigen, es ging ja gegen null. wahrscheinlich war es auch noch alternativlos?

was passiert, wenn die japanischen arbeiter verstrahlt sind? wird man dann in den gefängnissen um arbeiter werben?

4 wochen in fukushima und die resthaftzeit wird erlassen, eine edelkrankenversicherung wird abgeschlossen und die angehörigen bekommen ne kostenlose lebensversicherung über xxxxxxx yen ausbezahlt?

oder marschiert man in (nord)-korea ein und holt sich kriegsgefangene? welches ist das militärisch schwächste land in ostasien? vietnam? kambodscha?...einen kriegsgrund wird man dann schon finden!

danke internationale atomindustrie!

(zynikmodus wieder aus)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Loewe_78 29.03.2011, 18:21
9. .

Zitat von www.yzx.de
Notrationen, Betonboden etc. - Das klingt alles mehr nach Russland vor 1990 als nach Japan 2011. Nur dass die Russen seinerzeit nicht annähernd die technischen und finanziellen Möglichkeiten der Japaner hatten. [...]
Die Russen haben, dem Vernehmen nach, ihre Liquidatoren mit sehr viel kalorien- und proteinreichem Essen versorgt, weil sie sehr schnell herausfanden, dass die "Jungs" auch nach Beendigung des aktuten Einsatzes für drei Hunger hatten. Was bei dem Niedergang an Gewebe durch akute Bestrahlung auch kein Wunder ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9