Forum: Panorama
Architekten zur Flüchtlingsunterbringung: Drei Wege aus der Wohnkrise
Brandlhuber+Emde

Tausende Asylsuchende leben in Notunterkünften, trotz kalter Witterung. Langfristige Lösungen für das Wohnraumproblem sind Mangelware. Drei Architekten sagen, was jetzt zu tun wäre - und erklären, warum die Flüchtlinge nicht das Problem sind.

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ijf 06.12.2015, 16:37
170. alles ganz schön

Zitat von janne2109
und auch zum Teil richtig, aber bitte was sollen Flüchtlinge in ländlichen Gegenden?? Hört doch mal endlich damit auf die Menschen irgendwo Hauptsache untergebracht abzuschieben. Diese Menschen brauchen ein soziales Umfeld, eine Möglichkeit zu arbeiten. Das ist auf dem Land nicht zu verwirklichen. Und vor allem steckt nicht alle Flüchtlinge in eine Ecke, sie müssen integriert werden, Leben um sich haben, verschiedenartige Menschen, Arbeit usw. Oder wollt Ihr Ghettos erschaffen?? Günstiger Wohnraum ist für alle wichtig.
Und zum Teil auch richtig, aber bitte was sollen Flüchtlinge aus ländlichen Gegenden in städtischen Ballungsgebieten? Hört doch mal endlich damit auf, die Menschen irgendwo Hauptsache untergebracht, abzuschieben. Diese Menschen brauchen ein soziales Umfeld, eine Möglichkeit zu arbeiten. Das ist in den Städten nicht zu verwirklichen.

Und vor allem- steckt nicht alle Flüchtlinge in eine Ecke: das sind nicht alles akademisch gebildete Mittelständler mit weltoffener Einstellung und innerer Bereitschaft, sich von der neuen westlichen Heimat assimilieren zu lassen. Da sind viele einfache Menschen mit geringer Bildung und gefestigten, religiös/kulturell geprägten Ansichten darunter. Warum sollen die sich in einem der vielen aufgelassen Dörfer in Ostdeutschland nicht wohlfühlen? Gebt ihnen Land und Anschub Finanzierungen zum Aufbau von Landwirtschaft und Viehzucht, dann dauert es nicht lange, bis in dem Dorf ein Lebensmittel-laden entsteht, der weiteren Menschen Arbeit gibt, dann kommt der nächste laden für sonstigen bedarf und traditionelle Kleidung, dann, ja, sehr wahrscheinlich, eine Moschee... und schon entsteht eine Infrastruktur, bei gutem Wetter kann das Dorf vermutlich ab dem dritten Jahr Mehrwert generieren durch Belieferung städtischer halal-Supermärkte... und es gibt in meckpom eine Menge "tote" Dörfer, die auf ein zweites Leben warten. Die hohe Neonazi -Dichte dort macht mir wenig Sorgen - es ist schon ein Unterschied, ob drei Glatzen abends in der Stadt losziehen zum "einen Asylanten zu klatschen", oder ob ein paar Dutzend von ihnen meinen, sie müssten es mit den wehrhaften, selbstbewussten Bewohnern eines ganze Dorfes aufnehmen... das versuchen die vermutlich nur ein Mal...

also - statt gutmenschelnder beissreflexe hier im Forum vielleicht erst mal überlegen...

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siegerländer79 06.12.2015, 16:37
171.

Deutschland hat kein Wohnungsproblem. Warum bringt man die Flüchtlinge nicht hauptsächlich dort unter, wo Wohnungen und ganze Häuser leer stehen, vornehmlich ländliche Regionen, warum aber in Ballungsräume wie Hamburg oder München wo sich schon der Normalsterbliche keine adäquate Wohnung leisten kann? Warum muß der Steuerzahler für Neubauten aufkommen, wenn es jede Menge ungenutzten Wohnraum in D gibt?

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spon_3064063 06.12.2015, 16:39
172. Der soziale

Wohnungsbau ist in Deutschland bewusst vernachlässigt worden um den Monstergesellschaften ihre Rendite zu sichern. Deshalb ist auch in Deutschland die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum so rückständig. Eine echte Schande. Sozialer Wohnungsbau und Grundrente sind die beiden wichtigsten Themen für eine neue Regierung.
Jemand anderes muss ran und neue Schwerpunkte setzen!

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Telon 06.12.2015, 16:41
173. Baurecht entrümpeln!

Solange mir meine Gemeine bis auf's i-Tüpfelchen vorschreiben kann, wie ich mein Haus bauen muss (qubisch mit Satteldach) bleibt für Innovazionen kein Raum.
Bei diesem altbackenen Baurecht ist Veränderung schon von vorneherein ausgeschlossen ... da sollte man mal anpacken.

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wpmgf 06.12.2015, 16:44
174. Jeder Architekt meint,

daß an ihm ein MICHELANGELO verloren gegangen sei. Die Entwürfe - wie hier auch - strotzen vor Unfähigkeit und sind mehrheitlich weder genehmigungsfähig, noch bezahlbar! Wer es nicht glaubt, kann sich wieder mit den Kosten der Elbphilamonie beschäftigen! Alles dummes Zeug! Richtig ist nur, daß wir in Deutschland mit einer Regelungswut der unfähigen Verwaltungen umzugehen haben. Dies ist aber hier ein großer Vorteil: Die Verwaltungen sorgen ja schon bei stabilem Desinteresse und gleichbleibenden Faulheit dafür, daß diese Flüchtingsnummer scheitern muß und auch wird! Zum Glück!!

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bristolbay 06.12.2015, 16:46
175. Fast einig

Zitat von steffen.ganzmann
..... Zu 2: Dann nennen Sie mal ein paar Urteile (Kündigungsschutzklagen mal ausgenommen), die zu Lasten der ach so armen Vermieter gingen. HIC RHODVS HIC SALTA Zu 3: Einigen wir uns darauf, dass sich der Staat pekuniär früher mehr um sein Volk kümmern konnte, sodass sich das Volk viel zu sehr daran gewöhnte und der Staat das nun eben nicht mehr kann, was das Volk nicht begreifen will? ....... Es wird interessant werden, was daraus werden wird ...
Toll, wenn man nach Jahren sein Latinum dokumentieren kann. Das habe ich leider nicht und wurde mir auch zum Stolperstein auf dem Gymnasium. Ich gehe von einem Tippfehler beim "V" aus.

Über diesen Spruch kann man sogar philosophieren und wurde auch schon mal von Karl Marx in Anwendung gebracht, allerdings mit Rose statt Rhodos:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hic_Rhodus,_hic_salta

Das nur am Rande.

Haben Sie vermietete Immobilien? Dann sollte Ihnen eventuell bekannt sein, wie schnell die Rechte des Mieters sich nur bei dem Sachverhalt "Schönheitsreparaturen" zu seinem Gunsten verändert haben. Wenn Sie dann mal als Vermieter auf eine künstlerisch gestaltete Wohnung sitzen blieben und selbst mit Hilfe von Haus und Grund nicht zu einer Kostenbeteiligung des Mieters kamen, dann würden Sie den Frust kleiner Vermieter kennen. Von denen würde keine Bereitschaft ausgehen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Zu 3: Das daran gewöhnen ist richtig, ist aber doch auch Ausfluss des "sozialromantischen" Denkens bestimmter politischer Richtungen. Staatliche Unterstützung ist nicht schlecht, aber die Profis wissen, wie man ohne Arbeit sich auch ein relativ gutes Leben leisten kann. Es treffen leider immer die Fronten zwischen "Ellenbogen" und "Sozialromantik" aufeinander und dabei gehen viele unter, die sich einfach schämen etwas in Anspruch zu nehmen.
Interessant ist aber Ihre Meinung, "was der Staat machen kann", Bankenrettung statt Mindestrente?

Ich bin auch gespannt, was daraus alles wird, hoffentlich zu einem guten Ende, habe aber meine Vorbehalte.

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Medienkritiker 06.12.2015, 16:47
176. In Lohn und Brot stehen?

Zitat von Dubslav
Da ist die Rede von mangelhaft ausgebildeten Flüchtlingen und Integrationszeiträumen von bis zu 5 Jahren. Erst in 5 Jahren werden die Hälfte der Flüchtlinge in Lohn- und Brot stehen (von 1,3 Mio) in diesem Jahr.
Das reicht ohnehin nicht. Selbst wenn eine 100%ige Vermittlung in den Arbeitsmarkt möglich wäre, dann reicht das nicht aus, um unser Sozialsystem effektiv zu entlasten. Aber das ist ohnehin Utopie...zu rechnen ist eher mit max. 25% innerhalb von 5 Jahren.

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steffen.ganzmann 06.12.2015, 16:54
177. Das ist wirklich mal ein echtes Problem.

Zitat von Medienkritiker
Wollen wir die Energiewende, oder nicht? Werden die Verordnungen beim (Schnell)Bau künftigen Wohnraums für "Neubürger" ausgeklammert, dann geben wir ein Gutteil unserer Ziele auf...Das kann es doch nicht sein!?
Wenn man sich überlegt, das ein Drittel der CO2-Belastung Deutschlands durch das Heizen unserer, mittlerweile doch recht gut gedämmten Häuser hervorgerufen wird ...

Andererseits brauchen wir neuen, billigen Wohnraum, daran gibt es nichts zu rütteln!

Heute werden Hauser von Aussen wärmegedämmt, was teuer und kompliziert sein soll. Ich kann mich noch erinnern, dass zu Beginn der Wärmedämmung in den 1960ern (mein Vater war Bauingenieur) das Styropor noch innerhalb des Hauses verklebt wurde. Billig und Einfach! Vielleicht muss man eben einfach zurück zu den Wurzeln?

Beispiel: Mein kleines, altes, rotes Autochen, gebaut im Jahre 1970, konstruiert 1961, fährt auch nicht schlechter als heutige moderne Wagen - vielleicht mit etwas weniger Komfort, dafür aber auch mit deutlich weniger Verbrauch ...

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dlmb 06.12.2015, 17:10
178.

Zitat von janne2109
und auch zum Teil richtig, aber bitte was sollen Flüchtlinge in ländlichen Gegenden?? Hört doch mal endlich damit auf die Menschen irgendwo Hauptsache untergebracht abzuschieben. Diese Menschen brauchen ein soziales Umfeld, eine Möglichkeit zu arbeiten. Das ist auf dem Land nicht zu verwirklichen.
Natürlich ist das auch auf dem Land zu verwirklichen. Und genau das wäre auch sinnvoll.

Weg von der ungesunden Konzentration auf wenige Großstädte, wieder hin zu einer halbwegs homogenen Struktur. Genau das, was Deutschland ausmacht und sehr positiv von anderen europäischen Ländern und insbesondere asiatischen Ländern unterscheidet!

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diablog 06.12.2015, 17:10
179. Nur wenn das Problem mit Wohnungsbau gelöst werden könnte

Zitat von ijf
Und vor allem- steckt nicht alle Flüchtlinge in eine Ecke: das sind nicht alles akademisch gebildete Mittelständler mit weltoffener Einstellung und innerer Bereitschaft, sich von der neuen westlichen Heimat assimilieren zu lassen. Da sind viele einfache Menschen mit geringer Bildung und gefestigten, religiös/kulturell geprägten Ansichten darunter. Warum sollen die sich in einem der vielen aufgelassen Dörfer in Ostdeutschland nicht wohlfühlen? Gebt ihnen Land und Anschub Finanzierungen zum Aufbau von Landwirtschaft und Viehzucht, dann dauert es nicht lange, bis in dem Dorf ein Lebensmittel-laden entsteht, der weiteren Menschen Arbeit gibt, dann kommt der nächste laden für sonstigen bedarf und traditionelle Kleidung, dann, ja, sehr wahrscheinlich, eine Moschee... und schon entsteht eine Infrastruktur, bei gutem Wetter kann das Dorf vermutlich ab dem dritten Jahr Mehrwert generieren durch Belieferung städtischer halal-Supermärkte...
Sie haben den paradiesischen Frieden auf der Erde beschrieben. Und es sollte, es müsste gegeben werden. Und ich bin überzeugt, Sie wissen es selber: den von Ihnen erwähnten Anschub sollten diese Menschen in ihrer Heimat erhalten. Anstelle Krieg, Waffen, Leiden, Tod sollten sie ihr Leben so gestalten dürfen, wie Sie es so detailreich beschrieben! Und die Milliarden, die jetzt für Kriegsmaterial und „Aufstockung“ für Militärkräfte ausgegeben wird, hätten diese Menschen in ihren Dörfern erhalten sollen. Es müsste nicht „gegen“ den Flüchtlingen/Wirtschaftseinwanderern plädieren, sondern „für“ Friedenswillen, Friedensbewegungen, Friedensförderungen. Dies ist ein utopischer Traum. Die Menschen die hierherkommen, werden sich nicht integrieren lassen. Und dieser Wiederstand und die dadurch entstandene Konflikten sind leider vorkalkuliert. Den Grund kennen wir hierfür alle…
Und die Architekten die das „Flüchtlingsproblem“ nicht anerkennen wollen, möchten natürlich Aufträge haben. Und sie argumentieren, wie sie eben nur können. Das ist ihr gutes Recht. Nur sie liegen nicht richtig. Mit Einwanderergerechte Wohnungen wird leider das Problem nicht gelöst.

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