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Arztbesuch, Kita, Partnerschaft : Wenn Väter diskriminiert werden
Illustration: Lina Moreno/ Foto: Getty Images

Ob beim Arztbesuch mit dem Kind oder in Erziehungsfragen: Wenn es wichtig wird, übernehmen gern die Mütter. In der neuen Folge von "Drei Väter - ein Podcast" geht es um die Diskriminierung von Vätern - und die Folgen.

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Glüxxkeks 14.05.2019, 18:11
10. Die armen, armen...

Männer! Jetzt machen sie mal was und werden dafür diskriminiert. Die Frauen lassen sie nicht... Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Es gibt Väter, die in der gesamten Kindheit nicht einmal mit dem Kind beim Arzt waren." Nee, ich kann da echt nicht, wichtiger Termin im Büro!!" zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist?? Undenkbar! Die sich nie verantwortlich fühlen, nachts liegen bleiben, wenn das Kind schreit, weil Mutti es ja viiiiel besser beruhigen kann. Sogar heute noch, aktuell bei einer Kollegin mit Zwillingen erlebt, dass der Vater schlichtweg keinen Bock hat, sich zu kümmern. Und aktuell 2 Kollegen, der eine zum ersten Mal Vater, der andere zum dritten Mal, beide nicht mal die ersten 3 Wochen nach der Geburt daheim geblieben. Elternzeit? Karriereschädlich! Klar sind die 3 Podcast-Väter hier die rühmliche Ausnahme! Aber allein der Gedanke, dass es hier 3 Podcast-Mütter wären, ist komplett absurd. Die machen einfach, und reden nicht drüber. Bis sich daran grundsätzlich was ändert, wird es noch ein paar Jahre dauern!

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Menschundrecht 14.05.2019, 18:15
11. Der Mensch macht sich nicht selbst

Staatsfeminismus, 'affirmative action', 'Positivdiskriminierung', Generalverdacht, Sexualrassismus, sexuelle Denunziation, übergriffig - entgrenzte, präventive Gefahrenabwehr den 'üblichen Verdächtigen' gegenüber, systematische Denunziation und Zerstörung der gemäßigten bürgerlichen Mitte, dazu die 'Rettung' der Natur bis auf die Natur des Menschen, die Ökologie des Menschen, bis auf die Natur an der Stelle also, an der sie in Artikel 6 Absatz 2 GG ausdrücklich im Grundgesetz steht.

Wie verfassungsfeindlich und verfassungswidrig auch immer, aber genau das ist die deutsche politische Agenda sowieso seit 2005, und mit keiner anderen Agenda lässt sich eine Gesellschaft besser von Anfang an und von Grund auf spalten und zersetzen.

Meines Erachtens geht es längst um Volksverhetzung, § 130 StGB.

Und jetzt wirbt die SPD um die Stimmen der BürgerInnen für die Europawahl ganz plötzlich damit, etwas 'zusammen' machen zu wollen.

Für so viel Verlogenheit und Hybris gehört diese Partei und alles, was dazugehört, eigentlich standrechtlich ersch ......

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juleb18 14.05.2019, 18:33
12. Kommentar 10 und 11

#10: In diesen Artikel geht es nicht darum die Männer anzuprangern, die zu wenig Zeit für ihre Familie investieren, sondern darum dass die Männer die wirklich Interesse habe Zeit mit ihren Kind zu verbringen, Steine in den Weg bekommen.
Ich bin die letzte die die Männerwelt lobpreist. Aber ich erkenne sehr wohl an wie zb mein Partner sich mit um das Kind kümmert und wie schwer es auch ihm gemacht wird. Und ja von Männern, aber auch von Frauen! Und das ist in vielerlei Hinsicht nicht ok.

#11: Sie haben gar nichts verstanden. Hier geht es nicht um Politik, sondern um die Gesellschaft.

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skeptizistikerin 14.05.2019, 18:43
13. 45 + 55 = 100

Für dieses Gefühl gibt es Belege: Laut einer belastbaren Umfrage sagen 55 Prozent der Mütter, dass der Vater ebensogut mit dem Kind zum Arzt gehen kann wie sie. 55 Prozent aller Väter sehen dies übrigens genauso. Offenbar trauen sich Männer bei diesem Thema selbst etwas zu.

So oder ähnlich hätte man es doch auch schreiben können und schon sähe die Welt etwas besser aus...

Und ansonsten: Heult nicht so rum, macht einfach was. Und zwar das Richtige!

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Nat 14.05.2019, 19:13
14.

Als Vater war ich 4 Jahre insgesamt in Elternzeit für zwei Kinder. Die Mutter ging derweil arbeiten. Wenn man als Vater von Anfang an dabei ist und sich kümmert, dann gibt es eine genau so starke Bindung des Kindes zum Vater wie zur Mutter. Sicher sind die ersten sechs Monate, bei den Chinesen auch die äußere Schwangerschaft genannt, eine starke körperliche Prägung zwischen Mutter und Kind. Babies brauchen aber so viel Aufmerksamkeit, das der Vater ebenso viel Gelegenheit hat, präsent zu sein, sei es zum Baden, wiegen, herumtragen, spielen oder kuscheln. Die anfängliche körperliche Nähe hat große Auswirkungen auf die Beziehung mit dem Vater, schafft Vertrauen und Nähe, die auch noch später eine große Rolle für die Bindung hat.

Diskriminierung habe ich den vier Jahren auch erfahren, insbesondere, da das vor gut 10 Jahren war. Man(n) wird nicht immer ernst genommen und das Urteil der Mütter wiegt schwerer, weil es ja die Mütter sind. Ja, so läuft das. Mütter sind auch untereinander viel besser vernetzt. Da ist man als "normaler" Mann mehr außen vor, z.B. auf dem Spielplatz. Meine Beobachtung war, das Mütter eher ängstlich und zu vorsichtig sind, während Väter gelassener aber vielleicht manchmal zu nachlässig sind. Für die die Erziehung ist beides wichtig, daher ergeben Mutter wie Vater zusammen die beste Kombination.
Von der Männerwelt wurde ich bisweilen auch diskriminiert. Mit dem Typ muss ja was nicht stimmen, wenn er über 4 Jahre sich um Haushalt und Kinder kümmert. Manchmal kam ich mir vor wie ein Freak. Meiner Karriere hat es insgesamt nicht gut getan.

Trotzdem kann ich nur jedem Mann, der seine Kinder viel erleben möchte, raten, diesen Schritt zu gehen, auch auf Kosten der Karriere. Diese Zeit mit den kleinen Knirpsen geht schnell vorbei und kommt nie wieder, eine großartige Erfahrung, die ich nie bereuen werde. Sie prägt das Leben nachhaltiger als jede Beförderung im Job sonst wohin.

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interessierter Laie 14.05.2019, 19:15
15. @skeptizistikerin

Es geht hier erstens um die 45 Prozent der Mütter, die das nicht tun (+ diejenigen, die das zwar sagen, aber sich trotzdem in jeden Schritt einmischen.) Und es geht um Erzieher*Innen, Lehrer*Innen und Mitmenschen generell, die einem Mann diese Kompetenz (und viele weitere) absprechen. Das reicht ja auch in den professionellen Bereich rein. Eine Frau im IT-Support macht ganz ähnliche Erfahrungen, wie ein Kita-Erzieher. Es ist ein Prozess, der vielleicht noch eine oder zwei Generationen brauchen wird und zwar auf beiden Seiten.

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Levator 14.05.2019, 19:41
16. @# 10 Augen auf

bei der Partnerwahl. Möglicherweise haben ausgerechnet Sie nicht den idealen Kindsvater erwischt. Der von Ihnen geschilderte Fall als Ganzes - eine Auflistung im Einzelnen erspare ich mir - mag durchaus vielerorts zutreffenden sein, im Allgemeinen lässt sich aber durch Ihre Schilderung keine Blaupause erkennen, weil, siehe Satz eins - Augen auf mit wem ich eine Familie gründen möchte. Zählt übrigens auch umgekehrt - mancher Mann wundert sich auch in der Folgezeit welche Partnerin er auserkoren hat für die Familiegründung...

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meimei 14.05.2019, 20:19
17.

Zitat von tomquixote
Es ist ja nun doch offensichtlich, dass Frauen eine andere Beziehung zu ihren Kindern haben als Männer, denn sie haben doch schließlich diese Kinder lange als Teil des eigenen Körpers gespürt und dann in die Welt gesetzt, während die Rolle der Männer bei der Zeugung eher eine zwar angenehme, aber doch fast unwesentliche war. Auch in den allerersten Lebensjahren der Kinder sind doch die Mütter viel wichtiger als die Väter, also was soll diese endlose Prinzipienreiterei? Die Mutter gibt dem kleinen Kind die Sicherheit der engen Familie, dem Vater kommt eigentlich erst Jahre später seine wichtige Rolle zu (die notfalls auch ein anderer Mann übernehmen kann). Frauen und Männer sind nun einmal nicht in gleicher Weise veranlagt, warum kann man das nicht akzeptieren? Der Schreiber dieser Zeilen hat vier (inzwischen längst erwachsene) Kinder …
Uff, haben Sie den Artikel überhaupt gelesen, ihr Post geht da komplett vorbei. Ja ausnahmsweise geht es hier nicht um Gendern und Gleichmacherei, (auch wenn Gender... kurz erwähnt wurde) sondern es geht um Vorurteile, wenn ein Vater das Kind z.B. zur Kita oder Kinderarzt bringt. Positive wie negative.

Ich bin ja weit weg von den ganzen Sozial-Studiengängen und Genderstudies, aber die Weltanschauung die Sie da hingeschrieben haben ist auch mir zu veraltet.

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salomon17 14.05.2019, 20:24
18. Arroganz der Frauen.

Außer Kinder kriegen und stillen gibt es nichts, was ich nicht genau so gut kann wie jede durchschnittliche Frau. Und die selbe Arroganz, die ich bei vielen Männern Frauen gegenüber erlebe, wenn es um "typisch männliche" Fähigkeiten geht, erlebe ich bei Frauen auch. Und beides ist gleichermaßen dämlich.

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spon-facebook-830968780 14.05.2019, 20:25
19. Wo ist die Mutter?

Ich war alleinerziehende Mutter und mein Sohn sehr unabhängig veranlagt. Dann wurde oft gefragt "wo ist die Mutter" - meine Antwort: "Fragen Sie lieber mal, wo der Vater ist" - aber ganz im Ernst: Mich ärgert es schon seit Jahren, wie wenig ernst Väter genommen werden, oft genug auch von den Müttern selbst, die Kinder als "ihr" Eigentum betrachten und Väter in der Erziehung bevormunden.

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