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Aufnahmestopp von Ausländern: Streit um Essener Tafel - Dobrindt widerspricht Merkel
AFP

Alexander Dobrindt sympathisiert mit dem Weg der Essener Tafel, deutsche Neumitglieder zu bevorzugen. Der CSU-Politiker stellt sich damit gegen Kanzlerin Merkel.

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viceman 27.02.2018, 12:45
1. die politik sollte dafür sorgen,

daß es der tafeln gar nicht bedarf, das wäre die auftgabe für merkel, dobrindt,nahles usw. aber andererseits, wäre dann ein geschäftmodell gefährdet, welches billig die entsorgung von überhängen für die handelskonzerne besorgt... und zwar egal ob an deutsche oder nichtdeutsche!

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hausfeen 27.02.2018, 12:48
2. Da spuckt der Dobrindt vor allem dem Söder in die Suppe.

Söder, kaum angekommen, hat schon einen Königsmörder im Nacken. Dass Dobrindt sich dabei auf verfassungsfeindliches Territorium begibt, verwundert nicht. Mit seinen Stammtischbrüdern Spahn und Lindner verbindet ihn genau dies.
Ich hoffe, ich bekomme die Liste der Spender für die Essener Tafel in die Hand und werde umgehend diese Firmen anschreiben, dass sie mit mit Boykottaufrufen rechnen müssen, wenn sie weiterhin diese Nur-Deutsche-Strategie unterstützen.

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furanku 27.02.2018, 12:48
3. Nein, das ist natürlich nicht richtig.

Wenn es dort zu Drängeleien kam, muss man eben dagegen etwas tun, evtl. einen (seriösen) Sicherheitsdienst von der Stadt gestellt bekommen und Leute, die sich nicht benehmen können vor die Tür setzen, bis sich herumgesprochen hat, dass man sich bei den Tafeln zu benehmen hat (das dürfte auch ein paar Deutsche treffen). Ebenso sollte aber auch die ältere Deutsche an ihrer Xenophobie arbeiten, wenn dort einfach nur ein hungriger Ausländer auftaucht.

Aber Menschen in ihrem Elend pauschal nach Nationalität zu separieren widerspricht der Humanität, die der Grundgedanke jeder Tafel sein sollte.

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briefzentrum 27.02.2018, 12:49
4. Die Tafeln - der Ausputzer des Sozialstaats in Deutschland

Die Tafeln in Deutschland sind die Ausputzer des Sozialstaats in Deutschland. Die Tafeln sind nicht dafür da, in Deutschland Gerechtigkeit herzustellen. Sie liefern Lebensmittel für die Ärmsten, die sonst nichts haben. Wer Gerechtigkeit will, soll sich ein Buch von John Rawls oder Jürgen Habermas kaufen. Der Leiter der Essener Tafel, Jörg Sator, ist kein Sozialphilosoph sondern ein Sozialmanager, der in der Lage ist, tausende Tonnen von Lebensmitteln zu organisieren und diese kostenlos an die Ärmsten in Deutschland zu verteilen. Das verdient Respekt, Anerkennung und Unterstützung. Übrigens verdienen auch die zahllosen Lebensmittelläden und Ketten wie Lidl, Aldi, Netto, Rewe, Edeka usw. Dank. Ohne ihre täglichen Spenden hätten die Tafeln nichts zu verteilen. Es gibt da offenbar ein Missverständnis in der Gesellschaft. Die Tafeln sind nicht der Sozialstaat, sondern Armenfürsorge. D.h. aber auch, eigentlich sind sie 19. Jh. – Sie verteilen Almosen wie Mutter Theresa. Aus solcher Almosenhilfe entsteht nie Gerechtigkeit und sie baut weder soziale Ungleichheit noch Armut im Land ab. Wer eine sozial gerechte Gesellschaft will, muss sich an den Sozialstaat wenden. Da wären Katarina Barley und Angela Merkel gute Adressen, die sich beide ja mit überflüssigen Statements zu dem Fall eingelassen haben. Frau Merkel hat mit ihrer fehlgeleiteten Flüchtlingspolitik den Tafeln diese Quadratur des Kreises aus Armenhilfe und Hilflosigkeit erst eingebrockt. Wir lernen, dass es das Eine ist, mit coolen Sprüchen („Wir schaffen das“) dem Land 1 Mio. Flüchtlinge in einem Jahr zu verordnen, und ein Anderes, sich anschließend jahrelang um das Leben dieser Menschen zu kümmern. Der Sozialstaat versagt jedenfalls bisher darin, dieses Problem in der gewohnten Weise professionell und fachlich zu bewältigen. Sich in dieser Situation über die Tafeln zu beschweren, ist eine Schande.

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zeisig 27.02.2018, 12:49
5. Nur brave Soldaten will man ja auch nicht.

Erst vor einigen Tagen erschien ein Artikel zum Abschied von Lothar De Maizère, wo der Begriff Parteisoldat auftauchte und kontrovers diskutiert wurde. Hier haben wir das Gegenbeispie Dobrind. Ein CSU - oder auch CDU - Politiker muß seine Meinung nicht an der Garderobe abgeben, nur weil er mit der Kanzlerin nicht auf einer Linie liegt. Finde ich gut.

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poetnix 27.02.2018, 12:51
6. Politischer Parteibrutkasten

Sollen sie sich doch in ihrem politischen Brutkasten streiten !
Es gilt dennoch das Verursacherprinzip.
Und Verursache dieser Ehrenamtmisere sind die politischen Streithähne in ihren Parteibrutkästen selbst.
Nur sie können und müssen das Problem lösen, nicht die überlasteten Ehrenämtler !

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syracusa 27.02.2018, 12:52
7. weg mit den Tafeln!

1. Tafeln sollte es nicht geben. Bis vor der Hartz-Agenda waren die auch nicht nötig. Sie sind ein fortlaufendes Dokument staatlichen Versagens. Weg damit! Alimentiert die Armen angemessen aus Steuermitteln!

2. Wenn der Staat schon auf private Wohlfahrt angewiesen ist, dann sollte diese Hilfeleistung ***allen*** Bedürftigen zugute kommen. Jede Diskriminierung von Hilfsbedürftigen nach Nationalität, Alter, Geschlecht, Haarfarbe uswusf sollte verboten sein!

3. Falls sich einzelne Hilfsbedürftige daneben benehmen und andere Hilfsbedürftige vergraulen, so sind die einzeln und nach Maßgabe ihres Vergehens zu sanktionieren. Jede Art von Sippenhaft sollte verboten sein!

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Jens Rudolf 27.02.2018, 12:59
8. "Flüchtlinge" bekommen Essenspauschalen

sparen diese aber und schicken sie per western Union Überweisung ins Heimatland. Deutsche Rentner, die bei der Tafel anstehen (nach einem Leben voller Arbeit oder Kindererziehung hierzulande), haben dieses Geld nicht zur Verfügung und müssen sich von den "Flüchtlingen" nun auch noch Verdrängen lassen. Greift die Tafel ein, die hier die Folgen der Flüchtlingskrise ausbaden muss, werden die Fahrzeuge der Ehrenamtlichen mit Parolen beschmiert von Leuten die weder als Helfer noch Bedürftige jemals ein Tafel von Innen gesehen haben. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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cmann 27.02.2018, 13:00
9. Wenn das so weiter geht

bekommen wir Verhältnisse wie in den USA unter Trump. "Germany first" entwickelt sich hoffentlich nicht zum demnächst allgemein verwendeten Schlagwort. Immer mehr Leute aus meinem Bekanntenkreis (keineswegs Ultrakonservative Leute) sind mit dem Umgang der Bundersregierung mit Ausländern unzufrieden. Die Essener Tafel ist da offensichtlich nur die "Spitze des Eisberges". Ich kann Dobrint nicht ausstehen, bin aber ebenfalls der Ansicht das eine Belastungsgrenze, zumindest im Essener Fall erreicht war.

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