Forum: Panorama
Ausbildung in der katholische Kirche: "Vor lauter Angst habe ich den Mund nicht mehr

Um jeden Preis wollte Brian M. seiner Berufung zum Priester folgen. Doch statt Keuschheit und Demut stieß er in der Ausbildung auf Doppelmoral, sexuellen Missbrauch und Mobbing. Von einem, der auszog, katholischer Geistlicher zu werden - und dabei das Fürchten lernte.

Seite 1 von 14
junge_freiheit_2010 14.04.2010, 16:38
1. Falsche Zielgruppe

Jeder Homosexuelle sollte sich eigentlich darüber klar sein, dass die RKK nicht der präferierte Arbeitgeber sein kann.

Wer es naiverweise dennoch versucht, dem wird sicherlich das "Fürchten" gelehrt.

Beitrag melden
Klo 14.04.2010, 16:41
2. Doppelmoral und Heuchelei

Zitat von sysop
Um jeden Preis wollte Brian M. seiner Berufung zum Priester folgen. Doch statt Keuschheit und Demut stieß er in der Ausbildung auf Doppelmoral, sexuellen Missbrauch und Mobbing. Von einem, der auszog, katholischer Geistlicher zu werden - und dabei das Fürchten lernte.
Es ist bedrückend solche Lebensgeschichten zu lesen. "An seinem zweiten Tag im Seminar wurde M. von einem älteren Mitstudenten sexuell belästigt, was er als 'sehr unangenehm' empfand und bei seinem Ausbilder anzeigte. Der Beschuldigte sei trotzdem zum Diakon geweiht worden. 'Später habe ich erfahren, dass er sich auch an Kindern vergriffen hat',..."

Daraus kann man ja klipp und klar ersehen, dass die Kirche wider besseres Wissen eindeutig Leute auf Kinder losgelassen hat, die "rollende Zeitbomben" waren. Eine Mitschuld der Kirche kann hier niemand mehr wegdiskutieren. Es ist klar und eindeutig.

"Ich lebte in einem geschlossenen System und musste noch nicht einmal vor die Tür gehen, um Sex zu haben, sondern bekam ihn sozusagen auf dem Tablett serviert."

Leute, macht diesen Laden dicht. Das kann doch nicht das sein, was man sich unter "Kirche" vorzustellen hat. Auch meine These, dass die Kirche Päderasten anzieht, weil die dort einen sicheren Hort finden, ist damit doch wohl eindrucksvoll belegt. Man kann nur hoffen, dass noch mehr solcher Leute den Mut finden, diesen Sumpf trockenzulegen.

Das Klo.

Beitrag melden
metzelkater 14.04.2010, 16:44
3. Die Lösung: Religionsgemeinschaften per Gesetz demokratischen Strukturen unterwerfen

Die Lösung kann nicht von innen kommen, dafür ist das System der Kontrolle und der Macht viel zu starr.

Würde eine Partei so geführt werden, wie die katholische Kirche, man würde sie als Verfassungsfeindlich verbieten.

Selbst ein Herr Schlecker, der sicher gerne der Papst seines Unternehmens wäre, muss sich dem Betriebsverfassungsgesetz unterwerfen.

Auch kein Verein könnte so undemokratisch geführt werden.

Man sieht ja, welchen Schaden diese Strukturen für die Menschheit bedeuten, daher fordere ich, das man Gesetze erlässt, die auch Religionsgemeinschaften zu streng demokratischen Strukturen verpflichtet, am besten Europaweit.

Das wird zwar den Kardinälen nicht gefallen, und auch die Scientologen werden sicher keine Freude daran haben, aber der Menschheit wird es weiterhelfen.

Die Religionsfreiheit des einzelnen Menschen ist wichtig und muss geschützt werden, auch die der Katholiken. Aber die Organisation hat sich gefälligst der Demokratie unterzuordnen.

Vor allem sollte man die Kirche unter anderem zwingen, das Gleichbehandlungsgesetz umzusetzen. Es kann nicht sein, das Menschen dort wegen eigenen nicht ehelichen Kindern aus einem Kindergarten gekündigt werden können und dies auch noch rechtens ist.

Es muss endlich Schluss sein mit den Sonderrechten für den Klerus. Die Demokratie ist für alle da, es wird Zeit, das wir auch die katholische Kirche damit beglücken, alleine bekommen die das nie gebacken. Ich sehe nicht ein, warum ein demokratisches Europa sich solche Mittelalterlichen Strukturen noch bieten lässt.

Beitrag melden
metzelkater 14.04.2010, 16:46
4. Dafür gäbe es einfache Lösungen

Zitat von junge_freiheit_2010
Jeder Homosexuelle sollte sich eigentlich darüber klar sein, dass die RKK nicht der präferierte Arbeitgeber sein kann. Wer es naiverweise dennoch versucht, dem wird sicherlich das "Fürchten" gelehrt.
Das sehe ich aber ganz anders. Man sollte den Katholiken das Gleichbehandlungsgesetz schenken. Am besten Europaweit!

Beitrag melden
seyinphyin 14.04.2010, 16:52
5. ...

Und diese Furcht überwand er jetzt zufällig genau jetzt und stellt sich damit ins volle Medienlicht? Irgendwie scheint es langsam "IN" zu werden, irgendwie, irgendwann, irgendwo ganz ganz schlimm missbraucht worden zu sein von allmächtigen Geistlichen, deren Beziehung sämtliche Regierungskreise sprengen, so dass sie das Leben genüßlich und ungestraft aus einen herauspressen können, während man selbst keinerlei Möglichkeit zur Gegenwehr in der Hand hat, da selbst jede Polizei teil dieses teufelichen Bundes ist.

Unsere Gesellschat muss wirklich der Inbegriff von Dekadenz und Zerfall sein.

"Warum er sich gefügt habe? Brian ist verlegen. "Wenn man das innere Gefühl der Berufung hat, schwingt man sich nicht auf zum rebellischen Luther der Neuzeit, kämpft nicht wie David gegen Goliath", sagt er."
Ansonsten, wenn man mit der geforderten Enthaltsamkeit nicht klar kommt, sollte man es halt einfach BLEIBEN LASSEN und sich eine entsprechende Alternative suchen.

""Man hat mich mit Autorität unter Druck gesetzt, mir so viel Angst eingejagt, dass ich den Mund nicht mehr aufgemacht habe. Es ist eine Welt der Unterdrückung.""
-"Autorität ist im weitesten Sinne eine soziale Positionierung, die einer Institution oder Person zugeschrieben wird und dazu führt, dass sich andere Menschen in ihrem Denken und Handeln nach ihr richten."
Will man sich natürlich nicht danach richten, fühlt man sich unter Druck gesetzt, doch niemand hat den Mann dazu gezwungen, dort zu bleiben. also was soll das bitte? Wenn man so anfängt, dann gibt man sich einfah der eigenen Schwäche hin und beschuldigt alles und jeden. Dann wurde ich von ALLEM unterdrückt in meinem Leben und wäre auch von MASSEN sexuell missbraucht worden. Stattdessen hab ich NEIN gesagt und mich dagegen gewehrt und eben die Folgen in Kauf genommen, dass ich dann an dem Ort uU nicht mehr bleiben konnte - was ich aber sowieso auch gar nicht wollte, wenn es dermaßen viele Leute waren, die sich so benahmen.

Beitrag melden
Sleeper_in_Metropolis 14.04.2010, 16:52
6. katholische Kirche as usual

Ich frage mich in Fällen wie dem beschriebenen immer, wie blind man der katholischen Kirche und ihrer Lehre anhängen muß, um bei derart starken und häufigen Zweifeln trotzdem noch Mitglied in dem Verein zu bleiben, ja sogar Priester werden zu wollen.
Wie kann man in einer aufgeklärten und sekulären Gesellschaft leben und aufgewachsen sein, und trotzdem immernoch derart fest an katholische Heilsversprechen und ihren angeblich allein seeligmachenden Glauben glauben ?

Ich glaube, das Hauptproblem bezüglich der katholischen Kirche ist nicht die Institution an sich mit ihren div. rückständigen und realitätsverachtenden Traditionen und Ansichten, sondern ihre Anhängerschaft, die in einer mehr oder weniger kritiklosen Weise derart an diesem Verein klebt, das eigentlich jeder frei denkende Mensch nur den Kopf schütteln kann.

Der Papst, seine Bischöfe und sämtliches weitere Personal, das die katholische Kirche ausmacht würden völlig belanglos sein, wenn nicht sogar in der aufgeklärten, westlichen Welt X-millionen Menschen treu-unterwürfig meinen, nur die Mitgliedschaft in diesem Verein würde sie auf dem richtigen Weg zu Gott führen.

Sämtliche Kirchenkritiker könnten sich viele Mühen sparen, wenn sie ihre Energie nicht auf die Versuche verwenden würden, die katholische Kirche zu ändern, sondern den noch-Katholiken klarzumachen, in diesem Club einfach nicht mehr mitzuspielen.

Stell dir vor es ist (katholische) Kirche, und keiner geht hin...

Beitrag melden
Chirurg100 14.04.2010, 17:04
7. Jesus würde sich im Grab umdrehen...

Keine Zivilcourage ??
Noch mehr, diese Leute haben Religion nicht verstanden ! Jesus hat bereits die Verlogenheit und Unterdrückung der Echten durch die Pharisäer aufgedeckt und echtes Gotterkennen persönlich gepredigt, gelebt und gelehrt.
Die katholische Kirche und der hier erwähnte Fall scheinen NICHTS, aber auch GAR NICHTS gelernt zu haben, sondern den Macht- und allgemeinen Mißbrauch trotz LUTHER zu konservieren oder wieder eingeführt haben !

Religiös kann nur der sein, der erst einmal die Gesetze befolgt, alles andere ist teuflisch !
Solche sind nur hohle Schwätzer.

Jesus wies bereits auf die Gedanken und Sinne der Menschen hin:

"Begehrst du nur (als vh) deines Nächsten Weib, so hast du die Ehe gebrochen in deinem HERZEN !!"

Zudem mit dem Begehren fremden Eigentums die Wurzel des Bösen, nämlich den NEID:

Der Papst ist zudem KEIN legitimer Nachfolger der Apostel, denn der erste Papst war ein BISCHOF von ROM !!

Das Apostelamt wurde in den apostlischen Kirche erst vor ca. 180 Jahren in England wieder neu durch Weissagungen gerufen.
Die kath. Kirche hat auch das abgelehnt, genauso wie sie offensichtlich durch Luther auch nichts !! gelernt haben, bis heute.
Leider ist auch die evangel. Kirche zu einer Theologenversammlung verkommen, anstatt Urchristentum zu offenbaren.

Beitrag melden
Newspeak 14.04.2010, 17:04
8. ...

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Ich frage mich in Fällen wie dem beschriebenen immer, wie blind man der katholischen Kirche und ihrer Lehre anhängen muß, um bei derart starken und häufigen Zweifeln trotzdem noch Mitglied in dem Verein zu bleiben, ja sogar Priester werden zu wollen. Wie kann man in einer aufgeklärten und sekulären Gesellschaft leben und aufgewachsen sein, und trotzdem immernoch derart fest an katholische Heilsversprechen und ihren angeblich allein seeligmachenden Glauben glauben ?
Es gibt halt noch Idealisten, die der Kirche nicht schon von außen ansehen, wie verfault die Institution eigentlich ist. Der persönliche Glaube passt halt nicht zum heuchlerischen System. Und wenn man am Anfang so davon überzeugt ist, dann sucht man eben zuerst die Schuld woanders...in der Gesellschaft, bei sich...bevor man erkennt, was die Wahrheit der katholischen Kirche ist. Der Antichrist kann nicht schlimmer sein, als die Zustände dort.

Beitrag melden
Celegorm 14.04.2010, 17:05
9. ...

Zitat von junge_freiheit_2010
Jeder Homosexuelle sollte sich eigentlich darüber klar sein, dass die RKK nicht der präferierte Arbeitgeber sein kann.
Wieso denn? Wie der Artikel einmal mehr zeugt ist das doch eine diesem Berufsweg sehr zuträgliche Eigenschaft. Ein Haufen isolierter junger Männer, Umgang mit Frauen verboten: Wer sich in so einem vor Homoerotik knisternden Biotop am ehesten noch wohlfühlen dürfte ist doch eigentlich klar.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!