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Ausflug in Österreich: Erneut Wanderer von Kühen angegriffen
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Sie schleuderten ihn hoch und verletzten ihn schwer: Eine Kuhherde hat in der Steiermark einen Wanderer angegriffen. Erst vorige Woche wurde eine Frau bei einem ähnlichen Vorfall getötet.

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quark@mailinator.com 09.08.2014, 00:55
20. Einfach woanders hinfahren

Ja, ich wandere gern im Gebirge. Aber das sollte möglichst kein tödliches Risiko werden. Entsprechend sollte Österreich sich entscheiden, entweder die Wanderwege von der Koppel per Weidezaun abzutrennen, oder eben die Wanderwege anders zu legen. Aus meiner Sicht ist es NICHT akzeptabel, Wanderwege so zu führen, daß der Wanderer die Wahl hat zwischen umkehren und Risiko für Leib und Leben. Hunde sind zwar sicher nicht hilfreich, aber offenbar gibt es die Probleme auch, wenn man keinen Hund dabei hat. Und was die "Großstädter" angeht ... Was kann man groß falsch machen, wenn man einen Weg lang geht (mal abgesehen von angeleinten Hunden).

Nee, hier sind offenbar zwei Sachen zusammen, die nicht zusammen gehören. Ich vermute mal, es sind jetzt viel MEHR Kühe auf der gleichen Weide wie früher. Das macht die Biester sicher mutiger ...

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clauswillypeter 09.08.2014, 01:00
21.

Ich bin vor ca. 8 Jahren im Salzkammergut auch mal von einer Kuhherde attackiert worden. Konnte dann zum Glück in letzter Sekunde über einen Zaun hechten. Meine Frau lachte damals.

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lilacrose 09.08.2014, 01:08
22.

Die These, dass derlei Vorfälle daraus resultieren, dass der dumme Stadtmensch die Kuh nur von der lila Schokolade kennt und sich deshalb völlig deppert verhält, kann ich nicht bestätigen. Ich komme vom Dorf und bin alt genug, noch selbst Landwirtschaft und jede Menge Kühe erlebt zu haben, inklusive täglichem Auf- und Abtrieb. Nicht auf die Alm, sondern die Weide. Dennoch hatte ich immer Respekt vor Kühen und auch früher schon erlebt, dass die einfach viel mehr Kraft haben als man selbst und nun wirklich keine sanften Kuscheltiere sind. Noch unangenehmer finde ich Kühe, seit ich mal auf einem offiziellen viel begangenen Wanderweg in den Bergen von welchen wütend bedrängt wurde, die in einer Herde wütend auf mich zustürmten. Ich übrigens ohne Hund und auch kein Köter in der Nähe.
Die Frage, was man denn dann auf einem solchen Weg zu treiben habe, kann ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen und ich bin geneigt zu vermuten, dass die Frage jemand stellt, der noch nie in den Bergen war. Ich bin jetzt kein Bergfex, kann aber mit einiger Erfahrung sagen, dass es eigentlich kaum noch Wanderwege gibt, die nicht stellenweise offen und ungeschützt durch oder über Almen oder Weiden führen. Ehrlich gesagt habe ich mittlerweile, durch meine eigenen Erfahrungen und durch häufige Berichte, dass mal wieder hier und da ein Spaziergänger von einer Kuh getötet wurde, überhaupt keine Lust mehr, in den Bergen herumzulaufen, weil ich schlicht und ergreifend Angst vor dem gleichen Schicksal habe.
Ich persönlich würde es also begrüßen, wenn in den Wanderwegskarten kuhfreie Wanderwege gekennzeichnet werden, aber das ist vermutlich realitätsfremd.

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Mensch Walter 09.08.2014, 01:26
23. Almen sind kein Streichelzoo

das große missverständnis bei vielen menschen: rinder sind keine haustiere wie hund und katze oder wellensittich !! keine kuh sitzt abends beim bauern auf der couch und tut fernsehen --- rinder haben als nutztiere nur ganz wenig kontakt mit menschen, und dann auch nur bei der fütterung, beim melken (das auch maschinell abläuft) oder bei medizinischer versorgung. nach wochen oder monaten auf der weide sind sie keine zahmen streicheltiere, auch wenn sie noch so lieb aussehen. grundsätzlich soll man sich von einer herde, die man nicht kennt, fernhalten! und --- wie andere poster schon anführten --- erst recht mit hund!!

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Blindedbyflash 09.08.2014, 02:23
24. total lustig hier

den angehörigen der opfer ist die humoreske behandlung des themas sicher ein großer trost.

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rainerhohni 09.08.2014, 04:36
25.

Kann es nicht sein das ein paar Kuehe, stellvertreten fuer ihre Artgenossen, sich wehren gegen das taegliche Abschlachten ihrer Soehne, Toechter und Schwestern?

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dolfi 09.08.2014, 06:06
26. Nur menschlich

So eine Kuh ist halt auch nur ein Mensch. Sie ist stinksauer wegen des miesen Wetters. Kann ich nachvollziehen.

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lilacrose 09.08.2014, 09:59
27.

Fernhalten? Wie soll das denn gehen? Beispiel: Ein Wanderweg. Vor einem halben bis ganzen Kilometer kam der Zaun, Kühe keine in Sicht. Man wagt es, weil man davon ausgehen kann, das sich die Tiere auf dem weitläufigen Areal etliche Kilometer weiter weg befinden, man kann sehr weit gucken. Bimmeln hört man auch nix. Plötzlich kommt eine Gruppe Kühe mit gesenktem Kopf in wahnsinnigem Tempo den Abhang runtergesaust, direkt auf Sie zu. Und jetzt? Bis zum Zaun kann man es definitiv nicht schaffen. Sorry, aber für mich bleibt die Konsequenz nur, in den Bergen gar nicht mehr zu wandern. Nur - weshalb fährt man dann überhaupt in die Berge?

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raskolnikkov 09.08.2014, 15:12
28. Weltfremde Kommentare

[QUOTE=quark@mailinator.com;16354516]Ja, ich wandere gern im Gebirge. Aber das sollte möglichst kein tödliches Risiko werden. Entsprechend sollte Österreich sich entscheiden, entweder die Wanderwege von der Koppel per Weidezaun abzutrennen, oder eben die Wanderwege anders zu legen. Aus meiner Sicht ist es NICHT akzeptabel, Wanderwege so zu führen, daß der Wanderer die Wahl hat zwischen umkehren und Risiko für Leib..

Wer bitte würde sich wünschen, in einem eigezäunten Kordon durch die Almen zu wandern? Und wohin die Wanderwege verlegen? In den Wald? Die Almen sind eine sehr schöne und absolut erhaltenswerte Eigenheit im deutschsprachigen Teil der Alpen.
Sie entstehen erst durch Beweidung bzw. Mahd.
Und daß die Milchqualität eine bessere ist, als in der z.B. niedersächsischen Massentierhaltung ist evident.

Im lateinischen Teil der Berge gibt es fast ausschließlich Stallhaltung, somit auch keine lebensgefährlichen Rindviecher auf den Bergwiesen.
Denn die Bergwiesen gibt es ebenfalls fast nicht. Oder Schutzhütten.
Eine Besonderheit bei "uns" ist auch das Wegerecht. Sie dürfen in Österreich wo Wege sind - und die sind überall- hingehen wohin Sie wollen. Probieren Sie das mal zB. in angelsächsischen Ländern
Sie werden schneller als Sie glauben, vor Zäune stehen: "Do not enter"
"No Trespassing" Wandern können Sie dort in den Nationalparks. Aber treten Sie bitte keinben Schritt außerhalb der Markierung.

Wer so große Angst vor Kühen hat, sollte eben nicht in Almgebieten Urlaub machen; wer Flugangst hat, soll mit Auto oder Eisenbahn reisen und wer Angst vorm Ertrinken hat, sollte nicht ans Meer sondern ins Plantschbecken.
So einfach ist das

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hermannheester 09.08.2014, 15:42
29. Die Almdrohnen sind los?

Zitat von sysop
Sie schleuderten ihn hoch und verletzten ihn schwer: Eine Kuhherde hat in der Steiermark einen Wanderer angegriffen. Erst vorige Woche wurde eine Frau bei einem ähnlichen Vorfall getötet.
Was den Amis ihre Kampfdrohnen das sind den Österreichern ihre Kampfkühe. Leider hat noch niemand den Knopf gefunden, der bewirkt, dass die Wiederkäuer auch genau das tun, was ihnen aufgetragen wurde.

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