Forum: Panorama
Autofahrer vs. Radfahrer - ein scheinbar unlösbarer Konflikt?

Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?

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karl-felix 04.11.2011, 15:31
1. Ich

Zitat von sysop
Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?
sehe das Problem nicht. Ausser Kindern sind fast alle Radfahrer Autofahrer und Autofahrer Radfahrer. Da wird einfach ein Streitthema alle Jahre wieder hochgezogen. Verblüffend nur, dass es jetzt im November ist. Saure Gurkenzeit ist vorbei, Europa schaut in den Abgrund, Weltwirtschaftskrise und nur die Spiegel-Schreiber halten im November nach Radfahrern in deutschen Städten Ausschau. Langeweile? Solange es die schreibende Zunft gibt, gibt es auch im Sommer einen unlösbaren Konflikt. Wo kämen wir ohne Konflikt auch hin? Aber im November, originell.

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claudia-ingrid 04.11.2011, 15:46
2. radfahrerin

ich habe grosse angst wenn ich als radfahrerin unterwegs bin. meine beste freundin wurde bei einem autounfall/radunfall sehr schwer verletzt

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chirin 04.11.2011, 16:33
3. Autofahrer vs. Radfahrer - ein scheinbar unsösbarer Konflikt?

Zitat von sysop
Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?
Das ist wieder eine Pauschalierung! Es gibt sowohl nette Autofahrer als auch Rabauken und bei ausgeschalteter grüner Welle -Dank der dümmlichen Politiker - steht man dann zur Berufszeit im Stau. Das führt natürlich bei den Berufstätigen zu Ärgernissen und dann kommen - auch auf der rechten Spur - nicht wenige Radfahrer mit ihren Säcken auf dem Rücken (Kurierfahrer) fahren zwischen Bordstein und Kfz. so dicht am Auto vorbei, so dass ziemlich häufig noch der rechte Spiegel abgerissen wird, z.T. kommen die Kurierfahrer oder sonstige Schnellfahrer ins Stolpern und fahren auf dem Bürgersteig weiter - mitten durch die Fußgänger - um schneller als der sonstige Verkehr - ohne Beachtung von Verkehrsregeln und rücksichtslos - voran zu kommen.
Wenn Sie sich als Fußgänger erlauben darauf hinzuweisen, dass der mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Bürgersteig fährt, werden Sie teilweise richtig heftig bepöbelt.
Das Gleiche gilt für Hundebesitzer,deren Tiere mitten auf dem Bürgersteig ihren Haufen machen - und wehe, sie sprechen die danebenstehenden Hundebesitzer an.
Selbst Radfahrer gegen Radfahrer - unter Mißachtung der Verkehrsregeln, fahren sich an.
Wir haben hier die Bergstraße, der Bus fährt da durch, Autos, jede Art Verkehr und da muß man Rücksicht nehmen, wenn man die kleine Straße - eine Spur hoch - eine Spur runter und Altersheim , befährt. Aber doch nicht die Radfahrer , nein, da wird nicht selten zu dritt nebeneinander gefahren, schließlich ist man ja wer und zu dritt auch stark. Eine Frechheit sondergleichen allen anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber.
Deshalb halte ich Deutschland und insesondere Berlin - keinesfalls für einen Rechtsstaat. Rücksichtslos, Gesetze brechend , das Recht des Stärkeren - und das ganz überwiegend durch Radfahrer.
Einer unserer Freunde wartete mal am Straßenrand auf seine Frau, die in der Arztpraxis war und da kam ein Radfahrer vorbei, der hat nicht gedacht, dass im Auto jemand saß und hat voll gegen die Scheibe der Fahrerseite geault. Nun , unser Freund ist hinterhergefahren, hat den sich geschnappt und ein paar Ohrfeigen gegeben, aber eigentlich kann es das nicht unter Verkehrsteilnehmern sein.
Übrigens, ich habe vom Arzt in einem bekannte Fitness-Studio Anwendungen versschrieben erhalten - dieses Studio, was nichts mit den Fahrradvereinen zutun hat - zwingt mich monatlich 28 Euro an den Fahrradverein zu überweisen - die Anwendung für 5 Euro zahlt die Kasse, den Beitrag muß ich an den Fahrradverein zahlen. Nach Aufforderung hat man mir die Steuernummer und das bezogene Finanzamt mitgeteilt und wenn ich Zeit habe, werde ich mal das Finanzamt befragen, wei es kommt, dass nicht die Fittness-Studios die GEbühr erhalten, sondern der Fahrradverein. Für mich ist das eine Verschleierung von Einnahmen.

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chirin 04.11.2011, 16:47
4. Autofahrer vs. Radfahrer - ein scheinbar unlösbarer Konflikt?

Zitat von claudia-ingrid
ich habe grosse angst wenn ich als radfahrerin unterwegs bin. meine beste freundin wurde bei einem autounfall/radunfall sehr schwer verletzt
Nun, in manchen Gegenden Berlins ist es auch gefährlich, ich denke , für LKW und Busse ist es wegen des "toten Winkels" nicht einfach einen anderen Verkehrsteilnehmer zu sehen und das weiß doch jeder und um "jeden Preis" bestehe ich nicht auf mein "Recht" . Man sieht aber relativ viele Radfahrer die "draufhalten", wenn z.B. ein großes Fahrzeug rechts einbiegen will. Man kann doch langsamer fahren und Blickkontakt zum LKW-Fahrer suchen - oder warten.
Der Leichtsinn - sowohl bei Radfahrern als auch bei Fußgängern die Straßenbahnschienen zu überqueren ist doch auch bekannt und so hält sich mein Mitleid in Grenzen.

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karl-felix 04.11.2011, 23:13
5. Das

Zitat von chirin
Nun, in manchen Gegenden Berlins ist es auch gefährlich, ich denke , für LKW und Busse ist es wegen des "toten Winkels" nicht einfach einen anderen Verkehrsteilnehmer zu sehen und das weiß doch jeder und um "jeden Preis" bestehe ich nicht auf mein "Recht" . Man sieht aber relativ viele Radfahrer die "draufhalten", wenn z.B. ein großes Fahrzeug rechts einbiegen will. Man kann doch langsamer fahren und Blickkontakt zum LKW-Fahrer suchen - oder warten. Der Leichtsinn - sowohl bei Radfahrern als auch bei Fußgängern die Straßenbahnschienen zu überqueren ist doch auch bekannt und so hält sich mein Mitleid in Grenzen.
ist schon erschreckend. Da wird ein Mensch verletzt und Sie sagen Ihr Mitleid hält sich in Grenzen, denn der hätte ja nicht draufhalten müssen. Wenn Sie das Leben Ihrer Mitmenschen so gering schätzen, möchte ich Ihnen wirklich nicht im Strassenverkehr begegnen. Wenn ich mit meinem LKW unterwegs bin, ist es mir völlig gleichgültig ob eine alte Dame zu Fuß auf mich draufhält oder ein Kind mit dem Fahrrad auf seinem Recht besteht. Ich weiss, dass ich im Ernstfall töte und verhalte mich dementsprechend. Und jeder, der unter meinen LKW kommt , hat mein vollstes Mitgefühl. Ich tue alles, dass dieses nicht passiert. Bisher habe ich - Gott sei Dank - noch keinen Menschen verletzt. Ich habe mal einen Bus von vorne bis hinten aufgeschlitzt, das hätte viele Tote geben können.Mein Mitleid mit Verkehrsopfern ist grenzenlos. Keiner lässt sich gerne totfahren und keiner fährt gerne einen anderen tot. Ihre Einstellung erschreckt mich.Ob mir einer aus Leichtsinn oder in Suizidabsicht vor die Maschine läuft,es ist eine Horrorvorstellung.
Ich hoffe Sie fahren kein Kraftfahrzeug.

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Peter-Freimann 05.11.2011, 09:48
6. Mitleid mit Abertausenden? Wie geht das?

Zitat von karl-felix
ist schon erschreckend. Da wird ein Mensch verletzt und Sie sagen Ihr Mitleid hält sich in Grenzen, denn der hätte ja nicht draufhalten müssen.
Mal ganz auf allgemeiner Ebene, nämlich evolutionär betrachtet, ist es doch so, daß die Menschheit nur über die Bildung von Kollektiven überlebt hat, Einzelgänge sind immer schon lebensgefährlich gewesen.

So gesehen wäre es nicht das Problem, daß die Natur sich selber reguliert, wenn autistische Irrläufer mit stumpfer Mimik und Hörhilfe im Ohr oder im Dauertelephonat begriffen die Öffentlichkeit als Verlängerung ihres durchelektronisierten Wohnzimmers begreifen, oder wenn all die Geisterfahrer - die Linksfahrer auf den Radwegen ohne Beleuchtung unter der Frisur und am Gefährt - sich im Straßenverkehr selbstverwirklichen.

Daß Dumme ist, daß wir in einer sehr dicht bevölkerten Massengesellschaft leben und auch Personen, die noch zu den sinnlichen Grundwahrnehmungen wie Hören und Sehen in der Lage sind und auch mit der Fähigkeit des Denkens ausgerüstet sind, in die fatalsten Folgen nicht überlebensfähigen Fehlverhaltens mit hineingezogen werden können.

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Ryan 05.11.2011, 10:11
7. ----------

Zitat von sysop
Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?
Den Radfahrern waere mit Abstand am besten geholfen, wenn sie sich endlich bewusst machten, dass sie gegenueber den Autofahrern die schwaecheren Verkehrsteilnehmer sind, und dass sie ihre Fahrweise darauf einzustellen haben. Solange sie offensichtlich meinen, es sei wichtiger, im Recht zu sein als gesund zu bleiben, wird sich an dem teilweise absurd eigengefaehrdenden Verhalten vieler Pedalritter auf dem selbstgeschaffenen Schlachtfeld Strassenverkehr nichts aendern.

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Peter-Freimann 05.11.2011, 10:35
8. Abrüsten bitte!

Zitat von Ryan
Den Radfahrern waere mit Abstand am besten geholfen, ...
Wenn Sie zunächst den Krieg Radfahrer gegen Fußgänger und die Bekriegung der regelkonformen Radfahrer (allenfalls 40 bis 50 Prozent noch) durch die Free-Style-Liga auf dem Radweg beenden.

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ray05 05.11.2011, 11:52
9.

Papa am Steuer. Mama. Omma. Papa setzt den rechten Blinker.
PAPA. Is frei?
OMMA. Kannz fahrn. Kommt nur ein Radler von hinten.
MAMA. Nicht fahrn, der ist ziemlich schnell, der Radler.
OMMA. Meinste? Na, ich weiß nich ...
PAPA. Was is jetz? Kann ich endlich abbiegen?
MAMA. Komisch jetz isser plötzlich ganz langsam. Fahr zu.
OMMA. Wart kurz. Du, das iss´n anderer. Wo is der Schnelle abgeblieben?
PAPA. Bereits fünfzig Meter vor uns. Is jetzt frei?
MAMA. Frag doch nicht dauernd.
OMMA. Genau, Jung, du verkomplizierst immer alles.

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