Forum: Panorama
Autofahrer vs. Radfahrer - ein scheinbar unlösbarer Konflikt?

Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?

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mahkacz 15.11.2011, 13:37
510. Warum Konflikt? Warum unlösbar?

Ich sehe da nach 50 Fahrradjahren kein Problem.
Im Zweifelsfall fahre ich als Radfahrer wie ein 'Auto', also mitten auf der Strasse, um nicht abgedrängt zu werden,
und im Zweifelsfall verzichte ich auf einen gefährlichen Radfahrweg.

Das Problem organisieren die Straßenplaner:

Zu enge Radwege,
Radwege, die komplett unübersichtlich wieder auf die Straße münden,
Radübergänge, die hinter uneinschaubar für einen Autofahrer hinter einer Rechtsabbiegespur (mit oder ohne Kreisel) liegen,
Radwege, deren Führung maximal tempo 10kmh erlaubt,
und schliesslich gemeingefährlich Radwege, die gar keine sind, weil sie auf Bürgersteigen, Fusswegen direkt an der Häuserfront und den Hauseinfahrten entlang eingerichtet wurden,
nicht zu vergessen, die Eselstreiberpfade, die kein Radfahrer nutzen kann.

Ernsthaft: Mindestens die Hälfte aller markierten 'radwege' sind statistischer Schrott.
Dafür muß man die PKW-Lobby haftbar machen, von ADAC bis Porsche, nicht aber einzelne Autofahrer.

Aber mal eine weitere Frage:
Wie stellt man sich eigentlich Radfahrwege in 5, 6, 7 jahren vor, wenn eine sehr große Anzahl E-Bikes die Straßen bevölkert mit einem Durchschnittstempo von 25kmh oder mehr?

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karinreske 15.11.2011, 14:25
511. Problem "gelöst"

Zitat von sysop
Wenn es um das Vorrecht auf der Straße geht, kennt so mancher Fahrradfahrer kein Pardon. Wie sehen Ihre Erfahrungen aus - können Automobilisten und Radfahrer wirklich nicht miteinander auskommen?
Die meisten Radfahrer "lösen" das Problem auf Kosten der Schwächsten, nämlich der Fußgänger, die nicht rechtzeitig zur Seite springen können, weil sie nicht so schnell sind oder das "Vorrecht" der Radfahrer"elite" nicht erkennen: ältere Fußgänger, Menschen mit Hund (nehmen Sie mal ein Häufchen auf, wo Fahrradfahrer ihr "Recht" einfordern!) und Spaziergänger, die die Dreistigkeit besitzen, auch mal zu Schaufenstern oder Geschäften oder zu Abfalleimern zu wollen. Dass sie dabei weder auf Radwegen und schon gar nicht auf Gehwegen darauf achten, dass sie sich an die vorgeschriebene Fahrtrichtung halten (nicht alle Radwege und kein Fußweg erlauben das Fahren in beide Richtungen) sei nur am Rande bemerkt, Fahren nebeneinander gehört auch zum "Selbstverständlichen Recht freier Radfahrer". Man sieht, die meisten machen der doppeldeutigen Bezeichnung "Radfahrer" alle Ehre und bringen ihren Kindern dasselbe bei.

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nesmo 15.11.2011, 15:26
512. Der Radfahrer

ist ein Zwitter im öffentlichen Verkehr. Fährt er langsam, kann er durchaus ungefährlich auf schwach bevölkerten Fußwegen fahren, auf manchen ist es sogar ausdrücklich erlaubt. Fährt er dort schnell, ist er gefährlich. Fährt er auf der Straße langsam, ist er ein Verkehrshindernis für die PKW. Schnell genug um gar keines mehr zu sein, fährt er allerdings sehr selten. Ein gesonderter Radweg wechselt im Charakter dauernd von Straße auf Fußweg und dort kann man meist nur langsam bis mittelschnell fahren.
Wenn der Radfahrer auf der Straße schnell und auf dem Fußweg umsichtig langsam fährt und an Engstellen mal vom Rad geht (oder gut balancieren kann) sollte es weniger Probleme geben

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karl-felix 15.11.2011, 15:46
513. Achten

Zitat von karinreske
Die meisten Radfahrer "lösen" das Problem auf Kosten der Schwächsten, nämlich der Fußgänger, die nicht rechtzeitig zur Seite springen können, weil sie nicht so schnell sind oder das "Vorrecht" der Radfahrer"elite" nicht erkennen: ältere Fußgänger, Menschen mit Hund (nehmen Sie mal ein Häufchen auf,.....
Sie bitte auf das Thema. Als Autofahrer möchte ich Sie bitten, dieses Forum, das sich mit dem Verhältnis der Fahrradfahrer zu uns Autofahrern befasst, nicht zu einseitiger Hetze zu missbrauchen. Wenn Sie diesen Strang verfolgten, hatten wir schon genügend Fussgängeräusserungen, die recht freigiebig mit gewalt(tät)igen Erziehungsmassnahmen gegen über anderen Fussgängern
sich profilierten. Das muss nicht sein. In vielen Kneipen gibt es Schlägereien, über die möchte ich hier einfach nicht diskutieren.
Ich möchte von Ihnen auch nicht erklärt haben, wieso mein 8jähriger Enkel stärker ist als der 45jährige Bodybuilder , der gerade auf dem Weg zum Training ist. Am Fahrrad kann es nicht liegen. Und Millionen Radfahrer sind nun einmal kleine Kinder und alte Menschen. Ihre Aussage die " meisten " ist schlichtweg Volksverhetzung.
Unverschämt ist die Aussage, bei der Radfahrprüfung der Grundschulkinder würde denen beigebracht sich in Ihrem Sinne zu verhalten. Nach ihren Möglichkeiten verhalten sich gerade die kleinsten vorbildlich. Die sind stolz auf jede Regel, die sie kennen und beachten.

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pittiken 15.11.2011, 16:06
514.

Zitat von karl-felix
Sie bitte auf das Thema. Als Autofahrer möchte ich Sie bitten, dieses Forum, das sich mit dem Verhältnis der Fahrradfahrer zu uns Autofahrern befasst, nicht zu einseitiger Hetze zu missbrauchen. Wenn Sie diesen Strang verfolgten.....
Nicht schon wieder die Leier der kleinen Kinder.
Fahrradrüpel gibt es und das Verhalten wird angeprangert, ob es ihnen in den Kram passt oder nicht.

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Ingmar E. 15.11.2011, 16:35
515. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von karinreske
Dass sie dabei weder auf Radwegen und schon gar nicht auf Gehwegen darauf achten, dass sie sich an die vorgeschriebene Fahrtrichtung halten (nicht alle Radwege und kein Fußweg erlauben das Fahren in beide Richtungen) sei nur am Rande bemerkt, Fahren nebeneinander gehört auch zum "Selbstverständlichen Recht freier Radfahrer".
1.tens: Fahren gegen die Fahrtrichtung ist die Hauptunfallursache bei Radfahrern. Dennoch stimmt ihre behauptung nicht, dass kein Fußweg dafür freigegeben ist. Fußgängerzonen mit "Fahrrad frei"-Schildern existieren.
2.tens: Die STVO erlaubt das Nebeneinander fahren bei Fahrrädern, solange sie niemanden behindern.

Und da man, wenn man einen Fahrradfahrer überholt, eh auf die Gegenfahrbahn muss, kann man dann auch zwei Radfahrer mit genügend Abstand überholen.

Und mit Gegenverkehr, wenn man die Gegenfahrbahn nicht benutzen kann, kann man nichtmal einen Radfahrer mit genügend Abstand überholen.

Ob da zwei oder ein Radfahrer sind, macht also gar keinen Unterschied in der Schnelligkeit des Überholvorgang.

Wenn sie die Radfahrer aber hintereinander fahren, macht das durchaus einen Unterschied, weil sie z.B. bei dichtem Verkehr eine größere Lücke im Gegenverkehr brauchen. Deswegen dürfen ja auch Verbände von 15 und mehr Radfahrern zweireihig fahren, weil man sonst ja riesige Lücken im Gegenverkehr bräuchte, um an so ner Schlange vorbeizukommen, wenn die hintereinander fahren.

Und genau das sieht man ja hin und wieder bei Ausflügen von Radfahrergruppen, die das nicht kapieren. Die Autofahrer wollen überholen, irgendwann kommt aber wieder Gegenverkehr, sie sind noch nicht vorbei und müssen sich mitten zwischen die Radfahrer drängen, um nicht in den Gegenverkehr zu fahren.

Und das nur weil der Großteil keinen Blick in die STVO wirft, sondern sich seine eigene STVO im Kopf zusammenschustert, wie die Verkehrswelt sein sollte, wenn es nach einem persönlich ginge. Und nicht nur das, dann verbreitet man diese eigene Version der STVO auch noch im Brustton der Überzeugung.

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karl-felix 15.11.2011, 16:40
516. Wer

Zitat von pittiken
Nicht schon wieder die Leier der kleinen Kinder. Fahrradrüpel gibt es und das Verhalten wird angeprangert, ob es ihnen in den Kram passt oder nicht.
lesen kann hat Vorteile. Wir befinden uns hier im Forum zum Thema Autofahrer vs. Radfahrer. Ihre sensationelle Erkenntnis dass es Rüpel gibt, ist auch schon einigen anderen der 7 Milliarden Erdbewohner aufgefallen. Sie haben da keine Alleinstellungsposition.
Wenn Sie schon die Foristin angreifen, dass Sie die Kinder ins Spiel bringt, finde ich Ihre Ausdrucksweise unangemessen bzw. ungezogen.
Man kann auch höflich miteinander kommunizieren. Das ist wie im Strassenverkehr. Ferkels Willem bliev Ferkels Willem.
An dem Fakt, dass Millionen Kinder und alte Menschen Fahrradfahren wollen Sie doch wohl nicht zweifeln oder? Demnach ist die Behauptung " die meisten " pure Demagogie, die hier auch noch völlig am Thema vorbeigeht.
Brillianter Beitrag von Ihnen, bringt uns richtig weiter.

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Radler2 15.11.2011, 17:08
517.

Zitat von Ingmar E.
1.tens: ... Fußgängerzonen mit "Fahrrad frei"-Schildern existieren.
Wobei in diesen Fällen der Radfahrer langsam zu fahren hat und besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen muß.

Zitat von Ingmar E.
2.tens: Die STVO erlaubt das Nebeneinander fahren bei Fahrrädern, solange sie niemanden behindern. Und da man, wenn man einen Fahrradfahrer überholt, eh auf die Gegenfahrbahn muss, kann man dann auch zwei Radfahrer mit genügend Abstand überholen.
Wobei ich mir wieder die Frage stelle, wie groß wohl der Abstand der nebeneinander fahrenden Radler sein muß - mit welcher Begründung dürfte der kleiner als 1,5 Meter sein, wenn ein PKW bei einem Überholabstand von 1,49 Metern schon akute Lebensgefahr für den Radler darstellt?
Und wenn der rechte Radler schon in der Mitte der Fahrbahn fährt, wie passt der linke Radler dann noch auf die Fahrbahn, ohne das der Abstand zur Gegenfahrbahn zu klein wird?
Bzw, wenn der rechts Radfahrer dann am rechten Fahrbahnrand fährt, wieso kann er das nicht, wenn ein Auto von hinten kommt? (Ich red nicht von der Gosse, sondern der rechten Seite der Fahrbahn mit ausreichend Abstand zu Gullies).

Scheint mir in der Summe nicht so ganz schlüssig.

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*42* 15.11.2011, 17:13
518.

Zitat von karl-felix
Brillianter Beitrag von Ihnen, bringt uns richtig weiter.
Es wäre ja schonmal genial, wenn Sie verstehen würden, worauf sie aggressiv reagieren. Eine Frau, Radfahrerin stürzte, nachdem diese einen Menschen (nicht zufällig) angefahren hatte... das ging bisher bei Ihnen nicht ein, hat aber zugegebener Weise, die Diskussion belebt.
Ich finde es allerdings interessant, daß gerade Sich sich hier aufschwingen und über "gut" und "schlecht" entscheiden wollen.

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*42* 15.11.2011, 17:41
519.

Zitat von mahkacz
Ernsthaft: Mindestens die Hälfte aller markierten 'radwege' sind statistischer Schrott. Dafür muß man die PKW-Lobby haftbar machen, von ADAC bis Porsche, nicht aber einzelne Autofahrer. Aber mal eine weitere Frage: Wie stellt man sich eigentlich Radfahrwege in 5, 6, 7 jahren vor, wenn eine sehr große Anzahl E-Bikes die Straßen bevölkert mit einem Durchschnittstempo von 25kmh oder mehr?
Also Porsche pappt den Schriftzug auch auf
Räder, kenne ich übrigens von vielen Automobilisten, wenn ich beim ADAC nach Fahrrad google erhalte ich Tipps für Radtouren,...
eigentlich nichts was für Ihre Argumentation spricht.
Was die E-Bikes angeht, haben wir im Verkehr doch schon Liegeräder die per Pedalkraft dieses Tempo locker erreichen läßt...;=)
Aber Sie sprechen da auch einen interessanten Punkt an, warum sind Mopeds auf 40 km/h begrenzt?
Für diese ist die Strassenbenutzung vorgeschrieben und leben damit sehr gefährlich.

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