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Baustopp für Flüchtlingsheim : Ohne Augenmaß ins Villenviertel
DPA

Die Einrichtung eines Flüchtlingsheims in einem wohlhabenden Stadtteil Hamburgs ist vorerst an einem Gerichtsurteil gescheitert. Das kann man beklagen - für die Förderer des Heims sollte es aber auch Anlass zur Selbstkritik sein.

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fridagold 23.01.2015, 20:12
1.

Augenmaß ist ein gutes Stichwort. Ich bin absolut dafür, dass Flüchtlinge integriert werden - aber 200 Leute in ein Viertel mit 180 Einwohner, nee, das muss doch jeder kapieren, dass es nicht hinhaut. Eine Ausländerquote von über 50% verunsichert nun einmal enorm. Sehr wahrscheinlich hätte es bei 10 Flüchtlingen kein Problem gegeben.

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baut-as 23.01.2015, 20:14
2. kann mir mal

bitte einer mal erklaeren, was "besonders geschützten Wohngebiet" -gibt´s so was?- und ein Flüchtlingsheim "nicht genehmigungsfähig" sei?
Stall mit Landwirtschaft anscheinend nicht, da Maria und Joseph..., sie wissen schon, aber wieso Villenviertel? Die haben doch mehr Wohnraum zur Verfügung, als dass ein Asylbewerber oder Flüchtling je brauchen könnte; und von den derzeitigen Bewohnern auch nicht genutzt wird (höchstens um Luft zu bunkern).

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ludwig49 23.01.2015, 20:18
3. Die Unterbringung von Flüchtlingen...

...an zentralen Orten mit größerer Personenzahl ist
deshalb wenig sinnvoll, wenn die vielzitierte Integration
auch eine wesentliche Rolle spielen soll. Und in einem
Villenviertel, da sind doch nicht mal Kindergärten
erwünscht! Den Planern der SPD mit ihren luxuriösen
Anwesen darf man doch mal nahelegen, ihre Einlieger-
wohnungen auch mal anderweitig zu nutzen. Bei der
christlichen Partei ist das doch bereits eine Selbst-
verständlichkeit, oder?

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m.eccarius 23.01.2015, 20:22
4.

Zitat von fridagold
Augenmaß ist ein gutes Stichwort. Ich bin absolut dafür, dass Flüchtlinge integriert werden - aber 200 Leute in ein Viertel mit 180 Einwohner, nee, das muss doch jeder kapieren, dass es nicht hinhaut. Eine Ausländerquote von über 50% verunsichert nun einmal enorm. Sehr wahrscheinlich hätte es bei 10 Flüchtlingen kein Problem gegeben.
Nebenbei lt. Wikipedia hat Hervesthude 16875 Einwohner......

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kumi-ori 23.01.2015, 20:25
5.

Wahrscheinlich möchte niemand gern ein Flüchtlingsheim in seiner unmittelbaren Umgebung haben. Das ist leider nun mal so. Was nun die Richter damit errreicht haben, ist natürlich, dass jetzt jeder Anwohner mit dem selben Recht gegen eine solche (und jede andere Einrichtung) in seiner Nachbarschaft klagen kann. Oder wollen die Richter etwa sagen, dass es nur einer ganz bestimmten Einkommensschicht ansteht, sich gegen ihren Teil an den allgemeinen Verpflichtungen zu verwahren.

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supergrobi123 23.01.2015, 20:30
6. Was soll sowas?

Auch ich bin Hamburger. Das Gebäude gehört also zum Teil mir.
Ich frage mich: Warum müssen wir Flüchtlinge ausgerechnet in einer der besten und teuersten Lagen Hamburgs, ja sogar Deutschlands unterbringen?
Warum baut man nicht Luxuswohnungen rein, kassiert fette Mieten und finanziert damit vernünftige Flüchtlingsunterkünfte in angemessen teurer Lage und macht auf lange Sicht noch ein gutes Geschäft damit?

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Andreas-Schindler 23.01.2015, 20:42
7. Recht und Unrecht

In Hamburg werden diese Asylantenheime gerne auch dort Errichtet, wo es Laut Baurecht eigentlich nicht Erlaubt ist. Hier in Hamburg wird erst gebaut und solange keiner Klagt macht die Hamburger Baubehörde weiter. Begründen tut dieses Verhalten die Baubehörde es damit das sie die Asylanten irgendwo Unterbringen muss und daher diese Heime da Baut wo Platz ist. Das stimmt zwar nicht ganz, weil Hamburg hat genug freie Bauflächen. Aber dort kommen keine Asylantenheime hin, weil viele dieser Flächen Hamburg Freihalten will für Investoren, die sich vielleicht in Hamburg irgendwann Niederlassen wollen.

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question2001 23.01.2015, 20:46
8. Villenviertel

Villenviertel sind nun mal naturgemäß nicht dicht bevölkert. Mit der Logik kann man da nie Asylantenheime schaffen.
Wieso gerade für diesen Fall hier also um Augenmaß gebarmt wird ist nicht nachzuvollziehen.

Welchen Beitrag wollen unsere "Leistungsträger" denn leisten? Die Eliten aus Politik, Medien und Wirtschaft gefallen sich doch derzeit mehrheitlich unbegrenzt und großherzig neue Passagiere auf unseren Luxusdampfer zu lassen. Aber nicht zu ihnen aufs Oberdeck?
Mehr Steuern für größere Budgets, etwa soviel wie in der guten alten Republik wollen sie auch nicht zahlen, ja was nun?

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Oskar ist der Beste 23.01.2015, 20:54
9. Pegida bekommt einen richterlichen Segen.

ein schlimmes Urteil und vor allem die Begründung, mit dieser kann man ja auch Kindergärten und Schulen in "wohlhabenden" Gebieten ablehnen...völlig absurd auch, weil genau dieses Gebäude früher von der Bundeswehr als Kreiswehrerersatzamt benutzt wurde zur Siebung von Soldaten und es stimmt auch nicht, dass in Harvestehude nur 180 Leute wohnen, dies trifft vielleicht auf die Strasse "Sophienterasse zu. aber doch nicht auf diesen hoch besiedelten Stadtteile..ach ja im übrigen ist 800 Meter weiter die Tennis Arena am Rothenbaum, dabei handelt es sich dann ja wohl auch um einen Schwarzbau?!

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