Forum: Panorama
Befördert das Zölibat eine Neigung zum sexuellen Missbrauch?

Nach den jüngsten Missbrauchsfällen geraten nicht nur katholische Geistliche ins Zwielicht, wobei auch die Diskussionen um Ursachen und Wirkungen erneut entflammt sind. Befördert das Zölibat eine Neigung zum sexuellen Missbrauch?

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black wolf 06.02.2010, 08:56
1.

Ja und nein. Das Zölibat an sich verstärkt sicherlich keine sexuellen Triebe. Allerdings kann die Repression des Triebs gerade dazu führen, dass die Gedanken permanent um sexuelle Ideen kreisen, weil man ständig vor Entscheidungen steht was man sich gestattet und was zu weit geht. Kann der Zölibatär sich nicht frei äußern - viele trauen sich nicht, mit Fachleuten über ihre Neigungen zu sprechen - nimt das Sexuelle mehr und mehr Raum ins einer (oder ihrer) Gedankenwelt ein.
Manche Christen sehen das "Gedankenverbrechen" im SÜndenregister als vollauf gleichwertig mit tatsächlich begangenen Verbrechen. So wird aus einem kurzen Blick auf die Oberweite einer Frau ein Ehebruch - und das soll, auch wenn man nicht in der Lage war das logisch zu erklären, auch für Unverheiratete und Partnerlose gelten.
Als in grauer Vorgeschichte das Sexuelle zum religiösen Ge- und Verbotsgegenstand gemacht wurde, begann die Misere. Bis heute können sich Religionen nicht aus dem Klammergriff dieser Besessenheit lösen. Sie müssen anscheinenend zwanghaft immer wieder darauf zurückgreifen, um sich ihrer Relevanz, ihrer Pflicht zum Eingriff ins Privatleben der Schäfchen sicher zu bleiben.

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gerthans 06.02.2010, 09:32
2. Hybris

Die Hybris des Menschen, der sich die Natur untertan macht, Mutter Erde mit Beton versiegelt, sie ausbeutet und vergiftet, begann mit dem Christentum:

"Macht euch die Erde untertan!"

Zur Natur gehört auch die Sexualität, und das Ideal vom asexuellen Priester, das so viele Leben vergiftet und so viel Schaden anrichtet, entspricht dem Ideal des homo technicus von der unterworfenen Natur.

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sitiwati 06.02.2010, 09:44
3. naja,

Zitat von black wolf
Ja und nein. Das Zölibat an sich verstärkt sicherlich keine sexuellen Triebe. Allerdings kann die Repression des Triebs gerade dazu führen, dass die Gedanken permanent um sexuelle Ideen kreisen, weil man ständig vor Entscheidungen steht was man sich gestattet und was zu weit geht. Kann der Zölibatär sich nicht frei äußern - viele trauen sich nicht, mit Fachleuten über ihre Neigungen zu sprechen - nimt das Sexuelle mehr und mehr Raum ins einer (oder ihrer) Gedankenwelt ein. Manche Christen sehen das "Gedankenverbrechen" im SÜndenregister als vollauf gleichwertig mit tatsächlich begangenen Verbrechen. So wird aus einem kurzen Blick auf die Oberweite einer Frau ein Ehebruch - und das soll, auch wenn man nicht in der Lage war das logisch zu erklären, auch für Unverheiratete und Partnerlose gelten. Als in grauer Vorgeschichte das Sexuelle zum religiösen Ge- und Verbotsgegenstand gemacht wurde, begann die Misere. Bis heute können sich Religionen nicht aus dem Klammergriff dieser Besessenheit lösen. Sie müssen anscheinenend zwanghaft immer wieder darauf zurückgreifen, um sich ihrer Relevanz, ihrer Pflicht zum Eingriff ins Privatleben der Schäfchen sicher zu bleiben.
die eigentlichen Leute, die den Sex verteufeln sind wohl die Christen ( WEib und Schlange) andere Religionen und Menschen sehn im Sex eben das, was er ist, ein Bedürfnis wie essen und trinken, und was verstehn Sie unter grauer Vorgeschichte??!

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derblondehans 06.02.2010, 09:45
4.

Zitat von sysop
Nach den jüngsten Missbrauchsfällen geraten nicht nur katholische Geistliche ins Zwielicht, wobei auch die Diskussionen um Ursachen und Wirkungen erneut entflammt sind. Befördert das Zölibat eine Neigung zum sexuellen Missbrauch?
So ein Unsinn. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen ist Kindesmissbrauch kein spezifisch klerikales Problem - und mit Sicherheit kein Problem katholischer Geistlicher im besonderen.

Eine Debatte über den Zölibat und die kirchliche Sexualmoral eignet sich daher nur als ideologischer Grabenkampf am eigentlichen Problem vorbei - oder aber als Ablenkung von Verantwortlichen für Verfehlungen ihrer Untergebenen gerade zu stehen.

Das 'böse Rom' bekommt als Sündenbock nur allzu gerne den schwarzen Peter zugeschoben.

Aber auch das ist Verdrängung - nicht Aufarbeitung von Schuld.

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Rainer Helmbrecht 06.02.2010, 10:33
5.

Zitat von sysop
Nach den jüngsten Missbrauchsfällen geraten nicht nur katholische Geistliche ins Zwielicht, wobei auch die Diskussionen um Ursachen und Wirkungen erneut entflammt sind. Befördert das Zölibat eine Neigung zum sexuellen Missbrauch?
Da ja bekannt ist, dass man um Priester zu werden zölibatär leben muss, muss man auch ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst haben. Die Kombination von der eigenen Störung und einem Verein, der die Mutter Maria entgegen des sonstigen Glaubens, eine besondere Rolle gibt, kann nur zu solchen Menschen führen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Staat/die Strafverfolgungsbehörden ihre Aufgaben nicht wahrnehmen und in Klöstern/Ausbildungsstätten Freiheiten gewähren, die in anderen Gemeinschaften und Vereinen zum Verbot dieser führen würden.

Hätte der dt Fußballbund so eine Ansammlung von Pädophilen in seinen Reihen und würde diese dann noch durch Versetzungen in andere Gemeinden aus dem Fokus der Ermittlungen ziehen, hätte man den Dt Fußballbund schon aufgelöst.

Die konsequente Trennung von Staat und Kirche ist Voraussetzung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor diesen Gestörten.

Der Ausspruch lasset die Kindlein zu mir kommen, darf nicht mit Pädophilie verwechselt werden.

Die Selbstreinigungskräfte der Kirche sind seit Hunderten von Jahren nicht ausreichend gewesen.

MfG. Rainer

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sonobox 06.02.2010, 10:35
6. ?

Zitat von sitiwati
die eigentlichen Leute, die den Sex verteufeln sind wohl die Christen ( WEib und Schlange) andere Religionen und Menschen sehn im Sex eben das, was er ist, ein Bedürfnis wie essen und trinken, und was verstehn Sie unter grauer Vorgeschichte??!
Andere "Religionen" buddeln Mädchen lebendig ein, wenn sie mit Männern reden...

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djchrisi 06.02.2010, 10:36
7. Nich unbedingt

Ich denke mal dass nicht das Zölibat das Problem ist. Vielleicht zieht es nur eine bestimmte Art von Mann an. Ich meine wenn einer pädophile Neigungen an sich beobachtet kommt einem vielleicht als Ausweg das Zölibat in den Kopf. Was Weib und Schlange mit Sex zu tun hat erschlisst sich mir nicht. Könnten Sie mir nochmal erklären?

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Daniel Hoogland 06.02.2010, 10:40
8. Die Macht des Bösen

Das 'böse Rom' bekommt als Sündenbock nur allzu gerne den schwarzen Peter zugeschoben.

Von wegen. Es räpresentiert das Böse selbst. Es ist ja nicht nur in Deutschland wo dieses Phänomen zur Tage kommt. Vor einiger Zeit in Irland und in Schweden, jetzt in Deutschland.
Typisch für die katholische Kirche ist, daß ein Übergreiferin keinem Fall der Justiz überlassen wird, sondern lediglich "versetzt" wird, wonach die Übergriffe sich meistens fortsetzen!
Das zölibat, die Haltung der Katholiken gegenüber homophilie,
es sind alles verbohrte, weltfremde und menschenfeindliche Elemente einer durch und durch vermessene Religion. Es ist Zeit daß hier massiv gegen angegangen wird.
Die Todesstrafe für homophilie in Uganda : die Afrikaner haben nie etwas gegen homophilie gehabt. Es ist ausschliesslich eine Folge der sogenannten christliche Sendung. Pfui!

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pi.daun 06.02.2010, 10:40
9.

Bei 100.000 Beschäftigten - davon 50% Männer - sind das also 90 von 50.000, knapp 2 Promille. Ist das statistisch auffällig?

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