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Behördenpanne im Fall des Neonazi-Richters: Internetrecherche mangelhaft

Ein Neonazi als Amtsrichter - das war den Behörden in Bayern monatelang nicht aufgefallen, weil es bei der Weiterleitung von Informationen offenbar Pannen gab. Eine einfache Google-Suche hätte sie schneller auf die Spur von Maik B. gebracht.

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rmuekno 06.11.2014, 18:27
1. Für deutsche Beamte und Politiker ist Internet Neuland

Selbst unser Finanzminister will ja kein Chinesisch mehr lernen.

In deutschen Amtstuben dürfte wohl auch der vernünftige Computer dazu fehlen und falls vorhanden mit Firewalls und Filtern so dichtgemacht, dass eine ordentliche Recherche wohl kaum möglich ist.

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Luna-lucia 06.11.2014, 18:29
2. in rein Bayerischen Behörden

gibts den Datenabgleich. Intranet ... und sowas eben. Nur, viele, die nicht die "Bayerische Beamtenfachhochschule" besucht haben, sind mit dem System heillos überfordert. Zudem hat die Stadt München, seit langem, Microsoft gekündigt, und jetzt Linux laufen. Oki, hat nix mit "Justizia" zu tun, könnte man meinen. Aber, es wechseln schon mal Beschäftigte, von der Stadt, in den Staatsdienst. Dann hackts ;-). Zudem, das Wesentliche ist doch, dass ein "gerechter, Rechter-Bayer" - sicherlich nicht sooo schnell einem "Rechten-Richter", ans Bein pinkelt ...

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uschikoslowsky 06.11.2014, 18:41
3. Blinde Krähen

"Fehler und Nachlässigkeiten" - ausgerechnet bei der Justiz in Bayern? Oder ist das die neue Umschreibung für "auf dem rechten Auge blind" oder "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus"?

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doc.nemo 06.11.2014, 19:03
4.

Das Ausschnüffeln der Arbeitnehmer durch Arbeitgeber mit Hilfe des Internets ist eine Unsitte, die eigentlich verboten werden sollte. Insofern haben die bayerischen Behörden - unwissentlich - richtig gehandelt.

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tomblu 06.11.2014, 20:33
5. ...

Ich hab zwar keine Sympathien fuer "Extremisten" (beider Seiten), aber solange sich dieser Mann nicht strafbar gemacht hat oder irgendwie mal entsprechend verurteilt wurde und dabei die Ausuebung des Amts verboten wurde, sollte er doch eigentlich berechtigt sein, als Richter zu arbeiten. Solange er seine Arbeit korrekt erledigt und seine "Macht" nicht missbraucht, versteht sich. Alles andere waere doch politische Willkuer.

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Der_Scheich 06.11.2014, 21:19
6. Pressekodex, anyone?

Hauptsache vordergründig journalistisch saubere (= nicht identifizierbare) Berichterstattung durch Abkürzung des Nachnamens des Beschuldigten vorgetäuscht, hm? Aber dann wird ein Satz eingestreut mit Quelle UND Datum UND Hinweis darauf, dass dort noch mehr zu finden ist wenn man nur googlet.

Ist das nur Faulheit dann die Quelle nicht direkt zu verlinken oder darf man die Scheinheiligkeit auch direkt benennen? Deswegen ist der Artikel wahrscheinlich auch im Panorama-Bereich zu finden....

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fritze28 06.11.2014, 22:01
7. also ich würde

jeden bürger der BRD durch Geheimdienste überwachen lassen. nicht das was untergeht. ihre artikel haben immer mehr Bildzeitungsnivoue. ihre reporter sind alle nicht mehr unabhängig und sie berichten das was ihnen der staat vorgibt. merken sie nicht, das sie vom staat benutzt werden um die totale Überwachung durchzusetzen? wissen sie was Demokratie noch bedeutet und Meinungsfreiheit? nicht die gedanken und meinung EINER Gruppe sondern allen Menschen. diskutieren sie mal in ihren Redaktionen was unabhängig bedeutet....und für wen Grundrechte gelten. halt die Grundsätze unserer Republik. nachhilfe würde ihnen gut tun

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eisfuchs 07.11.2014, 09:28
8.

"Ein Richter kann durch das Bundesverfassungsgericht aus seinem Amt entfernt werden, wenn er im Amte oder außerhalb des Amtes "gegen die Grundsätze des Grundgesetzes oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung eines Landes verstößt (Art. 98 GG)." Quelle: www.bpb.de
Insofern nehme ich mal an, dass er vorerst im einstweiligen Ruhestand steht/suspendiert ist bis das geklärt wurde bzw. das BVerfG das entscheidet sofern derjenige nicht freiwillig geht; zumindest sehe ich bei jemanden, der Loblieder auf Verbrecher A.H. singt (siehe verlinkter Artikel oben), die FDGO als massiv gefährdet an und damit das Vorgehen gegen so jemanden als gerechtfertigt. Der kann kein Richter in einem demokratischen Staat sein.

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berufskonsument 07.11.2014, 10:24
9.

Seltsamer Artikel.
Die Verlage wehren sich mit dem Leistungsschutzrecht dagegen, dass ihre Artikel per Google gefunden werden, und Spiegel empfiehlt ausgerechnet eine Google-Suche.

Der EuGH verkündet ein "Recht auf Vergessen" und Spiegel Online empfiehlt genau das: eine Suche nach dem Namen.

Bei vielen Gelegenheiten wird kritisiert, wenn Personalentscheider per Google im Privatleben ihrer Kandidaten herumschnüffeln - Spiegel Online fordert es.
Sascha Lobo kritisiert nachdrücklich die Schnüffelei der Geheimdienste und Spiegel Online fordert noch mehr Schnüffelei.
Ich will nicht den offenbar rechtsradikalen Richter verteidigen. Der Artikel erscheint mir jedoch etwas widersprüchlich und impliziert durchaus bedenkliche Forderungen.

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