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Benedikts Ökumene-Absage: Herde hofft, Hirte bockt

Die Hoffnungen der Protestanten werden enttäuscht: Benedikt XVI. hat ihre Forderungen nach Zugeständnissen bei der*Annäherung der Kirchen als "Missverständnis" abgekanzelt. Der christliche Glaube sei keine Verhandlungssache.

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Kalaharry 23.09.2011, 14:09
1. Mal ganz ehrlich?

Zitat von sysop
Die Hoffnungen der Protestanten werden enttäuscht: Benedikt XVI. hat ihre Forderungen nach Zugeständnissen bei der*Annäherung der Kirchen als "Missverständnis" abgekanzelt. Der christliche Glaube sei keine Verhandlungssache.
Hat ernsthaft irgendjemand etwas anderes gedacht? Mit diesem Papst wird es keine Ökumene und schon gar keine Einheit der Christenheit geben. Ein Spalter wird niemals einen.

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bürgerschreck 23.09.2011, 14:15
2. Ein Reaktionär...

Zitat von sysop
Die Hoffnungen der Protestanten werden enttäuscht: Benedikt XVI. hat ihre Forderungen nach Zugeständnissen bei der*Annäherung der Kirchen als "Missverständnis" abgekanzelt. Der christliche Glaube sei keine Verhandlungssache.
.. bleibt ein Reaktionär auch (oder gerade ?)wenn er so arrogant ist von sich zu behaupten im Namen Gottes zu sprechen.

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hansklauspeter 23.09.2011, 14:17
3. ...

Zitat von Kalaharry
Hat ernsthaft irgendjemand etwas anderes gedacht? Mit diesem Papst wird es keine Ökumene und schon gar keine Einheit der Christenheit geben. Ein Spalter wird niemals einen.
Da hat man es als Nicht-Christ einfacher (also mein Glaube reicht genau so weit, dass ich Gott zugestehe den Urknall ausgelöst zu haben). Für mich gibt es nur Christen und eigentlich ist es mir auch egal ob jemand Christ ist oder nicht. Folglich ist es mir auch egal ob jemand evangelisch oder katholisch ist. Ich glaube auch nicht, dass wenn es so etwas geben würde wie eine Hölle oder einen Himmel, dass Gott die Leute nach ihrem Glaube auswählt, ich denke da hat er interessantere Kriterien.

Andererseits verstehe ich als außenstehender natürlich auch nicht warum man sich nicht damit zufrieden gibt, dass man nicht mehr mit Keulen aufeinander losgeht, das ist immerhin schonmal eine enorme Steigerung.

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kein_gut_mensch 23.09.2011, 14:21
4. Logisch

Zitat von Kalaharry
Hat ernsthaft irgendjemand etwas anderes gedacht? Mit diesem Papst wird es keine Ökumene und schon gar keine Einheit der Christenheit geben. Ein Spalter wird niemals einen.
Wie soll das denn auch gehen? Es gibt wie viele verschiedene Evangelische Gruppierungen weltweit? Und mit jedem einen Kompromiss machen? Vergessen Sie es. Die meisten in Deutschland müssen erstmal die lokalen Scheuklappen ablegen (das hat nichts mit Pro oder Contra Papst zu tun). Nur weil einige glauben das es in Deutschland gehen könnte müssten die globalen Gesetze der RKK geändert werden die dann Auswirkungen in ganz anderen Ländern haben könnte. Das ist ja auch ein Grund warum viele Dinge dort "etwas" länger dauern.

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kushi 23.09.2011, 14:23
5. Nasenbär

Zitat von sysop
Die Hoffnungen der Protestanten werden enttäuscht: Benedikt XVI. hat ihre Forderungen nach Zugeständnissen bei der*Annäherung der Kirchen als "Missverständnis" abgekanzelt. Der christliche Glaube sei keine Verhandlungssache.
Super, Ratzi! Aber stell' Dir vor, es interessiert von Jahr zu Jahr weniger Leute, was Du denkst oder auch nicht denkst, was Du sagst oder auch nicht sagst. Dein selbstreferenzielles Gequatsche ist 'was fürs Poesiealbum verzauselter konservativer Bildungsbürger. Dem progressiven Teil der postmodernen Gesellschaften hast Du schon lange nix mehr zu sagen. Also laß' Dich nicht weiter stören beim theologischen Nasebohren, Du alter Nasenbär!

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davidhabel 23.09.2011, 14:24
6. Er hat trotzdem Recht

Ich teile das Unverständnis hier nicht ansatzweise. Reaktionär kam hier gar als Begriff auf. Wir sind hier nicht in der Partei oder in einer politischen Partei. Es geht um Glauben und Religion als höheres Spirituelles Zentrum in den Leben vieler Menschen. Die katholische Kirche begründet sich auf direkter Übermittlung und Weitergabe der Traditionen von Jesus und Urkirche. Die Protestanden haben sich, völlig zurecht, zu einer Zeit von der Kirche abgespalten, in der menschliche Interessen wie Macht, Geld und Einfluss eine größere Rolle als die wahren Interessen des Christentums galten. Jedoch frage ich mich als Katholik, wie eine geeinte Gemeinte aussehen sollte. In der evangelischen Kirche gibt es ein ganz anderes Verständnis für die Kirche und den Glauben und von diversen Verschiedenheiten, wie den abgelehnten Sakramenten( Beichte, Eucharestie in jeder Messe) möchte ich gar nicht erst anfangen. Ich möchte eine klar definierte katholische Kirche haben, die sich nicht jedes Jahr den Meinungen diverser Parteien anpasst, die noch dazu meist nicht einmal katholisch sind.

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Dramidoc 23.09.2011, 14:25
7. xxx

Die evangelische Kirche hat einiges falsch gemacht, aber mir ist sie dennoch lieber als die katholische Kirche. Scheinbar hat man in der deutschen Bischofskonferrenz und im Vatikan die irrige Vorstellung, man könne Ökumene machen ohne Kompromisse eeinzugehen. Das ist ein Trugschluss, beide Seiten müssen zu Kompromissen fähig sein, sonst kann man die Ökumene vergessen. Bisher kamen nur Angriffe aus dem Vatikan (z.B. Dominus Iesus oder die wirren Aussagen des Bischof Gerhard Müller "Die Protestanten müssen sich von der Aussage Luthers, der Papst sei der Antichrist distanzieren"). Bischof Gerhard Müller ist für die Ökumene zuständig.

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Bengurion 23.09.2011, 14:29
8. Hauptsache, mal was schreiben

Zitat von hansklauspeter
Da hat man es als Nicht-Christ einfacher...
Warum jemand, der sich als Nicht-Christ bezeichnet, meint, hierzu eine Meinung abgeben zu müssen, erschließt sich mir nicht.
Es gibt - Gott sei Dank - in diesem Land immer noch Menschen, die sich als Christen sehen und für die es - im Falle konfessionsverschiedener Paare - eine große Traurigkeit bedeutet, nicht gemeinsam in einer katholischen Messe das Sakrament der Eucharistie empfangen zu können.
Das wird - das sehe ich Ihnen nach - für Sie und alle, die sich nicht als Christen bezeichnen, kein Problem sein. Aber dann sollte man schlicht schweigen und so der Haltung derer, denen an Glaube, Kirche und Konfession liegt, mit Respekt begegnen.
Ich finde es ausgesprochen schade, dass der Papst dieser Begegnung an historischem Ort nicht Worte historischer Tragweite hat folgen lassen.

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Gehirnsplitter 23.09.2011, 14:30
9. Die Zeiten werden sich ändern...

..und da kann auch der Mann mit der lustigen Mütze nicht viel dran ändern! Wie steht es doch in der aktuellen Spiegelausgabe?

Rückgang der Katholiken um 12,7 %
42,5% weniger Gottesdienstbesucher
58,3% weniger Trauungen
43,1% weniger Taufen

und 61,1% weniger Priesterkandidaten

(Quelle: Sekrt. d. deu. Bischofskonferenz für die Zeit 1990 - 2010)

Merke: Die Beständigkeit ist oft nur eine Form der Ohnmacht.
Aber wie pflegte Sophokles schon zu sagen: Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit.

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