Forum: Panorama
Berliner U-Bahn: Passanten ignorieren brutale Gewaltattacke auf Pärchen

Schon wieder kam es zu heftigen Angriffen im Berliner Nahverkehr, mehrere Menschen wurden verletzt. In Wedding wurde ein junges Paar von einer Gruppe Männer brutal zusammengeschlagen - die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu.

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Zappa_forever 15.10.2011, 21:11
10. Noch nicht ganz treffend...

Zitat von caligerman
Vielleicht brauchen wir eine Spezialerziehung für Jungen. Diese Art der Gewalt scheint grösstenteils ein Männerproblem zu sein.
...es ist zumeist eine bestimmte Art Jungmänner, die sich en groupe durch solche Taten hervortut. Das wird zwar politisch korrekt nur selten gesagt, aber der Tatablauf spricht schon mal Bände.
Und nachher jheisst´s in der Urteilsbegründung, man dürfte diesen hoffnungsvollen Talenten die Zukunft nicht verbauen...

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MaliMali 15.10.2011, 21:15
11. Sooo schlecht ist die Polizei nicht!

Zitat von sedanon
...Die Polizei anzurufen kann man knicken. Bis sich die bewegen...
Ich habe letztens die Polizei gerufen, da ein Biker im Schatten seines Motorrads lag und sehr komische Laute von sich gab. Selbst angesprochen haette ich ihn auch nicht, der sah schon etwas aggressiv aus. Die Polizei war jedoch innerhalb von 5 Minuten da.

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alladann 15.10.2011, 21:16
12. Habe keinen Titel

"die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu."
"die anderen Fahrgäste hatten nur weggeschaut."

Es schreibt sich leicht, im sicheren Büro.
Da kann man dann formulieren, wie man möchte.

Mal ehrlich, wer hätte denn Lust, es mit sechs Schlägern aufzunehmen?
Sollte man das wider Erwarten halbwegs gesund überstehen,
sitzt man mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst auf der Anklagebank.

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pussinboots 15.10.2011, 21:17
13. Lall

Zitat von caligerman
Vielleicht brauchen wir eine Spezialerziehung für Jungen. Diese Art der Gewalt scheint grösstenteils ein Männerproblem zu sein.
Den Alkohol nicht vergessen, zumindest einer der Täter war alkoholisiert. Aber Alkohol ist ja ein Tabuthema, hab ich mir doch schon wieder den Mund verbrannt ...

Hoch die Tassen !

Gruß
der gestiefelte Kater

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hgm1 15.10.2011, 21:18
14. Verlassen

Ich halte das eher für ein Problem der Politik. Wenn Gewaltkriminelle nur mit dem erhobenen Zeigefinger "bestraft" werden, wenn Verkehrsbetriebe mit Blick auf die Profite der Aktionäre Personal einsparen, auf Modernisierung verzichten, keine Alarmsysteme installieren und dann noch jeder Kriminelle eingeladen ist, sich konsequenzfrei an Schwächeren abzureagieren, dann steht dies für das völlige Versagen der Politik.
Liberalismus als Argument gegen politisches Handeln vorzuschieben und den Bürger für sein Wegschauen zu tadeln ist billig. Der Bürger hat hinreichend damit zu tun, an vielen anderen Stellen für das aktuelle Versagen seiner Repräsentanten einzustehen. Man kann ihm nicht auch noch die Sicherheit im ÖPNV aufbürden, während sich Bonzen in gepanzerten Limousinen durch das zunehmend aggressive Umfeld eskortieren lassen.

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Floridaadler 15.10.2011, 21:38
15. A bisserl Mut gehört schon dazu...

Klar ist Courage nicht einfach.

Ich selber habe schon einmal mit meiner damaligen Partnerin zu einer "Unbekannten" gesagt: "Du gehörst jetzt zu uns", als sie in Frankfurt von "Bürgern mit Migrationshintergrund" belästigt wurde.

Ich gabe aber gerne zu, dass wenn schon Gewalt ausgeübt wird, das Einschätzen der Lage essentiell ist und bei 6 Gewalttätern wäre es nur dann möglich einzugreifen, wenn man Verbündete findet.

Das schreibt sich natürlich alles leichter als es dann in der Realität ist - aber weggucken ist definitiv keine Lösung.

Ich würde es begrüßen, wenn es in der Schule entsprechenden Verhaltens - Unterricht geben würde - bspw. durch die Polizei. Im Kindergarten wird ja auch gelehrt, wie man sich gegenüber "Fremden" benehmen soll. Aber da ist dann wieder die Politik gefordert und die ist ja ausreichend mit sich selbst beschäftigt. ;-)

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pussinboots 15.10.2011, 21:39
16. Technik

Zitat von hgm1
Ich halte das eher für ein Problem der Politik. Wenn Gewaltkriminelle nur mit dem erhobenen Zeigefinger "bestraft" werden, wenn Verkehrsbetriebe mit Blick auf die Profite der Aktionäre Personal einsparen, auf Modernisierung verzichten, keine Alarmsysteme installieren und dann noch jeder Kriminelle eingeladen ist, sich konsequenzfrei an Schwächeren abzureagieren, dann steht dies für das völlige Versagen der Politik. Liberalismus als Argument gegen politisches Handeln vorzuschieben und den Bürger für sein Wegschauen zu tadeln ist billig. Der Bürger hat hinreichend damit zu tun, an vielen anderen Stellen für das aktuelle Versagen seiner Repräsentanten einzustehen. Man kann ihm nicht auch noch die Sicherheit im ÖPNV aufbürden, während sich Bonzen in gepanzerten Limousinen durch das zunehmend aggressive Umfeld eskortieren lassen.
Ja die Technik. Vor einigen Jahren wurden in meiner Stadt einige (nicht alle) Busse mit Überwachungskameras ausgestattet, nachdem ein Mädchen unsittlich berührt wurde.
Jetzt hat der Fahrer einen Bildschirm über seinem Kopf hängen, auf dem die Bilder von 3 - 4 Kameras angezeigt werden. Bisher gab es deswegen noch keinen Unfall, aber ich wette, auf den Bildschirm schauen die nicht.
Modernisierungskosten also nur dann, wenn ein Alibi gebraucht wird. Und selbst das nur halbherzig, so läuft das eben.

Gruß
der gestiefelte Kater

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zackzodiac 15.10.2011, 21:47
17. ?

Die alarmierte Polizei konnte den betrunkenen Angreifer vorläufig festnehmen, bei ihm wurden ein Messer und ein Schlagring gefunden. Er ist der Polizei als Wiederholungstäter bekannt, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß.
ja gehts noch? wieder auf freiem Fuß. ich kanns nicht fassen...

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pussinboots 15.10.2011, 21:53
18. ...

Zitat von Floridaadler
Klar ist Courage nicht einfach. Ich selber habe schon einmal mit meiner damaligen Partnerin zu einer "Unbekannten" gesagt: "Du gehörst jetzt zu uns", als sie in Frankfurt von "Bürgern mit Migrationshintergrund" belästigt wurde. Ich gabe aber gerne zu, dass wenn schon Gewalt ausgeübt wird, das Einschätzen der Lage essentiell ist und bei 6 Gewalttätern wäre es nur dann möglich einzugreifen, wenn man Verbündete findet. Das schreibt sich natürlich alles leichter als es dann in der Realität ist - aber weggucken ist definitiv keine Lösung. Ich würde es begrüßen, wenn es in der Schule entsprechenden Verhaltens - Unterricht geben würde - bspw. durch die Polizei. Im Kindergarten wird ja auch gelehrt, wie man sich gegenüber "Fremden" benehmen soll. Aber da ist dann wieder die Politik gefordert und die ist ja ausreichend mit sich selbst beschäftigt. ;-)
Der Gedanke mit der Schule liegt nahe, man sollte aber nicht der Schule die Erziehung aufbürden, das ist die Sache der Eltern. Das können die Schulen auch garnicht leisten, selbst mit größtem Aufwand nicht.
Trotzdem wird an den Schulen immer noch zu wenig getan, weil es niemand so richtig angeht bzw. angehen will.
Ach ja klar, mit solchen Kinkerlitzchen geben sich unsere Politiker ja nicht mehr ab.

Gruß
der gestiefelte Kater

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Neurovore 15.10.2011, 22:01
19.

Zitat von hgm1
Ich halte das eher für ein Problem der Politik. Wenn Gewaltkriminelle nur mit dem erhobenen Zeigefinger "bestraft" werden, wenn Verkehrsbetriebe mit Blick auf die Profite der Aktionäre Personal einsparen, auf Modernisierung verzichten, keine Alarmsysteme installieren und dann noch jeder Kriminelle eingeladen ist, sich konsequenzfrei an Schwächeren abzureagieren, dann steht dies für das völlige Versagen der Politik...
Das ist kein Versagen; angesichts der Hintergründe muß man Absicht unterstellen. Mit einer (im Sinne der Menschenrechte absolut angemessenen) "Null-Toleranz-Politik" inkl. entsprechender Öffentlichkeitsarbeit wären diese extrem brutalen Gewalttaten innerhalb weniger Monate vorbei. Ganz offensichtlich will das aber keiner der Verantwortlichen...

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