Forum: Panorama
Berliner U-Bahn: Passanten ignorieren brutale Gewaltattacke auf Pärchen

Schon wieder kam es zu heftigen Angriffen im Berliner Nahverkehr, mehrere Menschen wurden verletzt. In Wedding wurde ein junges Paar von einer Gruppe Männer brutal zusammengeschlagen - die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu.

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n+1 17.10.2011, 14:00
220. Richtig

Zitat von derfflingert
Genau das, was Ihnen hier so bitter aufstösst, ist der Grund, weshalb man allen nur raten kann, sich aus solchen Raufereien herauszuhalten. Zivilcourage, Nächstenliebe, helfen wollen? Vergesst es. Wenn Sie.....
Das stimmt leider zu 100%.
Eine Möglichkeit gibts noch für schwergewichtige Kampfsportler der Spitzenklasse: Helfen und dann selber abhauen.

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lebenslang 17.10.2011, 14:03
221. ja

Zitat von mac4ever
Solche Gewalttaten sind ein letztendlich nur Aspekt "sozialisierter Verluste". Das Ergebnis dieser Umverteilung, der sich gegenwärtig die Finanzwirtschaft besonders erfolgreich bedient: 36% des Vermögens in der BRD gehört 1% der Bürger. Noch Fragen?
ja, was haben die opfer damit zu schaffen ?

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mac4ever 17.10.2011, 14:09
222. Das ist kein Widerspruch

Zitat von Landleben
Das hier im Speziellen ist kein Ergebnis von "Umverteilung" und Sozialisierung von (Bank-) Verlusten sondern Rohheit, Hass und in diesem Fall wohl auch Rassismus.
Wenn es in einer Gesellschaft zu einer Häufung solcher Erscheinungen kommt, gibt es geschellschaftliche Ursachen, die solche individuellen Verhaltensmuster begünstigen.

Man kann jegliches Verhalten auf die individuelle Schiene abschlieben, das ist genauso falsch, wie alles gesellschaftlich zu erklären.
Tatsache ist: SCHULD ist individuell.
Aber die URSACHEN, daß individuelle Schuld gehäuft auftritt, und dies ist hier der Fall, können gesellschaftlich bedingt sein und sind es auch.

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rennflosse 17.10.2011, 14:17
223. Wie die Pest

sollte man die öffentlichen Verkehrsmittel zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten meiden. Besonders wenn zu einer der Riskogruppen gehört (männlich, weiblich, jung, alt, beruftätig, Rentner, mit oder ohne Migrationshintergrund, dick, dünn, klein, groß). Das Risiko ist einfach zu groß. Nur die "schärfsten" Fälle schaffen es überhaupt in die Medien, die Dunkelziffer ist weitaus höher.

Helfen ist ein schönes Wort. Nur leider hat in Deutschland der Helfer bei Gewalttaten genau zwei Alternativen:
1. selbst verletzt oder getötet werden,
2. angeklagt und von der Justiz bestraft zu werden.

Selbst das Rufen der Polizei per Handy ist nicht zu empfehlen, weil es die Aufmerksamkeit des /der Gwealttäter auf sich lenkt. Nutzen tut es auch nichts, weil der Gewalttäter zum Zeitpunkt der Verhaftung (wenn es dazu kommt) sein "Werk" schon vollendet hat.

Überlasst die Öffis den Spinnern und fahrt Taxi oder Auto.

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Jean_Paul 17.10.2011, 14:17
224. Einfache Lösung

Zitat von AllesAufAnfang
... Aber : Die können gar nicht anders. Die Gesetze - hier die Strafprozessordnung - lassen eine Inhaftierung nur bei Vorliegen von Haftgründen zu. Als Haftgründe stehen zur Verfügung : Fluchtgefahr Verdunkelungsgefahr Absoluter Haftgrund wegen Kapitaldelikts ( Mord / Totschlag etc. ) Hintergrund ist der, dass die Untersuchungshaft lediglich der Sicherung der Hauptverhandlung dient und eine Strafe nicht vorwegnehmen darf. Die U-Haft wird durch Richter angeordnet und muss in ihrer Begründung rechtsstaatlich überprüfbar, also nachvollziehbar sein. Allein aus den o.g. Gründen. Moralische Erwägungen bleiben außen vor. Wenn der Schläger also einen festen Wohnsitz hat, gelegentlich die Schule besucht und finanziell gar nicht in der Lage ist, seinen Wohnsitz auf Kuba zu verlegen .... Dann, dann bleibt er halt frei. Weil das Gesetz es nicht anders erlaubt. Schelte an Richter, oder gar an die Polizei, die dies nicht entscheiden kann, sind also fehl am Platz. Wer sich ärgert, kann sich an seinen Abgeordneten wenden, um eine Änderung der StPO zu erwirken. Macht aber keinen Sinn. Dann würden nämlich innerhalb von wenigen Monaten einige zehntausend Körperverletzer einsitzen und teilweise an ihren Arbeitsplätzen fehlen. Soviel Haftplätze sind nicht da und wenn es denn so getan würde, hätten wir die Disskusion um den zu harten Rechtsstaat. Die Linke Mehrheit im Land würde schäumen und die Konservativen ducken sich weg. Also bleibt alles beim Alten. Zur eigentlichen Meldung .... Wer einschreitet, gefährdet sein Leben. Nichts weniger als das. Und deshalb schauen die Leute weg. Wer wollte es ihnen verdenken ?


Für schwierige Probleme gibt es aber auch ganz einfach Lösungen, natürlich wenn man politisch korrekt sein möchte bzw. muss, kann man das Kind nicht beim Namen nennen und sagen, dass die meisten U-Bahn-Schläger Kulturbereicherer sind.

Wenn man nur alle die Schläger, die KEINEN deutschen Pass besitzen, nach der ersten Straftat SOFORT ausweisen würde, hätte das eine starke Signalwirkung für die Bevölkerung, aber auch für die möglichen Täter.
Warum geht das (noch) nicht in Deutschland?
67 % der deutschen Bevölkerung ist dafür, warum kann man das nicht in einem Gesetz umsetzen?? so wie z. B. in der Schweiz und in Dänemark... zur Not per Volksentscheid....

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bumbu 17.10.2011, 14:35
225. Nothilfe ist was für Leute, denen Roussisches Roulette zu fad ist

Zitat von AusVersehen
Passanten, die einen Angriff von 6! Schlägern beobachten, schützen sich und ihr LEBEN, indem sie nicht eingreifen.
Traurig aber wahr. Wenn die Regeln die Verhaltensweise XXX bevorzugen, dann werden viele Menschen die Verhaltensweise XXX wählen. Wer sucht schon Ärger?

Zitat von AusVersehen
Wo aber liegt nun das wahre Problem? Das liegt darin, dass nach dem Gewaltverbrechen, ein noch viel größeres VERBRECHEN stattfindet, begangen von den SchreibtischTÄTERN der Justiz. Die so mirnichts dirnichts einen bereits wegen gewaltverbrechen bekannten Straftäter sofort wieder frei lassen, noch während sein Opfer im Krankenhaus liegt.
Sie vergessen hier noch den Nothelfer (wenn sich denn einer findet). Der hat von der Justiz mehr zu fürchten als der Angreifer.

(1) Erstens ist mangels Training gegenüber dem Justizapparat machtloser und reizbarer. Kein Verbrecher zu sein, ist vor Gericht oft ein Nachteil, weil man sich noch nicht an die Prozedur gewöhnt hat und sich selbst leicht ein Grab gräbt.

(2) Zweitens mögen Richter zwar nicht grundsätzlich Gewalttäter, aber sie mögen reuige Angeklagte. Wer eine anderen hilft, dabei enen Angreifer verletzt und vor Gericht selbstbewußt aber sachlich gerechtfertigt sagt „Ich habe nichts Böses gemacht und ihr seid Idioten, mich überhaupt anzuklagen“, der faßt leicht mehr Schmalz aus als ein „Ja, ich habe geprügelt aber es tut mir leid“-Wiederholungstäter.

(3) Eine Verurteilung ist für einen unbescholtenen und sich unschuldig fühlenden Menschen mit bis dato einem mehr oder minder erfolgreichen Leben eine ungleich größere Katastrophe als für einen langjährigen Kleinkriminellen, der kein bürgerliches Leben mehr verlieren kann.

All diese Aspekte kann man sehr gut am Fall von Swen H. studieren. Der Mann hat sich selbst verteidigt (in einer weitgehend alternativenlosen Situation, an der ihn keine Schuld traf) und faßte jahrelangen Knast aus, der sehr schlecht zu seinen beruflichen Plänen paßt. Der Angreifer hat keinen Beruf, den er verlieren könnte, und bekam vom deutschen Juristenlotto sogar noch Schmerzensgeld zuggesprochen.

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lieven 17.10.2011, 14:46
226. logisch

Zitat von sysop
In Wedding wurde ein junges Paar von einer Gruppe Männer brutal zusammengeschlagen - die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu.
"Er ist der Polizei als Wiederholungstäter bekannt, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß."

So lange, wie die Täter gleich wieder gemütlich durch die Landschaft gondeln, wird sich nichts ändern. Wozu die eigene Gesundheit ruinieren, wenn die Herrschaften bei den Behörden sich einen Dreck um die Opfer scheren?

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Zappa_forever 17.10.2011, 15:52
227. Gute Frage...

Zitat von Jean_Paul
Wenn man nur alle die Schläger, die KEINEN deutschen Pass besitzen, nach der ersten Straftat SOFORT ausweisen würde, hätte das eine starke Signalwirkung für die Bevölkerung, aber auch für die möglichen Täter. Warum geht das (noch) nicht in Deutschland? 67 % der deutschen Bevölkerung ist dafür, warum kann man das nicht in einem Gesetz umsetzen?? so wie z. B. in der Schweiz und in Dänemark... zur Not per Volksentscheid....
Antwort 1: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, zu seeligen Friedenskettenzeiten aufgewachsen und sozialisiert wurden und die Auswüchse, der unkontrollierten Zuwanderung nicht selbst erfahren mussten.
Antwort 2: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, es aus opportunistischen Gründen sich bei ihresgleichen nicht verscherzen wollen.
Antwort 3: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, einfach nicht wahrhaben wollen, was ist. Grund dafür: s. Antwort 1und 2.

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Tarja13 17.10.2011, 16:31
228. ...

Zitat von lieven
"Er ist der Polizei als Wiederholungstäter bekannt, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß." So lange, wie die Täter gleich wieder gemütlich durch die Landschaft gondeln, wird sich nichts ändern. Wozu die eigene Gesundheit ruinieren, wenn die Herrschaften bei den Behörden sich einen Dreck um die Opfer scheren?
Meine Güte, lassen Sie Ihren Behördenfrust doch woanders aus! Was soll die Polizei denn machen, wenn es nun mal kein Gesetz gibt, auf dessen Basis sie den Schläger einbuchten können? Die würden schon gerne, denn oft genug werden sie ja genau von derselben Klientel angepöbelt oder sogar angegriffen, aber ohne Gesetz geht es halt nicht. Beschweren Sie sich lieber bei Ihrem Wahlkreisabgeordneten darüber, dass unser Strafgesetzbuch und das Jugendstrafrecht gegen notorische Schläger als vollkommen wirkungslos ist. Beschweren Sie sich meinetwegen beim Landesjustiziminister, dass er zu wenig Richter und Staatsanwälte bezahlt, so dass es Monate bis zu einem Verfahren dauert, anstatt dass wie von allen Experten empfohlen die Strafe zeitnah und deshalb mit Bezug zur Tat erfolgt. Die Polizei wird entsprechende Gesetze sicherlich gerne umsetzen. Die hätten Schläger etc nämlich auch gern weg von der Straße.

Eines sollte man nebenbei bedenken: Es handelt sich um tätliche Angriffe, nicht um Mord oder Totschlag. Natürlich sollen solche Angriffe geahndet werden, aber eine Untersuchungshaft kommt nur dann in Frage, wenn sicher von einer anschließenden Haftstrafe auszugehen ist - und das würde ich sehr eng auslegen, weil ich es für schlimmer halte, jemand zu Unrecht einzusperren, ihm damit sein Leben zu versauen, als dass jemand ein halbes Jahr später in den Knast kommt als gut wäre. Außerdem setzt Untersuchungshaft Fluchtgefahr o.ä. voraus und das finde ich richtig so, weil ansonsten die Unschuldsvermutung faktisch außer Kraft gesetzt würde, wenn jeder Verdächtige erst mal bis zum Prozess eingeknastelt würde. Selbst in scheinbar klaren Fällen sollte man nicht faktisch schon mit dem Strafvollzug beginnen, bevor nicht ein Gerichtsurteil die Strafe überhaupt festgelegt hat.

Dann lieber höhere Kosten für genug Personal, um Verfahren in solchen relativ eindeutigen Fällen innerhalb von 2 Wochen nach der Tat abzuwickeln. Man könnte darüber nachdenken, ob man die Verfahrenskosten, die ja in aller Regel mangels Vermögen nicht vom Täter eingefordert werden können, nicht in eine Straferhöhung ummünzt - ganz bewusst ohne die Möglichkeit, diese durch Arbeit in Gefängnisbetrieben abzuarbeiten, denn das wäre in meinem Augen Zwangsarbeit.

Und dann wäre da noch das Problem, dass gerade bei jungen Gewalttätern in aller Regel das Jugendstrafrecht angewandt wird, wenn es nur irgendwie möglich ist. Ich finde, davon sollten wir wegkommen. Jugendstrafrecht für Täter unter 18, alle anderen im Regelfall nach Erwachsenenstrafrecht beurteilen. Wer als voll geschäftsfähig gilt und alt genug ist, um Auto zu fahren und zu wählen, der sollte auch sonst die Verantwortung für seine Taten voll übernehmen und nicht automatisch mit der Light-Version einer Strafe rechnen können.

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Olaf 17.10.2011, 16:43
229. .

Zitat von sysop
Schon wieder kam es zu heftigen Angriffen im Berliner Nahverkehr, mehrere Menschen wurden verletzt. In Wedding wurde ein junges Paar von einer Gruppe Männer brutal zusammengeschlagen - die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu.
Nun, nach den Berichten ging es ja auch nicht ums Helfen, sondern ums Opfern. In den anderen Fällen wurden die Helfer danach brutal zusammengeschlagen und das kann man wirklich von niemandem verlangen.

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