Forum: Panorama
Berliner U-Bahn-Überfall: Wo kein Warnschuss nützt

Wäre ein mutiger 21-Jähriger nicht eingeschritten, hätte Torben P. womöglich einen Menschen totgetreten. Den Prügelexzess auf einem Berliner U-Bahnhof nutzt die Regierung nun dafür, den Warnschussarrest für junge Gewalttäter durchzusetzen - der wäre im*Fall*P. jedoch gar nicht anwendbar.

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zxmma23 26.04.2011, 19:20
1. Aber nur ganz vielleicht...

Vielleicht solte man ueber ein oeffentliches Alkoholverbot nachdenken?

Na aber sowas, das geht doch nicht! Nur weil man damit Gewalttaten radikal einschraenken, offentliche Veranstaltungen deutlich sicherer machen koennte und die Polizei nicht jedes Wochenende in Lebensgefahr bringt wird sich doch wohl kein deutscher Staat die horrenden Einnahmen durch Alkoholsteuer entgehen lassen oder was?

Der Vorschlag ist nun wirklich laecherlich, Prost!

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Arne11 26.04.2011, 19:21
2.

Zitat von sysop
den Warnschussarrest für junge Gewalttäter durchzusetzen
Das Problem ist doch dass Gefängnis viel zu teuer ist - die Richter geben ja Bewährung nicht auch noch zum xten Mal weil sie so böse sind sondern weil es schlicht zu viel kostet. Das hat mit Gesetzen gar nix zu tun. Es ist halt billiger das Risiko eines weiteren Vergehens einzugehen. Das kostet nichts. Dazu kommt dass man in deutschen Gefängnissen besser als ne Reihe Arbeiter lebt, ein humanitäres Paradies, sozusagen als Belohnung. Der Fehler liegt in einem pervertierten Verständnis von Humanismus, einer Täter Opfer Umkehr.

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FMK 26.04.2011, 19:24
3. Wo kein Warnschuss nützt

Die Überschrift ist schon die richtige.
Doch die Schlussfolgerung die falsche.

Also noch einmal, für alle unsere Politiker und Richter zum Mitschreiben:

Die Bürger dulden es nicht mehr, dass wildgewordene Brutalos unsere Straßen bevölkern, bloß, weil selbst den "Konservativen" nur noch eine Kuscheljustiz einfällt.

Es ist mir egal, ob er rückfällig wird oder nicht.

Er gehört beim ersten versuchtem Mord für 10 Jahre hinter Gitter. Bei Rückfall 20 Jahre und danach lebenslänglich.

In diesen Dimensionen kommt vielleicht so etwas wie Gerechtigkeit auf. Und ein Hauch von Abschreckungswirkung. Und kommt mir nicht mit Statistiken, die herbeilügen, was herbeigelogen werden soll. Der gesunde Menschenverstand ist meist gar nicht so schlecht.

10 Jahre Sicherheit (auch psychologisch) für das für sein Leben gezeichnete Opfer (und damit ist nicht der Täter gemeint!). 10 Jahre Ruhe auf unseren Straßen. Und 10 Jahre Zeit, um zur Besinnung zu kommen und sein Leben neu aufzustellen.

Warnschuss. Da lachen ja die Hühner!

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Gungosh 26.04.2011, 19:27
4. Ich glaub es hackt

Ein Gymnasiast aus gutem Hause darf nach einem Mordversuch wieder nach Hause, weil es unwahrscheinlich ist, dass er verschwindet? Spielen Richter und Papa Golf zusammen oder was?

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cfweber 26.04.2011, 19:29
5. welch Hohn...

So lange man nicht mündig ist, hat man einen Fast-Totschlag also frei!
Pfui Deibel, was für ein "Recht".

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OnkelBenz 26.04.2011, 19:29
6. Käse

Zitat von zxmma23
Vielleicht solte man ueber ein oeffentliches Alkoholverbot nachdenken? Na aber sowas, das geht doch nicht! Nur weil man damit Gewalttaten radikal einschraenken, offentliche Veranstaltungen deutlich sicherer machen koennte und die Polizei nicht jedes Wochenende in Lebensgefahr bringt wird sich doch wohl kein deutscher Staat die horrenden Einnahmen durch Alkoholsteuer entgehen lassen oder was? Der Vorschlag ist nun wirklich laecherlich, Prost!
Die meisten Gewalttaten werden in Berlin von Leuten verübt, die aus religiösen Motiven gar keinen Alkohol trinken!

Salute

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neuteich 26.04.2011, 19:29
7. ...

Zitat von
Im Klartext: Ein jugendlicher Täter soll zeitnah zu seinem Vergehen spüren, was es bedeutet, im Gefängnis zu sitzen. Damit will die Koalition die Möglichkeit schaffen, parallel zur Bewährung einen Arrest zu verhängen. Nach bisheriger Rechtslage ist nur eines von beiden möglich. Der Arrest kann für die Freizeit des Jugendlichen verhängt werden oder zusammenhängend für maximal vier Wochen.
Für die Freizeit des Jungendlichen? Morgens Schule, Abends Gefängnis? Die Wirkung ist dann doch eher, dass der Jugendliche lernt ins Gefängnis ein- und auszugehen. Womöglich auch noch in der Schule prahlen "heute Abend wieder Knast". Ich denke da zeigt ein kurzfristiger "richtiger" Freiheitsentzug von 2-3 Tagen mehr Wirkung.

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BlogBlab 26.04.2011, 19:31
8. Von Singapur lernen

Zitat von
Für die Politik scheint dieser Punkt zweitrangig: Der Fall Torben P. muss nun herhalten, um den angekündigten Warnschussarrest endlich durchzusetzen.
Gemeint ist, dass der Täter noch nicht vorbestraft war und der Warnschuss für diesen Verbrecher nicht anwendbar wäre. Deshalb ist doch aber die Gesetzesinitiative nicht sinnlos. Es gab in Berlin 2010 allein 11.000 Fälle von schwerer Körperverletzung, das sind 36 pro Tag. Für die meisten Täter dürfte diese Maßnahme daher anwendbar sein. Fragt sich nur, ob sie für alle auch abschreckend genug ist. Für manche sind die deutschen Gefängnisse sehr angenehm. Vielleicht sollte man auch mal von den Asiaten lernen. In Singapur werden solche Gewalttäter mit Peitschenhieben bestraft, die Wirkung ist verblüffend erfolgreich. Das Land ist äußerst sicher.

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stberger 26.04.2011, 19:31
9. lernresistent

wer zu so etwas fähig ist, auch im rausch, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
ich trinke auch mal einen über den durst, aber deswegen fange ich noch lange nicht an, unschuldige leute zu bepöbeln oder gar brutalst zusammenzutreten.
der typ wird es immer wieder machen, und zwar dann, wenn er sich sicher ist, das er dabei nicht erwischt wird. DAS hat er am samstag gelernt.
vielleicht hilft ja eine einjährige haftstrafe zu einem sinneswandel, aber im knast kommt man ja meist erst recht auf die schiefe bahn, wenn man da vorher noch nicht war.
doch papi ist ja anwalt und lääst seine verbindungen spielen, der wird sohnemann da schon glimpflich herausholen.

ich hoffe, dieses mal nicht!

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