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Bertelsmann-Studie: Hälfte der Bevölkerung empfindet den Islam als Bedrohung
DPA

In Deutschland gibt es viele Vorbehalte gegen Muslime. Das hat eine Bertelsmann-Studie zu Demokratie und religiöser Toleranz ergeben. Die Forscher sehen aber auch viel Positives.

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taglöhner 11.07.2019, 11:34
140.

Zitat von a.vollmer
Wie sieht es mit Religion im Allgemeinen aus? Ich halte den Islam nicht für gefährlicher als jede Religion, und Fundamentalisten für extrem gefährlich egal welcher Religion sie angehören. Wieso ist die Studie so selektiv und privilegiert damit Religionsgemeinschaften wie die Church of Scientology, christliche Sekten und andere Kulte.
Es hängt vermutlich mit der Zahl, der Frequenz der Anschläge und der Anzahl der Opfer der jeweiligen religiösen Fundamentalisten zusammen, könnte das sein?

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AllesHeuchler 11.07.2019, 11:35
141. Welche Schuld?

Die Medien sind auch schuld, dass ich weder die Nazis noch die Enkel-Trick-Betrüger mag, weil jetzt (mehr) von ihnen weiß! So wie ich seit Jahren über die Unterdrückungs-Methodik in einem Macho-Patriarchat dazu lerne, das nur von Feiglingen hofiert wird, die aus Selbstschutz den Weltbürger geben und seither alles entschuldigen, was sie vorher bitter bekämpft haben! Das Christentum hat seine übelsten Gewaltexzesse hinter sich, die des Islam haben, so scheint es, gerade erst begonnen. Und mit Blick auf den Terror in der Welt frage ich, ob ich lieber zu den Schiiten oder den Sunniten konvertieren soll, massakriert werde ich sowieso, ähnlich wie damals im 30jährigen Krieg. Alles in allem so für die links-alternativen Alles-Verzeiher:
Lieber den Papst verarschen, der hat weder Öl noch Bomben noch schickt er Killerkommandos!

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theuwe 11.07.2019, 11:35
142. Ursachenforschung wichtiger als Statistiken

Es wäre psychologisch/soziologisch interessant zu ergründen, ob Inhalte radikalisieren oder ob sich Radikale ihre "passenden" Inhalte suchen. Für mich bestehen durchaus erkennbare Gemeinsamkeiten zwischen politisch Radikalen (aktuell vor allem die Rechten) und religiös Radikalen (aktuell eher die Islamisten). Es handelt sich doch in erster Linie übereinstimmend eher um den "wissens-resistenten", wenig kritikfähigen, eher einfach struktuierten Typ, der kaum zu differenzieren vermag und seine persönlich-emotionalen Defizite (Wut und Frust) mit religiösen oder politischen Inhalten rechtfertigt. Dann haben die populistischen, demagogischen Rattenfänger (ob als Priester oder Politiker) leichtes Spiel, sich ihre Gefolgschaft zu generieren.

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taglöhner 11.07.2019, 11:38
143. Overload

Zitat von BonTempi
Ehrlich gesagt ich habe Angst vor ALLEN Religionen, denn Religionen waren schon immer für Unterdrückung und der Feind des freien Willens.
Vielleicht unterscheiden Sie sich aber in Methoden und Herrschaftsanspruch?

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Little_Nemo 11.07.2019, 11:38
144. Das große Wischen

Zitat von Vhuebsch
Ein feiner Anfang wäre es ja schon, wenn endlich einmal flächendeckend zwischen „Muslimen“ und „Islamisten“ unterschieden würde.
Wo denken Sie hin? Dann wäre ja all die Mühe der Rechtspopulisten und rechten Internet-Trolle über Jahre, eben diesen Unterschied in den Köpfen der Menschen zu verwischen, umsonst gewesen. Und wohlmöglich ihr Bestreben den Unterschied zwischen "deutsch" und "Nazi" zu verwischen gleich mit.

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muunoy 11.07.2019, 11:43
145. Dann helfen Sie doch mal

Zitat von Vhuebsch
Ein feiner Anfang wäre es ja schon, wenn endlich einmal flächendeckend zwischen „Muslimen“ und „Islamisten“ unterschieden würde.
Tja, vielleicht könnten Sie dabei helfen. Ich habe sehr viel über den Islam gelesen, viel in Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung gearbeitet und auch viele Freunde und Kollegen muslimischen Glaubens. Ich kann dennoch nicht den Unterschied zwischen Islamismus und Islam definieren. Da gebe ich Herrn Erdogan Recht, der auch sagt, es gibt nur den Islam und parallel dazu keinen Islamismus.
Ach ja, ich habe nichts gegen Nachbarn oder Freunde muslimischen Glaubens, sehe den Islam aber als Gefahr an. Ein Teil meiner muslimischen Kollegen und Freunde auch. Jedoch nicht so sehr für uns, sondern in erster Linie für die Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung. Zwei Aspekte des Islam führen dort zu Problemen und machen die Religion ziemlich inkompatibel zu unseren kulturellen Vorstellungen. Leider darf man das in Deutschland nicht mehr thematisieren und auch dieser Post wird vermutlich wieder zensiert, weil er in die Kategorie "islamophob" eingestuft wird. Die Pathologisierung von Kritikern erinnert zwar an die dunkle Zeit in der deutschen Geschichte, scheint aber wieder en vogue zu sein.
Die zwei Hauptprobleme: Im Islam arabischer Prägung (nicht in Südostasien oder Persien) wird den schon ganz jungen Menschen klar gemacht, dass es ausreichend ist, ein gottgefälliges Leben zu führen, um gut durch dieses zu kommen. Weiterhin sind Muslime zumindest im Nahen Osten der Auffassung, dass Muslime höherwertig als Nicht-Muslime sind. Genaugenommen gibt es sogar eine ausgesprochene Hierarchie der Wertigkeit von Menschen, wobei man als Christ glücklicherweise noch recht weit oben in der Hierarchie steht.
Dieses sind die zwei wesentlichen Aspekte, die nach meinen Beobachtungen zu Konflikten führen, die wir mit Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften nicht haben. Es ist daher schade, dass die Bertelsmann-Studie darauf nicht eingeht und auch ein sehr eingeschränktes Blickfeld hat, weil noch nicht einmal die Weltreligion Buddhismus betrachtet wurde. Von zahlenmäßig kleineren Religionsgemeinschaften ist schon gar nicht erst die Rede. Diese sehr eingeschränkte Sichtweise und Analyse führt naturgemäß zu verzerrten und im Prinzip unbrauchbaren Ergebnissen.
Ach ja, beschämend für Deutschland ist, dass ich in einer englischsprachigen Zeitung (dort las ich häufig eine sehr intelligent geschriebene Kolumne eines Ägyptischen Gelehrten) in Kairo Kritik am Islam durch islamische Gelehrte lesen kann, die man hier als islamophob bezeichnen würde.

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Thilo_Knows 11.07.2019, 11:45
146. Toleranz ist keine Einbahnstraße

Die Nachbarschaftsfrage ist einerseits ein guter Indikator, führt andererseits aber auch in die Irre. Ich habe auch Nachbarn aus dem muslimischen Kulturkreis. Die Familie ist nett, fröhlich und gefühlt ziemlich „deutsch“. Auf Gartenfeiern wird Alkohol getrunken und abgesehen von der Oma trägt niemand ein Kopftuch. Warum sollte man gegen solche Nachbarn etwas einzuwenden haben? Aber es gibt eben auch viele ganz andere muslimische Familien und Clans. Und diese Sorte hätte ich definitiv nicht gerne als Nachbarn. Allgemein ist es nunmal Fakt, dass es unter Muslimen deutlich mehr nicht Anpassungswillige und „Problemfälle“ gibt als bei allen anderen Einwanderergruppen.

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Kunstgriffe 11.07.2019, 11:51
147. Alle Götter sind eine Bedrohung ...

.. für aufgeklärte säkulare Menschen. Sie bringen die Menschheit nicht voran, sondern hindern uns am Fortschritt.

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themistokles 11.07.2019, 11:52
148.

Zitat von taglöhner
Es hängt vermutlich mit der Zahl, der Frequenz der Anschläge und der Anzahl der Opfer der jeweiligen religiösen Fundamentalisten zusammen, könnte das sein?
So wie zum Beispiel amerikanische Präsidenten unter dem Spruch "In God we trust" stehend anderen Staaten den Krieg erklärt?

https://media.gettyimages.com/photos/president-george-w-bush-delivers-his-state-of-the-union-address-to-a-picture-id525618432

Nur so als Einwand...

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wiper 11.07.2019, 11:59
149. Hm,

Ideologien spalten Gesellschaft, Politik bedient sich Ideologie. soweit richtig. Ursache ist aber das Weltbild des Gläubigen, welches immer totalitär, rückwärtsgewandt und damit schädlich für eine offene tolerante und soziale Gesellschaft sind. Glauben ist privatsache und hat in der Öffentlichkeit nichts verloren, darf weder zum Maßstab des Handelns in einer zivilisierten und offenen Gesellschaft werden noch hat privater Glaube Anrecht auf eine Bevorzugung oder irgendwelche Rücksicht. Bzgl. des sultan Erdogan, hier ist ein durch Glaube in seinem Denken und Handeln deformierter totalitärer Geist am Werk, Sympathisanten dieses Menschen sind wohl von ebenso deformiertem Geist.

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