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Bertelsmann-Studie: Hälfte der Bevölkerung empfindet den Islam als Bedrohung
DPA

In Deutschland gibt es viele Vorbehalte gegen Muslime. Das hat eine Bertelsmann-Studie zu Demokratie und religiöser Toleranz ergeben. Die Forscher sehen aber auch viel Positives.

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accie 11.07.2019, 18:19
170.

Zitat von Bergbauernbua
Fakt ist, es gibt keine Staaten auf der Welt bei denen Muslime in der Mehrheit sind, die als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat bezeichnet werden können. Dies trifft auch auf die Türkei zu. Im Gegenteil, die muslimischen Staaten sind meist autoritär geführt, wenn es sich nicht so gar um Gottesstaaten oder Diktaturen handelt. Insoweit sind un einmal Demokratie und Islam nicht kompatibel. Deshalb teile ich die Ansicht vieler kompetenter Islamkritiker. Insoweit ist auch die Aussage von Herrn Gauck immer noch gültig: Wiki: In einem Interview mit der ZEIT im Mai 2012 distanzierte sich Gauck von der Äußerung seines Vorgängers Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland. Diesen Satz könne er so nicht übernehmen, „aber seine Intention nehme ich an. Die Absicht war die, zu sagen: Leute, bitte einmal tief durchatmen und sich der Wirklichkeit öffnen. Und die Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben. ZEIT: Wie hätten Sie den Satz formuliert, haben Sie sich das gefragt? Gauck: Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland. Ich habe in meiner Antrittsrede von der Gemeinsamkeit der Verschiedenen gesprochen. Dahinter steckt eine Vorstellung von Beheimatung nicht durch Geburt, sondern der Bejahung des Ortes und der Normen, die an diesem Ort gelten. Jeder, der hierhergekommen ist und nicht nur Steuern bezahlt, sondern auch hier gerne ist, auch weil er hier Rechte und Freiheiten hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat, der gehört zu uns, solange er diese Grundlagen nicht negiert. Deshalb sind Ein-Satz-Formulierungen über Zugehörigkeit immer problematisch, erst recht, wenn es um so heikle Dinge geht wie Religion. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Man merkt, dass Sie nicht viel im Birne haben. alle islamische Länder von den westlichen Ländern unterdrückt worden. Westen hat verhindert, dass Demokratie in den müslimische Ländern entwickelt. Das beste Beispiel 1953 hat USA demokratisch gewählte Regierung in Iran geputscht und Monarchien wiedereingeführt. Es ist heute nicht anderes. USA vor paar Jahren erste demokratisch gewählte Mursi Regierung in Ägypten geputscht und jetzt regiert der Diktator Sisi.
An ihrer Stelle erst denken, dann Schreiben. was Sie Wohl nicht.

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Little_Nemo 11.07.2019, 18:24
171. Problematische Formulierungen

Zitat von Bergbauernbua
Fakt ist, es gibt keine Staaten auf der Welt bei denen Muslime in der Mehrheit sind, die als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat bezeichnet werden können. Dies trifft auch auf die Türkei zu. Im Gegenteil, die muslimischen Staaten sind meist autoritär geführt, wenn es sich nicht so gar um Gottesstaaten oder Diktaturen handelt. Insoweit sind un einmal Demokratie und Islam nicht kompatibel. Deshalb teile ich die Ansicht vieler kompetenter Islamkritiker. Insoweit ist auch die Aussage von Herrn Gauck immer noch gültig: Wiki: In einem Interview mit der ZEIT im Mai 2012 distanzierte sich Gauck von der Äußerung seines Vorgängers Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland. Diesen Satz könne er so nicht übernehmen, „aber seine Intention nehme ich an. Die Absicht war die, zu sagen: Leute, bitte einmal tief durchatmen und sich der Wirklichkeit öffnen. Und die Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben. ZEIT: Wie hätten Sie den Satz formuliert, haben Sie sich das gefragt? Gauck: Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland. Ich habe in meiner Antrittsrede von der Gemeinsamkeit der Verschiedenen gesprochen. Dahinter steckt eine Vorstellung von Beheimatung nicht durch Geburt, sondern der Bejahung des Ortes und der Normen, die an diesem Ort gelten. Jeder, der hierhergekommen ist und nicht nur Steuern bezahlt, sondern auch hier gerne ist, auch weil er hier Rechte und Freiheiten hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat, der gehört zu uns, solange er diese Grundlagen nicht negiert. Deshalb sind Ein-Satz-Formulierungen über Zugehörigkeit immer problematisch, erst recht, wenn es um so heikle Dinge geht wie Religion. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ich halte auch nicht viel von solchen Ein-Satz-Formulierungen, wenn sie sich auf komplexere Sachverhalte beziehen. Darum halte ich auch diese Bekenntnisse, dass der Islam zu Deutschland gehöre oder eben nicht, für wenig hilfreich. Wie aber soll es gehen, dass die in Deutschland lebenden Muslime zu Deutschland gehören, ihr islamischer Glaube aber nicht? Und warum und inwiefern gehört der christliche Glaube zu Deutschland? Ist er wirklich mit der Demokratie kompatibel? Dass Pastor Gauck das findet verwundert ja nicht übermäßig, aber warum sollten wir davon überzeugt sein? Immerhin garantiert das Grundgesetz Religionsfreiheit. Und wie sieht es mit den vermeintlichen sogenannten "Biodeutschen" aus? Sind die weniger verpflichtet die freiheitlich demokratische Grundordnung wertzuschätzen? Und genießen ihren Schutz nur solange sie diese nicht negieren? Ob Herr Gauck auch den Artikel 3 des Grundgesetzes kennt, der da sagt:"(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." und "(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden." Ist es an Herrn Gauck oder an Ihnen dem etwas hinzu zu fügen, ob in einem oder in mehreren Sätzen?

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Georg_Alexander 11.07.2019, 18:34
172. Ist es so schwer?

Zitat von Bondurant
Diese Beschreibung ist ihrerseits eine Anmaßung. Wie so viele in unserer Zeit und unserer Gegend haben Sie überhaupt kein Verständnis mehr für das, was man [i]Glauben]/i] nennt, eine tiefgreifende, die ganze Persönlichkeit erfassende Überzeugung, dass es einen göttlichen Plan gebe und man selbst ein Teil davon ist, der sich gottgefällig zu verhalten habe. Wie gesagt, dass es so etwas überhaupt gibt, verstehen viele Menschen bei uns nicht mehr. Deshalb werden sie auch immer wieder von dem überrascht, was ihnen andere Menschen zumuten. Diese anderen Menschen sind aber keineswegs schlecht, sondern lediglich der festen Überzeugung, das Richtige zu tun und können gar nicht anders. Sie sollten das in Zukunft bedenken.
Das einzige, was Sie einfordern dürfen, sind universelle allgemeinverbindlichen Werte, wie sie z. B. im GG niedergelegt sind. Ihre tiefsten religiösen Überzeugungen geben Ihnen nicht das Recht, sie anderen aufzudrängen - und wenn Sie es noch so gut meinen, es ist eine Anmaßung. Halten Sie es aus.

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Bondurant 11.07.2019, 19:05
173.

Zitat von Georg_Alexander
Das einzige, was Sie einfordern dürfen, sind universelle allgemeinverbindlichen Werte, wie sie z. B. im GG niedergelegt sind. Ihre tiefsten religiösen Überzeugungen geben Ihnen nicht das Recht, sie anderen aufzudrängen - und wenn Sie es noch so gut meinen, es ist eine Anmaßung. Halten Sie es aus.
Sie verstehen das Problem nicht. Die "tiefsten religiösen Überzeugungen" geben einem Gläubigen nicht nur das Recht, sondern verpflichten ihn geradezu zu entsprechendem Handeln. Ich sage ja, dass Sie (und fast alle anderen hier) das mit dem "Glauben" nicht verstehen: wer sich im göttlichen Auftrag unterwegs sieht, kann und darf sich von irdischen Gesetzen nicht aufhalten lassen.

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joana2 11.07.2019, 19:33
174. "Der Westen hat verhindert...

Zitat von accie
Man merkt, dass Sie nicht viel im Birne haben. alle islamische Länder von den westlichen Ländern unterdrückt worden. Westen hat verhindert, dass Demokratie in den müslimische Ländern entwickelt. Das beste Beispiel 1953 hat USA demokratisch gewählte Regierung in Iran geputscht und Monarchien wiedereingeführt. Es ist heute nicht anderes. USA vor paar Jahren erste demokratisch gewählte Mursi Regierung in Ägypten geputscht und jetzt regiert der Diktator Sisi. An ihrer Stelle erst denken, dann Schreiben. was Sie Wohl nicht.
Mich hat ein arabischer Student gefragt, warum es in arabischen Ländern keine Demokratie gebe. Er hat selbst die Antwort darauf gegeben: Solange es in der Familie keine Demokratie gibt; sprich, Gleichberechtigung der Frauen, wird es auch in der Politik keine Gleichberechtigung geben. Im Islam gibt es keine Gleichberechtigung.
Übrigens hätte es unter Mursi Demokratie in diesem Sinn gegeben? Er war ein Muslimbruder!
Wenn Sie so viel "in der Birne haben", dann sollten Sie mal darüber nachdenken.

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theuwe 11.07.2019, 19:47
175. Nein, der Staat handelt und die Religion soll sich fernhalten

Zitat von Bondurant
Sie verstehen das Problem nicht. Die "tiefsten religiösen Überzeugungen" geben einem Gläubigen nicht nur das Recht, sondern verpflichten ihn geradezu zu entsprechendem Handeln. Ich sage ja, dass Sie (und fast alle anderen hier) das mit dem "Glauben" nicht verstehen: wer sich im göttlichen Auftrag unterwegs sieht, kann und darf sich von irdischen Gesetzen nicht aufhalten lassen.
In einem Rechtsstaat sollte es doch eigentlich umgekehrt sein: er darf sich von religiösen Motiven und Rechtfertigungen nicht aufhalten und beeinflussen lassen. Würde man den Gesetzen des Glaubens (whatever that means) folgen, dann hätten wir keine Menschenrechte, denn die Kirchen haben Jahrhunderte versucht, deren Verabschiedung zu verhindern. Dass heutzutage Menschenrechte gerade in islamischen Nationen flagrant ignoriert werden (aktuelles Beispiel: Brunei) ist ein trauriges Kapitel der Menschheitsgeschichte...und gerade das Beispiel der Menschenrechte zeigt den verstörenden und beschämenden Einfluss von Religionen aller Art. Zugleich muss es den demokratischen Teil der Welt, also auch D, darin bestärken, wirklich konsequent(!) den Einfluss von Religionen auf den Staat und dessen Judikative zu unterbinden. Das gilt für die christlichen Religionen, aber auch genauso für den Islam, für den es aus falsch verstandener Toleranz natürlich keinerlei Sonderrechte geben darf

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6a18fb2be1063bfd460818c4f 11.07.2019, 20:01
176. Die Bertelsmannstiftung

macht eine Studie ob sich eine Gruppe die vorwiegend Religion A angehört von einer anderen Religion, mit vielen Mitgliedern in ihrem näheren Umfeld, bedroht fühlt.
Hätte man das Ergebnis voraussehen können?

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