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Bertelsmann-Umfrage: Deutschland braucht Einwanderung, will sie aber nicht
Alexander Koerner/ Getty Images

Eine Umfrage zeigt: Eine leichte Mehrheit der Deutschen sagen, es gebe zu viel Einwanderung - und doch sei sie aus wirtschaftlicher Sicht nötig. Ein Widerspruch? Der Vorstand der Bertelsmann-Stiftung spricht lieber von Pragmatismus.

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Christian Pietsch 29.08.2019, 09:23
20.

Es gäbe da noch eine weitere Möglichkeit, wie man eine Bevölkerung aus sich heraus nachhaltig grösser machen und zugleich eine gesunde Alterspyramide aufrechterhalten kann. Erfordert aber eine Familienpolitik und ein Betreuungs-/Bildungssystem, die ihren Namen gerecht werden.

Und wieso sollte ein gut ausgebildeter Akademiker aus dem Ausland eigentlich nach Deutschland gehen? Damit er um die 70% seines Einkommens dem Staat geben soll (Einkommens-, Mehrwert-, und hundert andere Steuern).

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eisbaer68 29.08.2019, 09:28
21. Wir haben vielleicht einen Fachräftemangel

aber wir haben keinen Mangel an Menschen. Was mich vor allem wundert ist die Tatsache, dass seit geraumer Zeit über Industrie 2.0 und den damit sinkenden Beschäftigungsgrad geredet wird. Das passt irgendwie nicht zu der Mantra artigen Wiederholung, dass wir mehr Zuwanderung brauchen. Zumal Asylbewerber und Wirtschaftsflüchtlinge nicht per se auch Fachkräfte sind aber der Zusammenhang oft hergestellt wird. Zuwanderung mit Systemen wie sie Canada oder Australien hat, alles andere (Flucht etc.) ist da raus zu halten und anders zu bewerten.

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descartes 29.08.2019, 09:29
22.

Zitat von The Restless
Allerdings sollte man bevorzugt solche Menschen aufnehmen, die man wirklich braucht. Ein Punktesystem, wie es Australien hat, wäre die Lösung. Deutschland braucht junge Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler.
Handwerker gibt's Ihrer Meinung nach also im Überfluss? Und warum sollten wir diese Menschen nicht auch ausbilden und zwar nach unseren Bedürfnissen? Fertig, nach mitteleuropäischem Standard ausgebildete Arbeitskräfte kommen nicht einfach so nach D, da gibt es genug Alternativen, da müssten wir schon auch finanzielle Anreize schaffen.

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h-henz 29.08.2019, 09:29
23. Wer bezahlt ?

Zitat von The Restless
Allerdings sollte man bevorzugt solche Menschen aufnehmen, die man wirklich braucht. Ein Punktesystem, wie es Australien hat, wäre die Lösung. Deutschland braucht junge Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler.
Und in den Herkunftsländern fehlen dann die jungen Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler...
Bezahlen wir diesen Ländern die Ausbildungskosten ?
Für ein reiches Land wie Deutschland ist diese Praxis mehr als beschämend !

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kl1678 29.08.2019, 09:29
24. reife

Die jungen Menschen spiegeln nur dass klarer wider, was ihnen täglich eingetrichtert wird. Eine eigene Meinung formt sich im Allgemeinen erst ab 30 heraus.

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Christian Pietsch 29.08.2019, 09:32
25.

Zitat von handaufsherz
Dieses Land sollte sich auch mal ganz andere Fragen stellen.
Wird es noch tun.
Aber leider erst nach einer grossen, reinigenden Krise, die anscheinend notwendig ist, um die Augen zu öffnen und die Diskussion dann auf die wirklich relevanten Themen zu bringen.
Alles in allem sind wir auf solidem Wege dorthin.

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wolle0601 29.08.2019, 09:33
26. Ist doch gar nicht so schwer

eigentlich haben es diverse Kommentatoren schon benannt. Einwanderung ja, aber zielgebunden und pragmatisch. Die ideologisch getriebene absichtliche Vermischung von Asyl und Migration durch Teile von Politik und Medien sehe ich auch als toxisch. Ich vermute, diese Akteure sehen in Polarisierung Vorteile für sich (z.B. daß ein Teil des bürgerlichen Lagers politisch neutralisiert wird), aber ich denke, es ist nicht nur gefährlich, sondern auch dumm, weil es nicht lange funktionieren wird.

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MisterD 29.08.2019, 09:34
27. Wie kommen Sie auf diesen Quatsch???

Zitat von handaufsherz
Es ist klar, dass man einen hohen Anteil Zuwanderung benötigt, wenn: - keiner mehr Ingenieur / Wissenschaftler werden will (weil Mathe doof ist) - jeder nur noch 30 Stunden arbeiten möchte, ohne den Finger krumm zu machen - viele Ihren Müll nicht mehr selbst wegräumen, weil der ja schmutzig ist Dieses Land sollte sich auch mal ganz andere Fragen stellen.
dass keiner mehr Ingenieur werden will?
Die Zahl der "erwerbstätigen Ingenieure" in Deutschland ist laut Bundesagentur für Arbeit von 885.000 im Jahr 2007 auf 1,1 Millionen im Jahr 2017 gestiegen. Das ist ein Anstieg von 25% in 10 Jahren...

Die Bundesagentur für Arbeit schreibt in ihrem Bericht "Blickpunkt Arbeitsmarkt März 2019 - Ingenieurinnen und Ingenieure", dass im Maschinenbau kein Fachkräftemangel mehr erkennbar ist.

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Hank Hill 29.08.2019, 09:35
28. Eine Umfrage

sollte zuerst einmal neutral sein. Da habe ich bei der Bertelsmann Stiftung meine Zweifel. Besonders kurz vor Wahlen bringt diese Stiftung neue Ergebnisse von Umfragen. Gerade war auf n-TV ein Interview mit Orkan Kösemann dem Verantwortlichen der aktuellen Umfrage. Sein letzter Satz war: vielleicht ist das Ergebnis in einigen Jahren ja noch positiver, noch besser. Was hat diese Aussage mit Neutralität zu tun wenn es doch angeblich nur um die reinen Fakten, die reinen Zahlen geht ?

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Hans-Dampf 29.08.2019, 09:35
29.

Wenn's von Bertelsmann kommt, kennt man häufig schon das Ergebnis.
Ich spreche mich gegen Zuwanderung aus, solange Deutschland übervölkert ist:
a) Deutschland ist dicht besiedelt, man findet kaum ein Stück unberührte Natur
b) in Deutschland wird leider in die Breite statt in die Höhe gebaut
c) Wohnraumknappheit in Städten ist jetzt schon ein Problem und es ist offensichtlich, dass es die Menschen in die Städte zieht oder zumindest in die Nähe
d) Wohlstand hat nichts mit großer Bevölkerungsdichte zu tun
und vor allem:
e) auch die Einwanderer werden irgendwann alt und beanspruchen folgerichtig Rente. Bei dem jetzigen Umlagesystem brauchen wir einen stetigen Anstieg der Bevölkerung, um den alten Leute eine Rente zu ermöglichen.
.
Es hätte nichts Schlimmes, wenn Deutschland auf ein Maß von ca. 50-60 Mio. Einwohnern schrumpfen würde. Dies hätte auch auf die Umwelt positive Wirkung: weniger CO2-Ausstoß, weniger sog. Flächenversiegelung, weniger Konsum usw. usf.

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