Forum: Panorama
Besoldung von Polizeigewerkschaftern: Wendt und das Gewurschtel
DPA

Der Fall des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt sorgt für Empörung. Doch außer der Aufregung über seine Lüge vor laufender Kamera zeigt sich auch die Angst vor einer klaren Regelung - nicht nur in NRW.

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bördeknüppel 06.03.2017, 16:28
1. Was soll danze Aufregung ?

Der Bund der Steuerzahler - im Bund und in den Ländern - listet jedes Jahr Verschwendung von Steuergeldern in Milliardengröße auf !
Hat das unsere Politiker und schon `mal wirklich interssiert?
Geld kann man ja bekanntlich nicht genug haben , und es stinkt nicht

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a.maassen 06.03.2017, 16:30
2. Ja, ja, der Herr Wendt ...

... gefragt oder ungefragt hatte er mit einem lauten "Polizei" und einem genuschelten "Gewerkschaft" zu alles und jedem eine Meinung. Pizzabeläge und Fußballergebnisse, Wetter und Wahlergebnisse, nichts war vor seinen Interviews sicher. Nur zu zwei Themen hat er sich immer sehr bedeckt gehalten: Besoldung und Arbeitsbedingungen von Polizisten.
Und jetzt kommt genau dieser Alleskommentierer ins Trudeln. Köstlich. Wirklich köstlich.

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Nogger88 06.03.2017, 16:34
3. Juristisches Seminar notwendig

Der Autor verkennt den Unterschied zwischen Personalrats- und Gewerkschaftsarbeit. Genauso wie der Vergleich zur Betriebsratsarbeit ist das einfach Nonsens. Es werden hier betriebliche Interessenvertretungen mit Gewerkschaften durcheinandergeworfen, dass der juristisch nicht vorgebildete Nutzer hinterher gar nicht weiß, was für ein Quatsch da eigentlich steht. Selbstverständlich ist es fragwürdig, wenn ein Gewerkschafter vom "Gegner" bezahlt wird. Und genauso selbstverständlich ist es, dass ein freigestellter Personalrat oder Betriebsrat seine Bezüge, bzw. sein Gehalt weiterhin bekommt. Das Gesetz schützt Personalräte und Betriebsräte nämlich derart scharf, dass es gerade notwendig ist, dass diese auch finanziell unabhängig sind, selbst die gehaltliche Entwicklung von Betriebsräten ist vorgegeben. Gewerkschaften aber sind nicht Teil der betrieblichen Interessenvertretung, sie sind Vereinigungen, die über die betriebliche Ebene heraus Arbeitsbedingungen wenn notwendig mit Kampfmitteln durchsetzen können (was wiederum Betriebsräte nicht können). Bitte das nächste Mal einen Juristen den Artikel zumindest gegenlesen lassen.

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Hollowmen 06.03.2017, 16:35
4. ...

Wirklich ausgesprochen informativer Artikel, der verschiedene Seiten der Problematik beleuchtet.

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centurio5 06.03.2017, 16:35
5. Sumpf!

Die steuerfinanzierte Freistellung von Gewerkschaftsfunktionären ohne Personalratsmandat mag zwar Usus, kann aber strafbar sein, hoffentlich. Es werden für fragwürdige Interessen Mittel eingesetzt, ohne dass dies im Haushalt vorgesehen ist.
Soll man doch, wie im Artikel erwähnt, das PersVG ändern. In Berlin könnte die GdP vielleicht sogar zustimmen, hat sie doch aufgrund der bestehenden Regelung zahlreiche Freistellungen verloren. Paritätische Freistellungen entsprächen auch eher unserem deutschen Wahlsystem.

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schadland 06.03.2017, 16:38
6. Wie wärs einfach mal

nach Recht und Gesetz?

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schocolongne 06.03.2017, 16:39
7. Rainer Wendt ist eben kein Betriebsrat...

und nur für einen solchen wäre eine Freistellung bei Erhalt von Bezügen zu rechtfertigen, da der Betriebsrat, zumal als Beamter, Loyalitätspflichten gegenüber seinem Arbeitgeber hat
Rainer Wendt ist Gewerkschaftsvorsitzender, der als solcher keiner Loyalitätspflicht gegenüber dem Arbeitgeber haben darf. Das sollte immer klipp und klar getrennt werden!

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cfk.berlin 06.03.2017, 16:40
8. Äpfel und Birnen

Personalräte oder Betriebsräte haben ganz andere Aufgaben als Gewerkschaftsvorsitzende. Die höchst merkwürdige Finanzierung des Herrn Wendt mit der Freistellung von Personal- oder Betriebsräten in einen Topf zu werfen, ist deshalb unsachlich und falsch. Gewerkschaftsvorsitzende müssen in der Tat vom einzelnen Arbeitgeber unabhängig sein, und sie brauchen zeitliche Flexibilität. Deshalb sollten sie von ihren Mitgliedern bezahlt werden. Personal- und Betriebsräte haben haufenweise auf ihren konkreten Betrieb bezogene Aufgaben - für deren Erfüllung einzelne völlig zu Recht und notwendigerweise freigestellt werden.

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gammoncrack 06.03.2017, 16:46
9. Endlich mal ein Kommentar,

Zitat von Nogger88
Der Autor verkennt den Unterschied zwischen Personalrats- und Gewerkschaftsarbeit. Genauso wie der Vergleich zur Betriebsratsarbeit ist das einfach Nonsens. Es werden hier betriebliche Interessenvertretungen mit Gewerkschaften durcheinandergeworfen, dass der juristisch nicht vorgebildete Nutzer hinterher gar nicht weiß, was für ein Quatsch da eigentlich steht. Selbstverständlich ist es fragwürdig, wenn ein Gewerkschafter vom "Gegner" bezahlt wird. Und genauso selbstverständlich ist es, dass ein freigestellter Personalrat oder Betriebsrat seine Bezüge, bzw. sein Gehalt weiterhin bekommt. Das Gesetz schützt Personalräte und Betriebsräte nämlich derart scharf, dass es gerade notwendig ist, dass diese auch finanziell unabhängig sind, selbst die gehaltliche Entwicklung von Betriebsräten ist vorgegeben. Gewerkschaften aber sind nicht Teil der betrieblichen Interessenvertretung, sie sind Vereinigungen, die über die betriebliche Ebene heraus Arbeitsbedingungen wenn notwendig mit Kampfmitteln durchsetzen können (was wiederum Betriebsräte nicht können). Bitte das nächste Mal einen Juristen den Artikel zumindest gegenlesen lassen.
der das Ganze auf den Punkt bringt. Respekt!

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