Forum: Panorama
Betroffene rechter Übergriffe: "Der Hass kommt immer näher"

Seit dem Mord an Walter Lübcke diskutiert Deutschland verstärkt über rechte Gewalt. Hier erzählen Menschen, die seit Jahren beschimpft, bedroht oder bedrängt werden, von ihren Erfahrungen.

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seine_unermesslichkeit 22.06.2019, 11:00
1. Ist eine Welt ohne...

Hass denn wirklich eine schöne Welt? Ich meine, ist es denn nicht eher so, dass ein Paradies, in dem es nur noch die Liebe gibt, um so mehr den Keim eines "tödlichen Hasses" in sich trägt. In so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben. Zwischen Liebe und Hass muss es immer eine Balance geben. Wer als Liebender den Hass verbieten will, tut sich letztlich keinen Gefallen. Goethes Faust sieht das bestimmt ähnlich so. Und wer die "Biologie des menschlichen Verhaltens" von Irenäus Eibl-Eibesfeldt gelesen hat, wird mir beipflichten.

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echtermünchner 22.06.2019, 11:02
2. Vergessen

In so ziemlich jeder deutschen Familie gab/gibt es einen Wehrmachtsangehörigen. Meint man in Deutschland, 74 Jahre nachdem Krieg, dass alles vergessen sei was der Opa gemacht hat? Abgesehen davon sind 74 Jahre geschichtlich ein Wimpernschlag. Der Rassismus lebt in den Köpfen der Deutschen weiter. Schauen sie sich nur den Alltagsrassismus und die täglichen Nettigkeiten an, die man zusehen und hören bekommt (ich bin viel rumgekommen, aber so einen Rassismus wie hier habe ich nirgendwo erlebt). Nur sagt das keiner laut aus Angst sich strafbar zu machen. Deutschland ist ein Land der Nazierben. Mit dem Stigma sollte man in Deutschland versuchen umzugehen.Das bleibt solange bestehen, bis sich keiner mehr erinnern kann.

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spon-1310712841582 22.06.2019, 11:02
3. Ist doch ein Schnäppchen

einen Politiker und dessen Familie mit Morddrohungen zu überziehen https://m.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Nach-Bedrohung-von-SPD-Politiker-Neonazi-zu-Geldstrafe-von-390-Euro-verurteil. Der Täter würde indentifiziert und zu 390 € Strafe verurteilt. Lächerlich! Durch solche Strafen werden diese rechten Halter geradezu ermuntert ihren dumpfen Hass im Netz zu verbreiten.Deutsche Justiz wach endlich auf!!!

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steve_burnside 22.06.2019, 11:04
4. Man sieht an diesen Beispiele wie feige die Rechten sind.

Die meissten dieser Anschläge passieren nachts, vermummt, anonym oder in Gruppen. Keiner dieser Typen wäre Manns genug, offen und alleine seine Meinung zu sagen. Nur in der Gruppe und gegen Schwächere sind die stark, das beweisen sie dadurch immer wieder. Einfach nur erbärmlich und feige.

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chrismuc2011 22.06.2019, 11:04
5.

Gerade in sozialen Medien gibt es nicht nur Aggression aus dem rechten Spektrum. Intoleranz, Rechthaberei, Aggression, Beleidigungen, Distanzlosigkeiten allenthalben.
Da finden sich selbst in eigentlich unpolitischen BMW Foren abenteuerliche Hasstiraden Türken und Araber gegen "Stammdeutsche" und vice versa statt, dass man sich nur wundern kann.
Aber auch im alltäglichen Leben wird die eigene Meinung als seeligmachende und alleingültige Wahrheit kundgetan, dort allerdings auch durch physische Taten. Autohasser ondulieren gerne mal parkendes Blech, verzieren es mit schönen krummen Linien, Kampf ums Überleben zwischen Radfahrern, Fußgängern und motorisierten Verkehrsteilnehmern allenthalben. Aggression auf Bürgersteigen und in den Öffentlichen Verkehrsmitteln. Polizisten, Ambulanzen und Feuerwehr werden körperlich angegangen, Verletzte und Leichen bei Autobahnunfällen abfotografiert und vieles mehr.
Mit ein Problem dieser spätrömischen Dekadenz ist es, dass der Staat seine Rechtsobliegenheiten nicht mehr ausreichend wahrnimmt. Er hat nicht mehr die Rechtsgewalt in diesem Staat. Und die Justiz unterstützt Recht und Ordnung leider auch nicht, weil jedem Täter mit seinen angeblichen Traumata in der Kindheit, im Traum oder sonstwo Übertriebenes Verständnis aufgebracht wird, Mehrfachtätern immer wieder Bewährung gewährt wird oder vorzeitig entlassen werden, weil die Gefängnisse voll sind.
Wenn der Staat einknickt, wie z.B: aktuell bei der Disskussion über die Legalisierung von Nutzung von Kokain oder das nichtahnden von Fahren ohne Fahrschein in den Öffentlichen, dann muss man sich nicht wundern, wenn sich keiner mehr an irgendeine Regel hält sondern jeder seine Regeln dahin verschiebt, wo er seinen Egoismus, seinen Narzismus und seine Ellenbogenmentalität rigoros ausleben kann.

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hertha.bauer 22.06.2019, 11:04
6. Na endlich dämmerts

Es musste erst soweit kommen, daß ein Mann aus der CDU-Politik ermordet wurde von eben einem (oder mehreren) ebenfalls aus der rechten politischen Welt, ehe die Seehofers merken, daß der Rechtsradikalismus keine Tugend ist.
Er ist immer schon die schlimmste und gefährlichste Krankheit des Menschen auf dieser Erde und hat sämtliche Kriege zu verantworten.

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abc_bis_z 22.06.2019, 11:04
7. Solange Einseitigkeit die Devise ist, wird es schlimmer werden

Solange die Devise totale Einseitigkeit in weiten Teilen von Politik & Journalismus ist, wird sich ein immer größer werdender Teil der bürgerlichen Mitte immer weniger für die Opfer solchen Hasses interessieren. Die Redakteue von SPON wissen das, da bin ich mir sicher - dennoch scheint deren Devise zu sein: "desto mehr Hass & Gewalt & Gewaltopfer & Tote, desto einseitiger und selektiver wollen wir berichten und schreiben". Bin gespannt, ob jemals im Spiegel Betroffene von islamistischer Gewalt im Spiegel zu Wort kommen dürfen. Oder einfach nur Betroffene von muslimischem Hass auf Deutsche und Ungläubige. Bin mir zu 99% sicher, dass weiterhin beim Spiegel die Devise gilt: "Nein!"

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ingnazwobel 22.06.2019, 11:06
8.

Der Staat sollte sich endlich mal daran erinnern wie er gegen die RAF und DKP vorgegangen ist und sollte dies auch gegen die Rechtsterroristen und deren Unterstützer wie die NPD, AfD etc. anwenden. Das heißt Öffentlichkeitsfahndung, diese Taten als Terroristischen Anschlag definieren bzw. bestrafen und auch Berufsverbote für deren Unterstützer.

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Anandamid 22.06.2019, 11:08
9. Ich habe ja immer noch nicht recht verstanden

...warum man jetzt auf einmal "Respekt" vor Nazis haben sollte. Selten dämliche Idee und ich habe 0 Respekt.

Mein ja nur ;-)

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