Forum: Panorama
Bevölkerungsentwicklung: Deutschland hat so viele Einwohner wie noch nie
Sven Hoppe/ DPA

Die Einwohnerzahl Deutschlands hat eine historische Marke überschritten - vor allem wegen eines deutlichen Bevölkerungszuwachses in einigen Bundesländern. In anderen Regionen wird es hingegen immer leerer.

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Europa! 27.06.2019, 10:44
1. Platz da!

Mal ganz abgesehen von der Frage, wer sich da drängelt, finde ich West- und Süddeutschland inzwischen total überfüllt. Das Weichbild der Städte und Schlafstädte geht ineinander über. Mit der Zahl der Bewohner wächst die Zahl der Autos und Straßen, nirgendwo gibt es stille Winkel oder freie Natur. 525 Menschen pro Quadratkilometer in NRW, 308 in Baden-Württemberg, von den Stadtstaaten (Berlin 4052, Hamburg 2430, Bremen 1750) zu schweigen. Man muss sich nicht wundern, dass Wohnungspreise und Mieten steigen und die Aggressionen wachsen. "Überbevölkerung" ist nicht nur eine Frage der Einkommen.

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bluebill 27.06.2019, 11:08
2. Alles ganz normal

Es ist nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Menschen in die sog. Ballungsräume begeben, oder zumindest in deren Nähe. Es gibt Arbeitsplätze , Geschäfte, medizinische Versorgung, Kultur, öffentlichen Nahverkehr, alles in Reichweite. Da wandern naturgemäß Menschen aus anderen Regionen zu, in deren Herkunftsregion es nicht so günstig aussieht. Jedes Lebewesen ist nun mal bestebt, sich und seine Art zu erhalten. Und der Mensch ist ein Herdentier, er will immer da sein, wo andere sind. Manche Regionen werden dadurch zunächst leerer. Aber genau das kann später auch zu ihrem Vorteil werden, wenn die Wohlstandsregionen übervölkert sind. Allerdings nur, wenn sie über eine intakte Infrastruktur verfügen. Solange Strom- und Datenleitungen, öffentliche Verkehrsmittel, Krankenhäuser etc lediglich nach ökonomischen Gesichtspunkten verteilt werden, ist die Abwanderung ein Teufelskreis. Noch weniger Einwohner bedeutet dann eben noch mehr Funklöcher, noch weniger Bahnhöfe, noch schlechter getakteter Busverkehr, und das kleine Krankenhaus wird geschlossen, weil der Mutterkonzern es unrentabel findet. Also keine Chance auf Tourismus, Gewerbeansiedlung, Zuwanderung. Das ist aber alles hausgemacht und kein seltsames Naturphänomen.

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ayberger 27.06.2019, 11:20
3. Es ist erfreulich,

daß deutsche Akademiker-, Mittelstands-, Handwerker- und Arbeiterfamilien wieder mehr Kinder bekommen, da macht sich die Familienpolitik echt positiv bemerkbar, Dank an die Regierung ...

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rosenrot367 27.06.2019, 11:25
4.

Ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht? Ich tendiere dazu, sie als eine schlechte zu bewerten - wie schon ein Vorposter schrieb: mehr Menschen = mehr Autos, mehr Bauten, mehr Strassen, weniger Natur. Klar, in den Großstädten wird es immer enger - geht es so weiter, haben wir in 20 Jahren chinesische Verhältnisse.
War im letzten Monat im Westen der USA - diese Weite, diese Natur = wunderbar, unglaublich schön. Wenn ich bedenke, dass Deutschland flächenmäßig so groß wie Montana ist und 83 Mio Einwohner hat....Montana hat ca. 1,1 Millionen.....

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malcom1 27.06.2019, 11:28
5.

Ist es nicht auch Aufgabe der Industrie in diesen Gebieten Arbeitsplätze zu schaffen? Allein schon des sozialen Friedens willen. Außerdem würde es den Wohnungsmarkt entspannen. Die Schaffung dieser Arbeitsplätze durch doch heute durch die modernen Kommuniktsions Wege kein Problem darstellen.

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pjotrmorgen 27.06.2019, 11:34
6. Wahrscheinlich sind es deutlich mehr Einwohner

Der Zensus lief in Deutschland 2011 so ab: Die Erhebungsbeauftragten besuchten vom 9. Mai bis 31. Juli zufällig ausgewählten Haushalte und befragten dort wohnende Bürger mit Hilfe eines Fragebogens, insgesamt höchstens 10% der Gesamtbevölkerung. Der Fragebogen konnte auch eigenhändig ausgefüllt werden und an die Erhebungsstelle übermittelt werden. Es ist mehr als offensichtlich, dass viele Bürger aus rechtlichen Gründen (Kriminelle), Faulheit oder Ablehnung des Zensus falsche Angaben machten oder nicht antworten würden. Genaue Daten kann nur ein vollständiger Registerzensus liefern, bei dem all Doppeleinträge abgeglichen werden. Der Vergleich mit den Melderegistern ergab dann auch teilweise enorme Diskrepanzen, was zu vielen Klagen der Städte und Gemeinden gegen das Zensuverfahren führte. So kann von durchaus 2 Millionen mehr Einwohnern ausgegangen werden.

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isar56 27.06.2019, 11:34
7.

Zitat von Europa!
Mal ganz abgesehen von der Frage, wer sich da drängelt, finde ich West- und Süddeutschland inzwischen total überfüllt. Das Weichbild der Städte und Schlafstädte geht ineinander über. Mit der Zahl der Bewohner wächst die Zahl der Autos und Straßen, nirgendwo gibt es stille Winkel oder freie Natur. 525 Menschen pro Quadratkilometer in NRW, 308 in Baden-Württemberg, von den Stadtstaaten (Berlin 4052, Hamburg 2430, Bremen 1750) zu schweigen. Man muss sich nicht wundern, dass Wohnungspreise und Mieten steigen und die Aggressionen wachsen. "Überbevölkerung" ist nicht nur eine Frage der Einkommen.
Danke. Sie waren schneller als ich. Mit der Zahl der Bewohner wachsen zudem: fehlende Schul- und Kitaplätze, Coffe-to-Go- Becher, Müll, Plastik und Einwegabfälle, der Bedarf an Nahrungsmittel, die zu einem Drittel im Müll landen, der Verbrauch natürlicher Ressourcen wie Wasser, Sauerstoff u.v.m. Und - Sie schreiben es - die Aggressionen werden nicht reduziert. Da sind wir Menschen der Tierwelt ziemlich ähnlich. Wir schaffen es diesem herrlichen Planeten den Garaus zu machen. Lösung? Mir fällt keine ein. Jeder Mensch hat seine Daseinsberechtigung.

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karl-felix 27.06.2019, 11:41
8. Ich

Zitat von Europa!
Mal ganz abgesehen von der Frage, wer sich da drängelt, finde ich West- und Süddeutschland inzwischen total überfüllt. Das Weichbild der Städte und Schlafstädte geht ineinander über. Mit der Zahl der Bewohner wächst die Zahl der Autos und Straßen, nirgendwo gibt es stille Winkel oder freie Natur. 525 Menschen pro Quadratkilometer in NRW, 308 in Baden-Württemberg, von den Stadtstaaten (Berlin 4052, Hamburg 2430, Bremen 1750) zu schweigen. Man muss sich nicht wundern, dass Wohnungspreise und Mieten steigen und die Aggressionen wachsen. "Überbevölkerung" ist nicht nur eine Frage der Einkommen.
finde, solange Sie sich als normal empfinden ist doch alles in Ordnung . Niemand zwingt Sie, auch nur einen Tag älter zu werden .
Sie sind das Problem , Sie erreichen ein methusalemsches Alter und füllen damit Deutschland mit Greisen .
An den Neugeborenen liegt es nicht. Die sind viel zu wenige um das Aussterben der deutschen Eingeborenen zu verhindern . Man kann es so ausdrücken : Die eingeborenen Akademikerinnen schaffen Deutschland ab . Die Bevölkerungsvoraussage nennt noch 76 Millionen Deutsche in 2060 . Ohne Zuwanderung stirbt Deutschland sehr schnell aus. Die eingeborene Deutsche ist im Schnitt 46 Jahre alt .

Sie vergassen : Die grossen Flächenländer sind kaum besiedelt mit Ausnahme von NRW , in allen anderen können Sie tagelang laufen ohne einem Menschen zu begegnen . Sie müssen nur den Hintern mal aus dem Sessel lüften und vor die Türe gehen und das Auto stehen lassen . Nur bei ALDI und Ikea kommen Sie auf die Idee der Überbevölkerung .

In einem haben Sie Recht: Ohne die Autos sind die Menschen in Deutschland kaum bemerkbar . Die fürs Wohnen benötigte Fläche ist kaum grösser als die, die der Strassenbau gefressen hat . Keine 4% unseres Landes . Mehr als 4 Fünftel unseres Landes nehmen Pflanzen ein.
Mit am dünnsten besiedelt ist Süddeutschland. Bayern, das mit Abstand grösste Bundesland, mit weniger als 200 Menschen pro Qkm liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Trotz seiner vielen Großstädte.

500.000 Bürger aus Wanderungsgewinn jedes Jahr könnten unseren Bevölkerungsverlust ausgleichen . Aber woher nehmen , wenn nicht stehlen ? So ein Glück wie 2015 , als genügend Menschen freiwillig zu uns kamen hat man nur alle Jahrzehnte einmal. Das sind viel zu wenige um unser demografisches Problem zu lösen .

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andre_36 27.06.2019, 11:47
9.

Zitat von malcom1
Ist es nicht auch Aufgabe der Industrie in diesen Gebieten Arbeitsplätze zu schaffen? Allein schon des sozialen Friedens willen. Außerdem würde es den Wohnungsmarkt entspannen. Die Schaffung dieser Arbeitsplätze durch doch heute durch die modernen Kommuniktsions Wege kein Problem darstellen.
Aufgabe der Industrie ist es, durch Produktion von Konsumprodukten die Gewinne der Oberschicht zu gewährleisten. Man sollte das Wirtschaftssystems seiner Heimat schon kennen.

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