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Beziehungsweise: Mann am Herd ist Goldes Wert
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Was haben Jamie Oliver und Tim Mälzer bloß mit den Frauen angestellt? Die verlangen jetzt von ihren Freunden, mit ihnen zusammen zu kochen. Lange und genießerisch. Dumm nur, dass für Männer ziemlich viel dagegen spricht.

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imperator.maximus 11.09.2012, 00:59
80.

Super Artikel!

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gdkuc 11.09.2012, 01:00
81. Trifft den Nagel auf den Kopf!

Ich habe den Artikel von meiner Frau empfohlen bekommen - und warum? Ganz einfach, weil er 1:1 auf uns zutrifft. Und ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Männer GENAU so denken, wie der Autor beschreibt.
(Zumindest könnte ich in meinem Freundeskreis auf der Stelle 10 Männer nennen, die genau so denken) Der Artikel ist einfach nur erfrischend direkt. Es hat absolut nichts damit zu tun, dass Männer nicht kochen können, sondern letztendlich die meisten nicht kochen WOLLEN! Der Autor hat absolut recht, wenn man die ganze Kocherei rational betrachtet - 2 Stunden Aufwand für 10 Minuten essen. Das ist es (mir) einfach nicht Wert. Jaaaaa - Ausnahmen bestätigen die Regel. Höchstwahrscheinlich hat es auch etwas mit dem Alter zu tun. Oder wollt ihr mir alle sagen, dass ihr (sofern ihr studiert habt) zu der Zeit immer groß gekocht habt?

Dass alle Männer, die kochen, häßlich sind steht letztendlich auch nicht drin. Es steht - zugegebener maßen überspitzt und demzufolge auch perfekt passend zum Gesamtbild des Artikels - drin, dass alle ein Defizit haben. Dabei geht es meiner Meinung nach gar nicht konkret nur um das Essen kochen, sondern auch allgemein um die Tatsache, dass viele Männer von ihren Frauen domestiziert werden und diese "gemeinsamkeits-Events" hauptsächlich ihren Frauen zuliebe tun. (Dies erachte ich ebenso als defiizit und sitimme mit dem Autor überein! Männer traut euch einfach zu euren Ansichten zu stehen! Wenn es wirklich kochen ist, was ihr gern tut - super dann ist das so - aber tut nicht so, als würdet ihr es wollen, um eine Frau rumzukriegen/ Ärger zu vermeiden.)

So, das musste jetzt einfach mal raus (sogar noch um die Uhrzeit), nachdem ich nur negative Kommentare zu diesem Artikel lesen musste.
Peter, weiter so!

PS: Morgen früh werde ich mir erst einmal eine Tiefkühlpizza in den Ofen stecken. Mein Aufwand: ca. 30 Sek. Ergebnis: 10 Minuten Genuss 6 Stunden Sättigung - das nenne ich Effizient! ;)

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whatfor 11.09.2012, 10:34
82. Falsch verstanden

Nicht zu fassen, welch mittelalterliches Gehabe einige Foristen hier an den Tag legen.

"2 Stunden Arbeit für 10 Minuten Essen" ist einigen Typen (das Wort "Männer" wäre hier schon zuviel der Ehre) nicht "effizient" genug. Erstens kann man, wenn man nur etwas Ahnung hat, auch innerhalb von zehn Minuten etwas sehr Schmackhaftes auf den Tisch zaubern, und zweitens ist es einfach nur billig, den Wert einer Sache an dem zu messen, wie lange die Vorbereitung in Hinblick auf den Konsum dieser Sache gedauert hat. Oder schauen sich diese Typen keine Filme an, weil ein Film in 1,5 Stunden angeschaut ist, aber der Dreh mehrere Monate gedauert hat? Oder geht "Mann" nicht auf ein Konzert einer Band, das "nur" 2 Stunden dauert, obwohl diese Band Jahre gebraucht hat, um hochzukommen und eine Tour machen zu können?
Aber wenn die Frauen 2 Stunden in der Küche stehen, haben diese Typen offenbar kein Problem mit der "Effizienz" ...

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sponcon 11.09.2012, 10:34
83. Ja was bloß?

Zitat von sysop
Was haben Jamie Oliver und Tim Mälzer bloß mit den Frauen angestellt? Die verlangen jetzt von ihren Freunden, mit ihnen zusammen zu kochen. Lange und genießerisch. Dumm nur, dass für Männer ziemlich viel dagegen spricht.
Zwei Spitzen-/Sterneköche zeigen uns, wie man seine Nahrung attraktiv zum Verzehr bringen kann, außerhalb von den Fastfood-Anbietern. Essen als eine Art von Kultur und Zusammensein. Eigentlich die Art, die notwendige Energieaufnahme für unseren Körper genussvoll zu zelebrieren.
Warum sieht man im Fernsehen wenige Spitzen-/Sterneköchinnen? Sie gibt es auch. Spitzen-/Sternekoch ist aber ein Knochenjob. Wobei bestimmt hinter jedem erfolgreichen Spitzen-/Sternekoch eine starke Frau steht.
Gemeinsam kochen ist toll, solange es nicht an einem Gericht erfolgt. Ein Menü gemeinsam zu kreieren, ist wundervoll.
Wenn ich Sonntags früh aufstehe, für unsere Familie die Brötchen backe, meine Grazien dann noch etwas verschlafen in der Tür stehen und es duftet nach frischen Brötchen und Kaffee, was will man mehr. Das schafft man nicht mit Tiefkühl-Aufbackware oder anderen, manchmal aus undefinierbaren E-Kompositionen zusammengesetzten Waren.
Essenszubereitung als Lebenserhaltung und zugleich Kultur ist doch eigentlich in der Priorität unseres Lebens sehr weit oben stehend.

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rimbaud28 11.09.2012, 16:00
84. Gru-se-liger Mario Barth-Style

Bitte liebes Spon, wie lange lesen wir noch Peter Petschek? Es ist quälend, immer wieder in den Alltag von zwei anscheinenden Zwangsneurotikern wie Peter Petschek und Frau Partnerin Einblick zu bekommen - auch wenn dies mit lauter "Vorsicht Humor!"-Geste vorgetragen wird. Die meisten Menschen der Generation Peter Petschek schaffen es doch zum Glück, recht cool und wertschätzend miteinander umzugehen ... auch wenn sie verschiedenen Geschlechts sind.

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albert schulz 11.09.2012, 22:00
85. Respekt, Respekt

64 Zitat von LeBigMacke
"Warum seid Ihr überhaupt in einer Partnerschaft?"
Die Frage läßt sich nicht beantworten. Das regeln die Frauen, ohne Männer zu fragen. Sie fragen auch nicht, wenn sie sich scheiden lassen. Das können sie alles alleine. Ob sie kochen oder nicht entscheiden sie auch. Ob sie kochen können, ist recht nebensächlich. Männer fressen das Zeug.

Ich kenne ein paar Männer, die ihre zumeist jüngeren Frauen und die Kinder bekocht haben. Die Ehen wurden alle erfolgreich geschieden. Und die Kinder und die Kocherei blieben an den Männern hängen. Und das haben sie locker weggesteckt. Sie hatten was zu tun. Geld hatten sie zum Glück auch.

Das Witzige war eigentlich, daß die Frauen annahmen, daß sie wieder ähnliche Trottel finden würden. So wahnsinnig klug scheinen diese engelsgleichen Wesen nicht zu sein. Und da sie auch nicht kochen können, ist die Legitimierungsfrage unausweichlich.

78
Zitat von brainiac-it
Ich brate Steak besser als meine Frau.
Das ist eine wahnsinnig komplizierte Kunst. Unzumutbar für Frauen. Anderthalb Minuten je Seite, und Salz und Pfeffer. Der Gourmet Loriot hat die Problematik anhand eines gekochten Eis längst erschöpfend abgehandelt und erklärt. Die überragende weibliche Technik hat er dabei auch erläutert.

Wissen Sie auch, wie lange Nudeln, Reis Kartoffeln zu braten und zu backen sind ? Oder gehören Sie zu den erklärten Ignoranten, die es mit Kochen versuchen ?

78
Zitat von brainiac-it
Bei den ersten drei Rendezvous habe ich gekocht. Mit Er-folg.
Und ich wurde bei ihren Müttern zum Essen eingeladen. Die konnten kochen, und haben mich mit ihrem Charme förmlich eingestampft. Das habe ich natürlich als Qualitätsnachweise der Töchter aufgefaßt. Sie könnten das auch habe ich gemutmaßt. Ich bedauerte noch heute, mich nicht für diese Schwiegermütter entschieden zu haben. Auch damals war ich unsicher.

Kochende Frauen war mal. Oder nette.

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gdkuc 12.09.2012, 01:41
86. Re: Falsch verstanden

82. Wieso MITTELALTERLICHES Gehabe? Wir leben im 21. Jahrhundert - in einer Gesellschaft, die von Effizienz lebt! In allen

Unternehmen finden permanente Prozessoptimierungen statt. Warum da Zeit für's Kochen "verschwenden"? Aber freut mich, dass

ich dich damit "erreicht" habe ;)!
"...kann man, wenn man nur etwas Ahnung hat, auch innerhalb von zehn Minuten etwas sehr Schmackhaftes auf den Tisch

zaubern..." Mit deinen eigenen Beispielen - die, schon mal vorweggegriffen, alle falsch sind; dazu aber gleich mehr -

widersprichst du dir selbst. Um Ahnung zu haben muss man lernen/üben. Dies kostet ebenfalls Zeit - analog zu deinem Beispiel

mit den Mitgliedern einer Band... Man kann aber im Allgemeinen davon ausgehen, dass Mann eben nicht immer ein Kochprofi ist.

Dazu möchte ich auch gerne noch auf die 10 Minuten eingehen. Das glaube ich nämlich ebenfalls nicht - sofern du nicht ein

Kochprofi bist - aber selbst dann wird's knapp. Natürlich immer unter Berücksichtigung, dass friche Zutaten verwenden werden,

da das resultierende Gericht ja sonst nicht besser wäre, als die verpönte Tiefkühlpizza. Das Kaufen der besagten FRISCHEN

Zutaten, kostet - um jetzt beim Beispiel Tiefkühlpizza zu bleiben, aber auch grundsätzlich - ebenfalls mehr Zeit.

Zudem erzählen alle (möchtegern) Kochprofis gern, dass die Zubereitung nur 10 Minuten dauert. Misst man aber wirklich mal die

Zeit, braucht im Allgemeinen ein Essen, bevor es fertig auf dem Tisch steht, ca. 30 Minuten.

"... ist es einfach nur billig, den Wert einer Sache an dem zu messen, wie lange die Vorbereitung in Hinblick auf den Konsum

dieser Sache gedauert hat." Ich glaube DU hast da was falsch verstanden. Ich messe doch nicht das Essen (also die Sache) sondern die Tätigkeit (also das Kochen). Der Wert des Essens steigt natürlich in einem bestimmten Verhältnis zum Aufwand durch die Zubereitung - dem stimme ich voll und ganz zu (sonst gäbe es keine Restaurants). Der gewonnene Nutzen (in dem Fall die Sättigung) allerdings nicht. Wäre der Aufwand zur Bearbeitung eines Gutes höher als der resultierende (individuelle oder Markt) Wert, wäre die Bearbeitung sinnlos. Somit ist es nicht "billig" sondern rational!

Demzufolge sind all deine Beispiele falsch. DIESE Typen schauen sich den Film von 1,5 Stunden GERNE an, weil sie ihn ja schließlich nicht PRODUZIEREN mussten. Der Aufwand um diesen Film zu schauen war ebenfalls minimal, denn entweder lief dieser im Fernsehen und der Aufwand bestand nur darin den richtigen Kanal einzusachlten, oder der Film musste erst besorgt, eingelegt und abgespielt werden. Im zweiten fall wäre der Aufwand höher, wahrscheinlich aber immer noch unter den 1,5 Stunden ;).

Und um jetzt wieder zurück zum eigentlichen Hauptthema zu kommen. Ja ich bin immer noch der Meinung, dass die Mehrheit der

Männer nicht gerne kochen (u.A. aus bereits beschriebenen Gründen). Es gibt nunmal zwischen Männern und Frauen, trotz

Emanzipation, immer noch Verhaltensunterschiede (zum Glück). Z.B. würde ich jetzt mal behaupten, dass die MEHRHEIT der Frauen

nicht gern Fußball schaut. Oder dass die MEHRHEIT der Frauen gerne shoppen geht, die MEHRHEIT der Frauen ein Fabel für Schuhe

hat, usw. Wohlgemerkt, die MEHRHEIT - NICHT ALLE!

Übrigens, meine Frau kocht gerne und darüber freue ich mich jedes Mal aufs Neue. Und klar helfe ich ihr auch, wenn sie es

wünscht - eines ist dabei aber immer klar - mit Spaß hat das nichts zu tun. Ich tue es, weil ich sie liebe und sie

unterstütze. Der unterschied ist aber, dass ich offen damit umgehe dass ich es ungern tu, was - und das stellt der Autor nunmal herrlich überspitzt dar - bei so manchen männlichen Bekennern der Kochliebe eben nicht der Fall ist.

Schlussendlich: "Aber wenn die Frauen 2 Stunden in der Küche stehen, haben diese Typen offenbar kein Problem mit der "Effizienz" ..." Nein, absolut nicht - denn sie sitzen schließlich 1,5 Stunden vor dem Fernseher, düdeln dann noch eine halbe Stunde rum und setzen sich anschließend an den gedeckten Tisch ;)! (Ihr armen, armen, unterdrückten Frauen...) Jetzt aber mal im Ernst: Muss tatsächlich wieder die Emanzen-Geschichte ausgekramt werden?!?! Niemand hat je behauptet, dass die Frau (2 Stunden) kochen MUSS!!!!! Es geht rein um die Aussage, dass MÄNNER nicht gerne kochen (was keine Implikation dafür ist, dass Frauen deswegen für sie kochen MÜSSEN. Wenn meine Frau nicht mehr kochen würde (was sie übrigens nur am Wochenende tut) würde ich in ein Restaurant oder eine Kantine gehen und ja, sogar Fertiggerichte essen! Die "Mannheit" würde also ohne kochende Frauen definitiv nicht untergehen ;)! )

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albert schulz 13.09.2012, 16:32
87. Panoptikum

Soweit mir bekannt sind die Männer die Klammeraffen und Kletten. „Mami bleib da.“ Die Vorstellung alles gemeinsam zu machen ist eine Schimäre, ein rein ideologischer Hirnfurz, der als Ideal ausgegeben wird, tatsächlich aber ein reines Hirngespinst ist. Ein Popanz, um den Männern ewige Harmonie vorzuspielen.

Frauen wollen normalerweise niemanden in der Küche haben, wenn sie kochen. Kartoffeln schälen, Zwiebeln schneiden und eventuell Salat anmachen ist erlaubt, und nachher spülen, kehren, aufräumen. Allein und ohne weiblichen Trost.

Ich kann mich an eine langjährige Ehefrau erinnern, Akademikerin, die die am häufigsten benutzten Gegenstände ins unterste Fach ganz nach hinten räumte, und zwar grundsätzlich. Und ich habe das Geschirr in Brusthöhe vorn einsortiert, was bei ihr zu wahnwitzigen Frusterlebnissen und inneren Tobsuchtsanfällen führte. So durfte ich zeitenweise nicht mehr abwaschen.

Ich kann mich ohnehin nur an wenig erinnern, was sich auf Dauer in Gemeinschaftlich ereignet hat. Bei Besuchen bildete sich stets die kommunikative Damengruppe, während die Männer ihr langweiliges Heil im Saufen suchten. Eingekauft wurde nur anfangs gemeinsam, sie haßte mein Urteil aus tiefster Seele, sogar meine unverhohlen hämischen Blicke. Das gemeinsame Essengehen hielt sie für überteuert. Theater fand sie uninteressant. Was blieb, waren die langen Spaziergänge am Wochenende, Abendessen, Vögeln und der sogenannte Urlaub. Im Grunde keine gemeinsamen Tätigkeiten, aber man war zusammen.

Gemeinsam kochen ist in etwa so realitätsnah wie gemeinsam kacken. Es gibt auch kein Team, in dem „gemeinsam“ gearbeitet wird. Jeder bearbeitet für sich einen Teilbereich. Die üblen Schwätzer stehlen Einem dabei die Zeit. Und die faulen Säcke versuchen alles den Kollegen rüberzuschieben.

Der Honeymoon dauert ein paar Wochen bis zu zwei drei Jahre, aber dann ist Schluß mit dem vorgespielten Harmoniegedöns, die meisten Bereiche werden nüchtern abgearbeitet. Die nächtelangen Gespräche werden immer seltener, vom Beruf erzählt man wenig bis nichts. Und wenn Kinder da sind, sieht man sich ohnehin kaum, weil Madame diese dauernd hin- und herfahren muß. Meist an Stellen, wo sie rein zufällig andere Freundinnen trifft, und dann kann man sich dem einzigen sinnvollen Lebenszweck widmen, und zwar dem „Frauengespräch“.

Die konventionellen Frauen sahen im Kochen übrigens ihre Daseinsberechtigung, das war ihr Reich. "Liebe geht durch den Magen." Die moderne Frau kann gar nicht mehr kochen. Und das Lieben der Männer dürfte sie selten zu Begeisterungsstürmen veranlaßt haben. Frauen sind nämlich die einzigen, die Liebe definieren können. Und machen.

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