Forum: Panorama
BGH-Entscheid zu Kuckuckskindern: Mütter müssen Namen des Vaters preisgeben

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Männern gestärkt, denen ein*Kind untergeschoben wurde: Eine Frau*darf*den Namen des wahren Erzeugers nicht verschweigen. Geklagt hatte ein 49-Jähriger, der Unterhalt für ein Baby zahlte, das nicht seines ist.

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dogs 09.11.2011, 21:34
300. Kindsunterhalt

Zitat von GetulioV
.. Das ist das Geld des Kindes, lediglich zu Händen der Mutter ausgezahlt... Wenn mann also etwas zurückfordert, dann vom KIND, zu dessen Zwecken das Geld alleine dient...
Nach dieser Logik könnte eine Mutter - weil sie gerade keinen Unterhalt bekommt - das nötige Geld auch aus der Haushaltskasse ihrer Nachbarn stehlen und sich dann auf den Standpunkt stellen, die unfreiwillig zur Kasse Gebetenen könnten sich das Geld ja vom Kind wiederholen oder den säumigen Kindsvater verklagen...

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GetulioV 09.11.2011, 21:35
301. ...

Zitat von Michael Giertz
Man hat's geändert, sehr zum Nachteil der männlichen Betroffenen. Wäre ich jetzt der Gehörnte, möchte ich einfach auch keinen Unterhalt zahlen wollen, so einfach ist das.
Ohne Frage steht in Unterhaltsfragen meist der Mann schlechter da. Aber das hat nichts mit der Abschaffung des Schuldprinzips zu tun, eher im Gegenteil. Seinerzeit war das Problem eher der reifere Herr, der mit der Sekretärin durchbrannte als die fremdgehende Ehefrau, von daher hat das Schuldprinzip eher den Frauen genutzt als den Männern.

Allerdings muss ich sagen, dass ich mich auch in meiner Männlichkeit verletzt fühlen würde, wenn ich das Gefühl hätte, meine Frau bleibt nur bei mir, weil sie es sich finanziell nicht leisten kann zu gehen. ;-) Da ist es doch besser wie es jetzt ist, auch das frauenfeindlichste Scheidungsrecht wird eine Frau nicht auf Dauer am (fremd)gehen hindern, wenn es einfach nicht mehr passt. Von daher: Mehr Beziehungspflege, weniger Reglementierung von sexuellem Verhalten.

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feuercaro1 09.11.2011, 21:36
302. .

Zitat von svennebananen
Als ich vorhin den Titel ganz oben auf SPON gelesen habe, war meine erste Reaktion ein eindeutiges "Gut!". Gut, dass jemand sich den Unterhalt, den er fälschlicherweise bezahlt hat, zurückfordern kann. Volle Unterstützung dabei. Als ich dann wider besseren Wissens auf das Forum geklickt habe und mich durch die (bisher) 26 Seiten gelesen hab, war ich am Ende doch wieder erzürnt. Soviel Wut und Hass, Verdächtigungen der Frau gegenüber, um die es in diesem Präzendenzfall ging und generelle "Deutschland hasst Männer" mit folgendem "lasst euch bloß nicht mit Frauen ein", erstaunt und verblüfft mich immer wieder. Es gibt eigentlich soviel, auf dass ich antworten möchte, auf Grund meiner immer noch nicht ganz sortierten gedanken aber erstmal folgendes: Meiner Meinung nach gibt es einen großen unterschied zwischen "Nicht Wissen", "Zweifeln" und "Wissentlich Vortäuschen". Letzteres ist moralisch definitiv verwerflich, aber wo kämen wir hin, wenn man Moral verklagen könnte? Insofern finde ich die Entscheidung einen Vaterschaftstest auch gegen den Willen der Mutter durchzuführen, gut. Aber jede Frau verklagen, deren Kind nicht von dem Mann ist, von dem sie annimmt, das er der biologische Vater ist? Ich, in meinem vermutlich jugendlichen Optimismus, glaube, dass die Erkenntnis auch für manche Frauen als Schock kommen könnte, und wenn die Zweifel bestätigt sind. Hier wird dagegen gleich gefordert der Mutter das Kind wegzunehmen, was ich für ausgemachten Blödsinn halte. Aber Meinung ist wohl Meinung. Generell habe ich das Gefühl hier oft auf enttäuschte Männer und evtl. Väter zu treffen, welche irgendetwas sehr unschönes Hinnehmen mussten. Mein Mitleid dafür, wirklich! Aber, mal ganz ehrlich: Muss man deshalb gleich davon ausgehen, dass alle "Weiber" untreu, betrügerisch, faul und nur aufs Geld aus sind? Das alles unter dem Deckmantel des "Feminismus", der sowieso eine böse Erfindung ist. Mein Frauenbild (und auch das der Männer) ist deutlich besser, ich hoffe nur, dass das nicht mit dem Alter vergeht. Beste Grüße und vor allen Dingen Dank an die paar vernunftbegabten Wesen, welche mit Argumenten diskutieren, svenne
Danke. Dieser Beitrag wurde Zeit. Seit 26 Seiten :-)

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everhard 09.11.2011, 21:37
303. titel

Zitat von GetulioV
Das hat nichts mit Belohnung zu tun, Unterhalt gibt es dann, und nur dann, wenn der passende gesetzliche Tatbestand erfüllt ist. Ob Sie das nun polemisch finden oder nicht, heute geht es in Scheidungssachen meist halbwegs zivilisiert zu, früher, als es massive materielle Anreize gab, wurde da massiv schmutzige Wäsche gewaschen, was im Rückblick niemandem geholfen hat.
Doch, dem, der unschuldig an der Scheidung war.

Mal davon ab, daß der Mythos von den früheren Schlammschlachten ein Mythos ist.

Heute hingegen findet jahrelanger Terror statt. Staatlich gefördert.
Zitat von GetulioV
Und schließlich lehrt die Lebenserfahrung, dass eben an einer Trennung und auch an einem Seitensprung nur in einem verschwindend geringen Prozentsatz von Fällen ein Partner allein Schuld ist.
Ja, tut die das? Meine Lebenserfahrung im Bekanntnekreis ist, daß einer von beiden einfach unfähig zum Zusammenleben ist und daher geht.
Zitat von GetulioV
Natürlich tut es weh, wenn der Partner sich gegen einen entscheidet und man ihm bzw. ihr auch noch Unterhalt zahlen muss. Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Solll man da lachen oder weine?
Da wird einer nach Strich und Faden belogen, betrogen und ausgenommen, aber "das hat nichts miteinander zu tun".
Zitat von GetulioV
Im Übrigen gilt heute wie damals "drum prüfe wer sich ewig bindet".
Und warum gilt das nur für den, der nachher die Arschkarte hat und zahlen muß?

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GetulioV 09.11.2011, 21:51
304. ...

Zitat von dogs
Nach dieser Logik könnte eine Mutter - weil sie gerade keinen Unterhalt bekommt - das nötige Geld auch aus der Haushaltskasse ihrer Nachbarn stehlen und sich dann auf den Standpunkt stellen, die unfreiwillig zur Kasse Gebetenen könnten sich das Geld ja vom Kind wiederholen oder den säumigen Kindsvater verklagen...
Damit wir uns richtig verstehen, das ist nichts, was auf meinem Mist gewachsen ist, das ist die heutige Gesetzeslage.

So sehr ich die emotionale Sicht von Ihnen und den Betroffenen nachvollziehen kann - das was Sie schreiben ist eben ein Vergleich, der nicht nur hinkt, sondern im Rollstuhl sitzt. Man kann sicherlich auf politischer Ebene Änderungen in Ihrem Sinne betreiben, aber momentan stellt es sich halt anders dar.

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GetulioV 09.11.2011, 21:57
305. ...

Zitat von everhard
Und warum gilt das nur für den, der nachher die Arschkarte hat und zahlen muß?
Zu Ihrem ganzen Post nur dieses eine: Ich kenne keine einzige Scheidung, nach der es nicht BEIDEN Beteiligten hinterher materiell schlechter ging als während der Ehe, so etwas gibt es nicht. Es gibt natürlich Fälle, bei denen es einem besser geht als VOR der Ehe, das ist etwas anderes.

Zu Ihren übrigen Aussagen sage ich nur, dass meine - zum Glück ausschließlich beruflichen, dafür aber sehr umfangreichen - Erfahrungen mit dieser Thematik mich zu meinen o.g. Aussagen führen. Sehen Sie dies aus Ihrem Umfeld anders, ist das okay, widerlegt mich aber nicht.

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B. Wunram 09.11.2011, 22:00
306. .

Zitat von feuercaro1
Danke. Dieser Beitrag wurde Zeit. Seit 26 Seiten :-)
Wieso "wurde Zeit"?

Die Fakten sind doch bekannt.

Die Mutter nahm an, dass der Polizist der Vater ist, obwohl sie wusste, dass möglicherweise andere in Frage kämen.

Dann stellte sich das Gegenteil heraus und es stellte sich heraus, dass nicht nur ein weiterer Mann in Frage kommt (lt. Anwalt der Beklagten). Somit war die vorherige Annahme zumindest sehr optimistisch.

Ein weiterer Verdächtiger übernahm den Unterhalt, ohne dass die Vaterschaft geklärt wurde (offiziell).

Der Polizist möchte seinen Unterhalt zurück, braucht dafür den Namen.

Das Motiv, den Namen zu verweigern ist zwar Spekulation, naheliegend ist aber, dass die Mutter erreichen will, dass dieser "Neue" weiterhin seine Überweisungen an sie tätigen wird und dies können soll, zumal die Vaterschaft offiziell nicht bestätigt ist.

Alles weitere ist Spekulation, oder nicht?

(Ob sie vielleicht sogar finanzielle Zuwendungen bekam, ob sie es mit betrügerischer Absicht tat - was unwahrscheinlich ist wegen Test, etc.)

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Dampflok 09.11.2011, 22:03
307. Nein

Zitat von Rainer Helmbrecht
Heute kann der Mann durch einen DNA Test beweisen, dass er nicht der Vater ist und dann braucht er nicht bezahlen.
Nein, er wird kriminalisiert wenn er es privat tut, und er zerbricht seine Beziehung wenn er die Frau dazu zwingt- eben weil das Thema DNA-Test noch völlig Tabu ist; es kratzt am Mutterprimat. Genau das aber stammt aus übelsten deutschen Zeiten und gehört in den Orkus der Geschichte.


Zitat von
Ob die Frau juristisch gezwungen werden kann, bezweifle ich, kein Mensch wird gezwungen zu seiner Verurteilung bei zu tragen.
Ach wirklich?
Jeder Mann kann zum DNA-Test gezwungen werden wenn die Frau behaupgtet er sei der Vater. Und bei Frauen soll das plötzlich nicht gehen?

Zitat von
Dass das Kind ein Anrecht hat zu wissen, wer der Vater ist, kann aber nur ein moralisches Recht sein.
Dieses Ihrer Meinung nach nur "moralische" Recht gehört zu den Menschenrechten, die auch in der europäischen Kinderrechtskonvention stehen und die alle Staaten außer der Türkei und Deutschland ratifiziert haben. Selbstverständlich ist das Recht jedes Menschen auf Wissen um seine Herkunft - also auf seinen Vater - größer als das "Recht" der Mutter, aus "Datenschutzgründen" o.Ä. ebendiese Information zu verweigern.


Zitat von
Ein Prozess gegen die Mutter, kann nicht zum Wohl des Kindes sein.
O doch!
Sie neigen der irrigen Annahme zu, daß das Mutterwohl gleich dem Kindeswohl ist. Wissen Sie überhaupt, daß mehr Kinder von ihrer eigenen Mutter getötet werden als vom Vater? Die meisten Problemkinder sind Produkte von "alleinerziehenden Müttern", und diese Alleinerziehenden sind zahlenmäßig herangezogen worden von Gesetzen, die der Mutter jedes Verhalten erlauben und finanziell unterfüttern, selbst wenn es dem Kindeswohl völlig widerspricht. Mit der Behauptung "Kindeswohl" wurden jahrzehntelang Frauenprivilegien gefördert, zu Lasten von Kindern und Vätern. Bitte dick unterstreichen:
Das Kind gehört der Mutter nicht!

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enni3 09.11.2011, 22:04
308. ...

Zitat von @zend
das ist das Stichwort. Ich habe nicht alles gelesen, aber es scheint hier bis jetzt niemand das Kindeswohl zu berücksichtigen, welches nach derzeitiger Rechtsprechung im Vordergrund stehen sollte. Wenn man bedenkt, das das Kuckuckskind 'seinen' Vater aufgrund eines leichtsinnigen Gentests nun verliert, und umgekehrt der Vater 'sein' Kind, dann ist dies schon allein eine Tragödie. Ich hab's schon öfter erwähnt und es bestätigt sich auch hier wieder: Die einzige Möglichkeit, solche unsäglichen Geschichten im Sinne des Nachwuchses zu klären, ist die gerichtliche und unwiderrufliche Feststellung der Elternschaft innerhalb einer Karenzzeit nach der Geburt. Innerhalb dieses (z.B. halben) Jahres werden die offensichtlichen Eltern ein für alle Mal festgelegt, es sei denn, ein 'Elternteil' zweifelt dies an. Ein Gentest kann ggf. in dieser Zeit zumindest die biologische Elternschaft ausschließen und so erschlichene Unterhaltszahlungen von Anfang an vermeiden. Ohne diese Klärung ist das Kind in jedem Falle wie ein eigenes zu behandeln und kein nachträglicher Gentest kann diese rechtliche Elternschaft mehr aufheben. Auch umgekehrt kann kein genetischer Vater (ja, der vom One Night Stand) nach dieser Karenzzeit mehr Anspruch auf die Elternschaft erheben. Die biologische Blut-Elternschaft bleibt so in 99% der Fälle auch weiterhin der Standard, aber sie wird in derzeitiger Rechtsprechung einfach viel zu hoch bewertet. Ich vermute, das sind immer noch rassistische Nachwehen aus dem 3. Reich...
Sorry, abr was sie schreiben ist absoluter Blödsinn.

Beziehungen sind fragile Konstrukte die, sollten sie länger bestehen, vor allem auf Vertrauen beruhen.

Heben wir es davon ab, dann sind wir bei der biochemischen Komponente. Diese hält im Idealfall 6-8 Jahre an. Evolutionär und genetisch sehr sinnvoll vorgegeben.

Ich sehe Sie gerade die Ohrfeige fangen, bei Ihrer Frau Freundin, wie sie noch während der Stillphase oder davor die Frage stellen.

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alexkie 09.11.2011, 22:16
309. .

Zitat von JohnDoe24
Warum hat sie eigentlich dem Vaterschaftstest zugestimmt??
Der Fall erinnert an Christoph Daum und seinen Drogentest. Manche Leute leben wohl in ihrer eigenen Realität.

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