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BGH-Entscheid zu Kuckuckskindern: Mütter müssen Namen des Vaters preisgeben

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Männern gestärkt, denen ein*Kind untergeschoben wurde: Eine Frau*darf*den Namen des wahren Erzeugers nicht verschweigen. Geklagt hatte ein 49-Jähriger, der Unterhalt für ein Baby zahlte, das nicht seines ist.

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!!!Fovea!!! 11.11.2011, 10:39
380. Taten statt jammern

Zitat von Michael Giertz
...Wenn schon Zahlepapa, dann Zahlepapa mit Rechten. Wenn eine Frau komplett abschließen und den Ex nimmer sehen will, soll sie auch auf die Versorgungsleistungen verzichten müssen (bzw auch umgekehrt). Mir missfällt die Daueralimentierung absolut.
Und was macht Mann bzw. Papa dagegen, nichts?!
Vielleicht sollten die Papa/Männer genauso auf die Straße gehen und demonstrieren, dem Staat Druck machen.
Wir sind doch auch lernfähig, haben uns doch die Frauen vorgemacht! Was die können, können wir auch.

Vom Jammern passiert gar nichts. Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels, müssen auch die Gesetze geändert werden, es ist an der Zeit.
Packen wir es an,los!

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charly65 11.11.2011, 11:12
381. Karenzzeit?

Zitat von hdwinkel
Mich stört(e) Warum? Automatische Annahme eines Betrugs? Weshalb nicht eine Nummer kleiner: Bei Verdacht und nur innerhalb einer Karenzzeit
Warum auf eine Karenzzeit beschränken? Je länger die Zahlungen dauern, desto höher ist der finanzielle Schaden für den Scheinvater. Er soll also monatlich brav weiterzahlen, gleichzeitig verjährt die falsche Vaterschaftsbeschuldigung der Frau.

Ich sehe hier eine Diskrepanz: Solange ER zahlen muss, darf es m.E. keine Verjährung bzw. Beschränkung auf eine Karenz geben. Erkanntes Unrecht muss aufgehoben werden können.

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chrima 12.11.2011, 01:57
382. .

Zitat von BruSie
Ja, die ist es z. B. bei den Löwen? Übernimmt ein junger Löwe das Rudel des 'alten Herrn', den er in die Wüste geschickt hat, tötet er zuerst einmal die Jungen des Vertriebenen. Jetzt kann er seine Gene weitergeben. Erstrebenswert ?
Na, dann haben Sie ja verstanden was ich dagegen habe, wenn jemand "evolutionär" argumentiert. Glückwunsch!

Aber warum fällt Ihnen das erst auf wenn diese Argumentationsweise von einem Mann benutzt wird?

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hdwinkel 12.11.2011, 10:30
383. Karenzzeit

Zitat von charly65
Warum auf eine Karenzzeit beschränken? Je länger die Zahlungen dauern, desto höher ist der finanzielle Schaden für den Scheinvater. Er soll also monatlich brav weiterzahlen, gleichzeitig verjährt die falsche Vaterschaftsbeschuldigung der Frau. Ich sehe hier eine Diskrepanz: Solange ER zahlen muss, darf es m.E. keine Verjährung bzw. Beschränkung auf eine Karenz geben. Erkanntes Unrecht muss aufgehoben werden können.
Wenn der 'Schein-'Vater es nicht weiß ob er der biologische Vater ist, dann könnte er es immerhin sein. Wie Kinder entstehen sollte wohl bekannt sein, inklusive wie lange es bis zur Geburt dauert.
Wenn diese Situation eintritt weiß auch die Frau nicht, wer der 'richtige' Vater ist.
Wenn also bis einige Zeit nach der Geburt kein Verdacht aufgekommen ist, dann kann es zwei Möglichkeiten geben: Die Frau will dem 'Schein-'vater das Kind z.B. aus finanziellen Gründen bewußt unterjubeln, oder die Frau ist selbst davon überzeugt, daß er der 'richtige' Vater ist.
Den ersten Fall mag es geben, ich halte ihn aber für die Ausnahme.
In beiden Fällen ist der 'Schein-'vater in seinem eigenen Verständnis der 'richtige' Vater mit allen Konsequenzen, der Freude auf die Geburt wie auch der Übernahme der Vaterpflichten.
Soweit zur Ausgangsposition.
Und mit der Zeit geht es in der Bewertung nicht mehr nur um Mann und Frau, auch das Kind hat nun Rechte.
Aus ethischer Sicht ist es im besten Fall nicht mehr ganz so wichtig wer der biologische Vater ist, im Leben der Familie gibt es nur den einen, den 'richtigen' Vater.

Die ganzen Bemerkungen über 'Zahlvater' und 'Betrug' der Frau usw. sind für mich eher Ausdruck nichtverarbeiteter persönlicher Beziehungen, als wirklicher Reflektion des Lebens, wie es nun einmal funktioniert.

Die Frage der Unterhaltszahlungen sind ein anderes Problem. Ich persönlich fände es besser, wenn Zahlungen an Ehepartner zeitlich limitiert sind.

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hdwinkel 12.11.2011, 10:40
384. Druck

Zitat von !!!Fovea!!!
Und was macht Mann bzw. Papa dagegen, nichts?! Vielleicht sollten die Papa/Männer genauso auf die Straße gehen und demonstrieren, dem Staat Druck machen. Wir sind doch auch lernfähig, haben uns doch die Frauen vorgemacht! Was die können, können wir auch...
Für oder gegen was wollen Sie denn konkret demonstrieren?
Daß es z.B. zu einem überzogenen Feminismus gekommen ist verdanken wir nicht irgendwelchen Demos, sondern der Tatsache daß der Widerstand der konservativen Kreise den Frauen das 'Normale' zuzugestehen unnötig hoch war. Die Zustände waren nicht mehr haltbar und wurden in Wahlen korrigiert. Kaum verwunderlich, daß das Pendel ein wenig weit in die andere Richtung ausgeschlagen ist, DAS war das Resultat der Demos.

Das nächste Problem scheint mir zu sein, seinen Gegner zu kennen. In Sachen Vaterschaftsrechte sehe ich nicht die Feministen als Gegener, sondern wiederum die konservativen Kreise mit ihrem Rollenbild, das den Mann mit der Arbeit, die Frau mit der Kindererziehung assoziert und zwar fast ausschließlich.

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underdog 13.11.2011, 21:07
385. ...

Zitat von anin
Eine Trennung in heutiger Zeit impliziert immer die Beziehungsunfähigkeit beider Partner. Wenn der/die Partner/Partnerin fremd geht, dann ist meistens die Vernachlässigung durch die/den andere/n die Ursache. In seltenen Fällen kann auch ein übersteigerter Trieb dahinterstecken, der aber im Grunde ärztlich behandelt gehört. Dann bedarf er/sie aber auch der besonderen Fürsorge der/des angeblich "betrogenen" Partnerin/Partners erforderlich. Sie merken schon, wir sind mit unserem/unserer Latein/Moral am Ende!
Manche Menschen (weiblich wie männlich) betrügen, ohne dass sie sich vernachlässigt fühlen, ohne dass sie "krankhaft" triebgesteuert sind. Einfach so, weil sie egoistisch und untreue Tomaten sind. Da muss sich der Partner überhaupt nichts zuschulden gekommen lassen haben, außer, dass er zu vertrauensselig war (wobei man hier kaum von Schuld sprechen kann, schließlich ist Vertrauen die Grundlage für eine gute Beziehung).

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kuckucksvater 20.01.2012, 22:55
386. Aus der Sicht des Evolutionsbiologen

Zitat von sysop
Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Männern gestärkt, denen ein*Kind untergeschoben wurde: Eine Frau*darf*den Namen des wahren Erzeugers nicht verschweigen. Geklagt hatte ein 49-Jähriger, der Unterhalt für ein Baby zahlte, das nicht seines ist.
Aus der Sicht vom Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera geht das Urteil auf viele elementare Bestandteile der Biologie des Menschens nicht ein. Hier geht es auch darum, dass ein Scheinvater sein biologisches Überleben verwehrt bekommt, wenn er keine eigenen Kinder zeugt.

Auch ist es unbehandelt, dass ein Kind ein Recht auf Identität hat. Die Sicherstellung dessen wäre sogar sehr einfach, Vaterschaftsfeststellung bei Geburt. Damit wäre dem Unterschieben von Kindern und deren Identitätsberaubung endgültig ein Riegel vorgeschoben.

Fazit: Das BGH-Urteil zu Gunsten des Scheinvaters ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch es stehen noch viele weitere an.

Die evolutionsbiologische Sicht auf die Kuckuckskinder – Weiblicher Brutpflege-Parasitismus verwirkt das biologische Überlebensrecht der Männer | kuckucksvater

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