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BGH-Urteil zu Samenspenden: Kinder haben ein Recht, Namen ihres Vaters zu erfahren
DPA

Kinder haben grundsätzlich ein Recht darauf, frühzeitig den Namen ihres biologischen Vaters zu erfahren. "Ein Mindestalter ist nicht erforderlich", entschied der Bundesgerichtshof. Geklagt hatten zwei Mädchen.

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Rinax 28.01.2015, 15:51
1.

Tja spenden wuerde ich jetzt nicht mehr.

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Nania 28.01.2015, 15:53
2.

Als Frau muss ich hier dringend Partei für die spendenden Männer ergreifen:
Es kann und darf nicht sein, dass Samenspender irgendwann zu Unterhaltskosten gezwungen werden können oder dass das Erbschaftsrecht auch für solche Kinder gilt.

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sascha.liehr 28.01.2015, 15:53
3. Lasst die Klagen beginnen!

Na dann viel Spass Denjenigen, welche einmal im Monat nach dem Blutspenden auch ihr Sperma zur Aufbesserung des monatlichen Gehalts verkauft haben :D Erstmal der Schock wenn jede Woche ein neues Kind an der Türe klingelt und dann später wenn die Klage nach rückwirkender unterstützung zugestellt wird :D

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dukatenjunge 28.01.2015, 15:57
4. Interessant,

ein Vater hat nämlich kein Recht anonym zu erfahren ob ein Kind von ihm ist, oder nicht:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39080823.html

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SethSteiner 28.01.2015, 15:57
5. Schreckliches Urteil

Man sollte diesem Unsinn ein Ende bereiten. Wer Samen spendet, sollte endlich entsprechend behandelt werden und zwar als nicht mehr als ein Dienstleister, dessen persönliche Informationen geschützt werden sollten. Es sind eben keine Väter, es ist erschreckend dass man diese Männer dennoch wie welche behandelt.

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Eduschu 28.01.2015, 15:59
6.

Zitat von
(...) "Wir brauchen die Spender, aber die Verunsicherung bei vielen ist groß." Das wirke sich auf die Spendenbereitschaft aus.
Durchaus nachvollziehbar, wie ich finde. Wer erkennen muss, dass einstmals abgeschlossene Verträge nicht gültig sind, weil sie die anonym gezeugten Kinder in ihrem Recht auf Nennung des Vaters beschränken, wird, wenn er noch bei Trost ist, fürderhin auf eine Samenspende verzichten.

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fridagold 28.01.2015, 16:01
7.

Zitat von Nania
Als Frau muss ich hier dringend Partei für die spendenden Männer ergreifen: Es kann und darf nicht sein, dass Samenspender irgendwann zu Unterhaltskosten gezwungen werden können oder dass das Erbschaftsrecht auch für solche Kinder gilt.
Dem kann ich mich nur vollumfänglich anschließen. Auch die Spender haben ein Recht auf ein schönes Leben und sie gingen davon aus, dass sie eben nicht als Väter angesehen werden. Das kann jetzt alles zulasten ihrer eigenen Familien gehen, die sie mittlerweile gegründet haben. Keine gute Entwicklung.

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karlsiegfried 28.01.2015, 16:04
8. Ob das so gut ist?

Da wird es mit Sicherheit noch manchen Schock und manche Dauerneurose geben. Die armen Kids. Das schlimmste daran jedoch ist die Mutter die unbedingt Mutter werden zu müssen. Nennt man so ettas 'Mutterschaftsneurose?'

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mongolord 28.01.2015, 16:05
9. Ja sicher die Mädchen wollten das erfahren...

Wohl eher angestiftet von der Mutter die Unterhalt abgreifen will. Mal ganz ehrlich, welches halbwegs klar denkende Kind kommt auf die Idee, dass einmal in ein Glas wichsen (sorry für die saloppe Ausdrucksweise) irgendwas mit Familie oder "Vater"-Verantwortung zu tun hat .

Finde das Ganze höchst bedenktlich.
Der Spender macht das um ein paar Euro nebenbei zu verdienen und Frauen zu helfen die kein Partner haben oder mit ihrem Partner keine Kinder zeugen kann. Quasi wie wenn ich Blut spenden gehe.
Nur hier kommt plötzlich jahre später ein Rattenschwanz von Geldforderungen, Beziehungsdramen und Erklärungsnöten auf einen zu ohne das man damit rechnet.

Kann man natürlich sagen "hättest du mit rechnen müssen". Ja aus heutiger Sicht vielleicht, wo das paar mal in den Medien war. Aber wenn der Vorgang 15 Jahre zurückliegt, da konnte man kaum ahnen das man nachträglich belangt wird.

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