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BGH-Urteil zu Samenspenden: Kinder haben ein Recht, Namen ihres Vaters zu erfahren
DPA

Kinder haben grundsätzlich ein Recht darauf, frühzeitig den Namen ihres biologischen Vaters zu erfahren. "Ein Mindestalter ist nicht erforderlich", entschied der Bundesgerichtshof. Geklagt hatten zwei Mädchen.

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stelzenlaeufer 28.01.2015, 16:07
10.

Dort müssten Erbschafts- und Unterhaltsansprüche ausgeschlossen werden. So sollte der Satz lauten!

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weißbrot 28.01.2015, 16:08
11.

Zitat von Nania
Als Frau muss ich hier dringend Partei für die spendenden Männer ergreifen: Es kann und darf nicht sein, dass Samenspender irgendwann zu Unterhaltskosten gezwungen werden können oder dass das Erbschaftsrecht auch für solche Kinder gilt.
Sie wollen also Kinder erster und zweiter Klasse vor dem deutschen Recht erstellen?
Kindergruppe A darf sich auf deutsches Recht beziehen?
Kindergruppe B darf das nicht?

Fragwürdig.

Das Dilemma lässt sich nur umgehen, wenn die Samenspende wirklich anonym ist und keinerle Daten erfasst werden.

Dann haben beide Kindergruppen die selbe Rechte, aber Gruppe B kann sie nicht durchsetzen.

Besser? Vielleicht

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noalk 28.01.2015, 16:08
12. von wegen gesetzliche Regelung

In einem Spendergesetz " .... könnten etwa Unterhalts- oder Erbschaftsforderungen an Spender ausgeschlossen werden." --- Wer's glaubt, wird selig. Der Staat wird den Teufel tun, eine Unterhaltsquelle zu stopfen, um dann selbst zahlen zu müssen. Was den Erbausschluss betrifft: Da sehe ich Probleme mit dem Grundgesetz. So ein Gesetz wird nie und nimmer Bestand haben.

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BerndBerndsen 28.01.2015, 16:11
13. Unglaublich ...

... diese Entscheidung. Die armen Männer, die in der Gewissheit zu handeln glaubten, anonym etwas Gutes getan zu haben. Hier werden tausende von Unterhaltsklagen auf diese armen Kreaturen zukommen. Man stelle sich vor, en Mann war mehrmals bei der Samenspende und wird jetzt von fünf Müttern und Kindern auf Unterhalt verklagt, muss Unterhalt für irgendwelche ihm völlig unbekannte Studenten zahlen, etc. ...
Völlig an der Realität vorbei dieses Urteil.

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herbert 28.01.2015, 16:13
14. Voellig richtige Entscheidung

ein Kind ist doch keine Ware, wo man sich als Frau einen Mann aussucht und den Samen fuer die Zeugung eines Kindes benutzt um den eigenen Egoismus auszuleben auch ein Kind zu haben.

Es ist naiv und dumm zu glauben, dieses Kind wird niemals nach dem Vater fragen.

Kinder und spaeter Erwachsene wollen wissen, wo ihre Wurzeln sind.
Laufend liest man, wie Kinder und Erwachsene um die Welt reisen, um ihren Vater zu sehen.

In der feministischen autonomen Szene ist es schick ein Kind zu haben ohne Vater.
Da hier der Mann und Vater abgestempelt ist als Gewalttaeter und Monster.

Ein Samenspender sollte klar zum Unterhalt herangezogen werden oder soll der Staat fuer diese Spende aufkommen?

Fakt ist auch: Deutschland hat ein Familien und Kindschaftsrecht, welches weltweit ein Schlusslicht bildet, weil es restlos veraltert ist und die mittelalterliche CDU CSU nichts aendern will.

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ricson 28.01.2015, 16:13
15. schwieriges Thema

Immerhin haben hier 2 Parteien berechtigte Interessen, die aber gleichzeitig gegensätzlich sind. Vielleicht lässt sich ja eine Zwischenlösung finden, das Kind darf den Namen erfahren, Unterhaltsansprüche sind aber ausgeschlossen. Schließlich hat der Mann ja nicht bewusst dieses Kind zusammen mit der Mutter gezeugt, die Entscheidung lag bei der Mutter alleine, die folglich auch die alleinige Verantwortung trägt. Das muss sich doch gesetzlich regeln lassen.

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britney_stravinsky 28.01.2015, 16:16
16. Bitte erst den Artikel lesen

Es geht doch wohl im aktuellen Urteil nur um das Alter der Kinder. Es ist schon seit vielen Jahren so, dass Spenderkinder den Namen des Spenders erfahren dürfen, ob nun mit 18 Jahren oder mit 16 Jahren oder mit 13 Jahren. Und es hat auch bisher keine Klagewelle nach Unterhalt gegeben - so eine Klage hätte auch wenig Aussicht auf Erfolg.
Also bitte keine Panikmache.

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von_scheifer 28.01.2015, 16:20
17. Kinder haben ein Recht, die Namen ihrer Väter zu erfahren.

Gegen wen gilt dieses Recht? Doch wohl nur gegen die Mütter, die einen Bankert (auf englisch: Bastard) gewollt in die Welt setzten.

Das Urteil ist völlig weltfremd. Wo der Samen gelegt wurde, kann ein Richter gegen Naturgesetze ein Recht schaffen. Ohne einen Vater aufzuwachsen zu müssen, ist dabei das grösste Unrecht, das Mütter ihren Kindern antun.

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crazy_swayze 28.01.2015, 16:22
18.

Warum genau muss eine Samenbank Unterlagen der Spender haben inkl. DNA?

Man könnte den Vorgang doch auch anonymisieren, statt nur Anonymität vertraglich zuzusichern.

Die DNA kommt dann halt ohne Label in den Kühlschrank, und in der Akte ist keine DNA-Analyse enthalten.
So wüsste auch niemand, wer der Spender ist. Das wäre tatsächliche Anonymität.

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weltenbummler07 28.01.2015, 16:24
19. Recht der Kinder und der

das Recht der Kinder zu wissen, wer sein biologischer Vater ist, ist nachvollziehbar. Würde ich wohl auch wollen.

Was ist aber mit dem Recht des Vaters? Jemand braucht Geld und sieht, in der Samenspende, eine Möglichkeit es zu erhalten. Ist ja auch nachvollziehbar. Wenn jemand viel Geld braucht, spendet er mehr.

Sollten jetzt alle den Namen und dadurch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme erhalten, könnte dieses für viel Klärungsbedarf in den Familien der Väter sorgen.

Was ist bei einer möglichen Vaterschaftsklage, die einfacher geworden ist. Dadurch könnten auch Unterhaltspflichten oder Veränderungen in der Erbfolge, der biologischen Elternteile, eintreten.

Wie sieht da der Schutz der Väter oder auch Mütter aus?

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