Forum: Panorama
Bilder aus "Riesending": Bergwacht zeigt erstmals Fotos der Rettungsaktion
Bergwacht Bayern

Die Rettungsaktion für Höhlenforscher Johann Westhauser macht offenbar gute Fortschritte. Der Trupp mit dem Verletzten erreichte die dritte Biwak-Station. Erstmals sind auch Fotos der komplizierten Mission zu sehen.

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only_for_test 16.06.2014, 12:48
1. Und wer bezahlt das Ganze?

Hoffentlich er selbst! Der Gesetzlich Versicherte wird bei unverschuldeten Krankheiten oder Vorsorgeuntersuchungen geschröpft und für den "Höhlenforscher" werden Millionen zur Rettung ausgegeben. Da stimmt etwas am System nicht!

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ferdi111 16.06.2014, 12:55
2. man oh man

Die Medien sind bald schlimmer, als die Politik! Was ist eigentlich mit den Toten auf deutschen Strassen, die von verrückten möchtegern Rennfahrern getötet werden? Die sind keine einzige Zeile wert! Man oh man...jährlich werden tausende Schicksale zerstört, nur weil man einem Verrückten in die Quere kam und der hat meistens noch recht, weil es hier kein Tempolimit gibt! Der Höhlenforscher kann nichts dafür, aber die Medien haben echt eine Schraube locker!

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reever_de 16.06.2014, 12:55
3. Unterirdische Welten ...

Trotz des bösen Hintergrundes faszinierende Bilder aus einer völlig unbekanten Umgebung. Wir wissen kaum etwas über diese Welten unter uns, wir wissen kaum etwas über die Tiefen unserer Weltmeere, wollen aber unbedingt bemannt zum Mars fliegen. Klar, Astronauten haben das bessere Marketing: sehen ja auch viel cooler und schicker aus in ihren feschen Overalls mit bunten Aufnähern als Taucher mit ihrem Technikequipment oder Höhlenforscher in schmutzigen Anzügen ...

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sturmimwasserglas 16.06.2014, 12:57
4. So nicht!

Zitat von only_for_test
Hoffentlich er selbst! Der Gesetzlich Versicherte wird bei unverschuldeten Krankheiten oder Vorsorgeuntersuchungen geschröpft und für den "Höhlenforscher" werden Millionen zur Rettung ausgegeben. Da stimmt etwas am System nicht!
Natuerlich stellt man solche Fragen gern. Aber dann sollte man sich gleich auch fragen, wo die Grenze liegt und iwe man eine solche ueberhaupt festlegen will. Autounfall mit unklarer Ursache = selber zahlen? Auf eine wackelige Leiter gestiegen und verunfallt = selber zahlen? Nicht genug Sport getrieben = selber zahlen? Pro Tag 10 Gramm Fett zu viel gegessen = selber zahlen?

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Dieter Liepold 16.06.2014, 12:57
5. Aus der Aktion können alle lernen ....

Zitat von sysop
Die Rettungsaktion für Höhlenforscher Johann Westhauser macht offenbar gute Fortschritte. Der Trupp mit dem Verletzten erreichte die dritte Biwak-Station. ....
Der praktizierte Gemeinsinn, die internationale Hilfe, die nicht nach dem Kostenträger fragt, ist lobenswert: der Rettungsaktion und allen Beteiligten gebührt Respekt und Dank: besten Dank.

In den letzen Tagen haben viele Kommentatoren zynische Beiträge geleitet und immer wieder den immensen Aufwand beklagt und Höhlenforschung in Zweifel gezogen, obwohl aus diesem Kreis niemand die -auch indirekt - die Rechnung zu begleichen hat.

Zum überdenken:
Das Salzburger Wasser kommt aus dem Untersberg:
» Die Frage wurde schon x-mal beantwortet und hier auf dieser Seite gibt es ein Erklärstück, dass das Wasser aus den Hähnen in Salzburg aus dem Untersberg kommt und die Arbeit gerade von Westhauser dazu beiträgt, dass die Menschen dort Trinkwasser haben. « - Kommentar Nr. 68 -
http://goo.gl/v6oVzE
DRadio Wissen, 14. 06. 2014
» Warum Forscher derartige Strapazen und Gefahren auf sich nehmen, kann Lars Abromeit gut verstehen. Die Welt unter der Erde müsse erst noch kartiert werden. "Es ist einfach so, dass die Höhlen so eine große Faszination ausüben, weil man dort noch Neuland entdecken kann," erklärt Lars Abromeit den Forscherdrang.
Grundlage für andere Forscher
Die Vermessung der Höhlen sei eine sehr wichtige Grundlage für andere Wissenschaftler wie Mikrobiologen, die nach neuen Lebensformen suchen, oder Hydrologen, die nach Wasserwegen forschen. Sie bauten auf die Kartierungsarbeit der Höhlenforscher auf, weil sie sonst gar nicht wüssten, dass sich dort eine Höhle befindet. «
http://goo.gl/VxcIur

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lofotenmann 16.06.2014, 13:00
6. Wer bezahlt das?

Welch eine rethorische Frage, ist doch eindeutig geregelt.Gemäß Artikel 24 des Bayerischen Rettungsdienstgesetztes ist die Bergwacht verpflichtet, Benutzungsentgelte für ihre Leistungen zu verlangen. Ein weiteres Drittel stellt der Freistaat Bayern für die Beschaffung der Einsatzfahrzeuge, Kommunikations- und anderweitigen Rettungsmittel zur Verfügung. Der Restbetrag finanziert sich über Spenden an unsere 116 Bergwachten. In Absprache der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen in Bayern wird ein jährlicher Refinanzierungsbedarf von 1.550.000 Euro angenommen. Dieser Betrag wird durch die Anzahl der zu erwartenden Einsätze geteilt und dann der jeweils betroffenen Person oder dessen Versicherung in Form von sogenannten "Einsatzpauschalen" in Rechnung gestellt. Die Höhe der Einsatzpauschale richtet sich nach dem Aufwand und kann 230,-, 460,- oder 920,- Euro betragen. Die Rechnungsstellung erfolgt durch die Zentrale Abrechungsstelle für den Rettungsdienst in Bayern. Es handelt sich somit um eine günstige und für die Kostenträger vorteilhafte Finanzierungsform des Bergrettungsdienstes, bei der lediglich ein Drittel des finanziellen Aufwands der Bergwacht Bayern an den Versicherten oder Verunfallten weitergereicht werden.
Siehe auch http://www.bergwacht-bayern.org/index.php?id=9

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buntstattbraun 16.06.2014, 13:00
7. falsche Frage

Zitat von only_for_test
Hoffentlich er selbst! Der Gesetzlich Versicherte wird bei unverschuldeten Krankheiten oder Vorsorgeuntersuchungen geschröpft und für den "Höhlenforscher" werden Millionen zur Rettung ausgegeben. Da stimmt etwas am System nicht!
was hat denn bitte eine Rettung bei Unfall mit einer Vorsorgeuntersuchung zu tun?

Dass das System der Vorsorge krankt liegt viel mehr an den teuren Behandlungskosten im Ganzen, als an so einer publicityträchtigen Einzelaktion.

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Mitti 16.06.2014, 13:02
8. Erfreulich!

Hut ab vor den Helfern und alles Gute für den weiteren Verlauf der Rettungsaktion.

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AnnaLena77 16.06.2014, 13:03
9. Hören Sie auf!

Zitat von only_for_test
Hoffentlich er selbst! Der Gesetzlich Versicherte wird bei unverschuldeten Krankheiten oder Vorsorgeuntersuchungen geschröpft und für den "Höhlenforscher" werden Millionen zur Rettung ausgegeben. Da stimmt etwas am System nicht!
Diese Neidkultur. Jedes Jahr werden tausende Fußballer, Skifahrer, Wanderer und sonstige Sportler bei ihren Privatvergnügen verletzt. Diese werden auf unser aller Kosten versorgt. Und das ist gut so!

Jetzt hatte hier ein Mann, der seine Freizeit in den Dienst der Forschung stellt einen Unfall und sie wollen ihn in der Höhle elendig verrecken lassen?

Sollen wir das bei ihnen dann auch tun wenn sie mal einen Autounfall haben? Das ist schließlich ihr Privatvergnügen, nicht wahr?
Mit dem Bulldozer das Wrack an die Seite schieben und sie dann alleine i-wo am Strassenrand verrecken lassen? Oder möchten sie vielleicht, dass die Feuerwehr sie herausschneidet und sie dann mit dem Hubschrauber schnellstmöglich in ein gutes Krankenhaus geflogen werden?

Wenn sie für Vorsorge und Krankheiten ein anderes Reglement wollen müssen sie die entsprechenden Parteien wählen und andere animieren das auch zu tun, aber lassen sie ihren Frust nicht an Unschuldigen aus.

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