Forum: Panorama
BKA-Untersuchung: Polizeistudie analysiert Dutzende "Ehrenmord"-Fälle

Brüder töten ihre Schwestern, Väter ihre Töchter - alles im Namen der "Ehre". Was treibt Familien zu solchen Bluttaten? Wer sind die Täter und aus welchen Ländern stammen*sie? Eine neue Studie des BKA liefert Antworten*- und erhebt Vorwürfe gegen die deutsche Justiz.

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leser_81 02.08.2011, 13:42
10. Wenn ich das schon lese!

"Ehrmotiv kann sogar strafmildern wirken"
Was denn noch alles? Keine Schulbildung, keine Perspektive, als Kind misbraucht, wir böse Gesellschaft haben den Täter nicht integriert, Täter stand unter Drogeneinfluss usw. usw.

Schuldspruch wegen Totschlag im Affekt, das gibt dann 8 oder 9 Jahre, die U-Haft wird abgezogen, dann sind es oft nur noch 6 Jahre und nach 3 Jahre Haft bekommt er Freigang, muss nur noch zum schlafen in den Kast um dann ein Jahr später wegen guter Führung raus zu kommen.
4 - 5 Jahre Haft für ein Menschenleben
Dann aber "Mann" genug einer Schwester oder der eigenene Tochter den Schädel einzuschlagen.
Was ist die Justiz doch so weich geworden !

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frubi 02.08.2011, 13:46
11. .

Zitat von jnij
Hagen Rether hat mal schön formuliert, dass es bei Deutschen ja auch viele "Ehrenmorde" gibt - nur heissen die da "Familientragödien".
Objektiv betrachtet sind das ganz einfach brutale Morde, die sich durch nichts entschuldigen lassen. Innerhalb dieser Familien geht es allerdings um Ehre und das unterscheidet sich dann doch von vielen "Familientragödien". Wenn ein Vater seine Frau und seine 2 Kinder umbringt weil er seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, dann ist hier eher Angst das Motiv.

Dennoch finde ich den Begriff "Ehrenmord" unpassend. Man versucht damit in einem Wort ein Verbrechen zu beschreiben, für das ein Wort eben nicht ausreicht.

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tinosaurus 02.08.2011, 13:46
12. Ehrenmorde

Für Ehrenmorde und Zwangsehen darf es hier keine mildernden Umstände geben. Wer die deutsche Gesetzgebung nicht anerkennt und sich auch sonst in keinster Weise intergrieren will, der hat hier nichts verloren. Und es ist schon typisch, dass da oft die jüngsten der Familie die Schuld auf sich nehmen, damit sie nach Jugendstrafrecht früh wieder herauskommen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Justiz sich hier so nachsichtig und milde zeigt.

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DrlabUV 02.08.2011, 13:46
13. Vorbild Dänemark

Mehr als die Hälfte der Getöteten war zwischen 18 und 29 Jahren alt. Sieben Prozent der Opfer waren noch minderjährig ...

Weniger als zehn Prozent der ermittelten Täter wurden in Deutschland geboren, noch weniger (7,6 Prozent) besitzen einen deutschen Pass.

In Dänemark ist der "Familiennachzug" von Nicht-EU-Bürgern erst ab 25 möglich. Außerdem muss der in Dänemark lebende Partner über Arbeit und Wohnung verfügen sowie 100 000 Kronen (ca. 14 000 Euro) auf einem Bankkonto deponieren, ehe er um die Nachholung von Gattin oder Gatten ersuchen kann. Die gemeinsame Beziehung des Paares zu Dänemark muss wesentlich größer sein als zu dem Land, aus dem der Partner kommt, was eine Heirat mit jemandem aus der alten Heimat kaum möglich macht.

So schützt man die eigene sozialliberale Gesellschaft vor Gewalt und Missbrauch.

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brunokoch 02.08.2011, 13:46
14. Warum

wird im Artikel nicht erwähnt, daß 1/3 aller Ehrenmord-Opfer Männer sind?

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hantavirtual 02.08.2011, 13:47
15. Naja

Zitat von jnij
Hagen Rether hat mal schön formuliert, dass es bei Deutschen ja auch viele "Ehrenmorde" gibt - nur heissen die da "Familientragödien".
Der Rether halt. Da es ja soviele sind können Sie doch sicher auch ein oder mehrere Beispiele von "Ehrenmord" bei Deutschen bringen bei dem im Familienrat der minderjährige Bruder dazu bestimmt wurde die Ehre aus Sicht der Eltern wiederherzustellen indem er Sie umbringt. Also her mit den Beispielen, muss ja sehr häufig passieren wenn der Rether das sagt.

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muffpotter 02.08.2011, 13:48
16. Hagen Rether, ja is klar!

Zitat von jnij
Hagen Rether hat mal schön formuliert, dass es bei Deutschen ja auch viele "Ehrenmorde" gibt - nur heissen die da "Familientragödien".
Lassen Sie sich die Welt ruhig weiter von Hagn Rether erklären und machen Sie sich bitte keine eigenen Gedanken.
Hagen Rether ist ein ganz großer Schwätzer, der es geschickt versteht, die Leute zu verdummen.

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Zynisch_Kontrovers 02.08.2011, 13:48
17. .

[QUOTE=braesh;8417224Ich vermute, dass es gerade bei türkischen Mädchen zu Ehrenmorden kommt, weil diese sich gut integriert fühlen und sich deshalb trauen gegen die Eltern zu rebellieren. [/QUOTE]

war auch der erste Gedanke, der mir beim Lesen durch den Kopf ging.
ich finde generell dass entweder die Erhebung (oder der Artikel darüber) eine generelle Aufstellung der verschiedenen Integrationsstadien außen vor lässt:

dass in gut integrierten Familien Ehrenmorde weniger häufig vorkommen ist eine Sache, pauschal zu sagen in schlecht integrierten Familien kommen sie häufig vor, rein aufgrund der schlechten Integration ist aber zu schnell gesagt, finde ich.

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martian-spy-trap 02.08.2011, 13:48
18. Yep!

Zitat von jnij
Hagen Rether hat mal schön formuliert, dass es bei Deutschen ja auch viele "Ehrenmorde" gibt - nur heissen die da "Familientragödien".
Genau das ging mir auch gerade beim Lesen des Artikels durch den Kopf. Man sollte vielleicht auch mal die Anzahl deutscher (christlicher) "Familientragödien" mit in solche Statistiken einfließen lassen.
Aber grundsätzlich müssen Morde hart bestraft werden. Dabei dürfte der kulturelle Background keinen Einfluss auf das Strafmaß haben.
Wer in Deutschland lebt, muss auch deutschen Gesetzen in vollem Umfang folgen. So einfach ist das.
Deutschland sollte seinen Weg laizistisch ausrichten. Das würde gesellschaftlich einiges vereinfachen und Normen sind so besser anzuwenden.

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xzz 02.08.2011, 13:48
19.

Es geht nicht nur um die ca. 70 Opfer, die das BKA zählt, sondern um Tausende junge Frauen, die eingeschüchtert sind und, ahnend, das sie das nächste Opfer sein könnten, ein unglückliches und unfreies Leben nach den Ehrvorstellungen ihrer Familie führen müssen.

Der 'Ehrenmord' schickt auch eine Botschaft an alle anderen Frauen, den Drohungen ihrer Familie lieber nachzugeben, um nicht verstümmelt oder erschlagen oder verbrannt zu werden.

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