Forum: Panorama
BKA-Untersuchung: Polizeistudie analysiert Dutzende "Ehrenmord"-Fälle

Brüder töten ihre Schwestern, Väter ihre Töchter - alles im Namen der "Ehre". Was treibt Familien zu solchen Bluttaten? Wer sind die Täter und aus welchen Ländern stammen*sie? Eine neue Studie des BKA liefert Antworten*- und erhebt Vorwürfe gegen die deutsche Justiz.

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Porgy 02.08.2011, 21:23
370. Islam und Ehrenmord

Zitat von mitreden
Ich verstehe auch nicht, wie schwer sich manche Foristen damit tun, den Zusammenhang zwischen Ehrenmord und Islam anzuerkennen. Natürlich sind nicht alle Moslems Ehrenmörder, aber fast alle Ehrenmörder sind Moslems.
In der Tat. Selbst die "taz" war da im Jahre 2004 noch "politisch unkorrekter":

"Wenn meine Schwester Sex vor der Ehe hat, schlitz ich die auf, ganz klar"

Der Islam in Deutschland: Wie sehen ihn Jugendliche deutscher und nicht deutscher Herkunft?


http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/01/08/a0114

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alaxa 02.08.2011, 21:23
371. Dazu braucht es keinen Strafrechtler

Zitat von nbarnes
der versucht, die diskussion wieder auf ein erträglich lesbares format zu bringen. meine frage zu ihrem kommentar: ist es nicht so, dass archaische tradition ein deckmäntelchen braucht, um sich gegenüber dem, was da so per tv, handy, internet verbreitet wird, rechtfertigen zu können? konkret: der zusammenhang zwischen archaischer tradition und religion mag zwar gegeben sein, aber die kausalrichtung muss nicht zwingend religion - tradition sein. viel naheliegender ist doch die kausalrichtung tradition - religion. biege die religion so zurecht, dass sie mit der tradition übereinstimmt? nur ein gedanke von mir. im übrigen sollte jedes tötungsdelikt danach beurteilt werden, inwieweit $211 gegeben ist. problem aus laiensicht scheint mir, inwieweit "niedere beweggründe" im spiel sind. aber vielleicht sollte ein strafrechtler dazu stellung nehmen.
Dazu braucht es keinen Strafrechtler, denn jede Kultur, jedes Volk, jede Religion macht sich ihre Gesetze selbst. Dumm nur, wenn in einem Gebiet unterschiedliche Vorstellungen von Recht und Gesetz aufeinanderprallen.

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daniellaun 02.08.2011, 21:29
372. -

Jeder Mord sollte wie ein Mord bestraft werden, egal ob es dabei um die "Ehre" geht oder nicht.

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Burkhardt1949 02.08.2011, 21:29
373. Sie werden gehängt

Zitat von reiserobby
Ich wurde noch nie, ist halt so, von einem gläubigen Moslem wegen meiner Homosexualität angegriffen, von Christen sehr wohl. Nehme nie und nimmer eine Religion in Schutz, sehr wohl die journalistische Sorgfalt von Spon, in diesem Falle, weil es dumme Hetze wäre, einen mittelbaren Zusammenhang von Islam und Ehrenmorden herzustellen, den es soziologisch betrachtet einfach nicht gibt. Hätte Spon das getan, wäre es das Niveau von P.I. Danke für den guten Bericht!
wenn sie sich als Homosexueller im Iran zu erkennen geben.
In anderen muslimischen Ländern werden Sie gesteinigt. Alle Religionen sind in gewissen Glaubensfragen intollerant, in Europa werden Sie aber von dem getrennt agierenden Rechtstaat geschützt. Was die sog. Ehenmorde, die man besser Schandmorde nennen sollte, wie jemand hier im Forum anregte, betrifft, so handelt es sich um Stammeskontrolle der Frauen, wie sie in Beduinengesellschaften üblich ist.
Das Versagen der deutschen Justiz ist dem Gedankengut der 68iger zu verdanken. Die Justiz nimmt das vermeintliche islamische Recht als Rechtfertigung für die Morde zur Kenntniss. Dabei haben die Richter die Scharia nicht verstanden - die nach dem Motto Auge um Auge, Zahn um Zahn richtet. Nach der Scharia hat der Mörder die Todesstrafe verdient.

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kyon 02.08.2011, 21:30
374. Traditionslinie

Zitat von Porgy
In der Bibel steht so allerhand und auch wieder das Gegenteil. Z.B. steht in der Bibel bekanntlich auch Aber nennen Sie mir mal einen von Juden, und seien sie auch noch so ultraorthodox, an der eigenen Schwester oder Tochter begangenen "Ehrenmord" in den letzten 20-30 Jahren.
Porgy, meine Kritik richtet sich nicht gegen die heutigen Juden, zumindest nicht in diesem Punkt.
Es geht mir um den Ursprung des Ehrbegriffs in der Familie über das vierte Gebot mit damaliger Todesandrohung bei der Übertretung. Der Islam steht in der Tradition des Alten Testamentes, aus dem auch das negative Frauenbild ausdrücklich abgeleitet wird.
Wen man die Frage stellt, wo dieses Ehrenmordverhalten herrührt, wird man diese Traditionslinie nicht verleugnen können.

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karmamarga 02.08.2011, 21:37
375. Es mag bei Ihnen um die Höhe des Leichenhaufens gehen

Zitat von storystory
Auch wenn es etwas zynisch klingt und so mancher das nicht versteht, Ihr Beitrag gefällt mir. Denkende Menschen werden die Untersuchung auch genau so verstehen. Traurigerweise gint es aber schon sehr viele Mitbürger, die in ihrem Gedankenbild so festgefahren sind, dass da auch die beeindruckend geringe Zahl von "gerundet": 0,000 % nichts mehr aussagt. PS.: Bei uns in der Gegend gibts leider keine Moschee, aber eben genug andere Probleme ;)
wann die Schmerzgrenze erreicht ist. Das ist ein sehr bedauerliches und bedenkliches Argument hier..... Die Würde des Menschen ist bei uns unantastbar. Und das ist das, was die Leser und Foristen hier jenseit dieser Morde beunruhigt: das dunkle unsichtabare Netz, dass sich hier durch die "erzieherischen Massnahmen" jenseits aller geltenden Gesetze über dieses Land zu spannen beginnt. Und diese Bedrohung ist ganz real und betrifft inzwischen, das ist das traurige, vor allem jene, die hier bei uns genau vor solchen Verhältnissen in ihrem Land Schutz suchen, einen Schutz, den dieser Staat nicht mehr gewähren kann, weil er gegen dieses Monstrum nicht so entschlossen vorgehen kann, wie er es in einer solchen Situation tun sollte. Der Gesetgeber wäre gefragt, aber der wird von Roth und Konsorten zugequatscht.

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nbarnes 02.08.2011, 21:37
376. das ist toll!

Zitat von alaxa
Das letzte Aufbäumen einer untergehenden Kultur? Was ist "hier"? Wer gestaltet das "hier"? Wie schon erwähnt, richtet sich in jedem Staat die Justiz an der Politik aus. Damit wird der Rahmen für das Zusammenleben geschaffen. Es hängt also davon ab, wer die Macht im Staate hat und welche Vorstellungen die Herrscher haben. Wenn die deutschen "Kartoffeln" aussterben bzw. irgendwann eine Minderheit im eigenen Lande bilden, werden andere Leute das politische Geschehen bestimmen. Daraus resultiert dann eine neue Rechtsordnung.
erklären sie mir doch bitte mal die neue rechtsordnung, die ihnen so vorschwebt. dann könnte man ja zumindest mal drüber diskutieren.
oder ist ihre aussage eine verkappte drohung?

sind sie eigentlich ein kartoffelhasser? mögen sie irgendwas, was auf kraut endet? was schmeckt ihnen denn besser? vielleicht alles das, was hier nicht so gut wächst und gedeiht und daher importiert werden muss?

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senfwassertrinker 02.08.2011, 21:39
377.

Zitat von storystory
Hatte da gerade erst mit einem anderen Forenteilnehmer eine Diskussion, und will das hier nochmals anmerken: Die Abschiebekeule ist völlig fehl am Platz.
Es gibt keine "Abschiebekeule", wie von Ihnen unterstellt.
In DE -wie in anderen Ländern auch- gibt es allerdings ein Ausländergesetz (AuslG).
Nicht "Abschiebegesetz", nicht "Migrantengesetz".
Warum wohl?

Zitat von storystory
Wenn von Millionen Ausländern bestimmten Glaubens oder einer bestimmten Kultur, Jahr für Jahr 10 zum Täter eines Ehrenmordes werden, dann muss unser Land in der Lage sein oder eben lernen, damit umzugehen.
Was wollen Sie eigentlich. Dazu gehört es, einen "kulturellen Hintergrund" in der Rechtsprechung auszuschließen, nicht irgendwie "damit umzugehen".

Zitat von storystory
Mord ist Mord, und das muss auch nach unseren Rechtsgrundsätzen geahndet werden.
Da würde mich interessieren, welche Sie hier als "unsere" zu verkaufen suchen.

Zitat von storystory
Es ist absurd zu glauben, man könne nur die positiven Dinge ausländischer Kulturen in Deutschland "integrieren".
Es ist absurd zu glauben, die entsprechenden Mehrheitsgesellschaften würden sich das gefallen lassen.

Zitat von storystory
Wir müssen auch mit den Schattenseiten umgehen können.
Wir sind auf dem besten Weg.
Leider versucht man das aus allzu durchschaubaren Gründen als "Hass" zu stilisieren und in die rechte Ecke zu drängen.

Auf die Dauer wird das nicht gut gehen, deshalb sollte man sich diesen Aspekten lieber heute als morgen widmen.

Zitat von storystory
Menschen sind nicht perfekt und es wird unabhängig von Nationalitäten immer Verbrechen geben. Und wenn hier nun mal Millionen von Ausländern leben, dann müssen wir auch mit den negativen Aspekten umgehen können, das ist meines Erachtens, auch wenn es seltsam klingt, ein Teil einer gelungenen Integration. Einfach abschieben ist da sicher nicht der richtige Weg.
Dazu fällt mir nichts mehr ein ...
Meinen Sie das ernst?

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karmamarga 02.08.2011, 21:45
378. Ich kann nichts für die Definitionen im Pressekodex

Zitat von Schäfer
Sie haben geschrieben, im Pressecodex stünde "Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden." Dass Araber, Kurden und Türken *eine* Ethnie oder Nation wären, soll doch wohl ein Witz sein? Wenn es eine Diskriminierung wäre, würde es sich auf genau eine Gemeinsamkeit gründen müssen, die dann der Grund für die Diskriminierung wäre. Klassifizierungen, die mehrere oder alle Elemente enthalten, sind genau das Gegenteil einer Diskriminierung.
aber Kurden, Türken und Araber haben eine unfehlbare Religion gemein. Und da wären wir dann bei einem einheitlichem Kriterium zur Klassifizierung: Religion. Und Religion wurde im Pressekodex aufgeführt. Ganz gleich ob diese Relion genau dafür steht, alles das, was der Pressekodex verhindern will in ihrem Sinne bei uns einzuführen.

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Porgy 02.08.2011, 21:49
379. Ursprung des Ehrbegriffs

Zitat von kyon
Porgy, meine Kritik richtet sich nicht gegen die heutigen Juden, zumindest nicht in diesem Punkt. Es geht mir um den Ursprung des Ehrbegriffs in der Familie über das vierte Gebot mit damaliger Todesandrohung bei der Übertretung. Der Islam steht in der Tradition des Alten Testamentes, aus dem auch das negative Frauenbild ausdrücklich abgeleitet wird. Wen man die Frage stellt, wo dieses Ehrenmordverhalten herrührt, wird man diese Traditionslinie nicht verleugnen können.
Informationenen zum Ursprung des Ehrbegriffs finden Sie hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Namus

und hier:

http://www.ehrenmord.de/faq/wasehre.php

Und "Namus" gibt es bei Juden nun einmal so nicht.

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