Forum: Panorama
Bombensprengung in München: "Das sieht dann spektakulär aus"
DPA

Fliegende Strohballen entzündeten sich, setzen Dachstühle in Brand: Die kontrollierte Sprengung einer Fünf-Zentner-Bombe aus dem Weltkrieg hat Sachschäden an Häusern in München ausgelöst, verletzt wurde aber niemand. Die ersten Schwabinger kehrten in ihre Häuser zurück.

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bikersplace 29.08.2012, 12:42
100. aber logisch

Zitat von SpieFo
wie ich jahrelang über dieser Sch*** Bombe sein Bier getrunken hatte?
deshalb war da ja auch immer so ne Bombenstimmung :-)
Abgefuckt das "Ambiente" - rockig das Publikum und du wusstest immer, wennst in die "7" nicht mehr reingekommen bis, dann hast in ganz Schwabing Lokalverbot...

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querulant_99 29.08.2012, 12:47
101.

Zitat von SpieFo
wie ich jahrelang über dieser Sch*** Bombe sein Bier getrunken hatte?
Wäre es nicht die vernünftigere Lösung gewesen, die Bombe sauber in Watte zu verpacken, das Loch wieder zuzuschaufeln und eine Bierkneipe drüber zu bauen? ;-)

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ancoats 29.08.2012, 12:48
102. Mea culpa

Zitat von xmix
Zitat SPON: Sprengstoffexperten lassen Bombe kontrolliert explodieren - SPIEGEL ONLINE () "Der Blindgänger war am Montag bei Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kultkneipe "Schwabinger 7" gefunden worden. Für die Entschärfung war am Dienstag ein Experte einer Munitionsräumfirma aus Brandenburg angereist. "
Sie haben Recht, ich hätte den Artikel ordentlich lesen sollen. Ich ziehe mein voreiliges Gewäsch beschämt zurück und gelobe für die Zukunft Besserung.

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pom_muc 29.08.2012, 12:54
103.

Zitat von thomaswho
das kann doch wohl wieder nur in Bayern passieren: Bei der Entschärfung versagt, beim kontrollierten Sprenegn die Kontrolle verloren, aber alles ist spuer, kein Wort der Kirtik oder gar eine Entschuldigung. Ganz grosses Kino
Man hatte immerhin den Sachverstand und den politischen Mut Experten aus Ostdeutschland anzufordern weil man selber nicht mehr weiter kam.

Splitterschäden wurden mit über 10.000 Sandsäcken größtenteils vermieden. Die Strohballen die in weiterem Umfeld großräumig verlegt wurden waren leicht zu löschen und richteten keinen größeren Schaden an.

Ob es sinnvoll ist die Druckwelle durch offene Fenster in das Wohnungsinnere zu lassen muss letztendlich der Wohnungsbesitzer entscheiden. Der eine hält Fenster für leichter austauschbar. Der andere nimmt lieber Druckschäden im Innern durch geöffnete Fenster in Kauf.

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manta 29.08.2012, 12:58
104.

Zitat von tomu1
Es ist schon sehr verwunderlich was da in München passiert ist. Bomben dieses Typs mit Aceton-Verzögerungszünder wurden schon während des Krieges mit primitivsten Hilfsmitteln entschärft. Nachdem Krieg wurde ein spezielles Fräsgerät entwickelt, dass ermöglicht den Zünder von Hand aus dem Bombengehäuse heraus zu fräsen. Nur damals verwendetet man keine Roboter, sondern die Feuerwerker hatten noch den nötigen Mut das selbst von Hand zu machen und dann klappt's auch mit der Entschärfung. Ein Feuerwerker wie Hartmann der unzählige dieses Bombentyps entschärft hat, schüttelt ob des Debakels in München wahrscheinlich den Kopf.

Zitat von tomu1
Es ist schon sehr verwunderlich was da in München passiert ist. Bomben dieses Typs mit Aceton-Verzögerungszünder wurden schon während des Krieges mit primitivsten Hilfsmitteln entschärft. Nachdem Krieg wurde ein spezielles Fräsgerät entwickelt, dass ermöglicht den Zünder von Hand aus dem Bombengehäuse heraus zu fräsen. Nur damals verwendetet man keine Roboter, sondern die Feuerwerker hatten noch den nötigen Mut das selbst von Hand zu machen und dann klappt's auch mit der Entschärfung. Ein Feuerwerker wie Hartmann der unzählige dieses Bombentyps entschärft hat, schüttelt ob des Debakels in München wahrscheinlich den Kopf.

Das ist käse....und zwar komplett.
Ein korrodiertes Aufnahmegewinde dreht niemand so leicht per Hand aus. Das wird allerhöchstens noch bei Aufschlagzündern gemacht welche in gutem Zustand sind und bei welchen man sicher weiß, dass keine Zusatzzünder (Ausbausperren...) vorhanden sind.

Schau doch mal die Bilder an, dann siehst du, dass die Bombe falsch rum liegt, mit der Spitze nach oben. Weiterhin siehst du dort oben keinen Aufschlagzünder. Das ist so ziemlich das schlechteste was es gibt. Das heisst es gibt einen Heckzünder, welcher aber unten ist und somit noch eingegraben.
Du hast keine Chance daran zu arbeiten ohne die Bombe zu verlagern (anheben, umdrehen, etc.) Es ist noch nichtmal klar welcher Zünder es genau ist.
Hat der Zünder überhaupt ausgelöst oder ist die Acetonampulle noch heil ? Falls die Ampulle zerbrochen ist, ist dann das Aceton noch immer drin, aber konnte aufgrund der falschen Lage das Zelluloid noch nicht anlösen ? Falls ja, dann ist sind Temp.schwanken ein Problem. Im Erdreich ist es kühl, aber an der Oberfläche erhöht sich der Dampfdruck des Acetons, und das Zelluloid wird schneller durch die Dämpfe angegriffen. Etc..etc..etc..

WÄHREND des Krieges war die Entschärfung natürlich einfacher. Sagen wir mal du kommst nach einer Stunde nach Abwurf zum Fundort, dann ist das Zelluloid mit Sicherheit noch in Ordnung und das Aceton tut langsam sein Werk. Du hast dann ein paar Stunden zeit. Hier wird dann seitlich gefräst bis man beim Ampullenraum ist. Das Aceton dann ablassen und rauswaschen. Jetzt ist es sicher und der Prozess aufgehalten.

Nach über 60 Jahren ist der Zustand aber komplett ungewiss. Und wenn der Zünder nicht zuganglich ist, kann man auch keine Raketenklemme, Auszieher oder Wasserstrahlschneider anbringen.
Sprengen war das einzig sinnvolle, wenn man das kleine Zeitfenster betrachtet. (Geschäfte, Kinder, Job, Zurückgelassene Haustiere, etc.)
WÄhre das Teil auf freiem Feld, könnte man natürlich damit experimentieren und neue Lösungen finden. So aber nicht.
In der Hoffnung das nun klargestellt zu haben.

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pom_muc 29.08.2012, 13:00
105.

Zitat von JerryFletcher
wieder mal viel Senf. Die Strohballen wurden in aller Hektik am Dienstagmorgen von der Feuerwehr herbeigebracht. Es hieß ja, dass die Bombe jederzeit hochgehen kann. Der Experte kam dann am Mittag. Man hat die Bombe letztendlich entschärft, da der wirtschaftliche Schade einer Aufschiebung größer gewsen wäre als ein Paar zerborstene Scheiben (Verkehrschaos, Leute die nicht in/aus ihrerer Wohnung können, demzufolge verhungernde Katzen, usw. usw.) Wenn ein Experte sagt, dass eine Sprengung besser ist, dann sollte wir ihm einfach mal glauben. Wofür gibt es denn Experten? Dass jetzt viele wieder alles besser wissen, geschenkt. Bürgermeister Ude war gestern Abend, als es wirklich ernst wurde, bei einer Wahlkampfveranstaltung am Stiglmaierplatz mit Schmidt zusammen.
Udes konsequentes seit Jahren erfolgreich angewandtes Verhalten. ;-)

Immer bei positiven Aktivitäten wie Oktoberfest präsent sein und bei allem Negativen Vertreter schicken.

Es hilft ja nicht unbedingt bei Wahlen wenn man auch bei negativen Ereignissen erwähnt wird.

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nablaoperator 29.08.2012, 13:22
106. Alles Experten hier...

Wenn man das hier alles liest, dann erscheint es mir, dass es in Deutschland ähnlich viele Sprengstoffexperten gibt, wie Fußballtrainer. Was ist passiert? Man hat eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die sich nicht sicher entschärfen ließ. Deshalb hat man entschieden, sie kontrolliert zu sprengen. Das wurde getan und es ist nichts Schlimmes passiert. Niemand ist zu Schaden gekommen. Alles gut.
Anstatt sich zu freuen und den Menschen zu gratulieren, kommen jetzt die Schlaumeier um die Ecke. Die Fenster hätte man aufmachen müssen! Wie kann man nur so blöd sein! Ach ja, wer hätte sie denn aufmachen sollen? Hätten die Feuerwehrmänner nach dem das entsprechende Gebiet evakuiert wurde bei den Bewohnern die Schlüssel einsammeln sollen, um dann Wohnung für Wohnung abzuklappern und die Fenster öffnen? Oder hätten die Bewohner, bevor sie Ihre Wohnung verlassen haben, die Fenster öffnen sollen? Zu dem Zeitpunkt war doch gar nicht klar, ob es zu Sprengung kommen werde. Glaubt ihr Superschlauen eigentlich wirklich, dass die Sprengstoffexperten nicht wissen, dass es sinnvoll ist, bei einer Sprengung die Fenster zu öffnen?
Andere Möchtegern-Bombenentschärfer, wollen der Bombe lieber mit Fräsern, Bauschaum und flüssigem Stickstoff zu Leibe rücken. Oder mit primitiven Werkzeugen, wie man es nach und im Krieg gemacht hat. Schon mal dran gedacht, dass das Ding da rund 70 Jahre vor sich hin rostet? Da wird wohl nichts, mit mal eben abschrauben. Und ob das Anbohren der Bombe, deren Zünder extrem fragil ist, eine tolle Idee ist, glaube ich auch nicht. Ganz besonders unverschämt ist es allerdings, den Experten den entsprechenden Mut abzusprechen. Ich bin jedenfalls froh, dass es Menschen gibt, die ihr Leben dafür aufs Spiel setzen, um uns alle von diesem gefährlichen Erbe zu befreien. Danke dafür.

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losai 29.08.2012, 13:27
107. Kriegserklärung

"Warum wird nicht eigentlich direkt die USA als Verursacher in Regress genommen?"
Könnte es sein das Deutschland einen Angriffskrieg gegen die Allierten geführt hat und am 11. Dez 41 den USA den Krieg erklärt hat?

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captain 29.08.2012, 13:28
108. 2. Blindgänger

Zitat von pom_muc
Udes konsequentes seit Jahren erfolgreich angewandtes Verhalten. ;-) Immer bei positiven Aktivitäten wie Oktoberfest präsent sein und bei allem Negativen Vertreter schicken. Es hilft ja nicht unbedingt bei Wahlen wenn man auch bei negativen Ereignissen erwähnt wird.
Wäre er da gewesen, hätte man ja womöglich von 2. Blindgänger gesprochen ;-)

Ist schon erstaunlich wieviel Klugscheißer hier sind. Kennen sich von ihrem bequemen Bürosessel bestens aus. Am besten- die nächste Bombe selber entschärfen, und nicht wundern wenn nur ein unbedeutendes A... loch übrig bleibt.

Armes Deutschland...

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pom_muc 29.08.2012, 13:29
109.

Zitat von SpieFo
Logistisch gesehen ein Desaster. Wir hatten 70 Jahre Zeit, Maßnahmenszenrarien für alle mögliche Fälle auszuarbeiten, und was ist dabei herausgekommen? Stroh! Gerade wenn es - angeblich - an Zeit fehlt, muß doch umso konzentrierter gearbeitet werden. Für Schlamperei und Leichtsinn ist das keine Zeit mehr! Ich versteh's nicht, sorry. (@xmix, @gable, @sgift)
Wenn Sie damit ausdrücken wollen dass die Katastrophenpläne der seit den 90ern rot-grün regierten Stadtverwaltung unzureichend waren will ich Ihnen nicht widersprechen.

Wer von den sonst immer so wichtigen "Entscheidern" des rot-grünen Stadtrates war denn zur Koordination vor Ort?

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