Forum: Panorama
Brad Pitt bei den Anonymen Alkoholikern: Die hässlichen Seiten bloßgelegt
Tristan Fewings/Getty Images

Brad Pitt war jahrelang alkoholabhängig. Nach der Trennung von Angelina Jolie gelang ihm der Schnitt: durch Sitzungen bei den Anonymen Alkoholikern. Der Schauspieler spricht nun von einer befreienden Erfahrung.

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stolte-privat 05.09.2019, 15:24
1. Offen und Ehrlich

Das dürfte es sein, was Brad Pitt in seinem Umfeld vermisst hat. Hollywood ist ja nicht gerade dafür berühmt.

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mussich 05.09.2019, 15:53
2. was für eine Leere

ein Leben ohne Drogen und Alkohol. Macht das überhaupt Sinn?

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arsvivendi 05.09.2019, 16:17
3. Brad Pitt war jahrelang alkoholabhängig.

Das geht (leider) nicht. Einmal süchtig, immer süchtig.
Schön, dass er jetzt wohl trocken ist.

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sternenguckerle 05.09.2019, 16:23
4. Verschwiegenheit

Ich bewundere die Verschwiegenheit der Teilnehmer bei diesen Anonymen Alkoholiker Treffen, dass da keiner mit Informationen an die Presse gegangen ist und sich alle auf ihre Probleme konzentriert haben!

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kurtzweil 05.09.2019, 16:42
5. Macht Sinn -

Oh ja, ein Leben ohne Alkohol macht sehr wohl Sinn, da gibt's keine Leere mehr. Während der Sauferei nur der Gedanke "Hab ich genug gebunkert für die nächsten Stunden?" - jetzt wird das Leben wieder farbig. Spreche aus Erfahrung.

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hw7370 05.09.2019, 16:47
6. Die AA

Kapitulation. Aufstieg einer Krankheit" lautet der Titel des schwer alkoholsuechtigen gewordenen Autors Herhaus, der in seinem Buch minitioes seine Alkoholsucht beschriebt und wie er dadurch die Familie zerstoerte, im Dreck und Knast und Psychiatrie landete und zuletzt nur durch die AA gerettet wurde. Sehr empfehlenswertes Buch. Fuer alle, Kranke wie Familie.

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zooombie 05.09.2019, 17:00
7. Das Hauptproblem ist:

Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker, deshalb stellen sich bei den AA die Teilnehmer auch mit ihrem Vornamen vor und dem Zusatz: "Ich bin Alkoholiker", selbst wenn sie schon 20 Jahre trocken sind. (Als ehemaliger Kettenraucher, weiß ich, wovon ich spreche, 3 Zigaretten, schon wäre ich wieder drauf.)
Und die Gefahr kommt teilweise von Seiten, an die man gar nicht denkt: Rumaroma im Kuchen, Zahnreinigung vor dem Kroneneinsatz beim Zahnarzt mit Äthylalkohol, trockenen Alkoholikern droht der Rückfall von unerwarteter Seite.
Respekt für Jeden, der es schafft, trocken zu bleiben. Und eigentlich sollte Ächtung der Alkoholwerbung den gleichen Stellenwert haben, wie die der Tabakwerbung, aber wie sollten das unsere Volksvertreter einschätzen können, von denen Statisiken zu Folge mehr als 30% alkoholkrank sind?

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j.c.nolte 05.09.2019, 17:43
8. Ich würde es mal nicht so streng sehen

Zitat von arsvivendi
Das geht (leider) nicht. Einmal süchtig, immer süchtig. Schön, dass er jetzt wohl trocken ist.
Naja, da gibt es wohl noch Unterschiede. Im Laufe der Jahre verändert sich die Biochemie des Körpers bei Alkoholmissbrauch dahingehend, dass Sie ständig trinken _müssen_. Wenn Sie dann trocken sind, haben Sie jeden Tag das größte Verlangen dannach. Der Prozess ist auch nicht umkehrbar. Steven King hat da mal drüber berichtet. Das muss echter Horror sein. Wie, als hätten Sie ständig Hunger und würden aber nichts zu essen kriegen.

Insofern scheint Brad Pitt ja mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Außerdem habe ich gelesen, dass es immer mehr Ärzte gibt, die das sogenannte kontrollierte Trinken empfehlen. Kenne mich mit dem Thema familienbedingt leider auch ein bisschen aus ...

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dieter-ploetze 05.09.2019, 18:07
9. @8,j.c.nolte, nach aufhoeren laeest der suchtdruck nach

Zitat von j.c.nolte
Naja, da gibt es wohl noch Unterschiede. Im Laufe der Jahre verändert sich die Biochemie des Körpers bei Alkoholmissbrauch dahingehend, dass Sie ständig trinken _müssen_. Wenn Sie dann trocken sind, haben Sie jeden Tag das größte Verlangen dannach. Der Prozess ist auch nicht umkehrbar. Steven King hat da mal drüber berichtet. Das muss echter Horror sein. Wie, als hätten Sie ständig Hunger und würden aber nichts zu essen kriegen. Insofern scheint Brad Pitt ja mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Außerdem habe ich gelesen, dass es immer mehr Ärzte gibt, die das sogenannte kontrollierte Trinken empfehlen. Kenne mich mit dem Thema familienbedingt leider auch ein bisschen aus ...
wenn man es geschafft hat "trocken" zu werden, beginnt sicher erst mal die schwierigste zeit. wenn es einem da schlecht geht, hat man dummerweise noch das wissen, jetzt alkohol und alles ist gut. diese situation kommt manchmal hoch, ist aber nicht durchgehend. da muss man durch, eisern bleiben, das kann monate und laenger dauern, wird mit der zeit aber immer gemilderter. irgenwann ist dieser suchtdruck dann voellig weg und es fehlt einem nichts mehr.
also es ist gewiss nicht so, dass es einem dann das ganze weitere leben schlecht ginge. keineswegs.

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