Forum: Panorama
Brand in Pariser Kathedrale: Notre-Dame entging nur knapp der kompletten Zerstörung
Christophe Petit Tesson/ AP

"15 bis 30 Minuten" machten am Ende den entscheidenden Unterschied: Nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs war die Gefahr einer vollständigen Zerstörung von Notre-Dame größer als bisher angenommen.

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Athlonpower 17.04.2019, 09:57
50. Wenn Reiche und Landwirte jammern, dann ist die Welt in Ordnung

Zitat von gottseidank.de
Zu sehen dass Milliardäre innerhalb von Minuten solche Summen spenden für ein Gebäude, sich aber ansonsten über die Steuerlast beschweren, finde ich sehr traurig. .....
Sie müssen das Beschweren der Reichen und Superreichen über die Steuern und Abgaben genauso sehen, wie hierzulande das Jammern der Landwirte über die niedrigen Preise und Einkommen,

solange gejammert und geschimpft wird, geht es beiden gut bis sehr gut, erst wenn das Jammern und Schimpfen von Reichen bzw. Landwirten verstummt, dann muß man sich ernste Sorgen machen.

Im übrigen wären die Mulit-Milliardäre ja nicht solche, wenn sie übermäßig Steuern und Abgaben bezahlen müßten/würden, ganz im Gegenteil, die Anhäufung von immensen Reichtum in wenigen Händen/Familien ist der Grundstein zum Zusammenbruch des kapitalistischen Systems, das haben ja die Franzosen bereits 1789 eindrucksvoll bewiesen, allerdings haben sich die Reichen und Superreichen davon bislang nichts gemerkt:-)

Der Lerneffekt also gleich Null, dann bis zum nächsten Male!

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Beat Adler 17.04.2019, 09:57
51. Frankreich ist die Nr EINS im Tourismus und im Luxusgeschaeft

Zitat von gottseidank.de
Zu sehen dass Milliardäre innerhalb von Minuten solche Summen spenden für ein Gebäude, sich aber ansonsten über die Steuerlast beschweren, finde ich sehr traurig. Den Menschen in Frankreich scheint es nicht so gut zu gehen, man schaue auf die Gelbwesten, die massiven Probleme in den Vororten. Das Geld wäre besser in die Menschen investiert und in eine faire, balancierte Gesellschaft. Stattdessen setzt man auf Wahrzeichen und Symbole. Schade um das alte Gebäude aber dieser „Spendenmarathon“ ruft bei mir keine Bewunderung hervor. Vielmehr ist es doch auch Ausdruck einer Gesellschaft in der etwas gewaltig schief läuft.
Frankreich ist die Nr EINS im Tourismus und im Luxusgeschaeft. Beide Industrien befruchten sich gegenseitig. 2018 war ein neues Rekordjahr im Tourismus fuer Frankreich. Nie besuchten soviele Touristen aus aller Welt Frankreich. Viele unter ihnen kaufen franzoesische Luxusgueter, um damit zu Hause nach Rueckkehr anzugeben;-)

Die Milliardaere, die fuer den Wiederaufbau der Notre Dame spenden, sind in diesen Geschaeften zu Hause. Sie und ihre Eltern brachten es Dank diesen Industrien zu Reichtum.

Die Notre Dame ist ein ganz wichtiger Teil des Tourismusangebotes von Frankreich. Die Spender sorgen dafuer, das das so bleibt. Selbstverstaendlich spielt dabei ihr Eigeneinteressen eine Rolle.

Nur nebenbei: Trotz hoher Arbeitslosigkeit von 8.x % in Frankreich kann die Tourismus-, Hotellerie-- und Gastronomiebranche weit ueber 150'000 offenen Stellen NICHT besetzen.
mfG Beat

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dirkhs 17.04.2019, 09:58
52. Nun

Milliadäre wollen mehrere 100 Millionen spenden, ansonsten Steuern zahlen ? Nö ! Nun soll der alte Brocken wieder aufgebaut werden. Kätzerisch könnte man sagen, damit die Leute was zu gucken haben. Brauchen tut man das Teil nicht. Als Nichtkirchengänger ist es meine Meinung, man kann es auch abreißen

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regelaltersrentner 17.04.2019, 09:59
53.

Zitat von p2063
hat die Katholische Kirche plötzlich etwa kein Geld mehr?
In Frankreich wird keine Kirchensteuer erhoben. Aufgrund der strikten Trennung von Kirche und Staat (Laizismus) finanziert sich die Kirche aus den freiwilligen Beiträgen ihrer Mitglieder.

Das ist ihnen doch bekannt, deshalb verstehe ich ihre Frage nicht?

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spiegeleix 17.04.2019, 09:59
54. @in.se:

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Mosambique erhält schon zig Millionen Entwicklungshilfe von Europa, und das seit Jahrzehnten. Das ist schon so selbstverständlich geworden, dass es gar nicht mehr mitzählt, oder was?

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ich2010 17.04.2019, 09:59
55.

Zitat von ramsis77
So machen das die Franzosen (und so hättens die Amis, Italiener, Spanier und jede stolze Nation gemacht): 1) einen Helden der Nacht küren 2) ein stolzer Satz des Staatsoberhauptes 3) die Katastrophe auf die Minute und das letzte Tröpfchen dramatisieren. Die Grande Nation hat mit höchster Emotion auf eine wahrlich traurige Katastrophe reagiert, alle trauern mit und spenden, was das Zeug hält. Wäre sowas in Deutschland passiert (man stelle sich einen solchen Brand im Kölner Dom vor), wäre erstmal der Schuldige an den Pranger gestellt und bis auf die letzte Unterhosennaht auseinander genommen worden. Außerdem die Brandschutzfirma, die irgendwo im Schuppen der Dom Gärtnerei ein Ventil vergessen hätte. Mama Merkel hätte nur traurig geschaut, irgendwelche Atheisten hätten für den Abriss demonstriert, bevor die Kirche für 250.000? wieder aufgebaut worden wäre (Endsumme 2,5 Mrd wegen vergessener Sprenkleranlagen). Und ab Jahr 2045 würden die Prozesse gegen Pfuscher und Pfeifen geführt. Jeder der den Umgang mit der Katastrophe nicht verstehen will: so macht man Denkmäler, Wahrzeichen, Helden und ein Nationalgefühl! Ich bin mal wieder begeistert von den Franzosen!
es gab keine Verletzten, es mussten keine Menschen gerettet werden,es ist kein Hochhaus mit tausende Menschen eingstürzt, sondern der Dachstuhl eines alten Gebäudes hat gebrannt. Ja, natürlich ist es schade, wenn Museumsgegenstände vernichtet werden. Was das aber mit Nationalgefühl oder Heldentum zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

Man identifiziert sich nicht mit einem Haufen alter Steine, sondern wenn überhaupt mit einer Kultur. Und selbst das stelle ich in Frage.

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schmidt-post 17.04.2019, 10:00
56.

Zitat von UlrikeLange aus Darmstadt
Die Reichen sonnen sich in ihrer charité. Selten haben sie die Gelegenheit, ihre Privilegien als so gerechtfertigt und voller Verantwortung für Land und Volk zu inszenieren. Was Liebe sein soll, ist lediglich der Zement der Macht. Aufgeführt als herzzereißender concours d'élégance. Eine Explosion an Kitsch!
Sie sollten mal Ihr Französisch aufpolieren.... Oder nicht versuchen, so geschwollen daher zu reden

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matthias_eckert 17.04.2019, 10:00
57. Blei brennbar?

Im Artikel wird behauptet, dass Blei brennbar sei. Wie kommt Ihr Redakteur zu dieser Ansicht? Zumindest unterhalb des Siedepunkts von 1749°C brennt elementares Blei schon mal definitiv nicht. Solche Temperaturen werden aber bei normalen Bränden (auch bei Großbränden wie dem von Notre-Dame) nicht erreicht. Ausnahme sind Bleistäube. Ein Dach ist aber nicht mit Bleistaub gedeckt. Ich finde, der Redakteur sollte sein Fachwissen hinsichtlich der Brennbarkeit von Blei mal näher erläutern!

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mwroer 17.04.2019, 10:00
58.

Zitat von xees-ss
Spenden ankündigen heißt nicht, dass die Summen auch überwiesen werden! In ein paar Jahren ist das eine Randnotiz. Und wer weiß, eventuell kann man diese Spenden in Frankreich von der Steuer absetzen?
Oh die werden überwiesen. Ich denke Sie machen keine Vorstellung davon was für ein Shitstorm über den hereinbricht - und die dazugehörigen Firmen - der sich bei diesem Thema nicht an sein Versprechen hält.

Im übrigen liegt denen allen Frankreich am Herzen - deswegen spenden die.

Ob das absetzbar ist ... keine Ahnung. Spielt das eine Rolle?

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archie21 17.04.2019, 10:08
59. Fehlender Brandschutz

Da ist die Kathedrale nun gerade großteils abgebrannt - aber der Direktor stellt sich hin und erklärt, "mehr habe man nicht tun können" beim Brandschutz. Dabei haben sie geradezu musterhaft demonstriert, wie man nicht vorgehen sollte beim Brandschutz. Mit dieser Bemerkung hat sich der Hauptschuldige bereits unbeabsichtigt selbst präsentiert.

Drei mal täglich Patrouille gehen war anscheinend alles, was sie an Brandschutz hatten. Und Rauchmelder offenbar. Die haben auch richtig angeschlagen um 18:20. Da hätte man den Brand wohl noch mit einem Handlöscher löschen können. Aber man fühlte sich nicht bemüßigt, genau hinzusehen.

Eine halbe Stunde später dann Großalarm, Evakuierung. Doch die Feuerwehr ließ auf sich warten. Auf dem Foto sieht man das Dach bereits in hellen Flammen stehen, doch unten sind sie noch beim Sortieren der Schläuche. Keine Steigleitungen, keine irgendwie gearteten Vorkehrungen für den Brandfall. Man fragt sich, wie die Kirche die Jahrhunderte überdauern konnte, nicht längst einem Blitzschlag zum Opfer fiel. Blitzableiter haben sie anscheinend in ausreichender Menge.

Vermutlich war der Brandschutz und die Wachsamkeit früher besser, wurde aber innerhalb der letzten Jahre "aus Kostengründen" zurückgefahren. Wie lange ist eigentlich der Direktor Patrick Chauvet schon im Amt?

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