Forum: Panorama
Breiviks Schießclub: "Er ist nicht weiter aufgefallen"

Sturmgewehr, Pistole, Pumpgun: Der norwegische Attentäter besaß als Mitglied eines Schützenvereins und angeblicher Jäger ein ganzes Arsenal legaler Waffen. Seine früheren Schießclub-Kameraden wollen von Breiviks radikalen Ansichten nichts bemerkt haben. Ein Ortsbesuch.

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membot 27.07.2011, 23:46
280. titel

Zitat von geroi.truda
... Nicht schneller als 120 zu fahren ist lächerlich - schneller macht Spaß. Bin auf der A20 mit meinem Bentley Continental auch schon mal über 300 gefahren...
Vielen Dank.
So viel zum Verantwortungsbewußtsein von Waffenbesitzern.
Wenn Sie mit Ihrer Waffe genauso umgehen, wie mit Ihrem Fahrzeug, sehe ich schon das nächste Unglück anrollen.

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Frank Miskar 27.07.2011, 23:47
281. Für ein titelfreies SPON-Forum!

Zitat von jitori
Die Lieblingswaffen von Attentätern und Profikillern sind übrigens ... KK.
Klar und Luftgewehre, Laser"waffen" (werden beim Biathlon sogar von, man höre und staune, blinden Schützen hächst erfolgreich eingesetzt) sowie Pfeil und Bogen.

Wer glaubt seinen Sport nur mit Grossklaibern ausüben zu können, dem gehts nicht um Sport; das geht ganz prima mit der Luftbüchse, dem geht es um das Gefühl der Macht, das er mit einer potentiell massenmordfähigen Waffe in Händen hält. Der ist ein Waffennarr. Mit Betonung auf Narr.

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Zavi85 27.07.2011, 23:53
282. .

Zitat von ajf00
"brave Buerger" haben auch wenn der Waffenbesitz uneingeschraenkt erlaubt ist, normalerweise keine Waffen, dass zeichnet sie ja gerade als brave Buerger aus, dass sie kein Interesse daran haben ihre Mitbuerger zu erschiessen. Ausserdem, ein Gangster mit einer illegallen Waffe kann damit vielleicht einen Raubueberfall machen, um in einem gut organisierten Amoklauf 70 Leute zu erschiessen, muss man den Umgang mit den Waffen richtig trainieren, und das geht eben einfacher in der legalitaet eines Schiesservereins.
Das ist sehr weit hergeholt. Woran erkennt man denn einen "braven Bürger"?

Ich selbst bin kein Freund von Feuerwaffen. Aber wer es nun mal als Sport sieht soll ihn auch weiter betreiben. Ob Pumpguns unbedingt dazu gehören sollten, ist meiner Meinung nach Fraglich. Ich hoffe nur dass solche Vereine nicht in Misskredit geraten wegen der Taten solcher Leute (ihn als Mensch zu bezeichnen wiederstrebt mir zu tiefst).

Dass der Schiesssport indirekt mit Gewalt zu tun hat ist meiner Meinung nach eine Tatsache. Aber auch Vereine die sich mit Kampfsport beschäftigen haben mit Gewalt (wenn auch der Anwendung von Gewalt gegen Gewalt) zu tun und diese sollte man ja auch nicht verbieten.

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FrankDr 27.07.2011, 23:53
283. recht

Zitat von hördochauf
..und keiner nimmt es zur Kenntnis.. Die Munition muss besser kontolliert werden - wozu muss man die zuhause haben? Wer mal bei der Bunniwehr weiß - da laufen jede Menge 'junge' Leute mit Waffen rum.... passiert aber sogut wie nix, weil die Munition unter Verschluss bleibt und nur auf der Schießbahn oder Wache ausgegeben wird... So sollte es auch im Sport sein... meine Meinung

Ich habe nichts dazu geschrieben, weil sie absolut Recht haben.

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Frank Miskar 27.07.2011, 23:56
284. falscher Vergleich

Zitat von No_Name
sind Autos mit merh als 50 PS nötig? Muss man schneller als 130 fahren können?

Sie vergleichen immer Unfälle mit absichtlich begangenen Morden.

Schon das unterschiedliche Strafmass sollte Sie, bei ganz scharfem Nachdenken, auf die Idee bringen, dass diese beiden Taten nicht miteinander vergleichbar sind.

Wenn Sie aus grober Fahrlässigkeit das Kind Ihrer Nachbarn tot fahren, landen Sie für relativ kurze Zeit hinter Gittern, wenn überhaupt, wenn die Umstände für Bewährung sprechen.

Bringen Sie die Nachbarin mit Ihrem Auto um und man kann Ihnen VORSATZ nachweisen (was bei einem Sportwaffenmord naturgemäss einfacher ist, als bei einem Mord mit dem Auto als Tatwerkzeug) brummen Sie mindestens fünfzehn Jahre.

Der Unterschied sollte sogar schlichten Gemütern wie den Waffennarren in diesem Forum klar sein.

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zoon politicon 27.07.2011, 23:57
285. Staaten als gefährlichste Waffenträger.

Zitat von AuchNurEinNick
Schau an, … Die Regierung will die Bevölkerung also aus ganz anderen Gründen entwaffnen? Aus welchen denn? Damit die "Bevölkerung" sich später mal nicht mit der Waffe in der Hand gegen den Staat wehrt? Das ist doch die so ziemlich einzige Folgerung, die man aus Ihrem Posting herauslesen kann. Was heisst denn das? Das heisst doch nichts anderes als das Sie die Waffe auch(!) haben um sich gegen den Staat zu "verteidigen". Mithin um damit ausserhalb des Schützenvereins herum zu ballern falls Sie den Zeitpunkt dafür für gekommen halten. Sehen Sie und genau das ist einer der vielen Gründe weshalb man den Leuten besser keine Waffe in die Hand drückt. Sie mögen sich ja wie in Amerika fühlen aber wir sind hier in Deutschland. Haben Sie eigentlich einen Waffenschein? Ich hoffe nicht.
Zur Erinnerung: Die mit Abstand größten Verbrecher sind Staaten. Ich rede hier nicht von Tötungen feindlicher Individuen im Kriegszustand. Ich rede hier von organisierten Unterdrückungs- und Vernichtungsaktionen. Schon vergessen, dass das erste antijüdische Gesetz der Nazis den Juden jeglichen Waffenbesitz verbot. Ausserdem herrschte im Dritten Reich ein sehr strenges Waffengesetz welches sicherstellte, dass nur die staatstragenden Kräfte Waffen hatten.
Aus gemachter Erfahrung der aus Europa stammenden ersten Amerikaner heraus wurde dem gemeinen Mann ausdrücklich der Besitz von Waffen erlaubt. In der alten Heimat Europa war diese Privileg der Obrigkeit/Adel vorbehalten, d.h. einem staatlichen Unterdrückerregime. Die Amerikaner sind im Gegensatz zu den Deutschen nicht von der grundsätzlichen Unfehlbarkeit und Gerechtigkeit eines Staates überzeugt und haben ihren Bürgern daher als ein Grundrecht das Recht gelassen sich im Zweifel auch gegen eine oppressive Obrigkeit mittels Waffen zu wehren. Es ist geradezu hirnrissig wenn ausgerechnet Deutsche sich wiederum in die totale Abhängigkeit einer formal perfekten Justiz in einem formal perfekten Staat begeben und jedem der daran Zweifel anmeldet in die Ecke des politischen Verdachts stellen. Übrigens steht auch den Deutschen laut GG das Recht zu sich notfalls mittels Gewalt gegen einen Unterdrückerstaat zu wehren. Dieses Recht wurde ja wohl aus sehr gutem Grund geschaffen.
Hitler und seine Mordgesellen mir illegalen Waffen über den Haufen zu schiessen wäre für Deutschland allemal ehrenhafter gewesen als sich nachsagen lassen zu müssen diese Pack auch noch demokratisch gewählt zu haben.

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iwakura 28.07.2011, 00:08
286. +++

Zitat von ajf00
Im grossen und ganzen, stimme ich ihren letzten zwei Absaetzen komplett zu. Ich habe nicht besonders viel Angst davor bei einem Amoklauf getoetet zu werden, und kann mit dem Restrisiko auch ganz gut leben. Nur es gibt halt Risiken, die einfach zu unnuetz sind, einfach bloedsinnig, deswegen setze ich mich innerhalb des demokratischen Systems dafuer ein mit sinnvollen gesetzlichen Regelungen diese Risiken zu minimieren. Mit echten Waffen "Sport" zu treiben ist bloedsinnig. Schneller als 120 km/h Auto zu fahren ist bescheuert. Und Atomkraftwerke sind industrielle Saurier aus dem letzten Jahrtausend. Bei allen drei Fragenstellungen kann man leicht etwas machen. Warum sollte die Mehrheit der Bevoelkerung da nichts unternehmen, nur weil eine ruecksichtslose Minderheit sich auf Kosten der allgemeinheit auf diesen Gebieten ausleben will.
Ich würde Ihnen allerdings in allen 3 Fragen entschieden widersprechen.
Was die Atomkraft angeht, bin ich damit leider in der Minderheit, was das Tempolimit angeht glücklicherweise in der Mehrheit.

Was den Waffenbesitz angeht, ist der in Deutschland wirklich NUR nach solchen Taten ein öffentliches Thema.
Es liegt nahe, bei vielen der plötzlich auftauchenden Waffengegnern eine Art politische Panikreaktion zu vermuten, wie bei Fukushima nebenbei auch, da aber wenigstens noch vor dem Hintergrund einer ursprünglich mit sehr berechtigten Anliegen angetretenen, seit Jahrzehnten engagierten Bürgerbewegung.
Diesen öffentlichen Rückhalt sehe ich in der Form nicht, wenn es um unsere Waffengesetze geht (und die sind im europäischen Vergleich schon ziemlich streng, trotz einer relativ starken Waffenlobby hierzulande)
Das gleiche gilt für die Gefährdungslage, die ist bei Waffen weder so hoch wie bei der Atomkraft noch wie auf der Autobahn

Wobei das momentan nicht mal unsere dringendste Sorge ist, solche Tragödien rufen ja immer die bedenklichsten politischen Reflexe hervor.
Man sollte sich dem verweigern, solche Entscheidungen sollten nicht aus dem Augenblick heraus getroffen werden.

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netiew 28.07.2011, 00:13
287. Schusswaffenbesitz

ist ein Grundrecht der freien Menschheit. In den USA wurden in den letzten 10 Jahren nahezu 10 000 Menschen erschossen. Es lebe die Freiheit!

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paulomarlene 28.07.2011, 00:26
288. Sigmund Freud

Die Psyche des Menschen geht manchmal sonderbare Wege (Sigmund Freud).Der eine braucht ein Repetiergewehr um zu imponieren,der andere einen gefaehrlichen Kampfhund um seinen Minderwertigkeitskomplex zu verbergen jedem sein kleines Vergnuegen!

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Powermonger 28.07.2011, 00:32
289. Nachdenken lohnt sich (meistens jedenfalls!)

Zitat von hördochauf
..und keiner nimmt es zur Kenntnis.. Die Munition muss besser kontolliert werden - wozu muss man die zuhause haben? Wer mal bei der Bunniwehr weiß - da laufen jede Menge 'junge' Leute mit Waffen rum.... passiert aber sogut wie nix, weil die Munition unter Verschluss bleibt und nur auf der Schießbahn oder Wache ausgegeben wird... So sollte es auch im Sport sein... meine Meinung
Werte(r) hördochauf,

hören Sie bitte damit auf, einen derartigen Nonsens zu verbreiten. Ich bin geneigt zu der Annahme, dass Sie alles, was der Staat und seine "Sicherheits-Organe" vorgeben, für die Sicherheit der Bürger unbedingt tun zu müssen, als alleinseligmachende Wahrheit verehren. Viel wichtiger wäre meines Erachtens, dass es gegen solche staatlichen Umtriebe zur Beschneidung der Freiheits-Rechte des Staatsvolkes eine "biometrische Sicherung" (wie sie ja gern im Zusammenhang mit Schusswaffen gefordert wird!) gibt.
Ich habe im Übrigen "biometrische Sicherungen" für die von mir legal besessenen und regelmäßig verwendeten Schusswaffen, an die keine technische Errungenschaft heranreicht. Diese nennen sich "Gehirn" und "gesunder Menschenverstand", wobei mir die letztere bereits von Kindesbeinen an ausdauernd seitens meiner Eltern eingebläut wurde! Der überwiegende Teil der Generation aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde seinerseits nie mit solch einprägsamen Segnungen bedacht. Damals war meines Wissens "anti-autoritäre Erziehung" nach Neill und Reich schwer in Mode. Das Problem dabei war, dass die tatsächlich praktizierte "Laissez-faire-Erziehung" rein gar nichts mit "antiautoritärer Erziehung" zu tun hatte und immer noch hat.
Benutzen Sie bitte künftig ihren Denkapparat, bevor Sie hier weiterhin zusammenhanglosen Nonsens kundtun. Vielen Dank!

Gute Nacht!


Powermonger

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