Forum: Panorama
Brett Kavanaugh: Vom Weinen und Wählen
REUTERS

Über den US-Richter Brett Kavanaugh wissen wir mittlerweile alles. Aber wie viel Bier trank eigentlich Bundesverfassungsrichter A. vor 40 Jahren? Welche Ansichten vertrat Richter C. vor 20 Jahren, und wie gelangte der Mensch D. auf die Wahl-Liste?

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fuffel 14.10.2018, 22:18
100. nun ja

auf Dauer werden die relativistischen Volten aber auch ermüdend.
Eine unterhaltsame tour-de-force durch Ihren gewaltigen Kosmos des Unzusammenhängenden.
Aber doch keine Anleitung oder kausale Kritik ob der Aufnahme des Bindfadens.
Wir wissen nichts und Sie wissen nichts von Vielen was damit auch wenig zu tun haben dürfte :)

Und wie kommt der Mensch nun zu seinen Urteilen?

Tja, ich durfte zumindest Einblicke in die Wahl "zur Zierde des Juristenstandes, zur Leuchte der Gelehrsamkeit, zum Monolith der Gerechtigkeit" gewinnen
und
sowohl dem Prozedere als auch dem Kandidaten meine unmaßgeblichen Zweifel an der sittlichen Reife aussprechen.

Ihre despektierlichen Anforderungen an die Qualifikation der Teilnehmer dieser Diskussion kümmern mich dabei weniger, als ein einziger Gedanke an die Konsequenzen für sagen wir mal: Schwangere nach einer Vergewaltigung...

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laurosilva 15.10.2018, 03:13
101. Dahinter steckt etwas !

Das enorme Engagement von Trump, Kavanaugh Supreme Court Richter zu ernennen, ist noch nicht geklärt. Machen wir uns keine Sorgen, die Zeit wird uns sagen.

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T.Kovac 15.10.2018, 09:47
102. Neue Freunde

Da haben Sie ja eine Menge neue Freunde bekommen und neben solchen, die Sie wahrscheinlich - und so hoffe ich - gar nicht haben wollen, jene, die Ihre Kolumne "total witzig" finden. Nun steckt ja, wie ungezählte Spaßmacher-Biografien belegen, in jedem großen Komiker ein mindestens ebenso großer trauriger Clown und ich würde meine Gutmenschen-Seele darauf verpfänden, dass Sie das ganz bestimmt nicht sind.

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pck2 18.10.2018, 00:36
103. Namedropping ohne vorher die Hausaufgaben gemacht zu haben

Zitat von vera gehlkiel
Oder, mehr technisch gesprochen, einer sog. Systemirritation im Luhmannschen Sinne.
ist immer besonders peinlich und bei Ihnen leider nicht die Ausnahme sondern die Regel. Machen Sie sich doch vorher schlau, was "Irritation" in der Luhmannschen Systemtheorie überhaupt bedeutet, bevor Sie einen derartigen Unsinn schreiben. Eine einzelne Person wie T. Fischer kann mittels einer Kommentarkolumne in der Presse eine solche Irritation weder bewirken noch unterstützen. Erstens weil bei Luhmann der Mensch gar kein Teil des Kommunikationssytems ist (darin unterscheidet sich Luhmann maßgeblich von der Frankfurter Schule), und zweitens weil "Irritation" bei Luhmann eine "noch undefinierte Überraschung im Bereich von System-zu-System-Beziehungen" ist (http://de.luhmann.wikia.com/wiki/Irritation) und wir annehmen dürfen, daß Fischer mit dieser Kolumne wohl kaum einen Einfluß auf das Rechtssystem zu nehmen beabsichtigt. Bestenfalls käme das Kommunikationssystem in Frage. Aber selbst wenn dies der Fall wäre und selbst wenn er damit Erfolg hätte, wäre das keine Irritation im Luhmannschen Sinne. Denn "undefiniert" ist die Form der Meinungskolumne nicht und "überraschend" ist Fischer höchstens für Menschen wie Sie, die es nicht gewohnt sind, Urteile über Sachverhalte aus einer gewissen Distanz heraus und unter Berücksichtigung von Für *und* Wider zu fällen, ohne dabei permanent in narzisstisch-solipsistischer Weise auf das persönliche subjektive Substrat des eigenen Lebenslaufs zu referieren.

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pck2 18.10.2018, 15:51
104. @76 Fakten und Meinungen - objektiv, subjektiv, absolut

Die Frage von Corona17 offenbart eine unausgesprochene, meist auch unbewusste, konzeptionelle Verwirrung bezüglich des Begriffs "Fakt". Verwechselt und/oder zusammengeworfen wird dabei das Objektive mit dem Absoluten, und zwar aufgrund der stillschweigenden philosophischen Annahme der Existenz metaphysischer Wahrheiten/Fakten, die unabhängig vom Subjekt (und damit unabhängig von dessen "Meinungen") irgendwo "da draußen" herumschwirren und des Einfangens durch unseren Intellekt harren. Nach 17 Corona kann man durchaus mal auf solche Ideen kommen. Bereits in der prä-Coronialzeit war metaphysischer Form-Substanz Dualismus ja sehr beliebt. Als philosophische Kurzformel zur Ent-Wirrung kann man sich folgendes klar machen: 1) "Objektiv" heißt: "behandelbar wie ein Objekt", d.h. "mittels nicht-subjektiver Kriterien öffentlich verhandelbar". 2) Dies ist nicht dasselbe wie "absolut". Zur Erläuterung ein Beispiel: Die Regeln des Schachspiels sind zwar nicht logisch notwendig (Schach ist nicht *das* Spiel, sondern *ein* Spiel), ermöglichen aber dennoch, nach ihrer Fixierung, eine klare öffentliche Übereinkunft darüber, was unter "Schach" zu verstehen ist. Was "Schach" bedeutet, ist dann keine Meinungsfrage mehr, und es hat auch keinen Sinn zu fragen, ob sich sämtliche Schachspieler in ihrem Verständnis der Regeln vielleicht irren, also eventuell "falsche Meinungen" über die Regeln des Schachspiels haben. "Spielen Schachspieler tatsächlich Schach?" ist eine Frage, die die Sprachlogik, d.h. den Gebrauch, des Wortes "Schach" verletzt. Dasgleiche gilt für "Strahlt die Sonne wirklich Licht ab?" usw. 3) Es gibt nichts Absolutes, außer man tut es. Ein Schachspieler, der mit dem König zwei Felder auf einmal zieht, ist kein Schachspieler und wird solange korrigiert werden, bis er die korrekte Regel kennt und anwendet. In diesen Handlungen liegt (immanent) der absolute Aspekt des Spiels. Also nicht in den Regeln per se, sondern in deren Ausführung.

PS Für alle Metaphysiker, denen dies nicht reicht, um ihre Ding-an-sich Beschwerden zu beruhigen: Alle vorangehenden Bemerkungen sind letztlich Bemerkungen über Sprachgebrauch, nicht etwa Bemerkungen über "Dinge da draußen", und dies gilt insbesondere für den Begriff "absolut". Das Absolute kann man nicht sagen, man kann es nur tun. In der Sprache zeigt sich dies, es kann aber nicht propositional, also "auf faktische Weise", gesagt werden. "Dieses Haus ist rot" ist eine Proposition, sie sagt etwas über die Welt. "Rot ist eine Farbe" ist dagegen eine Pseudo-Proposition, sie *sagt* nichts, sondern *zeigt* etwas, nämlich etwas (wenn auch nicht alles) darüber, wie das Wort "rot" verwendet wird. Bedeutung bekommt das alles erst in Kombination mit Handlungen, nicht durch intra-linguistische Regeln und Regelmäßigkeiten allein.

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pck2 18.10.2018, 17:51
105. Ergänzung zu @103

Das einzige System, welches durch Fischers Texte im L.'schen Sinne irritiert werden könnte, ist Ihr eigenes psychisches, wenn sich dessen "strukturelle Kopplung" (Luhmann) an andere Systeme durch die Rezeption besagter Texte verändert (Luhmann: "informiert wird"). Aber das meinten Sie nicht mit Ihrem Kommentar, da ging es Ihnen ja um Kommunikationsgewohnheiten, und um das Kommunikationssystem zu irritieren bedarf es weit mehr als einer (wenn auch überdurchschnittlichen) journalistischen Leistung wie der Fischers. Aber wer, wie Sie es ausdrücken, "sehr meinungsfreudig" ist (also intellektuell und emotional im Teenageralter stehengeblieben ist), der meint wahrscheinlich auch, daß das Meinen Dreh- und Angelpunkt gesellschaftlicher Systeme ist und/oder sein sollte. Haltung statt Inhalt und Innehalten. Das sind dann -- meiner Meinung nach -- schon ziemlich finstere Aussichten, sowohl auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene.

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werner.garbers 25.10.2018, 07:42
106. Ist hier die volle Richterbefähigung nach USA Vorstellung vorhanden?

Kleine Denksportaufgabe für Volljuristen:

Wenn der Vorsitzende beim LANDESSOZOIALGERICHT HESSEN
lückenhaft die Tatsachenlage zu Protokoll gab,
dann darf diese Lückenhaftigkeit nicht durch einen
Protokollberichtigungsantrag korrigiert werden, schreibt er.
Ist er damit bereits ein Rechtsbeuger in diesem Fall?

Vorgang:
Antrag auf Protokollberichtigung durch Garbers, dem Querulanten:
https://drive.google.com/file/d/189w9HGgDVOOTQQzGQcfFd3V8EFKoNn1Q/view?usp=sharing

Empfang vom Abweisungsbeschluss zur Protokollberichtigung:
https://drive.google.com/file/d/1ZImOv-OrfXMhoXF9Fbq7_cYbM5_mCCNJ/view?usp=sharing

Abweisungsbeschluss zur Protokollberichtigung,
durch den gemäß Art 20(3) GG an das Gesetz gebundene Richter, der Wahrheit halber:
https://drive.google.com/file/d/1mxa1TrsR3dfRLkdvru4DCGGvxcBMoM8-/view?usp=sharing

Ich gebe gern in den nächsten fünf Jahren meine Vollmacht.




Zu Art 20 (3) GG
>Die Rechtsprechung ist an Recht und Gesetz gebunden!<
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/recht-und-gesetz-muss-umgesetzt-werden-merkel-betont-rechtmaessigkeit-von-klagen-gegen-abschiebungen-a2427922.html
Bundeskanzlerin Merkel über Asyl - Im Rechtsstaat werden Möglichkeiten auch genutzt

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nikolasvegas 08.01.2019, 22:09
107. Hören Sie das leise Rascheln meiner Gewänder,

verehrter Herr Prof. Fischer? Habe mich soeben tief verneigt vor Ihnen. Und ich veneige mich vor wenigen. Aus Prinzip.

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