Forum: Panorama
Brett Kavanaugh: Vom Weinen und Wählen
REUTERS

Über den US-Richter Brett Kavanaugh wissen wir mittlerweile alles. Aber wie viel Bier trank eigentlich Bundesverfassungsrichter A. vor 40 Jahren? Welche Ansichten vertrat Richter C. vor 20 Jahren, und wie gelangte der Mensch D. auf die Wahl-Liste?

Seite 6 von 11
sikasuu 13.10.2018, 13:48
50. Blieb mal im Duktus! Fischer ist ein Erz.Kollumnist ...

Zitat von spon_4_me
Herr Fischer, Sie sind Jazz und Rock n'roll in einem.
... Erz Satiriker & kann "im Spiegel" den Erz-Moralisten den "Spiegel" vorhalten.
.
Und, als kleine persönliche Anmerkung: Seine Texte gefallen mir Erz-GUT. vor allen Dingen im Vergleich zu den Erz-Platitüden, die oft in Medien zu lesen sind, die schon nach dem 2 Satz als Erz-Unwissend & Erz-Uninformiert da stehen & damit für den Autor Erz-Entfarvend sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Claes Elfszoon 13.10.2018, 13:49
51. Was soll das?

Normalerweise lese ich ja jeden Artikel zu Ende, besonders dann, wenn ich ihn kommentieren möchte. Aber wer sich gleich in den ersten beiden Sätzen derart aufführt, disqualifiziert sich selbst.
"Brett" ist ein üblicher Vorname in englischsprachigen Familien und in den Niederlanden. Und wenn jemand sich über die Physiognomie eines Menschen auslässt, sollte seine schon möglichst "neutral" rüberkommen.
Ob das nun eine besondere Note des Humors dieses Autors sein soll oder nur der "emotionalen Einstimmung" der Leser dient, ist mir dabei eigentlich egal. Solche Autoren nerven nur und da lese ich ausnahmsweise nicht mehr weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerjörg 13.10.2018, 14:03
52. Super

Selten beim lesen einer Kolumne so geschmunzelt. Wie Fischer den deutschen Medien und den Berufsempörern in den Foren den Spiegel vorhält hat Klasse. Seien wir mal ehrlich, gäbe es den POTUS Donald Trump und seine Helfershelfer nicht, man müsste sie erfinden ... oder die Medien müssten täglich eine andere Sau durchs Dorf treiben. So bekommt doch jeder den Aufhänger für seine tägliche Empörung frei Haus geliefert, die Rechten, die Linken, die Feministinnen, die Chauvinisten, die Umwelt- und Klimaschützer, Leugner, die Ultrachristlichen, die Atheisten, einfach jeder bekommt das Futter für seine Empörung. Und letztlich haben Journalisten oder wer sich dafür hält immer etwas zu schreiben, selbst wenn der Inhalt an sich keine Zeile wert wäre. Und wir, die Konsumenten sind geradezu süchtig danach. Positiver Nebeneffekt, wir regen uns weniger über den Dreck vor unserer eigenen Haustür auf. Fischer bringt's in seiner sarkastischen Art auf den Punkt. Was für ein Lesegenuss im Vergleich mit Augstein, Storkowski, Fricke, Fleischauer, ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
im_ernst_56 13.10.2018, 14:09
53. Lesen hilft

Zitat von Menschundrecht
Da stimmt aber etwas mit Ihren Zahlen nicht. Allein schon die Einträge bei google zu Andreas Voßkuhle sprechen eine andere Sprache.
Der Teil, auf den sich Ihre Antwort bezieht, ist ein Zitat aus dem Kolumne von Prof. Fischer. Mein Beitrag beginnt mit "Meine Erklärung ist...."
Wenn Sie die Kolumne von Prof. Fischer sorgfältig gelesen hätten, dann wäre Ihnen das aufgefallen. Daher mein Tip: Erst die Kolumne lesen und dann ins Forum (und nicht umgekehrt).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 13.10.2018, 14:15
54. Warum sollte die Wahl ins US Supreme Court uns interessieren?

Nachdem „wir“ Trump-„Fanatiker“ in einer gelungenen Persiflage unser Fett weg bekamen, ein paar ernsthafte Gedanken dazu.

Der politische Einfluss des Supreme Court ist ungleich größer als der des deutschen Bundesgerichtshofs. Dank der ausgewogenen Besetzung konnten dort bisher eher liberale Entscheidungen gefällt werden, wie z.B. bzgl. Schwangerschaftsabbruch, Arbeitnehmerrechte, Umweltbestimmungen bzw. Grenzwerte, Zugang zur Krankenversicherung, Rechte der Homosexuellen etc.
Nach Ernennung Kavanaughs ist das nun vorbei, es gibt eine konservative Mehrheit, und so könnten bisherige Entscheidungen wieder gekippt werden. Trump will z.B. die Bestimmungen für die Aufnahme von Pre-existing condition bei den Krankenversicherungen rückgängig machen, sodass chronisch kranken Menschen der Zugang zur medizinischen Versorgung gesperrt wird. Das finde ich z.B. unmenschlich.

Warum ist das wichtig für Deutschland? Weil Deutschland neben UK zu den Ländern gehört, in welchen die meisten gesellschaftlichen US Trends nach einem Time-Lag auch hierzulande irgendwann aufgenommen werden. So auch die neoliberale Trickle-Down Wirtschaft- und Finanzpolitik der Chicago Schule, die Gender-Bewegung, #MeToo Bewegung. Wenn die US nun gesellschaftlich und umweltpolitische zurück in die 1950er-60er Jahre gehen wollen, besteht durchaus die Gefahr, dass dies auch irgendwann hierzulande der Fall ist.

Es ist sehr ernst zu nehmen, zumal der US Botschafter zu Berlin Grenell schon offen die Promotion der rechten Bewegungen in Europa aufnehmen wollte. Zumal Steve Bannon in Osteuropa, Italien und UK unterwegs gewesen ist, um die rechten Parteien zu stärken und zu koordinieren. Alice Weidel. AfD wurde von ihm ebenso beraten. In Frankreich mahnte Bannon die Anhänger von Le Pen, dass sie sich des Vorwurfs Rassismus nicht schämen dürften, sondern stolz darauf sein sollten. In Deutschland sollen rechtsextreme Gruppen von Amerikanern sogar finanziert werden.

Da braut sich etwas Hässliches zusammen, das man gar nicht ernst genug nehmen kann. Dabei geht es auch um die Wahl Kavanaughs.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
global.payer 13.10.2018, 14:19
55. §219a Stgb

Sehr treffend, wie Sie die pathologischen, multiplen Materialisierungen beschreiben. Und mit einem Seufzer denkt man: Ach hätte deine Mutter doch nur.... es ist wohl in der Tat eine Werbung nach 219a, Stgb derer sich die Protagonisten der Unsäglichkeiten schuldig machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 13.10.2018, 14:31
56. Einmal ein Model, immer ein Model?

Warum sollte der Ausdruck „Ex-Model“ eigentlich falsch sein? Es ist doch davon auszugehen, dass Melania Trump zur 99,99% Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Laufstegen dieser Welt tänzeln wird noch sich sonst noch als Fotomodel ablichten lässt. Und wie sonst heutzutage in bei etwas älteren Ex-Models, sich noch einmal in Playboy verewigen zu lassen, liegt die Wahrscheinlichkeit bei Melania Trump auch hier bei Zero. Also ist die Bezeichnung „Ex“ absolut passend.

Eine Juristin dagegen bleibt ihr Leben lang eine Juristin, denn selbst nach vielen Jahren Pause kann sie jeder Zeit ihren Beruf wieder aufnehmen und z.B. als Rechtsanwältin praktizieren.

Bei einer Hausfrau ist es ähnlich. Sogar im Weißen Haus hat sich Barbara Bush auch noch quasi als Hausfrau beschäftigt, oblag ihr doch sicher die Übersicht der Haushaltung für ihre Familie, die Planung und Koordination für Empfänge und Feierlichkeiten. Danach war sie im Privathaushalt Bush höchstwahrscheinlich auch wieder Hausfrau. Das sind also Beschäftigungen, zu welchen die Bezeichnung „Ex“ einfach nicht passt. Diesen Teil fand ich in Fishers Kommentar also etwas albern, aber never mind, sonst hat die Lektüre großen Spaß gemacht.

Last but not least: Dass Herr Fischer auf die von Prof. Ford und zwei weiteren Frauen gegen Kavanaugh erhobenen Vorwürfe nicht weiter eingegangen ist, finde ich gut, denn ich ahne, dass seine Meinung dazu der meinen derart widersprochen hätte, dass mir mein herzhaftes Lachen vergangen wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomas_finkbeiner 13.10.2018, 14:45
57. Ein herrliches Lesevergnügen...

... heutzutage leider selten geworden..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
4711_please 13.10.2018, 14:46
58. Schon wieder Brettgeschichten gähn

Sehr schön, wie Sie die deutsche Besessenheit an Vorgängen in den USA beschreiben. Deutschland ist ja doch irgendwie deren 51. Bundesstaat und in Zukunft wird wohl jeder Sack Reis, der in China umfällt, zur Sensation, wenn die Hegemonie sich geändert hat, den der Journalismus wie die Aufmerksamkeit des deutschen Bewusstseins orientiert sich am Hegemon, vielleicht weil es ein Untertanbewusstsein gibt, wie es Heinrich Mann vor 100 Jahren beschrieb.
Ein Forist rechtfertigte das mit dem Hinweis der kulturellen Nähe. Nun, ich kenne Lateinamerika und die USA ein wenig und ich kann Ihnen versichern, dass viele Staaten dort der Deutschen Republik kulturell sehr viel ähnlicher sind, als die USA. Das bemerke ich auch in den vielen USA-Berichten der deutschen Medien, in denen doch eine gewisse kulturelle Befremdlichkeit oft zum Ausdruck kommt, eben auch am Beispiel von "Brett". Doch Amerika ist im deutschen Bewusstsein ja auch sprachlich syonym mit USA, was auch Herr Fischer inhaltlich und formal aufzeigt. Mich hätte statt Brettgeschichten eher seine Einschätzung zum politisch-juristischen Komplex der Colonia Dignidad interessiert, das hat mehr mit Deutschland zu tun als so ein Brett. Oder ein Kommentar zur juristischen Aufarbeitung des Kölner U-Bahn-Bau-Komplexes. Kann man in dieser Republik eigentlich noch U-Bahnen bauen lassen, oder zerstört so ein verantwortungsloser Bau nicht die kulturellen Grundlagen, die Städte und die Leben seiner Einwohner? Statt dessen: wieder nur Brettgeschichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herodesmarodus 13.10.2018, 15:06
59. Zu gut für SPON

Das einzige was man bemängeln kann, ist, dass es viel zu clever geschrieben ist. So ist nicht sichergestellt dass es auch Ihre Kollegen verstehen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 11