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Charles Barkley zu Anti-Schwulen-Gesetz: "Sie verstecken sich hinter der Bibel"
AP

Der US-Bundesstaat Indiana erlaubt die Diskriminierung von Homosexuellen. "Sie mögen einfach keine Schwulen", sagt dazu der frühere NBA-Star Charles Barkley - und rechnet mit der Bigotterie vieler Landsleute ab.

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gelegenheitsposter2 03.04.2015, 19:51
20.

Blockwartmentalität gab es schon immer ... und immer war sie absurd, dumm und unmenschlich !
Kleine Geister finden ein Thema und eine Durchsetzungsmöglichkeit, mehr bekommen sie einfach nicht hin.

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kmgeo 03.04.2015, 19:51
21. Rad ab?

Im Bible Belt möchte man keinen Staat und keine Einmischung von außen - die Leute wollen selbst entscheiden, wie sie leben wollen. Hmm, so richtig aber nicht,weil ja anstelle des Staates die Kanzel (oder der TV-Prediger) getreten ist, der den Menschen jetzt sagt, was gut und schlecht ist.
Im übrigen schaden die sich selbst - wer würde mit denen Geschäfte machen wollen, wenn die von heute auf morgen sagen könnten: "Sorry, in der Bibel steht das ist Sünde (oder ein bisschen Sünde oder weniger schlechte Sünde oder nicht so gute Sünde)."

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jogi1709 03.04.2015, 20:03
22. Kommentar Nr.14

Und wie sehen Sie die Sache, wenn sich jemand weigert, Nazis zu
bedienen?

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Zaunsfeld 03.04.2015, 20:06
23.

Zitat von Maleficent
Wie wohl ein Religiöser aufschreien würde, wenn ihm ein Arbeitgeber sagen würde "Ich nehme dich nicht, weil du religiös bist!" oder "Ihnen verkaufe ich nichts, sie glauben ja an Gott!" DAS gäbe Prozesse im Amiland.
Das hat nichts in erster Linie mit den Amis zu tun. Wenn die Konservativen und Pseudo-Christen hier bei uns in Deutschland könnten, wie sie wollten, dann würden die das hier in Deutschland auch einführen.
Das hat nichts mit der Nationalität zu tun, sondern einfach nur mit religiöser Verblendung und Erzkonservatismus.

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shardan 03.04.2015, 20:08
24. Biblischer Schwachsinn.

Diese ganzen an den Haaren herbeigezogenen Begründungen, einschließlich der Plattheiten aus dem ersten Post hier zeigen letzten Endes, das viele Menschen mit "Anders sein" nicht umgehen können. Es ist hier in Deutschland ja nicht anders. Neger? Raus! Ausländer, bloß weg mit denen. Obdachlose? Sollen gefälligst aus den Städten verschwinden. Schule? Sofort Eier abschneiden. Dahinter steht die Angst vor allem, was in den eigenen Augen nicht als normal erscheint. Dass es den Begriff "normal" nicht gibt, zumindest nicht sinnfüllend, ist dabei ganz egal. Die große Gefahr dabei ist der Automatismus dahinter, der bei diesen Menschen unbedingt erfüllt werden muss. Hätte dieses Gesetz Erfolg, wäre das nächste nur eine Frage der Zeit. Wer ist dann dran, Schwarze? Andersgläubige? Arbeitslose? Nein danke,e s ist ganz gut, dass dieser reaktionär-dumme Governor gestoppt wurde. Solche Leute sind eine Schande für das Christentum und für die Menschheit.

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fushnix 03.04.2015, 20:09
25. Mein Held ;-)

Da isser endlich wieder. Das Idol meiner Jugend und der einzige Grund dafür, warum ich Michael Jordan immer noch nicht leiden kann (NBA-Fans werden wissen, was ich meine). Damals ist er schon mit seiner unkonventionellen Art und seinem Mundwerk aufgefallen.

Und jetzt hat er mal eben den Kern das Ganzen in einem Satz verpackt: Sie verstecken sich hinter der Bibel. Wie wahr, wie wahr. Wäre ein solches Gesetz in einem anderen Land verabschiedet worden, hätte ich es mit einem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Aber doch nicht in den USA. Wie kann das sein? Was läuft schief in diesem Staat? Das Schlimme ist ja, dass Mike Pence vielen (vermeintlich christlich-) konservativen Wählern wahrscheinlich aus der Seele gesprochen hat. In den USA werden High-Tech-Produkte hergestellt, das Kino wird von amerikanischen Blockbustern dominiert, das Fernsehen wirft eine US-Serie nach der anderen auf den Markt, die meisten Popkünstler stammen aus den USA und die besten Köpfe der Wissenschaft sind natürlich in amerikanischen Universitäten unterwegs. Nicht zu vergessen die Finanzindustrie. Gleichzeitig wird das ganze Land polarisiert durch Themen wie Abtreibung, Waffenrecht, Rassendiskriminierung (insbesondere ggü. Afro-Amerikanern und sogenannte Hispanics). Gerade der Rassismus in den USA ist immens. Ich bin gebürtiger Vietnamese, der in Deutschland aufgewachsen ist. Der Großteil meiner Verwandtschaft lebt in the land of the free. Und das, was wir hier als Rassismus bezeichnen, ist die dort drüben ein Witz. Sowas schniefen die sich dienstags in der Mittagspause durch die Nase. Das Land besteht nur aus Extremen. Superreich, superarm. Superintelligent, superdämlich. Superkonservativ, superliberal. Superreligiös oder total agnostisch. Es gibt natürlich auch die Gemäßigten, die sogenannte Mitte. Aber die Extremen sind halt eben lauter. Irgendwie ist dieses Land total modern, aber auch gleichzeit vollkommen rückständig.

Und was hat das Ganze mit dem Satz von Charles Barkley zu tun? Ganz einfach, weil die weißen (und vor allen Dingen armen) Amerikaner für genau zwei Dinge stehen: Christentum und Waffen. Ich glaube, dass Obama so etwas in vertraulicher Runde gesagt hat, was aber heimlich aufgenommen wurde. Und damit hat er Recht. Hier wird eine Phobie gegen jegliche Andersartigkeit mit dem Argument des religiösen Unwohlseins gerechtfertigt. Ich gehe in ein Restaurant, der Kellner fühlt sich aber irgendwie religiös durch meine Anwesenheit tangiert und kann mich deswegen rauswerfen. Und damit wird ausschließlich die christliche Religion berücksichtigt. Also bitte schön. Das ist ein Freifahrtsschein für jegliche Art von Fremdenfeindlichkeit. Homophobie, Rassismus, Sexismus und so weiter und so fort. The land of the free, the home of the brave.

Zum Glück bin ich in Deutschland...

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mosquito60 03.04.2015, 20:18
26. Vorgeschoben

Das Gesetz ruft nicht dazu auf, Schwule nicht zu bedienen. Es kann aber so ausgelegt werden. Und das wird es auch, um zu postulieren: Republikaner sind nicht wählbar. Darum das Geschrei.
Ich denke, in einem freien Land hat ein Ladenbesitzer das Recht zu entscheiden, wem er etwas verkaufen will und wem nicht. Was bald folgen wird, ist das Gesetz gegen die Diskriminierung aufgrund des Erscheinungsbildes. Dann darf der Vollgepiercte hinter den Bankschalter und der Punk in die Edeldisco.

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lkm67 03.04.2015, 20:19
27. Diskriminierung

Es ist schlichtweg die Entscheidung eines jeden Enzelnen wen oder was er liebt. Solange niemand gegen seinen Willen zu irgendetwas gezwungen wird ist es vollkommener Wahnsinn und falsch sich einzumischen. Diskriminierung sollte niemals toleriert werden.
Ich diskrimieriere dise albeernen Christen, Juden, Mislems ja auch nicht, die an diese seltsame Gedankenkonstruktions"Gott" glauben. Ich würde ihnen ja gerne helfen sich von dem Unfug zu befreien aber wer partout an so ein Zeug glauben will, soll es halt tun.

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syracusa 03.04.2015, 20:27
28.

Zitat von spon-facebook-10000283853
Freiwillige Kooperation kann nicht erzwungen werden - d.h. für eine geschäftliche Kooperation braucht es zwei Seiten. Keiner MUSS an jemanden etwas verkaufen, genauso, wie niemand etwas kaufen muss. Warum jemand einen Arbeitnehmer einstellt, ist auch alleine die Sache des Arbeitgebers - genauso wie es das Recht eines Arbeitnehmers ist, einen Job - aus welchem Grund auch immer - abzulehnen.
Welch absurde Argumentation! Sie propagieren das Recht des Stärkeren.

Es kommt bei solchen Vertragsverhältnissen immer auf das Kräfteverhältnis an, ob solche marktradikale Freiheit auch wirklich mit den Menschenrechten in Einklang steht. Dass das besonders beim Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel keine Verhandlungen auf Augenhöhe zwischen zwei gleich starken Vertragspartnern gibt, ist offenkundig, und deshalb gibt es hier wie auch in anderen Marktbereichen zwingend regulierende staatliche Eingriffe.

Antidiskriminierungsregeln sich solche unverzichtbaren staatlichen Eingriffe. Ob man schwul ist oder nicht, kann man sich nicht aussuchen. Aber auch ein Schwuler muss sich durch Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen dürfen, und er muss seine Lebensmittel im Laden einkaufen können.

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syracusa 03.04.2015, 20:29
29.

Zitat von kopp
Der letzte Satz des Artikels macht das Voranstehende obsolet: ’Er [der Gouverneur] wies seine Partei an, das Gesetz so zu revidieren, dass es keine Diskriminierung erlaube.’ Völlig klar, Diskriminierung von Schwulen und Lesben sollte nicht sein; sie lieben muss man auch nicht.
Nein, der letzte Satz macht den Artikel ganz und gar nicht überflüssig. Die Rücknahme dieses Gesetzes gab es nämlich nur nach einer sehr raschen und effektiven öffentlichen Empörung über solche Menschenrechtsverletzungen. Und diese aschen und effektiven öffentlichen Empörung setzt die mediale Verbreitung des Sachverhalts wie im Artikel voraus.

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