Forum: Panorama
China-Import von Möbelhauskette: Hitler-Tasse ruft Staatsschutz auf den Plan
DPA

Unbemerkt verkaufte ein Möbelhaus in Bielefeld eine Tasse mit Adolf-Hitler-Motiv. Das Unternehmen startete eine Rückrufaktion. Doch statt der Käufer meldete sich der Staatsschutz - und ein Museum.

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Finsternis 11.04.2014, 17:12
1. 175 verkauft und 8 kehrten Heim

Ein Schelm wer denkt, dass Menschen diese Raritäten später für sehr viel Geld verschachern werden.

Übrigens, wieso lese ich in dem Artikel etwas von einem "unmöglichen Motiv". Abgesehen von der nicht objektiven Berichterstattung finde ich das Motiv nämlich schön als solches ansich. Nur die Tatsache das es sich hierbei um den Nasenbartträger handelt ist weniger schön.

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romanpg 11.04.2014, 17:15
2. Das ist

an Lächerlichkeit echt nicht mehr zu überbieten. Anstatt sich wegen eines einzigen kaum sichtbaren Hakenkreuzes aufzuregen, sollten sich die Damen und Herren des Staatsschutz mal auf ihre Aufgabe besinnen und unser Land vor NSA, NSU und ähnlichem beschützen..

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benutzer8472 11.04.2014, 17:39
3.

Zitat von romanpg
an Lächerlichkeit echt nicht mehr zu überbieten. Anstatt sich wegen eines einzigen kaum sichtbaren Hakenkreuzes aufzuregen, sollten sich die Damen und Herren des Staatsschutz mal auf ihre Aufgabe besinnen und unser Land vor NSA, NSU und ähnlichem beschützen..
Dafuer ist der Staatsschutz da?

Ich hatte mal vor laanger Zeit in einem Forum Herrn Buessow beleidigt, weil dieser gerne das Internet zensieren wollte und einige Wochen spaeter sass ich bei einem sehr arroganten Beamten vom Staatsschutz dem ich die Sache erklaeren musste. Habe damals nicht so ganz verstanden, was der Staatsschutz damit zu tun hat aber anscheinend moegen sie Lapalien.

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jupiter_jones 11.04.2014, 17:51
4. Sorry ich finds angemessen dass der Staatschutz ermittelt

In dem Unternehmen, in dem ich arbeite (nicht Möbelbranche), werden neue Artikel penibelst genau getestet, begutachtet und auch mit anderen diskutiert - manchmal viel zu übertrieben, aber deutsche Gründlichkeit eben. Und ich lehne mich mal aus dem Fenster, und behaupte: Sowas kann nicht aus Versehen passieren! Das muss aufgefallen sein! Es sei denn!, die Mitarbeiter haben nicht die notwendige Sensibilität bezüglicher Geschichtlicher Zusammenhänge des eigenen Landes oder man ist (sage ich mal sallop) "NS affin".

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Preppy 11.04.2014, 17:54
5. Weg mit dem Paragraphen

Statt Kaffeetassen zur "Keramik non grata" zu erklären, sollte man lieber endlich den fragwürdigen Paragraphen zur "Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen" streichen.
Zum einen ist es schlicht albern, ein Symbol zu verbieten - und besonders dann, wenn es sich um ein Symbol handelt, das in anderen Teilen der Welt eine ganz andere Bedeutung hat. (buddhistisches Glück-Symbol etc.)
Welche absurden Blüten solche Gesetze in der Praxis hervorbringen, sieht man ja beispielsweise an so dämlichen Aktionen wie wenn Anti-Nazi-T-Shirts aufgrund des gleichen Paragraphen verboten werden.
Man kann nur froh sein, dass Hitler keine noch einfachere geometrische Form gewählt hat, z.B. Kreis, Quadrat oder Dreieck...

Lasst die Leute doch Hakenkreuze tragen, wenn sie das wollen. Denn ganz egal ob Hakenkreuze nun verboten sind oder nicht: Das Problem ist nicht und war niemals ein einfaches Symbol aus 8 Strichen, sondern die Mentalität der Leute, die sich davon angesprochen fühlen. Indem wir Hakenkreuze verbieten, bekämpfen wir rechtes Gedankengut nicht, sondern versuchen nur, es zu ignorieren bzw. aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verdrängen, und das ist eher kontraproduktiv als hilfreich.

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EiligeIntuition 11.04.2014, 18:32
6. Hat der Staatsschutz nicht mehr alle Tassen im Schrank?

Zitat von sysop
Unbemerkt verkaufte ein Möbelhaus in Bielefeld eine Tasse mit Adolf-Hitler-Motiv. Das Unternehmen startete eine Rückrufaktion. Doch statt der Käufer meldete sich der Staatsschutz - und ein Museum.
Nach der abgrundtiefen Blamage im Zusammenhang mit der NSU-Mörderbande kümmert sich der Staatsschutz um einen solchen peinlichen Humbug, der vom Verursacher längst selbst erledigt wurde.

Diese Institution gehört in der Tat abgeschafft und zwar schnellstens.

Meine persönlichen Daten hat die Behörde ja.

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dlmb 11.04.2014, 18:38
7.

Die Tasse wirkt in ihrer Absurdität wie die Verkörperung des Gesetzes gegen "die Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen".

Mal abgesehen davon, dass Gesetze gegen Abbildungen und Zeichen in einer Demokratie vollkommen deplatziert wirken, ist hier ja wohl kaum eine böse Absicht zu unterstellen.

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aviateur 11.04.2014, 18:39
8. Wille

Zitat von sysop
Unbemerkt verkaufte ein Möbelhaus in Bielefeld eine Tasse mit Adolf-Hitler-Motiv. Das Unternehmen startete eine Rückrufaktion. Doch statt der Käufer meldete sich der Staatsschutz - und ein Museum.
Wo ist das Problem? Wird hier Hitler verherrlicht?
Hier wird abgebildet, dass (und wie) Hitler mal auf einer Briefmarke abgebildet wurde.
Wer darin eine Verherrlichung sieht, muss das schon so wollen.
Wer Hitler verachtenswert findet, wird ihn auch auf dieser Briefmarke verachtenswert finden.

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hman2 11.04.2014, 18:39
9. Huch

Zitat von jupiter_jones
Und ich lehne mich mal aus dem Fenster, und behaupte: Sowas kann nicht aus Versehen passieren! Das muss aufgefallen sein!
Es gibt genau zwei Möglichkeiten:

1. Die Tasse entspricht dem bestellten Motiv. Dann ist ja wohl der Besteller dran...

2. Die Tasse entspricht nicht dem bestellten Motiv. Dann ist die Eingangskontrolle fällig...

Sich auf den Hersteller rauszureden ist zu billig...

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