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Christen und ihre Religion: Immer weniger Deutsche glauben an Gott
Guido Kirchner / DPA

Gott wird nicht mehr gebraucht in Deutschland, immer mehr Menschen haben jedoch einen ausgeprägten Hang zum Wunderglauben. Das geht aus einer neuen SPIEGEL-Umfrage hervor.

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Atheist_Crusader 19.04.2019, 16:05
10.

Letzten Endes sind Christen ja auch bloß Amateuer-Atheisten. Die glauben zwar an den Bibelgott, aber nicht an Allah, Vishnu, Odin, Apollon, Amaterasu, Tlaloc und wie sie alle heißen. Also ist der größte Unterschied zwischen einem Atheisten und Christen der, dass der erstere an einen Gott weniger glaubt als der letztere.

Die interessanteste Frage wurde allerdings nicht gestellt: Warum gläubige Menschen ihren Glauben ablegen. Sind es rationale Gründe? Finden sie es zu schwer ihren Glauben mit ihrem gewünschten Leben in Einklang zu bringen? Hat sie ihre Kirche enttäuscht?

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1579 19.04.2019, 16:06
11. Gottgläubigkeit

fällt auf eine Zeit zurück, als Menschen noch keine Erklärungen für wissenschaftlich fundierte Kenntnisse hatten. Zum Glück ist das heute besser geworden, aber Aberglauben ist immer noch nicht auszurotten. Besonders schlimm finde ich Berichte, wenn ein Unglück passiert und entweder alle mit dem Schrecken davon gekommen sind, oder jemand noch nach Tagen lebend geborgen wird. Dann taucht überall in der Presse der Begriff „Schutzengel“, auf. Das ist nicht zu ertragen. Was ist mit den anderen, die nicht so viel Glück hatten? Das zählt in solchen Momenten nicht. Ganz schlimm auch in Zusammenhang mit Kindern. Was ist mit Kindern, die im Krieg, oder durch Unfälle ums Leben kommen, oder die durch Missbrauch, Gewalttaten, oder Krankheiten zu Schaden kommen? Hat da der Schutzengel versagt? Das ist so ein naives Denken. Es erschreckt mich, dass Erwachsene, die Bibel, dass größte Märchenbuch aller Zeiten für wahr halten.

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From7000islands 19.04.2019, 16:06
12.

Zitat von Martin Winter
Die Religionen haben uns nichts mehr zu geben, dass Logic, Psychologie, Medizin und Sozialwissenschaften nicht besser können. Es ist Zeit dass die Menschheit sich endgültig von diesem alten Zopf verabschiedet
Würde diesen Beitrag als sehr naiv bezeichnen. Schlaue Menschen laufen leicht Gefahr, arrogant zu wirken. "Schlau" im technischen Sinn ist weit entfernt von "klug".

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der_mick 19.04.2019, 16:08
13. Ich finde es ja erschreckend...

das immer noch 55% an den alten Herrn über den Wolken glauben. Ich dachte wir wären weiter. Irgendwann werden die Menschen uns wohl so betrachten, wie wir heute die Menschen betrachten die an Odin, Zeus oder den Waldgeist geglaubt haben. Ja, das Leben und das Universum ist ein Mysterium. Ja, ein paar Antworten wären super (immerhin wissen wir heute was Sterne und Blitze sind). Aber wenn es erstmal keine Antworten gibt, macht es doch keinen Sinn zwanghaft irgendwelche Geschichten als Wahrheit anerkennen zu wollen. Lieber in Ehrfurcht und Bewunderung mit dem Unbekannten leben, als in der warmen Sicherheit des göttlichen Unsinns die Augen zu verschließen.

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Pfaffenwinkel 19.04.2019, 16:08
14. Einer Kirche gehöre ich schon lange nicht an,

aber ich glaube an Gott. Iich könnte mir vorstellen, dass es vielen so geht wie mir.

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purple 19.04.2019, 16:10
15. Absurd

Ich meine die Vorstellung, daß es sowas wie einen Gott gibt ist für mich absolut absurd. Aber die Vermischung mit "Wundern" irritiert mich.
Was ist ein Wunder?. Wenn jemand einen Autounfall überlebt mag das subjektiv ein Wunder sein aber objektiv ist halt das Metallteil 1mm neben der Schlagader eingeschlagen. Reiner Zufall...
Klären sie mich auf. Was ist ein Wunder?

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hisch88 19.04.2019, 16:12
16.

Ich finde es bedauerlich, dass das Interesse an Religion so zurückgeht.

Ich bin der Meinung es ist wichtig Religionen aus 2 Gründen zu folgen.

Erstens wird man durch Religion im Interesse der Religionsführer manipuliert und kontrolliert und zweitens ist es für die Religionsführer noch wichtiger den Gläubigen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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matteo2015 19.04.2019, 16:14
17.

Der kirchliche Gottesbegriff ist in einer aufgeklärten Welt nicht mehr tragbar. Folglich wird die Zahl an Kirchenmitgliedern weiter sinken, so dass schon heute der Religionsunterricht an Schulen in Frage gestellt werden sollte. Stattdessen wäre ein Ethikunterricht für alle Schüler weitaus sinnvoller, da hier kein Kind aufgrund seiner Religion ausgegrenzt wird. Leider gibts aber noch Ministerpräsidenten, die Kreuze per Erlass aufhängen lassen.

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klarafall 19.04.2019, 16:17
18. "Wunderglaube"

Wie kann ein rational denkender Mensch an "Wunder" glauben? Ausser man versteht unter "Wunder" Dinge oder Vorkommnisse, die man nicht versteht. Dann ist ein "Wunderglaube" aber nichts anderes als mangelnde Bildung gepaart mit überbordender Phantasie. Oder anders: Wer nichts weiß, muß alles glauben (oder für ein Wunder halten).

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mhwse 19.04.2019, 16:19
19. Monotheismus vs. kosmologische Überlegungen ..

wenn die Kosmologie quasi eine "Selbstorganisation" der Materie erlaubt - hat ggf. der Monotheismus ausgedient - grundsätzliche Fragen zu Humanismus und dem Woher / Wohin - bleiben.

Wenn sich die Religions-Profis mehr diesen Themen stellen würden - und zusammen mit Physikern die "kleinsten" (unsichtbaren) Dinge des Universums beschreiben lernen würden - bliebe genug Arbeit.

Denn philosophisch denken können Jesuiten durchaus besser ..

Erster Ansatz: das was wir als schwere Masse bezeichnen (und die/Unsere Existenz bedingt - weil z.B. dadurch Sonnen und Planeten gebildet werden) - lässt sich im Kleinsten gar nicht finden - es ist eine Quantenwolke - nur "worin" ist diese eingebettet - und warum hat diese überhaupt Masse .. (das Higgs Boson ist es übrigens nicht).

Schöner - wenn auch für die Meisten dann doch wieder mythisch - ist immer eine mathematisch rekursive Formel die dann in 2-3 Zeilen die Welt definiert - im Detail aber dann (von Fall zu Fall) länger zum Verständnis der Konsequenzen erfordert, als z.B. religiöse Bücher zu lesen, die dann aber immer nur (wie eine schlechte Serie die auf möglichst viel Ausgaben baut) eine Unbekannte durch eine andere ersetzten - um das Publikum bei der Stange zu halten - nach dem Motto. "schauen Sie auch nächste Woche wieder rein .. - wenn es heißt: warum bist du und wo kommst du her" - das ist für aufgeklärte Menschen dann weit unverständlicher.

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