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Christen und ihre Religion: Immer weniger Deutsche glauben an Gott
Guido Kirchner / DPA

Gott wird nicht mehr gebraucht in Deutschland, immer mehr Menschen haben jedoch einen ausgeprägten Hang zum Wunderglauben. Das geht aus einer neuen SPIEGEL-Umfrage hervor.

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kickaha74 19.04.2019, 23:45
360.

Zitat von neeanders
... wird daraus auch ein Schuh! "Die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus unbelebter Materie Leben entwickelt hat, beträgt eins zu einer Zahl mit 40.000 Nullen… Diese ist groß genug, um Darwin und die ganze Evolutionstheorie unter sich zu begraben.“ (Sir Fred Hoyle; britischer Astronom und Mathematiker) Ohne das jetzt vertiefen zu wollen, aber man hat nur die Wahl , entweder an eine schöpferische Intelligenz oder an eine schier unendliche Kette irrwitzigster Zufälle zu glauben.
Diese Varianten der Behauptungen von Kreationisten sind bereits hinlänglich entkräftet.
http://www.talkorigins.org/faqs/abioprob/abioprob.html

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ichliebeeuchdochalle 19.04.2019, 23:48
361.

Zitat von handundfuß
die reine Vernunft heißt für mich; nehmen wir an es gibt keinen Gott; was würde ich als Gläubiger nach dem Tod verlieren ...
Der übliche Gedankenfehler: Sie halten den Gott, an den Sie glauben, für doof wie ein Gänseblümchen .. .was nicht zum "Wesen" eines Gottes paßt. Ein Gott weiß ja, daß Sie so denken, er weiß also, daß Sie nicht wirklich an ihnen glauben, er kennt ja ihre Zweifel, er weiß ja, das macht der nur, weil er auf der sicheren Seite sein will. Mit anderen Worten: Gäbe es den behaupteten Gott, landen Sie bei dem nach dem Tod nicht auf der Sonnenseite sondern auf der anderen. Immer dran denken: Der behauptete Gott WEIß Ihre (echten) Gedanken! Da helfen die Schummeleien nicht. Im Gegenteil: Der ist doppelt beleidigt, weil sie ihn für so doof halten. Ich wage mal die These, daß er die Temperatur in Ihrer Toten-Umgebung noch ein bißchen höher drehen wird.

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Great White Buffaloo 19.04.2019, 23:49
362.

Zitat von Udo Blätz
So wie ich Kant versteh ist weder die Existenz noch die Nichtexstenz eines Gottes beweisbar. Weshalb doch nur die Hypothese übrig bleibt. Gibt es keinen Gott, dann ist das Thema beendet. Sollte es einen geben, dann wäre zuerst seine Eigenschaft zu erwähnen. Gott soll ja allwissend, allgegenwärtig und allmächtig sein. Außerdem liebt er noch alle. Nun denn: Wer fähig ist Unschuldige vor den Gaskammern in Auschwitz, Brandbomben auf Flüchtlinge in Dresden, Atombomben auf Zivilisten in Hiroschima und Nagasaki, Napalmbomben auf Kinder in Vietnam oder auch nur den Dachstuhlbrand "seines eigenen Haus" in Paris zu verhindern und es nicht tut, der ist halt ein ARSCHLOCH! Das ist noch die wohlwollende Bezeichnung. Strafrechtlich mindestens unterlassenen Hilfeleistung, also Mittäter. Kommt mir bitte nicht mit dem Spruch der Wille Gottes sei unergründlich. Dann hätte er den Menschen mehr Verstand geben soll und damit nicht so sparsam umzugehen. Sorry Wir alle haben EIN Arschloch, zusätzlich glauben mache noch an eines.
A rechda Debb mit Sicherheit! ;-) Es geht einfach um die Sinnfrage, die von Gläubigen ausgelagert wird, und deren mögliche Beantwortung durch die Menschen verneint wird. Damit entledigt man sich eigener Recherche (die anstrengend und lückenhaft sein kann/muss), und verlagert selbst moralische Verantwortung (Beichte!), in eine imaginäre "Welt". Eigentlich sehr komfortabel und egoistisch!

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davyjones 19.04.2019, 23:53
363.

Zitat von wurzelpurzel
Also wenn ich das richtig sehe - und ich irre mich nie - konnte bisher keine Wissenschaft und kein Wissenschaft Gott widerlegen. Sie haben lediglich dazu beigetragen zu erklären, wie die Welt funktioniert. Das wollen und können radikalextremistische Atheisten nicht anerkennen, denn das würde ihr religiös zelebrierter Atheismus nicht zulassen, den sie wie die schlimmsten Fundamentalisten zelebrieren - extremistisch und intolerant.
Es ist nicht die Aufgabe der Wissenschaft die Existenz rosafarbener Einhörner in Ihrem Garten nachzuweisen. Sie behaupten etwas, Sie treten den Beweis an. So läuft das im richtigen Leben.
Ich warte dann mal auf ihre evidenzbasierten Ergebnisse.

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Frietjoff 19.04.2019, 23:55
364.

Zitat von weiterso239
Atheist sein ist auch eine Art Glaube
Ja. In dem Sinn, in dem nicht Fußball zu spielen Sport ist.

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ichliebeeuchdochalle 19.04.2019, 23:58
365.

Zitat von weiterso239
Atheist sein ist auch eine Art Glaube, Glaube, daß Gott nicht existiert. Alles Gute
Nein, das haben wir Atheisten an Millionen Stellen bereits erklärt. Ihr Glaube ist wohl der übliche, der sich immunisiert durch "Ich nehme anderes nicht zur Kenntnis". Vereinfacht: Übliches Sekten-Gedöns

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Great White Buffaloo 20.04.2019, 00:10
366.

Zitat von wurzelpurzel
Also wenn ich das richtig sehe - und ich irre mich nie - konnte bisher keine Wissenschaft und kein Wissenschaft Gott widerlegen. Sie haben lediglich dazu beigetragen zu erklären, wie die Welt funktioniert. Das wollen und können radikalextremistische Atheisten nicht anerkennen, denn das würde ihr religiös zelebrierter Atheismus nicht zulassen, den sie wie die schlimmsten Fundamentalisten zelebrieren - extremistisch und intolerant.
Sofern wir keine Simulation sind (dann können wir uns den Thread sparen), ist die Funktion nur ein Attribut der Existenz, sprich, es kann etwas existieren, aber keine Funktion haben. Wenn sie die Existenz Gottes behaupten, kann ihnen das niemand streitig machen. Allerdings sollten sie dann auch etwas über die Funktion sagen, sprich über die Wirkung der Existenz. Das ist einfach, kann man doch sagen, alles ist Gott, Ursache, Wirkung. Und der Sinn? Die Moral? Wo offenbart sie sich? Spätestens jetzt gibt es keine Antwort mehr, denn alle weiteren Argumente führen zu einem Zirkelschluss. Mit Gott können sie dann Alles und Nicht "beweisen".

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Frietjoff 20.04.2019, 00:14
367.

Zitat von neeanders
Einfach nur "nicht zu glauben" ist ein Privileg der Agnostiker. Der Atheist hingegen glaubt darüber hinaus, dass alle Religiösen irren.
Falsch. Es gibt vier Varianten:

1. Starker Atheismus: Ich weiß mit Sicherheit, dass es keine Götter gibt.
2. Schwacher Atheismus: Ich glaube nicht an irgendwelche Götter.
3. Starker Agnostizismus: Es ist prinzipiell unmöglich zu wissen, ob es Götter gibt.
4. Schwacher Agnostizismus: Ich weiß nicht, ob es Götter gibt.

Praktisch alle prominenten modernen Atheisten (z.B. Hitchings, Dawkins, Harris, Krauss) sowie die meisten Atheisten überhaupt nehmen die Positionen 2 und 4 ein. Wir sehen keinerlei plausible Anzeichen für die Existenz irgendwelcher übernatürlicher Wesen und sehen also keinerlei Anlass, ihre Existenz für auch nur minimal wahrscheinlich zu halten. Aber kategorisch ausschließen können wir solche Wesen (zumal wenn sie so definiert werden, dass sie sich jeder wissenschaftlicher Untersuchung verschließen) nicht. Genauso wenig, wie wir die Existenz unsichtbarer Einhörner kategorisch ausschließen können.

Dass viele Theisten immer wieder behaupten, typische Atheisten nähmen Position 1 ein, ist schlicht falsch.

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Wodan1964 20.04.2019, 00:14
368. Goldene Kuh

Fallt nicht auf die goldene Kuh herein. Schaut in euer Herz.

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Great White Buffaloo 20.04.2019, 00:19
369.

Glauben heisst, nicht zu wissen. Wer nichts weiss, muss alles glauben.

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