Forum: Panorama
Christlicher Fundamentalismus: Kirche der Extreme

Sie hetzen gegen Juden, hängen ihren Jüngern schwere Holzkreuze um, glauben an Engel und Katzen-Dämonen - in den großen Kirchen finden viele Sektierer eine Heimat, deren Ideen mindestens genauso krude sind wie die der Piusbrüder. SPIEGEL ONLINE stellt die bizarren Lehren der Abweichler vor.

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pax 06.02.2009, 15:16
90. Ethik

Zitat von Keram
Hier wird halbgar behauptet, ohne Christentum läuft nichts. Eventuell entspricht das Ihren Vorstellungen einer Diskussion. Meiner nicht, da sollten Behauptungen schon mal untermauert werden. Nee, lass mal ... Ja sicher, ohne die beliebigen Behauptungen der Religionen, was dann als das große Ganze bezeichnet wird, läuft rein gar nichts. Wer´s braucht.
Das hab ich schon kommen sehen, Modalverb ist denke ich schwer zu verstehen.
Was man nicht versteht wird aber von vielen als Angriff gewertet.


Zur Beliebigkeit muss man sagen, dass Religion jene Art und Weise ist, wie der Mensch mit der Beliebigkeit der Ethik umgeht, zumindest dann wenn er sich der Beliebigkeit seiner Weltsicht bewusst wird.

Beliebigkeit der Ethik ist daher keine Eigenschaft der Religionen sondern eine Eigenschaft der menschlichen Natur.

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pax 06.02.2009, 15:25
91. christliche Basis

Zitat von Modalverb
Das wage ich insofern zu bezweifeln, als Personenbegriff und Rechtswesen doch recht einmaliges Vorkommnisse sind und in der abendländisch-christlichen Kultur entstanden.
Das Problem ist aber die Inhomogenität des Christentums.
Zwar stammen so gut wie alle zivilisatorischen Denkrichtungen der Moderne wie Individualität , Liberalismus oder Sozialismus aus der christlichen Lehre, aber dennoch auf meist sehr unterschiedlichen Interpretationen aus unterschiedlichen Konfessionen.

Gerade das sorgt für Außentstehende für Verwirrung, wenn eine christliche kulturelle Errungenschaft offenbar genauso wieder von christlichen Argumenten angegriffen wird.

Der in dem Forums-Artikel vorkommende Extremismus scheint daher wie der Gegenbeweis zur These, dass unsere Werte aus dem Christentum stammen. Ein nicht ganz offensichtlicher Fehlschluss, aber einer der Hauptangriffspunkte für die "Anti-Religiösen".

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sukowsky 06.02.2009, 15:50
92. Holocoust

Was sollen die Hetztiraden gegen den Papst. Wir wissen doch alle, dass er
gegen den Holocoust war uns ist.

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IchOnline 06.02.2009, 16:11
93. Nur nicht so bescheiden...

Zitat von Modalverb
Das wage ich insofern zu bezweifeln, als Personenbegriff und Rechtswesen doch recht einmaliges Vorkommnisse sind und in der abendländisch-christlichen Kultur entstanden.
Zitat von pax
(...) stammen so gut wie alle zivilisatorischen Denkrichtungen der Moderne wie Individualität , Liberalismus oder Sozialismus aus der christlichen Lehre (...) christliche kulturelle Errungenschaft (...) unsere Werte aus dem Christentum stammen (...)
@pax, die obige Behauptung war mir auch schon aufgestoßen, vielen Dank für das Zitat! "Abendländisch" stimmt wohl größtenteils, aber statt "christlich" muss es doch sicher "griechisch/römisch" heißen, oder? Und die Römer hatten auch schon vor Christus ein Rechtswesen, in solchen Dingen lag schließlich ihre Stärke. Sie selbst beanspruchen dann noch Liberalismus und Sozialismus für das Christentum (und letzteren können Sie von mir aus vielleicht sogar haben, wenn Sie die Marx-/Lenin-/Stalinismen gleich mit einpacken - den Maoismus kriegen die Buddhisten). Aber was ist mit dem Humanismus, ist das nicht auch Ihrer? Und hat nicht auch die Aufklärung christliche Wurzeln? Sind eigentlich Atheismus und Naturwissenschaft ohne Christus unseren Herrn denkbar?

Ich versuche mich am besten damit abzufinden, dass ich trotz strikter "Anti-Religiösität" ein hoffnungslos abhängiger Kultursklave bin, vielleicht ist auch dies eine Art der Bekehrung...

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delponte 06.02.2009, 16:16
94. Jetzt

wo Bush weg ist, muß der Kampf gegen Rechts weitergehen, deshalb sind bei SPON und Co jetzt Papstwochen. Gegen das Christentum, sofern es nicht die evangelische Gutmenschenvariante betrifft, wird hergezogen, was es Zeug hergibt.

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ichbinesselbst 06.02.2009, 17:49
95. Goldhagen

Zitat von Modalverb
Wenn Sie sich einmal mit konkret dieser Thematik befassen wollen empfehle ich Ihnen das Buch "Hitlers Religion". Einzelne Akteure der Kirche(n) haben sicherlich zeitweise mit Hitler paktiert, allerdings ist es nicht nur historisch falsch sondern auch tendenziös, das Christentum in die Nähe des NS zu rücken.
Gegen-Rede kommt von Daniel Goldhagen in "Die katholische Kirche und der Holocaust".

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IchOnline 06.02.2009, 19:01
96. Das Gutmenschenargument

Zitat von delponte
wo Bush weg ist, muß der Kampf gegen Rechts weitergehen, deshalb sind bei SPON und Co jetzt Papstwochen. Gegen das Christentum, sofern es nicht die evangelische Gutmenschenvariante betrifft, wird hergezogen, was es Zeug hergibt.
Das Gutmenschenargument hört man meist dann, wenn jemand aus der rechten Ecke wollüstig etwas politisch inkorrektes und provokatives von sich gibt ("Ich kann diese kopftuchtragenden Kanakerweiber nicht mehr sehen!" (Tschuldigung)) und dann einer dagegen angeht. Der ist dann ein Gutmensch, sowas wie Kriegsdienstverweigerer, Atomkraftgegner, Tierschützer und Menschenfreund in Personalunion. Ich liebe es! Wenn einer das Gutmenschenargument bringt weiß ich sofort wo er hingehört.

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Keram 09.02.2009, 14:21
97. Äpfel und Birnen

Zitat von pax
... Zwar stammen so gut wie alle zivilisatorischen Denkrichtungen der Moderne wie Individualität , Liberalismus oder Sozialismus aus der christlichen Lehre, ...
Wie liberal, individuell und sozial das Christentum ist, kann man gerade wieder sehr schön beobachten.
Unliebsame Mitglieder werden ausgegrenzt, Fundis mit offenen Armen empfangen.

Die RKK ist alles andere als das von Ihnen angesprochene. Nun kann man ja behaupten, das Christentum ist vielschichtig. Ja eben, es ist beliebig. Und wenn ringsum alles verfault ist - den Kern kann man immer noch gut gebrauchen.

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A.D.H. 14.02.2009, 12:41
98. Der Islam und der Holocaust

Zitat von ichbinesselbst
Gegen-Rede kommt von Daniel Goldhagen in "Die katholische Kirche und der Holocaust".
Das ist sicher richtig: Die Thule-Gesellschaft, die den Auftrag zur Gründung der NSDAP gab, saß im kath. Bayern, dort wurde sie gegründet, in München hatte sie ihren Hauptsitz, in Nürnberg wurden die Reichsparteitage abgehalten: Bayern war das Epizentrum der NSDAP, von dort aus eroberte sie ganz Deutschland (und Österreich, das aber zu 99% begeistert freiwillig für den Anschluss ans "3. Reich" stimmte). Die bayrische Regierung sowie die kath. Kirche Bayerns wollen das gerne vergessen machen (beides seien nun angeblich "Bollwerke gegen den NS" gewesen), und nur deshalb geht die bayr. Regierung meiner Ansicht nach gegen "Zeitungszeugen" und gegen eine wissenschaftliche Publikation von "Mein Kampf" vor.

Einzig und allein die SPD stimmte gegen die Ernennung Hitlers, alle anderen dafür (inkl. der Kath.). Die KPD-Mitglieder waren, genauso wie mehrere von der SPD, bereits verhaftet. Von Hindenburg hielt zwar nichts von Hitler, mochte ihn auch nicht, und war daher eigentlich gegen dessen Ernennung, fügte sich aber dennoch in das Vorhaben. Der Rest ist bekannt.

Im spanischen Faschismus war die Verbindung zwischen kath. Kirche und dem Regime (Franco) jedoch am engsten.

Allerdings wird gerne vergessen, dass auch die islamische Welt des Balkans, des Nahen Ostens, Nordafrikas und der Türkei am Holocaust beteiligt waren. Die Moslems bildeten zudem eigene, freiwillige, SS-Divisionen.

1) When Islamic Radicalism, Fascism and Arab Nationalism Collide: Haj Amin Husseini, the Axis Palestinian Leader of World War II
http://www.faoa.org/journal/HajjHusseini.html

2) The Muslim/Nazi Connection
http://www.themiddleeastnow.com/musnazi.html

3) History Of The Bosnian Muslim Nazi 13th SS Handzar Division
http://de.youtube.com/watch?v=bNzTL4zu5Xg

4) History of Hitler and Muslim Waffen SS
http://de.youtube.com/watch?v=Q3pq1KIUZb4

5) Morse, Chuck; "The Nazi Connection to Islamic Terrorism: Adolf Hitler and Haj Amin al-Husseini"

6) Dalin, David G.; "Icon of Evil: Hitler's Mufti and the Rise of Radical Islam"

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Hubert Rudnick 21.03.2009, 16:00
99. Die katholische Kirche und ihre Geschichte

Zitat von A.D.H.
Das ist sicher richtig: Die Thule-Gesellschaft, die den Auftrag zur Gründung der NSDAP gab, saß im kath. Bayern, dort wurde sie gegründet, in München hatte sie ihren Hauptsitz, in Nürnberg wurden die Reichsparteitage abgehalten: Bayern war das Epizentrum der NSDAP, von dort aus eroberte sie ganz Deutschland (und Österreich, das aber zu 99% begeistert freiwillig für den Anschluss ans "3. Reich" stimmte). Die bayrische Regierung sowie die kath. Kirche Bayerns wollen das gerne vergessen machen (beides seien nun angeblich "Bollwerke gegen den NS" gewesen), und nur deshalb geht die bayr. Regierung meiner Ansicht nach gegen "Zeitungszeugen" und gegen eine wissenschaftliche Publikation von "Mein Kampf" vor. Einzig und allein die SPD stimmte gegen die Ernennung Hitlers, alle anderen dafür (inkl. der Kath.). Die KPD-Mitglieder waren, genauso wie mehrere von der SPD, bereits verhaftet. Von Hindenburg hielt zwar nichts von Hitler, mochte ihn auch nicht, und war daher eigentlich gegen dessen Ernennung, fügte sich aber dennoch in das Vorhaben. Der Rest ist bekannt. Im spanischen Faschismus war die Verbindung zwischen kath. Kirche und dem Regime (Franco) jedoch am engsten. Allerdings wird gerne vergessen, dass auch die islamische Welt des Balkans, des Nahen Ostens, Nordafrikas und der Türkei am Holocaust beteiligt waren. Die Moslems bildeten zudem eigene, freiwillige, SS-Divisionen. 1) When Islamic Radicalism, Fascism and Arab Nationalism Collide: Haj Amin Husseini, the Axis Palestinian Leader of World War II 2) The Muslim/Nazi Connection 3) History Of The Bosnian Muslim Nazi 13th SS Handzar Division 4) History of Hitler and Muslim Waffen SS 5) Morse, Chuck; "The Nazi Connection to Islamic Terrorism: Adolf Hitler and Haj Amin al-Husseini" 6) Dalin, David G.; "Icon of Evil: Hitler's Mufti and the Rise of Radical Islam"
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Die Organisation, die sich Christen nennen haben alle samt eine sehr schwierige, oder man kann auch menschenverachtende Geschicht hinter sich, nur hören will es natürlich keiner mehr.
Der Faschismus und die katholische Kirche waren sehr eng verbunden und als es nach dem faschistischen Krieg ging ihre Verbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen, da hatten die Katholiken erneut ihre Hände mit im Spiel, nur damit ihre Leute schnell wieder untertauchen konnten.
Wer uns heute immer wieder von der Menschlichkeit unde Friedlichkeit dieser Religion etwas vormachen will, der lügt offensichtlich.
Aber ich glaube, dass eigentlich alle religionen und Ideologien imgrunde nur menschenverachtende Organisationen sind.
Hubert Rudnick

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