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Christmette von Papst Franziskus : "Die Welt braucht mehr Zärtlichkeit"
REUTERS

Er fordert mehr Zuneigung, Milde und Zärtlichkeit - vor Tausenden Gläubigen hat Papst Franziskus die Christmette gehalten. Zuvor hatte der Pontifex mit verfolgten Christen im Nordirak telefoniert, um ihnen Mut zu machen.

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nik.macchiavelli 25.12.2014, 08:47
20.

Diese Heuchelei ist unerträglich!

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Nabob 25.12.2014, 09:06
21. Ein weihnachtlicher Akzent ist ja ganz nett

für die Weihnachtsstimmung der Menschen dieser Kirche und als Bestätigung dafür, dass Franziskus aktiv lebt.

Leider aber werden jene, die es angeht, nur milde über ihn lächeln und zusehen, dass sie weiter mit ihrem globalen Waffenhandel schachern können. Entsprechend haben die Banken nichts gelernt und die Staatsführungen ebenso nicht.

Insoweit ist das Wort von Franziskus nur eine temporär wirkende Entspannungsdosis, die menschenverachtende Industrie wird ihre Dosis eher noch verstärken.

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hanoh 25.12.2014, 09:51
22. Papst Worte

"Haben wir den Mut, mit Zärtlichkeit die schwierigen Situationen und die Probleme des Menschen neben uns mitzutragen, oder ziehen wir es vor, sachliche Lösungen zu suchen, die vielleicht effizient sind, aber der Glut des Evangeliums entbehren?"
Gott kenne "keinen Wutanfall und keine Ungeduld. Er ist immer da, wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn"

Wahre Worte!

Vorurteile, Mißtrauen und keine Toleranz beherrschen heute unsere gesamte Welt.

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Pfaffenwinkel 25.12.2014, 10:14
23. Papst Franziskus

hält sich nur an die Bergpredigt Jesu - da wurde alles gesagt. Genützt hat es bisher wenig.

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Hildegard12 25.12.2014, 10:45
24. Wem dient er wirklich?

Der Papst ist von bestimmter Seite ins Amt berufen worden. Er vertritt die Position, die gewünscht wird.

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river runner 25.12.2014, 10:45
25. Und ein Kind ist Papst geworden

Zum Zitat aus der Papstrede "Wie sehr braucht doch die Welt von heute Zärtlichkeit, ...."

Dazu meine ich:
Zärtlichkeit fängt doch in der eigenen Familie an. Gehören die Kardinäle nicht zur „päpstlichen Familie“ in Rom? Zur „fehlenden Zuneigung unter Menschen“ kann sich dieser Papst doch selbst die beste Weihnachtspredigt halten.

Über diese Ermahnung von einem, der in seiner eigenen „päpstlichen Familie“ nicht freundliche Worte zu Weihnachten findet, kann ich mir nur staunend die Augen reiben. Zur Begründung siehe den Wortlaut der Schimpftirade des Papstes vom 22. Dezember 2014.

Zitat aus dem SPON-Artikel: „...doch an diesem Weihnachtsfest ....kritisierte der Pontifex ... vor allem die fehlende Zuneigung unter den Menschen: "Wie sehr braucht doch die Welt von heute Zärtlichkeit", ... Und weiter: "Haben wir den Mut, mit Zärtlichkeit die schwierigen Situationen und die Probleme des Menschen neben uns mitzutragen,....“

Wenn einer in seinem eigenen „päpstlichen Haus“ in einer Schimpfrede an die engsten Mitarbeiter in Wirklichkeit an die niederen Instinkte der ungebildeten Massen vor dem Haus appeliert, die ihm dann (überwiegend) Beifall klatschen, schätze ich das nicht.
Wenn so einer aber dann nur wenige Tage später vom „Mut der Zärtlichkeit“ spricht, schlägt das dem Fass den Boden aus. Wie unreif ist so ein Mann im hohen Alter von 78 Jahren?

Dann predigte der Papst noch: „.... oder ziehen wir es vor, sachliche Lösungen zu suchen, die vielleicht effizient sind, aber der Glut des Evangeliums entbehren?"

Wie irre ist denn dieser Satz? Sachliche Lösungen sind immer besser als die Rasereien eines Ungebildeten, der es vielleicht sogar gut meint, aber nicht gut kann.

Oder wie ist die verrückte Aussage zu erklären, dass die „Glut des Evangeliums“ nicht zu effizienten Lösungen führt? Ein harter Schlag gegen Benedikt zum Weihnachtsfest, weil der Vorgänger-Papst immer von einer Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft ausgegangen ist?

Zum Zitat: „Gott kenne "keinen Wutanfall und keine Ungeduld. Er ist immer da, wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn".

Hat der „geistliche Vater“ Papst Franziskus seine „verlorenen geistlichen Söhne“ am 22. Dezember 2014 so behandelt, wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn? Wohl kaum.

„der argentinische Pontifex kritisierte ferner die "Arroganten, die Stolzen, diejenigen, die die Gesetze nach ihren persönlichen Kriterien machen".

Mein Kommentar: Falls er so missmutig mit sich selbst allein reden möchte, sei es ihm doch unbenommen. Von mir aus kann er sich gern vor den Spiegel stellen und zu sich sagen: „Jorge, du bist ein arroganter Sack, so selbst mit deinen engsten Mitarbeitern zu reden. Selbst Kardinälen muss mit Güte und mit Milde begegnet werden, denn zu Weihnachten macht sich Gott schließlich klein, um uns zu begegnen. Er nimmt unsere Zerbrechlichkeit, unsere Leiden, unsere Ängste, unsere Wünsche und unsere Grenzen an. Dann sollte sich auch ein Papst klein machen.“

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KingTut 25.12.2014, 11:00
26. Beifall

Zitat von erasmus89
[Man kann nur dankbar sein,] dass wir diesen Papst bekommen haben. Umso mehr ist die Schande groß, wie sinnentleert und konservativ der letzte deutsche Papst war. Dank Franziskus, zahle ich gerne meine Kirchensteuer. Er ist ein Segen.
Ich finde wie Sie, dass wir einen großartigen Papst haben, aber ich halte nichts davon, ihn in Gegensatz zu Benedikt XVI. zu bringen, der aus meiner Sicht ebenfalls ein guter Papst war. Ich erinnere an seinen Besuch im Libanon, wo er sich leidenschaftlich gegen die Gewalt in Syrien eingesetzt hat und seine Bemühungen, auch den Islam hier mit einzubinden. Auch sein Wirken bei den Missbrauchsskandalen wird oft unterschätzt bzw. von den Medien nicht adäquat herausgestellt.
Der derzeitige Papst setzt diese Politik mit seiner persönlichen Note fort und erhält dafür von allen Seiten zu Recht Beifall.

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ludovicosettembrini 25.12.2014, 11:04
27. Ich ziehe die

Das Konzept der "zärtlichen Lösungen" scheint mir doch auf eine ziemliche Willkür hinauszulaufen. Da gewinnen dann doch am Ende wieder diejenigen, die ohnehin an der Macht sind.

Auch diese "Glut der Evangelien" scheint mir ein etwas schwer durchschaubares Konzept zu sein. Es gibt so viele davon. Die von der katholischen Kirche ausgewählten sind ja nur ein kleiner Ausschnitt. Es spricht leider nichts dafür, dass die ausgewählten Evangelien mehr mit dem historischen Jesus zu tun haben als die nicht ausgewählten. Wendet man die Methoden der historisch-kritischen Textanalyse an, spricht viel dafür, dass der historische Jesus gar nicht wusste, dass er der Sohn Gottes war oder sein sollte. Wahrscheinlich war er einfach nur ein richtig sympathischer Mensch und als solcher den religiösen Machthabern seiner Zeit ein Ärgernis.

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spiegelfrauchen 25.12.2014, 11:16
28. Zärtlichkeit - Religion ?

Es wäre sinnvoll , erst einmal im eigenen Umfeld mit zärtlichen und liebevollen Gesten wirksam zu sein . Dafür brauchen wir die reaktionären Kirchen nicht .

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fiftysomething 25.12.2014, 11:19
29. Ja bitte,

Ich möchte auch mehr Zärtlichkeit in meinem Leben....aber nicht von diesem Mann. Mein Vorschlag für die katholische Kirche: Schafft euch selbst ab, nehmt euer riesiges Vermögen und verwendet es für die Arbeit mit denjenigen, die sich dank Konstrukten wie christlicher Religion in Abhängigkeit und Armut befinden. Das wäre gelebte Zärtlichkeit mit Menschen... Reden hilft überhaupt nichts, sondern moralisiert und begrenzt. Das sind fromme Appelle, die nur die Kirche als moralische Instanz manifestieren.... Zärtlichkeit.... pah!

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