Forum: Panorama
Co-Pilot steuerte die Unglücksmaschine in den letzten Minuten
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nj4ck 26.03.2015, 15:06
530.

Ich seh das so: Wenn der Co-Pilot im Cockpit war und normal atmete, deutet alles auf Selbstmord hin. Der Autopilot leitet nicht automatisch Sinkflüge ein, so etwas muss von Hand geschehen und lässt sich durch einen medizinischen Notfall nicht erklären. Es sei denn, der Autopilot war zu dem Zeitpunkt gar nicht aktiv, was wir wohl erst nach Auffinden des Flugdatenschreibers mit Sicherheit wissen werden.

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hman2 26.03.2015, 15:07
531.

Zitat von lufticus
Erst einmal, die Höhe gibt man dem Autopilot per Drehknopf vor, in dem man die Zielhöhe eingibt.Mit einem kurzen Dreh ist es also nicht getan. Aber warum hat der Pilot zum zurückkehren ins Cockpit nicht den Türöffnungscode eingegeben. Nach meinen Infos hätte dann ein 30s Dauerton im Cockpit ertönen müssen, selbst wenn der Co diese Öffnung verhindert hätte, hätte trotzdem für zumindest einen kurzen Augenblick der Signalton auf dem Voicerecorder ertönen müssen. Wieso nicht ?????
Reine Spekulation: Aber auch eine simple Tür-Automatik kann ausfallen... Und wenn das passiert, während der Co gerade in einer Herzattacke zwischen Leben und Tod hängt (also noch atmet)...

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adrenalin1 26.03.2015, 15:07
532.

Zitat von dreandas
Wie lebensbedrohlich ist ein Cockpitscheibenriss, als dass hier zwangsläufig "AVIATE! NAVIGATE! COMMUNICATE!" zum tragen gekommen wäre? Die Spekulation um die kaputte Cockpittüre allerdings ist spannend! Weiß jemand von Präzedenzfällen?
Auf FL 380- also rund 11,5 KM Höhe- potentiell sehr bedrohlich nehme ich an….

Es verbleiben dann exakt 10 Min um auf eine Flughöhe zu sinken, die ohne Sauerstoff für untrainierte überlebbar ist (ca. 3000 m). Mehr als 10 Min reicht der Sauerstoff der aus den Masken über den Sitzen geliefert wird nämlich nicht aus.

Den Schaden durch einen Riss in der Scheibe genau zu beurteilen dürfte für einen jungen Piloten, der noch dazu auf sich alleine gestellt ist, sehr schwer sein. Geht mehr Zeit verloren bleibt nicht Zeit für den kontrollierten Sinkflug und auch der hätte unmittelbare Medizin. Risiken für alle an Bord.

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maggelan07 26.03.2015, 15:07
533. Tür-Verriegelung

Nach intern. Standards besitzen derartige Sicherheits-Türen eine Notfall-Procedure bei Verriegelungen: durch Eingabe eines Notfall-Codes kann (meist Crew-Mitglied) jemand
innerh. eines kurzen Zeitraumes von aussen die Türe öffnen und ins Cockpit eintreten - um zB erste-Hilfe-Maßnahmen an den bewußtlosen Piloten zu tätigen.
Von innen ist die Türe nicht trivial mechanisch verriegelbar, um eine Notfall-Procedure nicht auszuschliessen.
Also so einen mech. Schieber wie auf einer Toilettentüre gibt es bei diesen Türen nicht.
---
Im Sabbotage-Fall kann natürlich vorher einiges geändert worden sein. Zumindest die Manipulation der Notfall-Procedures kann durch elektro-mechanischen Eingriff verändert werden. Dann aber werden Signalgeber aktiv, um der Cockpit-Crew dies mitzuteilen. Diese müssten ebenso manipuliert worden sein.
Der Flugdatenschreiber zeichnet alle Aktivitäten bei
Notfall-Proceduren auf !!!
1) Wo ist denn der Flugdatenschreiber ??
Wer sich die Konstruktionspläne dieser modernen Geräte im Airbus genau anschaut, wird erkennen, dass man vor Abflug nicht einfach ein leeres Flugdatenschreiber-Gehäuse in den Flieger einbauen kann. Dann müssten einige Signalleitungen fachmännisch deaktiviert worden sein und beim Start der Maschine müssten die Signalgeber falsche Meldungen (alles ok) anzeigen.
Diese Manipulationen sind nicht geringfügig und können nur von fachkundigen Ingenieuren vorgenommen werden.
Zumal moderne Transponder ebenso kodierte Signale über den Zustand des Flugdatenschreibers mit übertragen können ! Das wäre der Flugsicherheit (zB im Tower) aufgefallen.
Soweit im Falle einer im vorraus geplanten Sabbotage.

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minsch 26.03.2015, 15:08
534.

Zitat von heiwie
Was auch immer der Antrieb des Co-Piloten war. Ob die Absicht des erweiterten Suizids und/oder terroristische Hintergründe. Wer möchte angesichts dieser Macht, die Piloten über Passagiere, Besatzung und Angehörige haben, ernsthaft noch in ein Flugzeug steigen? Ich denke, wir sollten unseren Urlaub alle lieber in Deutschland verbringen. So schonen wir uns und unsere Umwelt, so wie die unserer Kinder!
Klar, und dann stirbt man, weil just jemand da mit seinem Auto Selbstmord macht, wo man gerade nach Bayern, oder noch schöner, an die Nord- oder Ostsee fährt. Und bloß nicht mit der Bahn und schon gar nicht umweltschonend mit dem Bus fahren, auch Lokführer und Busfahrer haben ihre Möglichkeiten, einen erweiterten Suizid zu begehen.

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Wildes Herz 26.03.2015, 15:08
535. @ minsch

Zitat von minsch
Wie kann man ein System so sicher machen, dass selbst berechtigte Personen in einem echten Notfall nicht mehr eingreifen können? Auf solche Ideen kommen nur Leute im Sicherheitswahn (...) Und man kann es nicht klar genug sagen: Wenn es stimmt, dass es ein erweiterter Suizid war, dann klebt das Blut dieser Menschen auch an den Politikern in Berlin, die solche schwachsinnigen Sicherheitssysteme den Airlines zur Pflicht machen, namentlich unter anderem an den Händen der Katastrophentouristin Merkel
Wie ich ein paar Beiträge vorher schon sagte: Die Meute giert nach dem Blut irgendwelcher "Schuldigen".

Dabei ist die Argumentation außerdem unsinnig: Denn hätte man solche Sicherheitssysteme nicht und wäre deshalb z.B. ein Terrorist deshalb ins Cockpit gelangt, könnten Sie genau so gut sagen, das Blut der Opfer klebe an den Händen derjenigen, die dieses Sicherheitssystem VERHINDERT haben.

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hman2 26.03.2015, 15:08
536.

Zitat von nic
Erst vo kurzem wurde bekannt, das ein Airbus in den Sturzflug überging. Erst das Abschalten des Computers durch die Piloten rettete das Flugzeug.
Der Sturzflug ist eine Ente von SPON. 1000 Meter in der Minute (!) sind kein Sturzflug, das ist so langsam, dass Sie das als Passagier nicht bemerken würden. In einem normalen Landeanflug sinken Sie schneller.

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f_bauer 26.03.2015, 15:08
537.

Zitat von KuGen
.....und damit auch der Verriegelungsmechanismus der Tür. Damit ist eines klar : die Verriegelung der Tür ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein BEWEIS, dass der Copilot bewusst den Piloten an der Rückkehr hinderte.
Ach so, die Tatsache, dass der Co-Pilot keinen Mucks von sich gab, aber manuell den Sinkflug einleitete also auch nicht?

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carranza 26.03.2015, 15:08
538. Lockangebote

Zitat von Trizi
Ja, den mußte man abschaffen, weil die Flugticketts zu 29,99 so beliebt geworden sind. Man muß mal rechnen: 30 Euro mit ca. 200 Passagieren: d.h. 6000 Euro bekommt die Flotte für einen Flug. Allein das Kerosin kostet Tausende. Der Pilot verdient 150 T€ im Jahr ... bei 600 Flugstunden/Jahr kostet eine Pilotenstunde 250 €. Bei einem 6 Std. Flug sind das 1500 Euro. Der Co-Pilot kostet auch nicht weniger. Da sind dann noch Flugbegleiter, Stewardess etc. D.h. Personalkosten von 4000 Euro/Flug kommen da zusammen. Und jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, wieviel da für Wartung überbleibt.
Tickets in der Preislage sind eigentlich nur zu Zeiten zu bekommen, die selten gebucht werden.
Ferner handelt es sich dabei um eine Mischkalkulation, denn derart günstige Preise gibt es bei weitem nicht für alle Plätze auf dem Flug, des weiteren wohl kaum für 6 Stunden Flugzeit. Es handelt sich um reine Lockangebote, viele wollen Gepäck mitnehmen, welches extra kostet, manche benötigen auch bei diesen günstigen Preisen noch eine Reiserücktrittsversicherung, können noch einen Koffer gebrauchen und, ach ja, auch das Bezahlen kostet oftmals zusätzliches Geld.
Meinen Sie wirklich, ein Pilot bräuchte nur 600 Stunden im Jahr arbeiten, um 150k€ brutto dafür zu bekommen?
Jeder normale Vollzeitbeschäftigte, der keine einzge Überstunde macht, schafft die 600 Stunden in etwa 3,5 Monaten und bekommt, selbst wenn er dreimal so lange arbeitet, nicht einmal ein Drittel von den 150k pro Jahr.
Wieviel Geld für Wartung übrig bleibt, das kann man leider nicht so gut erkennen, es ist einfacher zu ersehen, wieviel Geld am Jahresende an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

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Gegendenstrom 26.03.2015, 15:09
539. Erweiterter Selbstmord kommt häufig vor

Geisterfahrer sind ein typisches Beispiel, oder Väter, die ihre ganze Familie umbringen. In diesem Fall hat der kranke, innerlich leidende Mensch gleich 149 andere Menschen mit in den Tod gerissen. Es gibt nichts, was solche Menschen an ihrem Vorhaben hindern kann. Oft verbergen sie sogar ihre Erkrankung sehr geschickt vor Anderen und auch in psychologischen Tests. Das geht so lange gut, bis der Ausbruch erfolgt. Akuter Liebeskummer führt auch oft zu unkontrolliertem Verhalten. Am ende sind es alles Menschen mit all ihren Schwächen - keine Monster.

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