Forum: Panorama
Cybergrooming: Der Versuch des Versuchs des Kindesmissbrauchs
Getty Images / Johner RF

Bundesregierung und Bundesrat wollen die Strafbarkeitsgrenze beim sogenannten "Cybergrooming" nach vorn verschieben. Wird dadurch der Schutz verbessert?

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Trevor Philips 11.10.2019, 08:26
40.

Zitat von Peer Pfeffer
Neben der Sage, der Mensch stamme vom Schimpansen oder Gorilla, bestenfalls vom Bonobo ab (...) Neben der Sage? Evolutionstheoriie leugnen kommt gleich unter Flat Eathern. Hätte ich nicht gedacht von Fischer.
Ich weiß ja nicht welche Evolutionstheorie Sie verinnerlicht haben, vom Schimpansen, Gorilla oder Bonobo stammt der Mensch ganz sicher nicht ab.

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b.hoppe78 11.10.2019, 09:42
41. Erwartbar

Ein wahrlich "heißes Eisen", das Sie da mit Ihrer Kolumne aufgreifen.
Der überwiegende Teil der Kommentare war allerdings vorauszusehen: Es geht mitnichten um die von Ihnen behandelte Problematik des vorliegenden Gesetzgebungsvorhandens, sondern EINZIG um das im Kontext stehende Verhältnis Kind - Erwachsener. Da werden Schläge in Gesicht verteilt, die gesellschaftliche Stellung von Männern in der Gesellschaft problematisiert - nur zum Thema kommt wenig.
Ich will ehrlich sein: Juristisch brauche ich wohl noch eine Weile, um mir dazu wirklich eine rein sachliche Meinung zu bilden. Ich bin aus gutem Grund keine Strafrechtler, da oft zu sehr von meinen Emotionen beeinflusst. Da war und bin ich ehrlich mit mir selbst. Insofern kann ich leider auch nicht viel dazu beitragen, außer mich für einen interessanten, zum Nachdenken anregenden Artikel zu bedanken.
Die Diskussion hier allerdings wird nicht an fachspezifischem Niveau zunehmen, sondern in teils üblem Gehacke weitergehen: Denn die eigentliche Fragestellung des Artikels wird auf das Thema "sexueller Missbrauch von Kindern und was ich dazu beizutragen habe" immer mehr reduziert werden. Na, und was könnte wohl mehr Zündstoff und Potential bieten, um so ziemlich jede Diskussion aus dem Ruder laufen zu lassen?

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Immanuel K. 11.10.2019, 09:48
42. So 'ne Vorverlagerungsgesetzgebung...

...wäre in diesen Tagen doch wirklich zu begrüßen - "...wer die AfD oder andere rechtsradikalen Parteien wählt, wird wegen Vorbereitung der Leugnung und Verharmlosung des Holocaust und wegen Vorbereitung eines rechtsradikalen Terroranschlages mit Gefängnis, nicht unter fünf Jahren bestraft..." ...könnt ich mich wegen meines Gefühls der Hilflosigkeit, fast mit anfreunden...

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Immanuel K. 11.10.2019, 10:06
43. Es wird ja,...

Zitat von Trevor Philips
Ich weiß ja nicht welche Evolutionstheorie Sie verinnerlicht haben, vom Schimpansen, Gorilla oder Bonobo stammt der Mensch ganz sicher nicht ab.
...für Menschen, die den Affen in sich spüren, eher so formuliert: "...wir haben gemeinsame Vorfahren mit den Affen..." Tatsächlich stammen wir natürlich alle von Einzellern ab...

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g_bec 11.10.2019, 10:48
44.

Zitat von missleading
Ja, das war nötig. Die Foristin 3mma hat sich nicht an die n@tiquette gehalten. Ich würde sogar weitergehen und dieser blinden Eifer unterstellen - und das ist nun wirklich das Letzte, was ein Rechtsstaat bei der Gesetzgebung braucht... Der Autor stellt zu Recht in Frage, pb es dieses Straftatbestandes bedarf, keineswegs aber „verhöhnt“ er potentielle Opfer iSd. jetzigen § 176 StGB. Schönen Abend
Unsinn, hätte sich das Forist nicht an die Nettiquette gehalten, wäre der Post nicht veröffentlicht worden.
Und es ging nicht um den Artikel sondern um die Form der Antwort des Autors auf den Post von 3mma. Die in Stil und Form eindeutig in das Schema BAM passt.

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urmedanwalt 11.10.2019, 11:00
45. Herr Fischer wie immer brilliant

...aber etliche Foristen kriegen Schnappatmung, weil da ein alter weißer/weiser Mann völlig richtige fachliche Einwände gegen ein Gesetzesvorhaben vorbringt, die sie aufgrund ihrer Lebenssituation als persönlichen Angriff wahrnehmen. Das Thema der Kolumne ist diesmal die Frage, ob es richtig ist, die Strafbarkeit von Handlungen immer weiter vorzuverlegen, so dass irgendwann nur noch eine Absicht reicht, um jemanden verurteilen und ins Gefängnis stecken zu können. Wir haben dann nicht mehr weit zum reinen Gesinnungsstrafrecht. Herr Fischer hat schon sehr vorsichtig argumentiert, damit ihn nicht gleich wieder der Bannstrahl der -vorgeblich- kinderschützenden Feministinnen trifft, die aber nur unter dem Deckmäntelchen des Kinderschutzes ihre eigene Sexualitätsfeindlichkeit verbreiten. Wie ein Kommentator richtig geschrieben hat, gehört auch das Ausprobieren und das Herantasten an andere Sexualpartner zu einer gesunden Entwicklung dazu, und da sind immer Kontakte zwischen Jüngeren und Älteren dabei. Wenn dabei kein Schaden entsteht: was ist daran so schlimm? Nochmal: die Gesetzesänderung soll allein schon den fehlgeschlagenen Versuch einer Vorbereitungshandlung (Einwirken auf ein Kind) in der inkriminierten Absicht strafbar machen und damit dem Agent Provocateur ans Messer liefern. Da wird allein die unterstellte böse Absicht bestraft. Und keiner wagt, etwas dagegen zu sagen, weil es ja vermeintlich um Kinderrechte geht.

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isargold 11.10.2019, 11:05
46. Weitere Betätigungsfelder für den Gesetzgeber

Ich bin dafür, dass Polizei- und Finanzbeamten erlaubt wird, Zahnärzte anzurufen und sich als Anlageberater ausgibt, um denen, strafbare Steuersparmodele anzubieten. So kann man die gesetzestreue der Zahnärzte präventiv überprüfen. Oder vielleicht sollte es möglichsein, dass Finanzbehörden Rundbrief versenden in denen sie sich als Liechtensteiner Treuhandgesellschaft ausgeben.

Provokateure könnten wahrscheinlich höchst erfolgreich ALG II Empfängern Schwarzarbeit anbieten.

Noch eine Rechtsfrage: Ist das Verteilen von Porsche Taycan Prospekten (761 PS) nicht schon versuchte Anstiftung zum Mord?

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AbtrünnigerSozialdemokrat 11.10.2019, 11:05
47. Pädophile sind die neuen Killerspiele

Da enteht doch schon wieder eine Massenhysterie, wie früher mit den "Killerspielen". Die ganze Hetze kommt zum einen aus der rechtsextremen Ecke (NPD und co.), zum anderen aus der prowestlichen Ecke (amerikanische Popkultur), und vieleicht dient das Thema auch als "Blitzableiter" weil man Homosexuelle nicht mehr kritisieren darf. Beim Jugendschutz findet eine Schuldumkehr wie bei der Nationalsozialistischen "Sippenhaft" statt. Wenn in einem Rechtsstaat z.B. ein Kind Zigaretten kauft oder auf den Strich geht sollte ausschlieslich das Kind bestraft (wie wenn es Autofährt) - nicht der Ladenbesitzer, nicht der Freier,nicht die "Tabakindustrie",nicht "die Juden", nicht die "Killerspiel"hersteller, nicht Renate Künast oder Björn Höcke, nicht der Kinderkanal, nicht der Islam und auch die die Zigarettenwerbung.
Schuld ist immer der Täter, niemand anderes.
Auch bei der Drogenpolitik sollte man die Süchtigen (statt der Dealer) bestrafen, und ihnen keinen Freispruch (oder "Therapie") geben.

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isargold 11.10.2019, 11:33
48. Erregungsgesetzgebung

Bisher sprach ich von "Erregungsjournalismus", „symbolischer Politik“ vielleicht ist das neue Wort „Erregungsgesetzgebung“ auch ganz nützlich.

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3mma 11.10.2019, 11:43
49.

Puh, tut mir leid, aber wenn hier eine - durchaus kritisierbare! - Gesetzesnovelle betrachtet wird, dabei dann aber unterschwellig eine Art konservative Sexualhysterie mit ins Spiel gebracht wird und mit "es ist doch nicht alle Sexualität von Jugendlichen schlecht" argumentiert wird - natürlich nur nebenbei und indirekt impliziert - dient das meiner Meinung nach nicht der Sache. Es klingt wie die Argumente derer, die sich beschweren, dass man ja heutzutage nicht mal mehr mit Frauen reden könne, ohne dass diese direkt "Vergewaltigung" schreien. Ja, es gibt auch da ein zugrundeliegendes Problem, aber ob Humor und Polemik die Lösung sind, ist fraglich. Herr Fischer hätte sich auch entscheiden können, auf diese "unterhaltsamen" Anspielungen zu verzichten, oder sie zu versachlichen, es hätte seine Meinung nicht geschmälert. Dass er auf mein - ernstgemeintes - Angebot, sich mit mir auszutauschen, da ich Erfahrungen mit dem Thema Missbrauch habe und ihm meinen Standpunkt durchaus erläutern kann, mit "Wohl keine Erfahrung als Täter" (hihihi!) abspeist, statt einfach "Nein, daran habe ich nun echt kein Interesse" zu schreiben, spricht für sich.

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