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Debatte über Cannabis-Verbot: "Unser Strafrecht muss dringend entrümpelt werden"
DPA

Das Cannabis-Verbot ist "weder intelligent noch zielführend" - sagt der Chef des Bundes der Kriminalbeamten. Ähnlich sieht das der Rechtsprofessor Sebastian Scheerer. Eines seiner Argumente: Rassismus.

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smokyfields 05.02.2018, 17:57
1. Das klingt sehr plausibel...

...obwohl ich mit Koks und anderen härteren Sachen so meine Schwierigkeiten -vorerst- hätte. Ansonsten den Herrn bitte noch schnell in die Groko- Verhandlungen einfliegen. Vielleicht bewegt er ja etwas. Den Satz "Wenn Menschen eine gesundheitsgefährdende Substanz zu sich nehmen wollen, müssen sie das dürfen." könnte man zudem ins GG schreiben, würde so manches vereinfachen und Polizei und Justiz mehr Kraft für die Bekämpfung "echter" Kriminalität lassen.

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Sportzigarette 05.02.2018, 18:08
2. wäre schön!

...aber dazu hätte es rot grün gebraucht oder die Ampel, aber mit der verbockten Union ist das leider nicht zu machen. Daher werden Hunderttausende Kiffer (ich bin auch einer und das sehr gerne!) kriminalisiert und dem Staat entgehen Steuereinnahmen, Davon mal abgesehen wächst das Zeug auch hier wie Unkraut, also auch für die Bauern gut.

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gitane 05.02.2018, 18:09
3. Das Beste, was ich bisher dazu gelesen habe

Mein Drogenkonsum beschränkt sich zwar schon immer auf gelegentlichen Alkoholgebrauch, aber ich habe die kriminalisierung der anderen Drogen nie verstanden. Dadurch kommen nur weitere sozialschädliche Nebenwirkungen zustande: Beschaffungskriminalität, Drogenstrich usw. Einzig die Mafiaorganisationen dieser Welt können an den Verboten interessiert sein. Also weg damit - Canabissteuer, Heroinabgabe oder LSD-Gebühr können ja für Gesundheitserziehung verwandt werden...

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pulverkurt 05.02.2018, 18:10
4. Gleich geht's hier wieder rund...

... wenn die ganzen Ahnungslosen einem trotz der breiten Faktenlage weismachen wollen was für ein Teufelszeug Cannabis doch angeblich ist, und gleichzeitig nichts dabei finden sich am Wochenende die Birne mit Alkohol zuzuschütten.

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brüggebrecht 05.02.2018, 18:11
5.

Endlich mal ein paar ehrliche Worte von einem Menschen, der über mehr Wissen und Erfahrung verfügt als unsere überforderten Politker und Gesundheitsfachleute. Die seit Jahrzehnten überfällige Legalisierung von Cannabis ist auf hohem Niveau verlogen und politisiert. Selbst die positiven Erfahrungen im Ausland werden in Deutschland grundsätzlich ignoriert; wir haben ja die Leitkultur "Alkohol" - und das reicht dem deutschen Michel. Vielleicht sollte die Legalisierung über die EU-Schiene vorangetrieben werden.

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hanfbauer2 05.02.2018, 18:14
6. und weil jetzt wieder die Bedenkenträger ankommen...

...und von Einstiegsdroge bis Psychose die üblichen Argumente anbringen:
Auch Kaffeetrinken wurde in der Geschichte schon mehrfach verboten.
Unter Murad IV (1612-1640) im Osmanischen Reich gab es dafür sogar die Todesstrafe (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Murad_IV.). Schaut euch um: die Prohibition war sehr erfolgreich. Heute trinkt niemand mehr Kaffee...

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agt69 05.02.2018, 18:14
7. Absolut richtig

Der Mann hat zu 100 Prozent recht. Leider wird es noch lange dauern, bis diese Erkenntnis auch in die Politik durchsickert. Es gibt keinen vernünftigen Grund, am gescheiterten Drogenverbot festzuhalten. Außer man möchte der Mafia die Einnahmen sichern.

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wuschel15 05.02.2018, 18:15
8. voll dafür

Den Ausführungen des Herrn Scheerer stimme ich vollumfänglich zu. Nur fürchte ich, dass sich die gebetsmühlenartig wiederholte Gehirnwäsche durch unsere Politiker, dass man gute legale Drogen von schlechten verbotenen unterscheiden muss, so in den Köpfen der Menschen verankert ist, dass die Umsetzung der Legalisierung noch Jahrzehnte dauern wird. In einem der Freiheit verpflichteten Staat muss es möglich sein, über den Konsum gesundheitsgefährdender Substanzen selbst zu entscheiden, solange Dritten davon keine Nachteil entsteht. Allerdings plädiere ich auch dafür, dass Drogenkonsum kein strafmildernder Aspekt vor Gericht sein darf. Wer im Suff oder im Rausch ganz welcher Art straffällig wird, soll sich nicht auf herabgesetzte Steuerungsfähigkeit hinausreden dürfen. Das ist dann die Kehrseite von Freiheit: Die volle Verantwortung für sein Tun übernehmen. Die Legalisierung ist längst überfällig. Und das sagt ein Alkohol meidender, nicht rauchender und auch nicht kiffender Mittfünfziger.

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Referendumm 05.02.2018, 18:15
9. Interessant

Diese Diskussionen vor allem in Bezug auf Cannabis (und damit auch Haschisch) gibt es schon seit Jahrzehnten. Trotzdem wurde Cannabis / Haschisch - vor Jahren selbst bei Besitz geringer Mengen - stark kriminalisiert und juritisch massivst verfolgt. Und zwar in einer Art und Weise, die man sich als normaler Bürger bei Schwerkriminellen gewünscht hätte.

Passiert ist seit Jahrzehnten nichts. Und plötzlich soll alles anders sein / werden? Plötzlich soll man z.B. in den Niederlanden Gras oder nen "schwarzen Afghanen" kaufen können, ohne gleich hinter der dt. Grenze mit einem massiven Polizeiaufgebot rechnen zu müssen?

Woher der Sinneswandel, den schon seit Jahrzehnten diverse Ärzte, Sozialarbeiter etc. fordern?

Plötzlich ist all das falsch, was man Jahrzehnte massivst gemacht hatte? Es hat sich doch nix geändert, außer dass unsere Freunde übern Atlantik das Zeug auch in vielen US-Staaten freigegeben haben und selbst Investbanker ins dortige Geschäft einsteigen – oder ist das der Grund?

Wie gesagt, ich kapier' das Ganze nicht.

P.S.: Alkohol hat die Suchtgefahr und -gesundheitsproblematik wie Heroin - auch schon seit Jahrzehnten bekannt. Aber Alkohol ist erlaubt, trotz zig tausender schwerst Alkoholabhängiger. Wie gesagt, ich kapier' das Ganze nicht.

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