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Debatte über Cannabis-Verbot: "Unser Strafrecht muss dringend entrümpelt werden"
DPA

Das Cannabis-Verbot ist "weder intelligent noch zielführend" - sagt der Chef des Bundes der Kriminalbeamten. Ähnlich sieht das der Rechtsprofessor Sebastian Scheerer. Eines seiner Argumente: Rassismus.

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helmut.alt 05.02.2018, 19:08
30. Das Drogenproblem

kann nur durch Eigenverantwortung bewältigt werden. Kriminalisierung und Zwangsmaßnahmen führen zum Abdriften in den Untergrund, fördern den Schwarzmarkt und die Drogenbeschaffungskriminalität (Raub, Verbrechen, Prostitution, etc.). Das Alkoholverbot in den USA (Prohibition) hat seinerzeit nur die Unterwelt reich und den Staat arm gemacht. Mit dem legalen Drogenkauf würde der Staat profitieren und könnte die Szene kontrollieren so wie bei Alkohol und Zigaretten.

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Mach999 05.02.2018, 19:08
31.

Zitat von m-zmann
Also weniger Fälle, weniger Arbeit für Ermittler und Gerichte, weniger Strafgefangene... Ketzerische Frage: wäre die Abschaffung des StGB dann nicht noch viel besser? Kompromiss: alle Delikte,die anderen Menschen nicht direkt (!) schaden streichen: Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, unfallfreies Rasen, unfallfreies Fahren unter Alkohol, u.s.w.
Sie haben so etwa 80% des Interviews nicht gelesen oder nicht verstanden. Was Sie hier so in epischer Breite angreifen, ist nur eines der vielen Argumente.

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freekmason 05.02.2018, 19:08
32.

Zitat von m-zmann
Also weniger Fälle, weniger Arbeit für Ermittler und Gerichte, weniger Strafgefangene... Ketzerische Frage: wäre die Abschaffung des StGB dann nicht noch viel besser? Kompromiss: alle Delikte,die anderen Menschen nicht direkt (!) schaden streichen: Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, unfallfreies Rasen, unfallfreies Fahren unter Alkohol, u.s.w.
Sie können noch so ketzerisch oder polemisch werden, bei einer redlichen, stringenten argumentation erreichen Sie maximal ein alkoholverbot. der status quo ist absurd und nicht haltbar.

aber um Ihre frage zu beantworten: nein.

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jazzmanni 05.02.2018, 19:08
33. @vantast und Hose

Wieder mal nichts verstanden und keine Ahnung vom Thema. In D werden ca vier Tonnen Cannabis pro Tag konsumiert. Sprich der Markt ist da, nur illegal. Prohibition hat noch nie funktioniert. Warum sollte man dann nicht C entkriminalisieren und einen legalen Markt schaffen? Und Herr Hose, bitte dann auch alle Verkehrsteilnehmer auf Medikamente testen, dann würden vermutlich alle über 60 den Führerschein abgeben müssen. Machen Sie sich doch bitte erstmal Firm über das Thema bevor Sie wieder Unsinn von sich geben. Hanf ist seit Jahrhunderten bekannt, wächst fast überall und ist nicht nur zum Rauchen geeignet. Googeln Sie mal nach Hildegart von Bingen oder Henry Ford mit seinem Auto das auf dem Acker wächst. Oder Randolf Hearst mit seiner Kampagne gegen Hanf. In den Dreißigern wurde Hanf in den USA verboten, in den Vierzigern wieder legalisiert um am Ende des WW 2 wieder zu verbieten. Lustig, gell? Und warum? Bitte lesen und informieren Sie sich. Btw. was hat die innere Sicherheit mit C zu tun? Dümmer geht immer.

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pulverkurt 05.02.2018, 19:10
34. Re: Kuriose Argumentation

Zitat von j.vantast
Mal abgesehen davon ob es nun sinnvoll ist oder nicht Cannabis zu verbieten, mir fehlt da so ein wenig der rote Faden. Auf der einen Seite wird, obwohl es legal ist, überall Hatz auf die Raucher gemacht und auf der anderen Seite fordert man nun Cannabis zu legalisieren? Und wenn es nicht verboten ist sich selbst zu schädigen, warum legalisiert man nicht auch Heroin, Crack etc.? Das Argument mit dem angeblichen Rassismus setzt der Sache aber doch nun wirklich die Krone auf. Vor allem ist es doch kurios zu sagen, es gäbe weniger Drogenkriminalität wenn man Cannabis legalisiert. Klar, es gäbe auch weniger Kriminalität wenn man Ladendiebstahl legalisieren würde. Wenn das Argument für weniger Kriminalität ist, das man Gesetze die das jeweilige Handeln unter Strafe stellen abschafft, dann läuft aber irgendetwas gänzlich verkehrt.
Was genau finden Sie an der Argumentation in dem Interview jetzt kurios? Was Sie als "Hatz auf Raucher" bezeichnen betrifft nur Situationen, in denen andere Menschen durch Rauch belästigt oder geschädigt werden. Das wird mit einer Legalisierung von Cannabis nicht anders werden, egal ob Sie dann Tabak oder Cannabis rauchen.

Und was das "Argument" mit dem Ladendiebstahl angeht, zum gefühlt 100. Male: Wenn man einen Ladendiebstahl begeht, werden Menschen geschädigt. Wenn man dagegen einen Joint raucht, schädigt man höchstens sich selber (und nach allem was man weiß, in viel geringerem Maße als durch Alkohol). Wie kann man als einigermaßen vernunftbegabter Mensch einen solchen Unsinn schreiben? Ich würde mich schämen mit einem solch erbärmlichen "Argument" anzukommen, nur weil mir die Legalisierung von Cannabis aus welchen Gründen auch immer (Unterschwellige Ressentiments? Mißgunst? Ignoranz? Obrigkeitshörigkeit?) nicht in den Kram paßt. Ach, was schreib ich. Spätestens zwei Seiten weiter kommt der nächste angewackelt und faselt von Ladendiebstahl, anstatt sich einmal unvoreingenommen mit den Fakten zu beschäftigen.

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onari 05.02.2018, 19:12
35. So ein Quatsch

Zitat von m-zmann
Also weniger Fälle, weniger Arbeit für Ermittler und Gerichte, weniger Strafgefangene... Ketzerische Frage: wäre die Abschaffung des StGB dann nicht noch viel besser? Kompromiss: alle Delikte,die anderen Menschen nicht direkt (!) schaden streichen: Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, unfallfreies Rasen, unfallfreies Fahren unter Alkohol, u.s.w.
Warum vergleichen Sie "einen Joint rauchen", was in etwa ist wie "ein Glas Bier trinken" mit "Delikten, die andere Menschen nicht direkt (!) schaden? Das passt doch vorne und hinten nicht. Mit einem Joint und einem Bier schade ich höchstens mir selbst und das ist doch der Kern der ganzen Diskussion.

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piratist 05.02.2018, 19:12
36.

Die Antikifferfraktion bekommt man ganz schnell auf die Seite der Legalisierer, wenn man verspricht die freien Polizeikapzitäten gegen Ausländer einzusetzen ;)

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quacochicherichi 05.02.2018, 19:13
37. Auch wenn es nichts bringt

1. Würde die Polizei ihre Zeit nicht mit der Verfolgung von Kiffer verplempern, hätte sie mehr Zeit für Einbrüche und die anderen Delikte die Sie aufzählen.
2.Es wird keine massenhafte Verbreitung eines weiteren Rauschmittel geben, da es schon Verbreitet ist.
3. Selbst bei Ötzi konnten noch Rückstände irgendwelcher Stoffe nachgewiesen werde.
4. Wenn der Arbeitgeber ein solches Kündigungsrecht bekommen würde, und dieses auch angewenden würde, die Anzahl Arbeiter kriegen sie nie ersetzt.
Sehen Sie es ein, die Kiffer sind überall um Sie herum. Sie merken es nur nicht.

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teita60 05.02.2018, 19:15
38. Haschisch gehört verboten

Cannabis ist eine Rauschdroge, die nicht in unsere Leistungsgesellschaft passt. Die meisten Jugendlichen, die mit kiffen anfangen, sind dann so dauerbekifft, daß sie ihre Ausbildung abbrechen und keinen Schulabschluß hinbekommen.
Was soll denn aus denen später mal werden? Soll ich diese bekifften Rumhänger mit meinen Steuerzahlungen alimentieren?
Diese Droge ist eher was für Wüstenbewohner. Sand, Sonne, rumhängen.
In einer modernen Leistunggesellschaft hat dieses Zeug nichts verloren.

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p-rich 05.02.2018, 19:24
39. Ideologie

ich denke eher dass das Cannabisverbot der Ideologie geschuldete ist. Kiffen wird eher mit linksgrün, liberal, ja auch antikapitalistisch assoziiert und das darf in einem konservativen Hochleistungsland wie Deutschland nicht durchkommen. Es gab schon unzählige solche Empfehlungen, neulich auch auf dem Verkehrstag in Goslar oder vom Richterbund. Macht euch keine Hoffnungen diesbezüglich. Solange wir konservative Parteien wählen, bekommen wir auch konservative Politik. Aber selbst wenn es entkriminalisiert würde, heißt es noch lange nicht das man unbeschwert kiffen kann. Es sei denn man legt keinen Wert auf seinen Führerschein. Ohne einen wirklich "festgeschriebenen" Grenzwert ist und bleib alles wie gehabt - also der Entzug der Fahrerlaubnis. Man wird quasi nicht dafür bestraft dass man berauscht gefahren ist, was ja ok wäre, sondern dass man überhaupt mal geraucht hat. Und das ist eine riesen Sauerei.

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