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Debatte über Cannabis-Verbot: "Unser Strafrecht muss dringend entrümpelt werden"
DPA

Das Cannabis-Verbot ist "weder intelligent noch zielführend" - sagt der Chef des Bundes der Kriminalbeamten. Ähnlich sieht das der Rechtsprofessor Sebastian Scheerer. Eines seiner Argumente: Rassismus.

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Stefan Sx 05.02.2018, 21:09
80. Fachmänner

Zitat von pillepalle1501
wie Leute diesen Müll befürworten, die im Leben vlt. mal ein paar Joints geraucht haben. Ich hab diesen Dreck 15 Jahre lang ziemlich hardcore konsumiert (1-4 Gramm am Tag) und leide im Ergebnis an massiven Psychosen, Kreislaufproblemen usw. Mit diesen "Andenken" darf ich nun seit 8 Jahren leben, ohne Aussicht auf Besserung. Aber sabbelt mal schön weiter, ihr "Fachmänner".
Ich selbst habe durchaus mehr als nur ein paar Joints geraucht. War ein harter Weg, das alles hinter mir zu lassen. Allerdings weiß ich deswegen auch, dass es jeder selbst in der Hand hat, was er mit sich anrichtet. Und dass es eine feige und faule, selbstmitleidige und verantwortungslose Ausrede ist, die Schuld für die Folgen eines haltlosen Konsummusters auf das Suchtmittel zu schieben. Aber heul mal schön weiter, Du Fachmann.

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MtSchiara 05.02.2018, 21:09
81. Alkohol ist nicht geeignet als Referenzdroge

Zitat von bakero
Tauschen Sie in Ihrem Posting Cannabis einfach gegen Alkohol. Beides ist nichts für Jugendliche, leider ist letzteres trotzdem erlaubt, überall erhältlich und sehr günstig.
Cannabis ist eine Pflanze, Ethanol das simple Molekül C2H5OH. Ethanol entsteht von alleine bei Wärme in Zuckerwasser. Wollen Sie Wärme, Zucker oder Wasser verbieten? Ethanol läßt sich nicht verbieten, weil es ein organisches Stoffwechselprodukt ist, daß von alleine aus Substanzen entsteht, die sich nicht verbieten lassen. Außerdem ist Ethanol nicht nur Droge, sondern auch Nahrungsmittel, Konservierungsmittel, Desinfektionsmittel, Extraktionsmittel, Reinigungsmittel, Brennstoff und in geringen Dosen Entspannungsmittel, Blutdrucksenker und Heilmittel. In geringen Doses überwiegt auch bei langjähriger Anwendung der Nutzen den Schaden, und viele Menschen bleiben ihr Leben lang bei geringen Dosen. Alkohol ist insofern sehr spezifisch und keine Bezugsgröße für irgendwelche anderen Drogen.

Bei Cannabis stellt sich die Frage, ob es auch hier Konsumformen gibt, bei denen die Nutzwirkung die Schadwirkung überwiegt, wie schmal der Grad zwischen Nutzen und Schaden ist, und wie viele der Konsumenten es schaffen, auch langfristig den Konsum in dem Bereich zu halten, in dem der Nutzen überwiegt.

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Alimentator 05.02.2018, 21:10
82. Selbst wenn legal, darf man kein Auto mehr fahren!

Die derzeit gültigen THC-Grenzwerte sind so niedrig, dass man nach einem Joint bis zu drei Wochen kein Auto mehr fahren darf. Und dass, obwohl der Rausch nach spätestens zwei Stunden vorbei ist. Und dass ohne Kater oder Entzugserscheinungen. Eine Legalisierung ohne Anpassung der Grenzwerte auf einen realistischen Wert ist daher für Verkehrsteilnehmer sinnlos. (Bin kein Konsument, aber Sympathisant).

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Botox 05.02.2018, 21:15
83. Logische konsequenz....

Nachdem Karlsruhe ja schon entschieden hat, das Cannabis gegenüber Alkohol nicht benachteiligt oder gleichgestellt werden soll, reicht es nicht aus, das nur der Konsum und Besitzt 10-15g erlaubt oder Straffrei ausgeht., gleichzeitig der Handel/Anbau verboten und unter Strafe steht. Das war/ist schon immer ein unhaltbarer zustand, der meiner Ansicht vor dem Bundesverfassungsgericht in dieser Form auch nicht standgehalten hätte.
Es ist allzu Logisch, das der Handel/Anbau jetzt genauso reglememtiert und so legal wird. Bevor von Karlsruhe ne "Anweisung" kommt!

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scoopx 05.02.2018, 21:18
84. Das Amotivationssyndrom...

...ist eine der vielen Legenden, die sich um den Cannabis-Konsum ranken - nach dem Motto "Haschisch macht gleichgültig!" - "Ist mir doch egal!"

Diese "Störung" ist eine der vielen Erfindungen, die sich Psychologen ausgedacht haben, um der Strafjustiz und jeder Art von Hysterie dienlich zu sein. Ähnliches gilt für das "Stockholm-Syndrom" oder den in den USA üblichen hysterischen Verfolgungseifer gegenüber "sexual predators" nach dem Motto "no confession is ever complete".

Aber bleiben wir beim Cannabis. Was wird eigentlich jetzt aus all den "Studien", Zeitungsartikeln, eifernden Plädoyers von Staatsanwälten und den Urteilsbegründungen "harter" Richter in Bezug auf Haschisch? Werden am Ende irgendwann die wegen Haschisch Verurteilten rehabilitiert und erhalten Haftentschädigung wie die Homosexuellen? Was ist das überhaupt für ein "Recht", das sich auf Hysterie, Pseudowissenschaft und poltisches Kalkül gründet nach dem Motto, wir brauchen etwas womit wir Linke und Langhaarige hinter Gittern bringen können?

Auch die Medien haben jahrzehntelang Schwachsinn erzählt. Man lese z.B. heute mal den "Zeit"-Dossier-Artikel "Aus Kiffern werden Eltern" vom Dezember 1999. Liebe Foristen, die ihr heute die Haschisch-Legalisierung unterstützt: da gehen euch die Augen über!

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Zweistein100 05.02.2018, 21:20
85. Nichtsüchtigenschutz und Schutz junger Menschen vor Cannabis- u. Tabak

Ohne jetzt einer Legalisierung von Cannabis zustimmen zu wollen: Sollte es soweit kommen muss der Schutz der Nichtsüchtigen vor den Abgasen des Cannabis-Rauchens und der Schutz junger Menschen vor der Droge strikt gewährleistet werden. Das muss auch endlich für Tabak gelten. Sprich: 1) Niemand darf ohne seine ausdrückliche Einwilligung den Abgasen des Rauchens jeder Art ausgesetzt werden. 2) In Anwesenheit von Kindern, Schutzbedürftigen, Beschäftigten usw. darf in jeglicher Art nicht geraucht werden. 3) Die Solidargemeinschaft darf nicht mit den Folgekosten des Rauchens belastet werden, z. B. in Form von Krankenkassenbeiträgen für die Süchtigen, denn diese wissen ja vorher um die Schädlichkeit ihres Tuns. (Wenn andere Tätigkeiten wider besseres Wissen ebenfalls die Solidargemeinschaft belasten muss das auch auf den Prüfstand!) 4) Cannabis- und Tabakprodukte inkl. E-Zigaretten dürfen nur an Personen über 21 Jahren abgegeben werden. Grund: Die Drogensucht beginnt meist zwischen 14 und 21 Jahren, danach sind die Menschen schon viel vernünftiger. Nicht umsonst gibt es den Busführerschein auch erst ab 21. Drogensüchte wird man leider nicht so schnell los, wie man sie bekommen hat.

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le.toubib 05.02.2018, 21:25
86. Völlig richtig!

Zitat von teita60
Haschisch gehört verboten Cannabis ist eine Rauschdroge, die nicht in unsere Leistungsgesellschaft passt. Die meisten Jugendlichen, die mit kiffen anfangen, sind dann so dauerbekifft, daß sie ihre Ausbildung abbrechen und keinen Schulabschluß hinbekommen. Was soll denn aus denen später mal werden? Soll ich diese bekifften Rumhänger mit meinen Steuerzahlungen alimentieren? Diese Droge ist eher was für Wüstenbewohner. Sand, Sonne, rumhängen. In einer modernen Leistunggesellschaft hat dieses Zeug nichts verloren.
Ich habe auch etwas gegen diese faulen, chillenden Kiffer und bevorzuge - wie Sie? - ebenfalls volltrunkene Schläger, die man gerade aus der Kneipe geworfen hat. Denn die tun wenigstens etwas für die "moderne Leistunggesellschaft", da alles, was sie kaputtschlägen, ja wieder repariert werden muss! Sehr gut für die Volkswirtschaft!

So einer trat mir einmal in der Nacht die hintere Stossstange meines Lancias in Stücke. Ich hätte ihm gerne dafür "gedankt", aber meine Frau hielt mich Gott sei Dank zurück! Und die gerufene Polizei kam zwar ausgemacht schnell, aber leider doch nicht schnell genug ...

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s.l.bln 05.02.2018, 21:30
87. Realsatire

Zitat von Michael200669
Ihre Aussage ist schlicht und einfach falsch. Ich selber bin an Cannabis fast erstickt. Weil mein lieber Nachbar, jeden Tag mehrere Joints sich reingezogen hat. Er war teilweise so bekifft, das er randaliert und aggressiv reagiert hat. Sich selber umbringen wollte. Teilweise überhaupt nicht mehr ansprechbar war. Durch sein ständiges kiffen hatte ich dadurch den Mist in meiner Wohnung. Dadurch ist mein Sauerstoffgehalt im Blut massiv gesunken und ich immer mehr Probleme mit der Atmung bekommen habe. Des weiteren unterhalten sie sich mal mit Lungenärzten in der Notaufnahme. Die werden ihn bestätigen, wie gefährlich Cannabis ist. Das Cannabis eben nicht ungefährlich ist.
An einen verringerten Sauerstoffgehalt im Blut des Verfassers mag man bei Überfliegen der obigen Zeilen sofort glauben.
Die Ursache dafür aber im Drogenkonsum des werten Nachbarn zu "erkennen", verlangt schon nach eher spezieller Weltsicht.
Glauben Sie es ruhig: es bestünde auch keine Erstickungsgefahr , wenn Ihr direkter Zellengenosse kiffte.
Lungenärzte werden Ihnen im Übrigen auch gerne erklären, wie gefährlich das Rauchen frei verkäuflicher sonstiger Tabakwaren ist.
Was hier diskutiert wird , ist die bizarre Situation der juristischen Ungleichbehandlung von Drogen.

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le.toubib 05.02.2018, 21:39
88. Kleiner Tipp, wenn man zur Abklärung zur Rechtsmedizin müssen:

Blut darf abgenommen werden.

Die Urinprobe darf - warum auch immer, verweigert werden.

Eine Haarprobe darf abgenommen werden - sollten Sie meinen, es gäbe dort etwas zu finden, färben, idealiter blondieren, Sie am Abend vor der Untersuchung Ihre Haare. Dann findet man auch dort nichts mehr.

Manche Forensiker untersuchen auch Finger-/Zehennägel, also sollte diese so kurz wie nur irgend möglich gekürzt sein.

Viel Glück! Und denken Sie daran, der Rechtsmediziner ist nicht Ihr Feind, ihn nervt eher, so etwas absolut Banales machen zu müssen ...

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brazzo 05.02.2018, 21:42
89. @Michael200669

Na zum Glück scheint diese fatale Sauerstoffunterversorgung ja keine bleibenden Schäden bei Ihnen hinterlassen zu haben. Sein Sie froh, denn andere hatten da weniger Glück. Ich kenne jemanden, der hat chronischen Schwachsinn bekommen, weil jemand im Nachbarhaus gekifft hat. Noch dazu im Fahrstuhl.

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