Forum: Panorama
Debatte über Hunde: Die Kampfschmuser sind los
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Ein Hund tötet zwei Menschen - und nun? In der Diskussion über gefährliche Rassen und verantwortungslose Halter kommt eines zu kurz: Wenn wir aufhören, Hunde mit Projektionen zu überfrachten, wäre viel gewonnen.

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Knossos 15.04.2018, 12:08
100.

Ein sehr intelligenter Beitrag.
Und so weit entfernt von Haltern, deren Kriterien bei Anschaffung eines Tieres losgelöst von Bedarf und Befindlichkeit des Tieres selbst sind.

Neben im Artikel erwähnten Kriterien des Prestiges auch die der Optik, Farbe von Fell und Federn etc., die z.B. zu Huskies in sommers glühend heißen Breitengraden führen (wie etwa im Nahen Osten oder Zentralamerika), nicht zu reden von nicht gegebenem Auslauf, wo man Tiere nicht einmal ausführen kann und in betonierten Höfen ankettet (gern an Ketten von kaum 1,5 m Länge).

Schlimmer noch umgekehrt, irrationale Aversionen in naturentfremdeten Zivilisationen wo Menschen u.a. Angst vor Hunden (und sogar auch Katzen) haben, und zugleich unzureichenden Verstand, um Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten. Ergo, sobald sich durch Umzäunung u.ä. in Sicherheit wägend, die furchterregende Erscheinung malträtierend (aufscheuchen, mit Steinen bewerfen, vergiften etc.)

Sogar im aufgeklärten Westen soviel noch, daß weitverbreiteter Haß gegen Katzen zum Teil auf durch Behendigkeit und Eleganz des Tieres ausgelöstem Gefühl der Herabsetzung motorisch Ungelenker oder Übergewichtiger beruht, wie wissenschaftliche Untersuchung ergeben hat.

Irrationaler Selbstbezug im Umgang mit den Kreaturen; und das im Zeitalter der Atomphysik selbst noch in den Industrienationen.

In Deutschland jede Menge Agonie ausgelieferter Kreaturen und Haustiere hinter verschlossenen Türen und Toren. Woanders noch einmal sehr viel mehr, wo Einfalt und Sadismus sich nicht verbergen müssen.

Und soweit mir bekannt, ist der -inzwischen immerhin in einigen Bundesländern geforderte- Eignungsnachweis immer noch vollkommen unzulänglich; weder Kenntnis der Verhaltenwissenschaft, Entwicklung oder Artenspezifik abfragend. Jeder Segelschein scheint im Vergleich dazu akademisch.

Abraham hat seinen Fuß immer noch auf himmelschreiend exponierten Kreatur.

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Dreibast 15.04.2018, 12:09
101.

Zitat von 53er
von ihrem Hund Getöteten. Wir haben unseren Hund im Griff, aber 90% der anderen Hundebsitzer tun dies nicht, die haben keine Ahnung. Nein, alle Hundebesitzer haben keine Ahnung, ob ihr Hund gefährlich ist oder nicht, jedenfalls alle Hundbesitzer deren Hund über die Schulterhöhe eines, sagen wir mal Dackels, hinausgeht. Einen Hund zu besitzen und vielleicht auch zu erziehen, ist ein persönliches Vergnügen, das nicht alle Mitmenschen teilen, somit sollten diejenigen, die wenig von dem Vergnügen haben, auch nicht damit belästigt werden. Wenn von dem Vergnügen auch noch eine Gefahr ausgeht, ist dies umso wichtiger. daher sollten alle Hunde, ab der genannten Schulterhöhe in der Öffentlichkeit an die Leine und bei weniger berechenbaren Exemplaren muss eine Maulkorbpflicht eingeführt werden, auch wenn die "Präsentation" des Hundes dann nicht mehr so beeindruckend ausfällt.
Leinenzwang hat mit der Schulterhöhe nichts zu tun.
Hunde sind außer den eigenen Einfriedungen an der Leine zu führen:
Immer und überall lassen Sie sich das von einem Hundebesitzer einer großen Hunderasse sagen, der über 40 Jahre lang Hunde derselben Rasse hielt.
So erfreuen Sie die Spaziergänger mit und ohne Kinder. Radler und Menschen mit einer Hundephobie.
Und im Wald freuen sich Frischlinge und Rehe sowie anders Getier, vor allem in der Brut- und Setzzeit.

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frenchie3 15.04.2018, 12:10
102. Macht doch mal eine Analyse

Der Grundtenor ist "der Mensch ist Schuld" aber "trotzdem der böse Hund". Macht so was wie "der baut die Bremsen aus dem Auto aus, böses Auto".

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Lobhudel 15.04.2018, 12:22
103. Haben Radwanderer ein Recht auf Hundephobie?

Zitat von Das Pferd
Sie überlassen also dem Hund die Entscheidung, ob da ein Radwanderer oder ein Einbrecher vor dem Grundstück sich bewegt? Den Begriff einer exakten Grundstücksgrenze oder des Wegerechts dürfte einem Hund kaum klar sein. Und die Festnahme, Schuldbemessung und Bestrafung erledigt der Hund gleich mit. Und wir regen uns hier in Europa über Amerikaner auf, die Bier klauende Teenager in der Garage erschießen. Gegen Sie sind die ja fast zivilisiert.
Ich glaube nicht. Wenn Ihr Hirn das nächste Mal aussetzt - bellender Hund kommt auf Sie zu gerannt - ziehen Sie sich kontrolliert zurück und vertrauen Sie einfach auf die Kraft Ihrer Wadl'n und fahren einen Umweg.

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lobivia 15.04.2018, 12:35
104. #102 @Knossos

Ihren Beitrag hebe ich mir auf. Exemplarisch für Misanthropie, soziale Sodomie und Halbwissenschaftlichkeit. Gewürzt mit ein wenig "Antiabrahamismus".

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sok1950 15.04.2018, 12:40
105. Auto, Hund und Waffen

Zitat von Lobhudel
"Die Frage ist doch schlichtweg ob von einem [Auto] eine Gefahr für Menschen ausgeht. Ob die Gefahr durch [Design/Auslegung], Halter oder [Motorisierung] entsteht ist absolut egal. Und dass "nur" [3400] Menschen im Jahr durch [Autos] getötet werden ist ein schwaches Argument. Jeder ist einer zuviel, und wieviele Menschen werden durch [Autos] verletzt? Meine Frage ist: Warum ist es in D noch erlaubt, sich jedes Auto bis 1000 PS ohne Befähigungs-/Wesenstest des Besitzers zu kaufen? Im Zweifel lasse ich mich lieber von einem Hund eines überforderten Hundebesitzers beißen, als von einem SUV eines überforderten Autobesitzers überfahren.
Auf einen Hund sind nur sehr wenige Personen wirklich angewiesen, in 99,9% sind diese überflüssig, genau so wie Waffen.

Anderseits: Die meisten Autobesitzer sind auf ihr Fahrzeug einfach nur angewiesen um von A noch B, zur Arbeit, zum Einkaufen zu kommen. (mit Ausnahme der grünen, tierliebenden SuV's und Porschebesitzer in Berlin-Mitte)

Darin liegt der Unterschied: 99,9% der Hundebesitzer sind für das tägliche Leben eben nicht auf den Hund, aber 99,9% auf ihr Auto angewiesen.

Bin damit einverstanden: Wer den Hund nicht zum Leben/für die Arbeit braucht gibt ihn ab, können wir mit Autos auch gern so machen.

Bei Waffen wird das in Deutschland ja schon so gehandhabt.
Freue mich über die dann leeren Straßen ohne massenhaft parkende (um nicht abgestellt zu sagen Autos.

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lobivia 15.04.2018, 12:41
106. #105 @lobhudel

Nein, umkehren muss niemand, weil Sie Ihren Hund nicht kontrollieren können. Da holt der Radwanderer ganz einfach die Flasche mit dem Capsaicinprodukt aus der Tasche. Sowohl die Wirkung auf das olfaktorische System des Hundes, als auch die erzieherische Wirkung sind wirklich beeindruckend. Da nimmt der Radwanderer Ihnen noch die Arbeit ab.

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Lobhudel 15.04.2018, 13:04
107. Ist klar - NATUR ist beim Vollkasko-Radwandern ein unerwünschte Größe!

Zitat von lobivia
Nein, umkehren muss niemand, weil Sie Ihren Hund nicht kontrollieren können. Da holt der Radwanderer ganz einfach die Flasche mit dem Capsaicinprodukt aus der Tasche. Sowohl die Wirkung auf das olfaktorische System des Hundes, als auch die erzieherische Wirkung sind wirklich beeindruckend. Da nimmt der Radwanderer Ihnen noch die Arbeit ab.
Sorry, aber ich empfehle Ihnen eine Radrennbahn - Sie sind an der frischen Luft und erleben nichts, was Ihre persönlich-ovale Weltanschauung trüben könnte.

Sie wissen übrigens, dass man Sie als Hunde-Phobiker trotz hysterisch-charakterlich begründeter Abwehrmaßnahmen aufgrund Sachbeschädigung belangen kann?

Einem Ihrer Radwandergesellen ist dies schon passiert: Der Grundstücks-/Hundebesitzer hat ihn nach einem Pfefferspray-Angriff auf den Hofhund sanft vom Rad geholt und auf die Polizei gewartet. Weiterfahren war futsch - Anzeige wg. Verstoßes gegen den "kleinen Waffenschein" und eine saftige Tierarzt-Rechnung mit Sonntags-Zuschlag.

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reichsvernunft 15.04.2018, 13:05
108. Hunde...

...sind ein Hobby. Sie sind nicht klüger, nach einigen Studien im Schnitt sogar dümmer als das Schweinchen, dass für meinen Genuss-bacon dran glauben muss. Der "tolle Charakter" ist durch Coevolution hervorgebrachtes, angepasstes Rudelverhalten. Macht mit den Viechern was ihr wollt, macht sie zu Kuscheltieren, Partner-oder Kinderersatz, Bodyguard oder Alarmanlage, aber lasst den Rest der Welt damit in Ruhe. Es ist >egal< ob der beißt. Es ist nicht mein Hobby, ich will weder angeschnüffelt noch ange"der will doch nur spielen"t werden, noch habe ich Lust die Hinterlassenschaften aus Grünstreifen und Sohlenprofil zu entfernen. Alle an die Leine, außer sie sind wirklich erzogen, sonst Strafanzeige wegen Nötigung. Generell, sollte alles was ein Hund im öffentlichen Raum tut unmittelbar als Willen des Besitzers geahndet werden. Dann ist auch ganz schnell Ruhe, und die, die unbedingt einen minderbemittelten Dauerbewunderer brauchen, dürfen sich da austoben, wo sie sonst niemanden stören.

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Knossos 15.04.2018, 13:09
109.

Zitat von lobivia
Ihren Beitrag hebe ich mir auf. Exemplarisch für Misanthropie, soziale Sodomie und Halbwissenschaftlichkeit. Gewürzt mit ein wenig "Antiabrahamismus".
Vielleicht möchten Sie mir ja noch zugestehen, daß ich gern dazulerne.
Also nutzen Sie freundlicher Weise Ihre Kompetenz, um die "Halbwissenchaftlichkeit" auch aufzuzeigen.

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