Forum: Panorama
Debatte über Hunde: Die Kampfschmuser sind los
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Ein Hund tötet zwei Menschen - und nun? In der Diskussion über gefährliche Rassen und verantwortungslose Halter kommt eines zu kurz: Wenn wir aufhören, Hunde mit Projektionen zu überfrachten, wäre viel gewonnen.

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mundusvultdecipi 15.04.2018, 09:32
50. Bringen Sie doch besser..

Zitat von b3k0
...wenn ich mit den Kindern auf der Strasse einem dieser Granatwerfer auf vier Beinen begegne, egal ob angeleint und mit oder ohne Maulkorb, kommt mir der Angstschweiß. Die Kinder wissen ja nicht ob es nun ein kleines Rehkiez oder ein süßes Ferkel ist, sie wollen es streicheln. Da hilft nur die Starßenseite wechseln und sich schnellstmöglich entfernen. Mir kann keiner erzählen, dass Hunde nur durch Fürsorge nicht verhaltensauffällig werden, es gib Gegenbeispiele von Hunden die als Welpe mit viel Liebe aufgezogen wurden und dann viel Schaden angerichtet haben. Hunde haben ihren genetischen Code, den Jagdtrieb, das Stellen und Töten der Beute...das sieht jeder der mal Hund oder Katze gehabt hat. Die Verhaltensauffälligkeit kann ebenso durch körperliche Krankheiten im Gehirn,nachlassende Sehfähigkeit oder Tumoren entstehen. Ebenso ist ein Hund mit zunehmden Alter, ich würd mal spitz formulieren "schrullig", was sich im schlechtesten Fall zu Aggression entwickelt.
..Ihren Kindren bei,dass man nicht jeden Hund ungefragt streicheln soll.Wenn mich Kinder fragen,ob sie meinen Hund streicheln dürfen,dann erkläre ich ihnen,wie man sich dem Hund nähert und behutsam streicheln kann.Allemal besser als Kinder von Hunden zwanghaft fern zu halten.Damit verfestigen Sie bei den Kindern eine lebenslange Angst vor Hunden

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frenchie3 15.04.2018, 09:33
51. @6 Nur durch die Einfuhr eines Tierheimhundes

bestätigt die Autorin jedes Hundehalterklischee? Mit nur einem "Argument" jedes? Na, das nenne ich mal eine Trefferquote. Wenn sich jemand einen "Partner" sucht muß er Ihrer Meinung nach einen von zu Hause nehmen, auch wenn man sich im Ausland verliebt? Oder, um es mal an nicht lebenden Dingen festzumachen: schreiben Sie den Leuten vor wo Sie einzukaufen haben?

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touri 15.04.2018, 09:36
52.

Zitat von the_skywalker
Bestimmte Rassen sind durch Züchtungen bewusst aggressiv geworden, diese Hunde kann man nicht einfach nur lieb haben und dann wird alles gut. Kampfhunde gehören nicht in den Haustieralltag...
Das Problem ist weniger die Aggressivität. Letztens war ein Artikel auf Spon, wo ein Fachman die Aussage getroffen hat, dass die sogenannten Kampfhunderassen nicht öfters zubeißen als andere. Soweit ich weiß führen Dackel die Beißstatistiken an.

Das Problem ist halt, es macht einen Unterschied, ob ein Dackel oder ein Rottweiler zubeißt. Bei den für den Kampf gezüchteten Hunderassen kommt außerdem noch eine hohe Schmerzresistenz hinzu, sprich im Zweifelsfall kämpfen sie bis zum Ende und ziehen sich nicht zurück, wenn sie einige harte Treffer einstecken.

Ich persönlich bin mit Hunden aufgewachsen (Familienhunde, und viele in der Nachbarschaft) und wurde noch nie gebissen. Ich kann aber einen Hund sehr gut einschätzen und weis wie ich mich zu verhalten habe, so dass keine Konflikte entstehen. Ich habe z.B. wesentlich mehr "Angst" vor Katzen, weil ich die viel schlechter einschätzen kann. Und wie die (30 jährige, mit Katzen aufgewachsene) Tochter einer Arbeitskollegin bestätigen kann, ist es kein Spaß die Hände von einer Hofkatze zerkratzt zu bekommen, dass kann nämlich sehr schnell sehr gefährlich werden aufgrund von Krankheitserregern.

Noch kurz am Rande, wie geschrieben wurde ich noch nie von einem Hund gebissen, dafür schon zweimal von einem Schwan (einmal weil er mein Brötchen haben wollte, und teilen für ihn nicht in Frage kam). Bin dafür Schwäne in eine (neugeschaffene?) Kampfvogelliste aufzunehmen! :p

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argoetz 15.04.2018, 09:36
53. Verhältnismäßigkeit

Mal was für diejenigen, die selbst vor einem Zwergpinscher Angst haben: dagegen kann man was tun! Wenn ich mit meinem Jagdhundmischling ohne Leine (ca 20 Kilo, hört aufs Wort) am Dorfrand unterwegs bin und es kommen mir 100 Leute entgegen, dann ist vielleicht eine Person dabei, die mich aggressiv angeht, ich solle meinen Hund anleinen. Alle anderen sehen, dass der Hund entweder unheimlich menschenfreundlich ist oder sich - je nach Laune - gar nicht für sie interessiert. Ich sehe nicht ein, dass ich meinen Hund wegen dieser einen Person an die Leine lege (die ich übrigens gar nicht dabei habe). Wer mit drei Jahren von einem Hund gezwickt wurde und 40 Jahre später immer noch die Angst von damals mit sich rumschleppt, der sollte sich mal mit Hunden beschäftigen oder eine Verhaltenstherapie machen, zumal man sein Leben lang immer und immer wieder Hunden begegnet, ob man will oder nicht. Ich sehe ein, dass man bei Schäferhunden, Rottweilern uä das Muffensausen kriegt, aber bei Angst selbst vor Kleinsthunden fehlt mir das Verständnis.

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mundusvultdecipi 15.04.2018, 09:39
54. Warum?

Zitat von nordlicht123321
Warum muss man, in einer Stadt lebend,mit Wissen der nicht artgerechten Haltung,einen Hund besitzen?Warum?? Und nochmal,warum???
..ich lebe in Duisburg und habe 1 Km von meinem Wohnort ein großes Waldstück,in dem der Freilauf von Hunden erlaubt ist.Mein Hund kommt aus einer Tötungsstation aus Rumänien.Überlegen Sie mal,wo es ihm besser geht.

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touri 15.04.2018, 09:40
55.

Zitat von widower+2
"Anscheinend hatte ihre Gefährlichkeitsaura Dellen bekommen, weil mein Hund ihren dominiert hatte. Diese Aura hatte sie aber nur aufbauen können, weil ihr Hund eben als besonders gefährlich angesehen wurde." Diese Hunde werden aus genau diesen Gründen angeschafft (meistens). Zudem sind sie seit Generationen auf Aggression gezüchtet worden. Der von Frau Rützel geliebte Bullterrier allerdings nicht. Der ist einfach nur eine hässliche Qualzüchtung, aber ein brauchbarer Familienhund. Was Staffordshire und Co angeht, gibt es zwei Fraktionen: 1 Prozent holt sich den aus dem Tierheim, um dem armen Tier zu helfen. 99 Prozent holen sich einen solchen Hund zur Abschreckung, als Waffe oder zur Steigerung des unterentwickelten Selbstbewusstseins. Da ist es dann nicht verwunderlich, dass man den Haltern mit einer gewissen Skepsis begegnet.
Das mit der Qualzüchtung unterschreibe ich. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen Hunde kaufen (und damit deren Züchtung unterstützt) die Zeit ihres Lebens nur körperliche Probleme haben werden. Zu nennen wären da auch Mopse, überzüchtete Schäferhunde (die mit dem extrem schmalen Becken) oder auch alles was gemeinhin als "Handtaschenhund" bezeichnet wird. Es gibt eigentlich kaum einen gesünderen und robusteren Hund als einen Mischling.

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sok1950 15.04.2018, 09:40
56. Liebe Frau Rützel - Hundebesitzer wie Sie sind das Problem

Genau: mein Hund ist anders, mein Hund ist viel besser, mein Hund benimmt sich richtig - mein Hund spielt doch nur. Sie sind nicht allein auf der Welt. Mir ist egal welche Hunderasse mir entgegenkommt, ich will weder bespielt noch beschnüffelt noch mit sabbernden Lefzen wie ein Leckerli angestarrt werden. Es ist mir egal wie lieb, artig oder erzogen ein Hund ist und von welcher Rasse - wenn er auf mich zu läuft, mir zu nahe kommt möchte ihn am liebsten abschießen. Das was bei Hunden "normal" ist, was Hundebesitzer als "normal" betrachten würde - wenn es Männer tun würden - sofort zur Verurteilung wegen sexueller Belästigung führen.

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akase93 15.04.2018, 09:41
57. Führerschein für Hunde

Einmal abgesehen davon , dass ich nicht verstehe, warum nahezu jeder , der einen Baum vor dem Haus hat meint , dass er im Grünen wohnt und jetzt unbedingt einen Hund halten muss , verstehe ich noch viel weniger , warum aber auch wirklich jeder berechtigt ist, einen Hund - egal welcher Rasse - anzuschaffen und zu halten. Nach Kompetenz und Fähigkeit fragt niemand. Tiere werden missbraucht in vielerlei Hinsicht: als Partnerersatz , als Kindersatz , als Waffe , Status- oder Modeobjekt u.v.m. Für jeden Firlefanz muss man in Deutschland eine Befähigung nachweisen , für die Haltung z. Teil völlig aus dem (Erziehungs-)Ruder gelaufener Tölen nicht. Um das Problem besser in den Griff zu bekommen , sollte jeder , der einen Hund hält, seine Befähigung dazu nachweisen und diese mindestens alle 5 Jahre (analog TÜV) erneut unter Beweis stellen müssen.

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Argon66 15.04.2018, 09:43
58. Es ist der Mensch, nicht der Hund!

Natürlich hat ein Hund einen "Grundcharakter", was berücksichtigt werden muss. Jedoch formt viel der Mensch den Charakter des Hundes. "Kampfhunde" sind eigentlich friedliche Tiere, wenn sie richtig erzogen (und gehalten) werden, wie ich das öfters feststellen durfte. Meine Frau und ich haben vor 2 Jahren einen misshandelten, verstörten English Toy Terrier aus dem Tierheim geholt. Geduld und Respekt vor diesem Lebewesen formten daraus einen wundervollen, anhänglichen Hund den ich nicht mehr missen möchte. Kann ihn inzwischen bei den Gassi-Runden im Wald frei laufen lassen, jedoch kenne ich seine Macken. Er verträgt sich nicht mit jedem Hund. Ergo kommt er dann entsprechend an die Leine wenn sich ein fremder Hund oder auch ein Pulk Kinder, wovor er Angst hat und ich seine Reaktion nicht immer einschätzen kann, nähert. Hunde sind im Prinzip das Ergebnis seiner Halter.

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touri 15.04.2018, 09:46
59.

Zitat von egyptwoman
Dem kann ich nur zustimmen, vor allem das mit dem streicheln. Ich habe 2 Peki-Mixe und jeder meint die einfach ungefragt anfassen oder noch schlimmer - zu versuchen sie hochzuheben. Wenn ich dann nach dem 10ten freundlichen Versuch das zu unterbinden, irgendwann die Lust an der Freundlichkeit verliere und entsprechend genervt reagiere, kriege ich immer Kommentare wie: die sind so klein und niedlich; Warum darf ich die nicht streicheln? etc pp.
Hätte unser Westi gar nicht zugelassen. Selbst von Familienmitgliedern lies er sich nur unter Protest hochnehmen (selbst wenn er das eigentlich wollte, weil gerade auf seine alten Tage die Treppen immer steiler wurden). Da wurde erst ziemlich böse geknurrt, wenn jemand anstalten machte ihn hochheben zu wollen und wenn das nicht hilft, im Zweifelsfall in die Hand gezwickt. Streicheln war aber ok, auch wenn er da bei Fremden auch kein Riesenfan davon war, das war eher ein, "wenns sein muss" für ihn.

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